
Sign up to save your podcasts
Or


„Wir haben keine einzige Firma im Portfolio, die ein regulatorisches Risiko hat."
Lebensmittel und Getränke sind mit 1,5 Billionen Euro Umsatz die größte verarbeitende Industrie der EU, größer als Automobil, Chemie und Pharma. Trotzdem gelten Food-Investor:innen in der Venture-Capital-Welt als Nische.
Kann privates Kapital die Transformation unseres Ernährungssystems wirklich tragen?
Felix Leonhardt ist Partner bei Oyster Bay, einem der ersten spezialisierten Food-VCs Europas, und hat selbst zwei Unternehmen gegründet und verkauft.
Mit Christina spricht er darüber, was eine Innovation investierbar macht und warum Klimawandel und volatile Rohstoffpreise heute die stärksten Innovationstreiber sind. Du erfährst, wie Nukoko aus fermentierten Ackerbohnen ein Kakaopulver herstellt und nach 18 Monaten Skalierung an Döhler ging, warum Mycelium aus Nebenströmen sinnvoll, aber für einen Fonds nicht investierbar ist, und weshalb zwei bis drei Jahre Novel-Food-Zulassung Startups für Investor:innen unkalkulierbar machen. Am Ende geht es darum, warum der Transformation vor allem eine gute Geschichte fehlt.
LINKS
Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/
Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/
Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/
Felix Leonhardt (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/felixleonhardt/?locale=de
Oyster Bay Venture Capital: https://www.oysterbay.vc/
Döhler übernimmt Nukoko (Pressemitteilung): https://www.doehler.com/en/news-media/details/doehler-acquires-nukoko-and-accelerates-cocoa-free-chocolate-alternative-innovation.html
Blaues-Brot-Folge mit Prof. Kai Purnhagen zu EU-Lebensmittelrecht & Biotech Act: Episode 6 von Blaues Brot
KAPITEL
00:00 - Warum die größte Industrie Europas für VCs eine Nische ist
05:11 - Vom Gründer zum Investor: Resilienz und Respekt vor Gründer:innen
09:08 - Der Investmentradar: Wie Oyster Bay die Probleme von morgen findet
19:33 - Ernteunsicherheit, Preisdruck und der Nukoko-Exit an Döhler
30:46 - Sinnvoll, aber nicht investierbar: Mycelium, Novel Food und Regulatorik
41:14 - Was Kapital für die Transformation leisten kann
ÜBER DIESE FOLGE
Im Blaues-Brot-Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems erklärt Felix Leonhardt, Partner beim Food-Venture-Capital-Fonds Oyster Bay, warum der Fonds keine einzige Firma mit regulatorischem Risiko im Portfolio hat: Eine Novel-Food-Zulassung in der EU dauert in der Praxis zwei bis drei Jahre, sodass Investor:innen nicht kalkulieren können, wie viel Kapital ein Startup bis zum Markteintritt braucht. Laut Leonhardt treiben volatile Rohstoffpreise wie bei Kakao und Palmöl Innovation schneller voran als reine Nachhaltigkeitsziele, weil sie direkt die Profitabilität der Lebensmittelhersteller treffen; ein Beispiel ist Nukoko, das aus fermentierten Ackerbohnen eine Kakaoalternative herstellt und vom Zutatenhersteller Döhler übernommen wurde. Mycelium-Proteine aus Nebenströmen hält Leonhardt für inhaltlich sinnvoll, aber nicht für Venture-Capital-geeignet, weil am Ende eine Commodity mit geringer Marge entsteht. Als Lösung für Europa schlägt er feste Zulassungsfristen vor: Wird ein vollständiger Antrag bis dahin nicht abgelehnt, gilt er als genehmigt.
30 Rinder, 23 Hektar, ein Bergbauernhof im Allgäu - und daraus ist eine Forschungskooperation mit der TU München, eine gemeinnützige GmbH, ein KI-Tool und ein europäisches Forschungsprojekt mit 12 Millionen Euro Budget entstanden.
Was treibt eine Landwirtin dazu, aus einer existenziellen Dürre heraus ein ganzes Ökosystem an Projekten aufzubauen?Christine Bajohr bewirtschaftet den Kugel-Südhang-Hof im Allgäu, Demeter-zertifiziert. Nach der Dürre 2003 begann sie, ihr System grundlegend zu überdenken: Rückzüchtung auf robuste Rassen, Kompostierung, Weidemanagement.
Für den Bayerischen Klimapreis ausgezeichnet, gründete sie die gemeinnützige Ära Land GmbH und den Landregen e.V., entwickelte mit der DHBW Lörrach das KI-Tool Lupi zur betriebseigenen Datenerfassung und leitet heute für Deutschland eines von fünf europäischen Living Labs im Horizon-Projekt GroundWork.
Wir sprechen über ihren Nordstern, über Resilienz als Fähigkeit, über die Grenze zwischen bio, regenerativ und konventionell — und darüber, warum die größte Blockade zwischen den Ohren sitzt.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Christine Bajohr (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christine-bajohr-1a45801b6/Kugel-Südhang-Hof: https://www.kugelsüdhanghof.de/Ära Land / Landregen e.V.: https://www.aera.land/KUHproKLIMA-Projekt: https://www.kuhproklima.de/KAPITEL00:00 - Die Dürre 2003: Wie alles begann00:04:00 - Vom Schock zum Klimapreis: Die Umstellung des Hofs00:08:00 - Vom Hof zur Struktur: Warum es Ära Land und den Landregen e.V. braucht00:20:00 - Lupi: Das KI-Tool für den eigenen Betrieb00:26:00 - Bio, regenerativ, konventionell: Warum Schwarz-Weiß-Denken nicht weiterhilft00:32:00 - Die größte Grenze sitzt zwischen den OhrenÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Christine Bajohr, Landwirtin und Mitgründerin der Ära Land gGmbH, über Resilienz in der Landwirtschaft und den Umbau eines kleinen Betriebs zu einem Forschungsknotenpunkt.
Es geht um regenerative Landwirtschaft, Bodengesundheit, Living Labs und das KI-Tool Lupi zur betrieblichen Nachhaltigkeitsmessung.
Christine erklärt, warum Krisen wie die Dürre 2003 zum Ausgangspunkt für Innovation wurden und wie Landwirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft gemeinsam neue Wege für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem finden. Eine Folge über Selbstwirksamkeit, Transformation und Mut außerhalb der Komfortzone.
Ein ganz normaler 500-Gramm-Joghurtbecher unterliegt sieben Rechtsgrundlagen, zwei Abgabesystemen und fünf Meldeverfahren.
Ob der Joghurt darin gesund ist, war für das Lebensmittelrecht dagegen lange nur eine Randfrage.
Wie passt das zusammen? Und ist unser Lebensmittelrecht überhaupt noch für die Herausforderungen gemacht, die vor uns liegen?Christina spricht mit Prof. Kai Purnhagen, Deutschlands erstem Professor für Lebensmittelrecht an der Universität Bayreuth. Er berät die EU-Kommission und das Europäische Parlament und begleitet die Gesetzgebung rund um den Biotech Act.
Du erfährst, warum eine Novel-Food-Zulassung auf dem Papier ein Jahr dauert, in der Praxis aber vier bis fünf, und warum ausgerechnet Novel Food aus den neuen regulatorischen Sandboxes ausgeschlossen wurde.
Kai erklärt, warum Bio und Biotech ähnliche Ziele verfolgen und sich trotzdem bekämpfen, wie Mini-Publics beide Seiten an einen Tisch bringen könnten und warum die Zuckersteuer 15 Jahre gebraucht hat.
Seine Bilanz: Europa bewegt sich, aber es reicht noch nicht.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Prof. Kai Purnhagen (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/kai-p-purnhagen-326b5180/Lehrstuhl für Lebensmittelrecht, Universität Bayreuth: https://foodlaw.uni-bayreuth.de/en/team/Kai_P_Purnhagen1/index.phpBuch „Überregulierung im Lebensmittelrecht?“ (Möstl/Purnhagen, 2025): https://eref.uni-bayreuth.de/id/eprint/95320/European Biotech Act (EU-Kommission): https://transition-pathways.europa.eu/agri-food/policies/european-biotech-actBVE-Analyse zum Joghurtbecher: https://www.kin.de/wp-content/uploads/2026/06/BVE-Der-regulierteste-Yoghurtbecher-der-Welt-260428.pdfKAPITEL00:00 - Sieben Gesetze für einen Joghurtbecher02:57 - Überregulierung oder falsche Regulierung? Recht als Versicherung07:42 - Novel Food: Warum aus einem Jahr Zulassung fünf werden16:14 - Biotech Act, Bio gegen Biotech und die Idee der Mini-Publics27:20 - Krisenrecht, Zucker und 15 Jahre bis zur Zuckersteuer37:50 - Kurze Wahlzyklen, lange Probleme: Was Kai morgen ändern würde
ÜBER DIESE FOLGEIm Blaues-Brot-Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems erklärt Prof. Kai Purnhagen, Lebensmittelrechtler an der Universität Bayreuth, warum eine Novel-Food-Zulassung in der EU gesetzlich etwa ein Jahr dauern soll, in der Praxis aber vier bis fünf Jahre braucht: Unternehmen können vorab kaum mit der Behörde klären, welche Daten die EFSA erwartet. Der European Biotech Act soll Zulassungen für Gentechnik, Präzisionsfermentation und Pestizide modernisieren, schließt Novel Food aber von regulatorischen Sandboxes aus. Laut Purnhagen ist das EU-Lebensmittelrecht vor allem als Reaktion auf Krisen wie BSE entstanden und deshalb wenig kohärent. Gesundheit war dabei lange kein Regulierungsziel, weshalb Maßnahmen wie eine Zuckersteuer in Deutschland rund 15 Jahre gebraucht haben.
Von einem Euro, den du für dein Brot bezahlst, bleiben der Landwirtschaft heute gerade mal 4 Cent. In den 1970er-Jahren waren es noch fast die Hälfte des Produktpreises.
Wer soll unter diesen Bedingungen eigentlich in die Zukunft investieren? Und wer finanziert den Wandel unseres Ernährungssystems überhaupt?Nikola Steinbock ist Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank, einer Förderbank, die Kapitalmarkt und Landwirtschaft verbindet.
Wir sprechen darüber, wie die Bank über drei Wege fördert: Refinanzierung von Hausbanken, eigene Zuschüsse und Innovationsfinanzierung mit inzwischen fast 200 Millionen Euro in Venture-Capital-Fonds. Nikola erklärt, warum Deutschland ein Skalierungsgap hat, das Foodtech-Startups nach Amerika oder Asien treibt, warum Green Bonds allein noch keine Transformation finanzieren und wieso am Ende die größte Blockade nicht im System, sondern in unseren eigenen Köpfen liegt.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Nikola Steinbock (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/nikola-steinbock-6a092311/Landwirtschaftliche Rentenbank: https://www.rentenbank.de/KAPITEL00:00 - Was für eine Bankerin ist Nikola Steinbock?00:05:00 - Die drei Wege der Rentenbank-Förderung00:11:00 - Wer finanziert den Umbau der Landwirtschaft?00:20:00 - Das Skalierungsgap für Foodtech-Startups00:24:00 - Das Finanzierungsparadox: Warum Green Bonds nicht reichen00:38:00 - Die größte Hürde liegt in unseren KöpfenÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Nikola Steinbock, Vorstandssprecherin der Landwirtschaftlichen Rentenbank, über Finanzierung als Schlüssel für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem.
Es geht um Förderbanken, Venture Capital für AgTech und FoodTech, das Skalierungsgap zwischen Idee und Marktreife sowie um Green Bonds und echte Nachhaltigkeitsfinanzierung. Eine Folge über Landwirtschaft, Innovation und die Frage, wie Kapital Transformation im Lebensmittelsystem wirklich ermöglichen kann.
300.000 verkaufte Einheiten, 125.000 erreichte Konsument:innen – und trotzdem nimmt Formo seine eigene Käsemarke Frischhain nach einem Jahr wieder aus den Regalen von Rewe und Billa.
Was bringt ein Foodtech-Unternehmen dazu, einen Weg zu verlassen, in den es Jahre, Millionen und ganz viel Excitement investiert hat?Roman Plewka ist Co-Founder und MD von Formo, einem der bekanntesten europäischen Foodtech-Unternehmen. Formo stellt Milchproteine ohne Kuh her, per Präzisionsfermentation.
Im Gespräch erklärt Roman die vier Gründe für die Neuausrichtung: von der Marke zurück zur Kerntechnologie, vom europäischen B2C-Markt zum globalen B2B-Geschäft mit Casein. Wir sprechen über die geografische Wende Richtung USA, über GLP-1-Medikamente als überraschenden Treiber der Proteinnachfrage, über Europas Regulierungstempo im Vergleich zu USA und Israel – und darüber, warum die deutsche Angst vorm Scheitern Innovation ausbremst.LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Roman Plewka (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/roman-plewka-bb139a63/Formo: https://formo.bio/Food Fermentation Europe: https://foodfermentation.eu/
KAPITEL00:00 - Vom Finanzmann zum Foodtech-Gründer00:04:00 - Präzisionsfermentation einfach erklärt00:10:00 - Frischhain im Regal: Was der Markttest gelehrt hat00:17:00 - Die vier Gründe für die Neuausrichtung00:26:00 - GLP-1 als überraschender Wachstumstreiber00:35:00 - Der Rat an Gründer:innen: Keine Angst vorm ScheiternÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Roman Plewka, Co-Founder und MD von Formo, über Strategiewandel im Ernährungssystem.
Es geht um Präzisionsfermentation, Milchproteine ohne Kuh und den Weg von einer Consumer-Marke zu einer B2B-Tech-Plattform für Casein. Roman erklärt, warum Formo den europäischen Markt für die USA priorisiert, welche Rolle GLP-1-Medikamente für die Proteinnachfrage spielen und warum Regulierung in Europa zum Wettbewerbsnachteil für FoodTech-Startups wird. Eine Folge über Nachhaltigkeit, Innovationsmut und Zukunftsfähigkeit in der Lebensmittelbranche.
Warum tun wir nicht das, von dem wir längst wissen, dass es richtig wäre? Diese eine Frage zog sich durch jedes Gespräch beim ersten Blauen Salon auf dem Heinersreuterhof in Kulmbach. Und die vielleicht überraschendste Antwort dieser Folge: Du brauchst gar nicht die Mehrheit, um ein System zu kippen – nur 10 bis 20 Prozent.
In dieser Sonderfolge triffst du auf zehn Stimmen, die beim ersten Blauen Salon zusammenkamen: Landwirt:innen, Wissenschaftler:innen und Gründer:innen, darunter Trendforscherin Hanni Rützler, Agrarökonom Stephan von Cramon-Taubadel, Ernährungswissenschaftlerin Hannelore Daniel und Systemforscher Tobias Luthe. Du hörst, warum True Cost der stärkste Hebel wäre und trotzdem politisch blockiert bleibt, wie das Schweizer Startup RE-NUT ein Jahr auf eine Novel-Food-Zulassung für eine fettfreie Nussschale wartet, und warum aus „regenerativer" plötzlich „resilienter" Tierhaltung wird, wenn Landwirt:innen wirklich zuhören sollen.
LINKS
Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/
Die tolle Location: Der Heinersreuther Hof
https://www.heinersreuther-hof.de/
Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/
Marina Schmidt (Moderation dieser Folge) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/schmidt-marina/
Hanni Rützler (Trendforscherin, futurefoodstudio) auf LinkedIn: https://at.linkedin.com/in/hanni-r%C3%BCtzler-85401923
Prof. Stephan von Cramon-Taubadel (Agrarökonom, Uni Göttingen) auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/stephan-von-cramon-taubadel-02355a12
Prof. Hannelore Daniel (Ernährungswissenschaftlerin, TU München) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/profdrhanneloredaniel9b34b9195/
Prof. Tobias Luthe (Systemforscher, ETH Zürich) auf LinkedIn: https://ch.linkedin.com/in/tobiasluthe
Christian Zimmermann (Mitgründer RE-NUT) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christianzimmermann1989/
Frank Kühne (Vorsitzender Stiftungsvorstand, Adalbert-Raps-Stiftung): https://en.raps-stiftung.de/team/frank-alexander-kuehne
Matthias Nachtmann (Friends of Digital Farming) auf LinkedIn: https://de.linkedin.com/in/matthiasnachtmann
Jörg Reuter auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/j%C3%B6rg-reuter-03b25286/
Ana Selina Haberbosch (seedtrace) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ana-selina-haberbosch-7a02a1106/
Lia Carlucci (Geschäftsführerin Food Campus Berlin) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/lia-carlucci-foodtech-entrepreneur-investor/
RE-NUT (Lebensmittel aus Nussschalen): https://www.re-nut.com/
KAPITEL
00:00 - Die Bösen sind immer die anderen: Warum nicht die Landwirt:innen schuld sind
07:42 - Der perfekte Hebel, den keiner zieht: True Cost
11:18 - Hör auf, alle überzeugen zu wollen: Warum 10 bis 20 Prozent reichen
15:54 - Es liegt nicht an denen, es liegt an deinem Wort
22:12 - Der Dschungel: Bürokratie und die Angst vorm Risiko
28:18 - Hör auf zu warten: Was jetzt schon funktioniert
ÜBER DIESE FOLGE
Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Sonderfolge blickt Marina Schmidt auf den ersten Blauen Salon der Adalbert-Raps-Stiftung zurück: eine Expertenrunde aus Landwirtschaft, Wissenschaft, Startup-Welt und Handel, die gemeinsam über Ernährungssystem, Nachhaltigkeit, True Cost Accounting, Novel-Food-Regulatorik und Foodtech-Innovation diskutiert. Themen & Stichworte: Ernährungssystem, Lebensmittelbranche, Nachhaltigkeit, Transformation, True Cost, Agrarpolitik, Landwirtschaft, FoodTech, Novel Food, regenerative Landwirtschaft, Systemwandel.
Eine Startup-Gründerin erzählt stolz von ihrer 1000-Kilo-Marke. Der Industrievertreter gegenüber lacht: Das sei ja nur ein halber Produktionstag.
Beide reden vom selben Wort, meinen aber etwas völlig anderes.
Wie viele Chancen gehen in unserer Branche verloren, nur weil wir aneinander vorbeireden?
Simone Poppe hat in über 20 Jahren fast jede Seite der Lebensmittelbranche von innen erlebt: Genossenschaft, Schlachtbetrieb, alternative Proteine, eigenes Startup, Beratung. Seit Februar ist sie DLG-Vizepräsidentin.
Aus ihren Stationen hat sie drei Blockaden abgeleitet, die Fach- und Führungskräfte im Ernährungssystem jeden Tag ausbremsen:
1. Die semantische Blockade der Sprache, wenn ein Wort wie „Skalierung" im Konzern etwas anderes bedeutet als im Startup.
2. Die emotionale und kulturelle Blockade aus Haltung und Arroganz, Angst vor Veränderung und der Prägung, die unser Mindset formt.
3. Die systemische Blockade des Wissens, wenn wissenschaftliche Erkenntnisse nicht in die industrielle Praxis übersetzt werden.
Für jede Blockade zeigt Simone konkrete Hebel: von der richtigen Frage im Gespräch bis zur Fehlerkultur im eigenen Team.
LINKSDanke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/Simone Poppe (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/simone-poppe-5b12b1126/NewFood Consulting GmbH: https://www.newfoodconsulting.de/DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft): https://www.dlg.org/
KAPITEL00:00 - Die 1000-Kilo-Story: Wenn ein Wort zwei Welten trennt01:56 - Simones Weg: Vom Schlachthof in die Welt der alternativen Proteine05:53 - Semantische Blockade: Warum „Skalierung" nicht gleich Skalierung ist16:21 - Emotionale & kulturelle Blockade: Stolz, Arroganz, Angst vor Veränderung und Prägung26:22 - Warum wir anders essen, als wir sagen (Attitude-Behavior-Gap)31:35 - Systemische Blockade: Wissen zwischen Wissenschaft und Industrie
ÜBER DIESE FOLGEIn dieser Folge von Blaues Brot spricht Christina Rüter mit Simone Poppe, Gründerin von NewFood Consulting und DLG-Vizepräsidentin, über drei Blockaden der Transformation im Ernährungssystem: die semantische Blockade der Sprache, die emotionale und kulturelle Blockade aus Haltung, Arroganz, Angst vor Veränderung und Prägung/Mindset, sowie die systemische Blockade des Wissens zwischen Wissenschaft und industrieller Praxis. Für alle, die im FoodTech-, Landwirtschafts- oder Nachhaltigkeitsbereich in der Lebensmittelbranche Veränderung wirklich vorantreiben wollen.
Stell dir vor, du sitzt monatelang in einer Arbeitsgruppe mit Menschen, die sich sonst nur in den Nachrichten bekämpfen: Bauernverband, Umweltverbände, Wissenschaft, Wirtschaft. Ihr kämpft euch durch endlose Zoom-Sitzungen, findet echte Kompromisse und am Ende unterschreibt ihr gemeinsam ein Papier. Und dann passiert nichts.
Drei Bundesregierungen später ist von diesem Konsens kaum etwas übrig. Warum scheitert gute Agrarpolitik nicht am fehlenden Wissen, sondern an der Umsetzung?
Elisabeth Fresen war eines von 31 Mitgliedern der Zukunftskommission Landwirtschaft, die Angela Merkel nach den Bauernprotesten 2019 einberufen hat. Sie ist Bäuerin auf dem Stoffershof in Niedersachsen, wo sie ganzjährige Mutterkuhhaltung auf extensivem Grünland betreibt und ihr Fleisch über einen Hofladen direkt vermarktet, und war vier Jahre Bundesvorsitzende der ABL, der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft.
Im Gespräch mit Christina Rüter erzählt sie, wie die Kommission trotz gegensätzlicher Interessen einstimmig sechs Kernforderungen verabschiedete, von der Umverteilung der Agrargelder bis zu fairen Lieferketten, warum drei Landwirtschaftsminister das Papier danach liegen ließen und welchen Hebel du als Konsument:in wirklich in der Hand hast: von Saisonalität über Bio-Labels bis zum Einkauf beim Hof nebenan.
LINKS
Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/
Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/
Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/
Elisabeth Fresen (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/elisabeth-fresen-47841a3a9/
auf Instagram: https://www.instagram.com/stoffershoff/
Stoffershof – Hofladen & Direktvermarktung von Elisabeth Fresen: https://www.stoffershoff.de/
Zukunftskommission Landwirtschaft (BMLEH): https://www.bmleh.de/DE/themen/landwirtschaft/zukunftskommission-landwirtschaft.html
ABL – Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft: https://www.abl-ev.de/
Bioland: https://www.bioland.de/
IG Nachbau – für das Recht auf Nachbau von Saatgut: https://www.ig-nachbau.de/
KAPITEL
00:00 - Intro: Wenn Konsens nichts bewegt: die Zukunftskommission Landwirtschaft
02:13 - Der Stoffershof: Mutterkühe, Grünland & Direktvermarktung
12:36 - Vom Beisitz zum Bundesvorsitz: Elisabeths Weg in die ABL
21:54 - 31 Mitglieder, ein einstimmiger Bericht: Wie die Zukunftskommission entstand
25:47 - Sechs Kernforderungen und drei Minister, die nichts taten
36:10 - Der größte Hebel: Agrargelder, faire Preise & was du als Konsument:in tun kannst
ÜBER DIESE FOLGE
Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Folge geht es um Agrarpolitik, bäuerliche Landwirtschaft und das Höfesterben in Deutschland: wie die Zukunftskommission Landwirtschaft trotz gegensätzlicher Interessen einen einstimmigen Konsens erzielte, warum die Umsetzung an mehreren Bundesregierungen scheiterte und welche Rolle Agrarsubventionen, faire Preise und der Umbau der GAP für die Zukunft der Höfe spielen. Themen & Stichworte: Landwirtschaft, Agrarpolitik, Ernährungssystem, Nachhaltigkeit, bäuerliche Landwirtschaft, Höfesterben, Direktvermarktung, Bio-Landwirtschaft, Subventionen, Transformation.
Innovation ist überlebenswichtig – das sagen über 160 Entscheider:innen der Lebensmittelbranche. Und trotzdem sind nur 19 % der Produktneuheiten in deutschen Supermärkten echte Innovationen. Warum hält ausgerechnet die Branche, die dich jeden Tag ernährt, am Status quo fest?
Konsumentenforscher Prof. Carsten Demming hat mit dem Food Harbor Hamburg und den TUM Venture Labs ein Jahr lang geforscht und sechs Barrieren für Innovation identifiziert – drei im Unternehmen, drei von außen. Im Gespräch mit Christina Rüter wird daraus ein Werkzeug, mit dem du deine eigenen Hürden sichtbar machst: von Silo-Denken und fehlender Fehlerkultur über die Novel-Food-Verordnung bis zum hybriden Konsumenten – mit Beispielen von Schokolade ohne Kakao über Kaffeeblätter-Tee bis zur Zuckersteuer.
LINKS
Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/
Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/
Christina Rüter (Host) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/
Prof. Carsten Demming (Gast) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/carstendemming/
Studie „Die sechs Barrieren für Innovation" (DHBW, Food Harbor Hamburg & TUM Venture Labs, 2026): https://www.foodharbour.de/download
Mintel – echte vs. unechte Innovationen: https://www.mintel.com/
Planet A Foods – ChoViva (Schokolade ohne Kakao): https://www.planet-a-foods.com/
Novel-Food-Verordnung (EU): https://food.ec.europa.eu/food-safety/novel-food_en
KAPITEL
00:00 - Warum nur 19 % der Neuheiten echte Innovationen sind
06:42 - Was Innovation wirklich heißt – Beispiel Schokolade ohne Kakao
13:43 - Die sechs Barrieren: drei im Unternehmen, drei von außen
23:58 - Regulatorik & Handel: Novel Food, Kaffeeblatt, Zuckersteuer
32:45 - Der hybride Konsument: Essgewohnheiten, Marken & Kantine
39:41 - Wie du anfängst: Innovationsaudit, Quick Wins & Longroads
ÜBER DIESE FOLGE
Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Folge geht es um Innovation in der Lebensmittelbranche und im Lebensmittelhandel: warum Produktinnovationen scheitern, welche Rolle Unternehmenskultur, Fehlerkultur, Regulatorik und Novel-Food-Zulassung spielen und wie Hersteller und Handel durch Co-Innovation und Data Sharing schneller werden. Themen & Stichworte: Food Innovation, FoodTech, Ernährungssystem, Lebensmittelindustrie, Nachhaltigkeit, Transformation, Konsumentenforschung, Zuckersteuer, alternative Proteine, Markenführung, Gemeinschaftsverpflegung.
Nach fünf Jahren wechselt die Stimme von Blaues Brot: Marina Schmidt gibt das Mikrofon weiter und zieht nach Südostasien. Wer führt dich durch das zweite Jahr – und was ändert sich am Format?
In dieser kurzen Auftaktfolge lernst du Christina Rüter kennen, die neue Host von Blaues Brot. Strategin, Unternehmerin und Markenfrau: 14 Jahre Konzernwelt bei Unilever und Henkel, dann Startup und Exit im Food Delivery, Beratung von Marken und Gründerteams und zuletzt Geschäftsführerin bei Alnatura. Sie verrät, warum sie genau dieses Projekt übernimmt, und stellt die Leitfrage fürs zweite Jahr: Eigentlich wissen wir, was zu tun ist, um unser Ernährungssystem zukunftsfähig zu machen – warum passiert es trotzdem nicht oder viel zu langsam? Drei Staffeln gehen dem nach: die Blockaden im System, die Menschen und Unternehmen, die es trotzdem anders machen, und der große Umbau.
LINKS
Danke an die Adalbert-Raps-Stiftung für Förderung & Sponsoring: https://www.raps-stiftung.de/
Mehr Infos & alle Folgen: https://www.blauesbrot.de/
Christina Rüter (neuer Moderatorin) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-r%C3%BCter/
Marina Schmidt (bisherige Stimme) auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/schmidt-marina/
Scaling Nerds https://open.spotify.com/show/2jtbxmwR0wDGFHQnIlHbzm
KAPITEL
00:00 - Tapetenwechsel: Warum Marina Blaues Brot weitergibt – und wer Christina ist
02:29 - Vom Konzern ins Startup: Skalieren, Food Delivery und der Exit
02:55 - Beratung, Alnatura und die Leitfrage fürs zweite Jahr
05:46 - Launch am 17. Juni: alle zwei Wochen mittwochs
ÜBER DIESE FOLGE
Blaues Brot ist der deutschsprachige Podcast über die Zukunft unseres Ernährungssystems. In dieser Auftaktfolge übernimmt Christina Rüter als neuer Host von Marina Schmidt und startet das neue Interviewformat. Es geht um Transformation und Innovation im Ernährungssystem, um Markenführung, Nachhaltigkeit und die Frage, wie Wandel in der Lebensmittelbranche wirklich gelingt. Themen & Stichworte: Ernährungssystem, Lebensmittelbranche, FoodTech, Nachhaltigkeit, Transformation, Markenstrategie, Alnatura, Unilever, Henkel, Food Delivery, neue Staffel, Hostwechsel.
From the publisher's feed