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Gregor Hübner ist Komponist, Violinist, Pianist und Professor. Er lebt unter anderem in München und New York, ist in mehreren Städten und Kontinenten beheimatet, genauso wie seine Arbeit, die verschiedene Genres und deren Verbindung umfasst. Hübner stammt aus einer Musikerfamilie und hat mit 15 Jahren entschieden, dass auch er diesem Lebensweg nachgehen möchte. Er spielt in diversen, sehr unterschiedlichen musikalischen Formationen und Ensembles, u.a. das Sirius Quartet und das Munich Composer Collective, auf kleinen und großen Bühnen.
Ralf Schmid ist Pianist, Komponist und Professor an der Hochschule für Musik in Freiburg. Nach einer erfolgreichen Karriere als Dirigent und Arrangeur für große deutsche Rundfunk-Big-Bands widmet er sich heute der Verschmelzung von analogem Klavierspiel und digitaler Elektronik. In seinem zukunftsweisenden Projekt „PYANOOK“ verbindet er zwei Flügel mit sensorgesteuerten High-Tech-Handschuhen.
Tommy Schmidt ist Konzept-, Performance-, Aktions- und Medienkünstler und hat zwei Romane veröffentlicht. Er wählt jeweils das Ausdrucksmittel, mit dem er das Thema, das ihn gerade beschäftigt, künstlerisch am wirksamsten erlebbar machen kann. Es sind gesellschaftliche Zustände und Entwicklungen, die ihn veranlassen, künstlerisch Position zu beziehen. Dabei verfolgt er ausschließlich künstlerische Ziele. Seine vorübergehenden Karrieren als Geschäftsführer in der IT-Branche sowie als Werbetexter hat er weit hinter sich gelassen.
In diesem Wohnzimmergespräch mit Tommy tauchen wir ein seinen ungewöhnlichen Werdegang vom erfolglosen Popstar über fiktive Wissenschaftsvorträge in der Berliner Volksbühne bis hin zum Konzeptkünstler. Wir sprechen über die Frage, wann man eigentlich Künstler ist, warum Kunst und Brotjob kein Widerspruch sein müssen und was passiert, wenn man nicht die Themen sucht, sondern sich von ihnen finden lässt.
Der Architekt und Regisseur Axel Tangerding ist ein Grenzgänger zwischen den Disziplinen. Als Gründer des Meta Theaters sucht er seit Jahrzehnten nach einer universellen Kunstform, in der sich Bewegung, Musik und fernöstliche Traditionen zu einer spirituellen Einheit verbinden.
In diesem Gespräch tauchen wir ein in Axels außergewöhnlichen Werdegang und sprechen darüber, wie Intuition und der Mut zur Suche seinen Weg vom Reißbrett auf die internationalen Bühnen ebneten. Wir reflektieren über die Kraft prägender Begegnungen, blicken auf unsere gemeinsame Zusammenarbeit zurück und erkunden, wie Projekte entstehen, wenn man dem Geist der Sache mehr vertraut als dem sicheren Plan.
Nadine Fecht ist zeitgenössische Künstlerin, die vorwiegend im Medium der Zeichnung arbeitet. Ihre Konzeptkunst geht über großformatige Zeichnungen hinaus und arbeitet auch mit Installationen, Video und Sound. Ihre Werke sind Teil öffentlicher Sammlungen in Deutschland und der Schweiz. Neben verschiedenen renomierten Stipendien wurde ihre Arbeit 2014 mit dem Will-Grohmann-Preis verliehen. Ihr eigenen Erkundungen im Grenzgang mit Papier und Zeichnung gibt sie in Lehrtätigkeiten weiter und ist seit 2025 Professorin an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach.
Während der d’mage Paper Residency in München unterhalte ich mich mit Nadine über ihr Verhältnis zu Papier, über die Prozesse, die sie innerhalb dieses Mediums auf ihre eigene poetische Art erkundet und über den Begriff der „Zeichnung“ als künstlerisches Verfahren. Mit faszinierender Eindrücklichkeit gibt Nadine Fecht Einblicke in die Philosophien hinter ihre Kunst und offenbart, wie sie dabei sowohl die materiellen als auch ihre eigenen körperlichen Grenzen immer wieder neu auslotet.
https://www.nadinefecht.com/
In dieser Episode spreche ich mit Karin Apollonia Müller, Künstlerin für zeitgenössische Fotografie. Ihre mehrfach ausgezeichneten Arbeiten werden international ausgestellt und sind in bedeutenden Sammlungen vertreten. Das grundlegendes Interesse ihrer künstlerischen Auseinandersetzung liegt in der Beziehung des Menschen zu seiner ihn umgebenden Landschaft. In ihren Arbeiten tauchen immer wieder zeitlose Fragen auf, darüber wer sind wir, was sind wir oder wo wir sind? So auch in ihren publizierten Monografien zu ihren Werken Angels in Fall, On Edge, Timbercove und Gate.
In diesem Gespräch können wir lernen ein bisschen mehr wie Apollonia Müller zu "sehen". Wir sprechen über die Bandbreite und Tiefe ihrer Arbeiten und wie sich diese entwickelt hat, über die Bedeutung des Abstands zum Objekt, und wie eine Schaukel die Sichtweise auf die Welt verändern kann.
Der mexikanische Regisseur und Drehbuchautor Horacio Alcalá ist bekannt für seine bildstarken Erzählungen über das Überleben und die menschliche Erfahrung. Geprägt durch seine Zeit beim Cirque du Soleil, verbindet er in seinen Filmen eine einzigartige Ästhetik mit Themen wie Tanz und Körperlichkeit.
An einem Abend auf meinem Balkon, spreche ich mit Horacio über den Wert von harter Arbeit und Leidenschaft, wir blicken auf unsere langjährige Zusammenarbeit zurück und reden über seine preisgekrönten Filmprojekte. Ein Gespräch über das Wagnis, als unabhängiger Filmemacher alles auf eine Karte zu setzen, die Kraft des magischen Realismus und das Privileg, künstlerische Freiheit über finanziellen Profit zu stellen.
https://www.instagram.com/horatio.alcala/
The Aurora Projekt - https://vimeo.com/user5367115
Annette Walther ist Geigerin im und Gründerin des SIGNUM Quartetts, das kürzlich mit dem ECHO Klassik 2024 ausgezeichnet wurde. Mit ihr führte ich mitten in den Bergen auf der Winklmoos-Alm ein Gespräch über lebenslange musikalische Partnerschaften, über das Streichquartett als lebendigen Organismus, das Existenzielle in der Musik, über die Gefahr der Bequemlichkeit und was es heißt, als Ensemble aus der Kurve zu fallen. Wir sprachen über Karrieren im Orchester und in der Kammermusik, darüber, wieviel Freiheit in der Interpretation klassischer Musik liegt und wieviel Verletzlichkeit man dabei zulassen kann und muss. Und nicht zuletzt erzählt Annette Walther von dem wunderbaren Projekt „Ensemble unterwegs“, bei dem sie mit drei Kolleginnen ohne Geld und Handy übers Land zieht und klassische Musik als Tauschgut in den ländlichen Raum bringt.
Hugo Ticciati ist ein britisch-schwedischer Geiger, Dirigent, Kurator, Music Educator und Festivalleiter. Er ist Gründer und künstlerische Leiter des O/Modernt Kammerorchester und seines eigenen Festivals O/Modernt in Stockholm und Deputy Artistic Director der Lilla Akademien Stockholm. Für mich ist Ticciati einer der inspirierendsten und faszinierendsten Künstlerpersönlichkeiten, die ich kenne.
Am Rande der Produktion „Babel – A Ballet of Signs“ sprachen wir über seinen ganz persönlichen Weg und Musik als Berufung, über die Bedeutung von Spiritualität, Hingabe, Vertrauen und Leidenschaft; wir diskutierten über die Bedeutung des Lernens im Lehren, die widersprüchlichen emotionalen und intellektuellen Zugänge zu zeitgenössischer Musik, das Musikhören als indviduelle Haltung und über Musik als philosophische Sprache.
Holz, Kohle und Papier - drei Aggregatzustände der selben Materialität. Die aus Coburg stammende Künstlerin Jessica Maria Toliver schafft daraus in manipulativen wie auch performativen Verfahren Skulpturen, Zeichnungen und Installationen zwischen Filigranem und Archaischem.
Während der Künstlerresidenz „d’mage Paper Residency 2022“ führte ich mit Jessica Maria Toliver ein Gespräch über die Bedeutung von Räumen – als Freiräume, aber auch als Rahmen, der uns im künstlerischen Schaffen Vorgaben macht und Grenzen setzt. Es ging um Räume, die uns inspirieren und buchstäblich innere Räume öffnen; über die Bedeutung von Künstlerresidenzen als künstlich erzeugte Tabula-Rasa-Momente und über das Material Papier als Ausgangspunkt.
Und nicht zuletzt sprachen wir über Weiblichkeit, den Einsatz des eigenen Körpers und die Spannung zwischen der Intimität des künstlerischen Schaffens und der Öffentlichkeit der Kunst.
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