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Für den Unternehmer und ehemaligen Vorarlberger Landesjägermeister Reinhard Metzler, stellt sich angesichts seiner Erfahrungen und jüngster Ereignisse überhaupt die Frage, ob man noch von „Demokratie“ im eigentlichen Wortsinn sprechen kann. In dem fünften und letzten Podcast der Reihe „Demokratie unter Druck?“ kommt die Problematik von Aushandlungsprozessen zur Nutzung von Lebens- bzw. Naturräumen sowie von Möglichkeiten zur Partizipation bei unternehmerischen Entscheidungen zur Sprache. Der Vorarlberger Reinhard Metzler ist Geschäftsführer der österreichweit tätigen und zum Würth-Konzern gehörenden Metzler GmbH & Co. KG in Röthis sowie Inhaber der Metzler Fertigungstechnik mit Sitz in Feldkirch.
Trotz globaler Entwicklungen und Krisen sieht PD Dr. Wolfgang Weber weiterhin ausreichend Handlungs- und Entscheidungsspielräume auf lokaler, regionaler, nationaler und internationaler Ebene. Aus einer Langfrist-Perspektive heraus prognostiziert der habilitierte Zeithistoriker und Politologe, dass sich demokratisch legitimierte parlamentarische Politik-Systeme immer gegenüber zum Beispiel autoritären Regierungsformen durchsetzen werden und extreme Positionierungen sowie Ausprägungen von Meinungsbildung und -äußerung positiv integrieren bzw. im Grundsatz aushalten können.
Die Demokratieforschung sieht vor allem die repräsentative Demokratie unter Druck. So heißt es in einer Forschungsarbeit, an der die Forschungsgruppenleiterin Dr. Elisabeth Alber vom Eurac Research Institute für vergleichende Föderalismusforschung in Bozen (https://www.eurac.edu/de) beteiligt war:
„Die repräsentative Demokratie befindet sich seit geraumer Zeit in einer ernsthaften Krise, die alle Regierungsebenen betrifft: lokal, regional, national und supranational. Ihre auffälligsten Merkmale sind geringe Wahlbeteiligung und weit verbreitetes Desinteresse an gesellschaftlichen Problematiken insbesondere unter jungen Bürgern, die ein anderes Verständnis von Demokratie und der politischen Klasse aufweisen.“ (Eurac Research, Demokratische Innovation und partizipative Demokratie im Alpenraum. Vergleichender Bericht, 2016 bis 2019)
Wir haben Frau Dr. Alber online bei einem Auslandsaufenthalt in Moldawien erreicht und über Auswege aus dieser „ernsthaften Krise“ der repräsentativen Demokratie gesprochen.
Gefährdet ist die Demokratie nicht, aber stark unter Druck, sagt Dr. Wolfgang Burtscher, ehemaliger ORF-Landesintendant und -direktor. Der Medienprofi und Kolumnist einer regionalen Tageszeitung analysiert im Online-Gespräch aktuelle Entwicklungen im Medien- und Informationsgeschäft sowie deren Auswirkungen auf politische Meinungsbildungs- und Entscheidungsprozesse. Gastgeber sind Dr. Peter Vogler, Unternehmensberater und PD Dr. Wolfgang Weber, habilitierter Zeithistoriker.
Ist Demokratie unter Druck? – Ja, denn die Gehässigkeiten gegen Entscheidungsträger:innen in der Spitzenpolitik nehmen zu. Das sagt die ehemalige österreichische Bildungsministerin Elisabeth Gehrer zum Auftakt einer neuen Podcast-Reihe. Sie prangert zudem die Bedingungen an, unter denen Politiker:innen seit geraumer Zeit arbeiten müssen und wünscht sich mehr Anerkennung für diesen Beruf. Wie hat sie ihre Zeit als Ministerin erlebt? Wie hat sie Reformen durchgebracht und was hat nicht funktioniert? Ein spannendes Gespräch mit einem Einblick in das Innere des politischen Betriebs. Gastgeber sind Dr. Peter Vogler, Unternehmensberater und PD Dr. Wolfgang Weber, habilitierter Zeithistoriker.
Im dritten Podcast unserer Reihe zu Covid-bedingten Fremdbildern ist Dr. Marcel Mayer zu Gast. Er leitete das Stadtarchiv im schweizerischen St. Gallen und blickt aus dieser Perspektive auf das Bundesland Vorarlberg und die Menschen, die in diesem Teil des Rheintals und Bodenseeraums leben.
Im zweiten Podcast zur Frage der Covid-bedingten Veränderungen in den Resonanzbeziehungen von Nachbarländern ist Jürgen Schremser, unter anderem Forschungsbeauftragter am Liechtenstein Institut, als Gesprächspartner per Video-Call zugeschaltet.
Zum Beginn der Podcast-Reihe als Gesprächspartner per Video-Call zugeschaltet ist Thomas Wagner, langjähriger Journalist des Südwestrundfunks (SRW) und des Deutschlandfunks (DLF). Mit ihm und weiteren Gästen in späteren Folgen werden unter anderem die gelingenden oder nicht gelingenden Beziehungen der Anrainer-Länder der erweiterten Bodenseeregion thematisiert. Ausgangspunkt ist die Covid-Pandemie, durch welche sich die in dieser Region lebenden Menschen weiter voneinander entfernt haben. Daher stellen wir in der ersten Podcast-Folge die Frage, inwiefern sich durch diese „Entfremdung“ Außenbilder oder Resonanzen des Bundeslandes Vorarlberg, unter anderem als Urlaubs- und Ausflugsziel, veränderten oder ob ab Sommer wieder alles beim Alten sein wird.
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