Böll.Mitschnitt

Böll.Mitschnitt

By Heinrich-Böll-Stiftung
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Böll.Mitschnitt episodes

  • Schultrojaner: Urheberschutz oder Gefahr für die Freiheit von Lehre und Forschung?

    In der Reihe "Gespräche zur Netzpolitik"




    Die Kultusminister haben mit dem Verband der Schulbuchverlage den Einsatz von „Schultrojanern“ - einer Kontrollsoftware an Schulen vereinbart. Damit soll die Nutzung von Software und der Einsatz pauschal entgoltener Lehrmittel für Zwecke des Unterrichts überwacht werden. Vor allem im Interesse der Schulbuchverlage, vorgeblich aber auch zum Schutz der Lehrenden.



    Diese Vereinbarung wirft grundsätzliche Fragen auf: Stellt die Kontrollsoftware Schulen und Lehrende unter Generalverdacht? Gefährdet sie deren Recht auf informationelle Selbstbestimmung und pädagogische Freiheit? Ist das urheberrechtlich geschützte Lese- und Lehrbuch auch im 21. Jahrhundert das Mittel der Wahl oder brauchen die Schulen mehr kollaborative Lehr- und Lernformen und "flüssige Lehrbücher", die sich nicht mehr in herkömmlicher Weise urheberrechtlich schützen lassen? In der Heinrich-Böll-Stiftung diskutieren Expert/innen am Vorabend der Beratungen der Kultusminister das Für und Wider des Schultrojaners.



    Medienpartnerschaft: taz. die tageszeitung



    Mit:

    Guido Brombach, Pädagoge, Edu-Hacker und Blogger (DGB-Bildungswerk)

    Prof. Dr. Claudia Dalbert, Bildungspolitikerin, Fraktionsvorsitzende B90/Grüne im Landtag von Sachsen-Anhalt, Psychologin

    André J. Spang, Lehrer für Musik und Religion, Blog: teachingmusic2day - Musikpädagogik in der Zeit des Web 2.0

    Ministerialdirektor Udo Michallik, Generalsekretär der Kultusministerkonferenz



    Moderation:

    Christian Füller, Redakteur die tageszeitung

    1 hr 39 min
  • Toronto Roadshow - Gute Ideen aus Kanada

    Urbane Ballungsräume sind oft geprägt von multikultureller Vielfalt. Dieser Vielfalt gerecht zu werden und jedem Einzelnen eine Chance auf Selbstverwirklichung zu bieten, ist eine soziale, ökonomische und politische Herausforderung für alle Metropolen dieser Welt.
    Viele Städte stellen sich dieser Herausforderung und haben innovative Ansätze der Inklusion entwickelt – oft unabhängig von der nationalen Politik ihres Landes. Um diese Initiativen populär zu machen, lädt die Heinrich-Böll-Stiftung mit der Maytree Foundation und der Botschaft von Kanada zu einem Dialog der Städte zwischen Berlin und Toronto ein.
    Unter dem Titel „Toronto Roadshow - Good Ideas from Canada“ sollen Berlin und Toronto miteinander ins Gespräch kommen, um sich über die städtische Politik des Multikulturalismus und der Inklusion sowie deren praktische Umsetzung auszutauschen und so von den Erfahrungen der jeweils anderen Metropole zu lernen. Dabei werden ausgewählte Vertreter/innen verschiedener Politik- und Gesellschaftsbereiche (Politik, Verwaltung, Arbeit & Wirtschaft, Bildung, Medien & Kultur, Polizei) von ihrer Arbeit vor Ort berichten und erfolgreiche Projekte vorstellen.

    12 min
  • Rückblick und Ausblick mit Stimmen aus Europa und der Region

    Trotz des massiven zivilen und militärischen Engagements der internationalen Gemeinschaft bleiben die Entwicklungen in Afghanistan aus Sicht der Bürger/innen sowie des ’Westens‘ hinter den Erwartungen zurück. Der Ausbau staatlicher Institutionen verläuft schleppend, die Bürger/innen wenden sich vom Staat ab und die noch fragilen Strukturen sind immer stärkeren Herausforderungen durch Aufständische ausgesetzt. Die Taliban sind nach wie vor ein zentraler Faktor, doch wird die Frage, ob und in welchem Maße die Taliban in den politischen Prozess einbezogen werden sollten, kontrovers diskutiert. Die Beantwortung dieser Frage ist vor dem Hintergrund der Ermordung des Vorsitzenden des Hohen Friedensrats Burhanuddin Rabbani noch schwieriger geworden.




    An welchem Punkt der politischen Entwicklungen stehen wir heute? Wie tragfähig sind die demokratischen Insti-tutionen und wie steht es um die Rechtsstaatlichkeit in Afghanistan? Welche Erwartungen sind nicht erfüllt worden? Wo zeigen sich Erfolge und wie kann man auf diese aufbauen?

    42 min
  • Afghanistan: Sicherheitspolitische Zusammenarbeit in der Region

    Die Zukunft Afghanistans liegt auch in den Händen der Nachbarstaaten. Sicherheitspolitische Rivalität und die Sicherung von Interessensphären scheinen einer positiven Entwicklung Afghanistans entgegenzustehen. Insbesondere die afghanisch-pakistanischen Beziehungen sind von gegenseitigem Misstrauen geprägt. Wohl wissend, dass die regionalen Mächte eine entscheidende Rolle in Afghanistan spielen, findet im Oktober 2011 eine große Regionalkonferenz in der Türkei statt. Welche Rolle können und wollen die Nachbarstaaten in der Stabilisierung des Landes spielen und wie wird dies in Afghanistan aufgenommen?




    - Afghanistan im Dreieck Afghanistan-Pakistan-Indien. Wo liegen die bi- und trilateralen Schwierigkeiten, wo die Lösungsansätze?

    - Ist der Weg, regionale Konferenzen zu organisieren, sinnvoll und erfolgversprechend?

    - Taliban – ein afghanisches und ein pakistanische Problem?

    Input: Christian Wagner (Leiter der Forschungsgruppe Asien, Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin)





    Diskussion:

    - C. Uday Bhaskar (bis 2011 Direktor der National Maritime Foundation, New Delhi, ehem. Direktor des Institute for Defence Studies and Analyses, New Delhi)

    - Ejaz Haider (unabhängiger Sicherheitsanalyst, Pakistan)

    - Sanjar Sohail (Journalist und Herausgeber der Tageszeitung 8 am daily, Afghanistan)

    - Darcy Burner (Präsidentin des Progressive Congress, ehem. Mitglied der Afghanistan Study Group, USA)

    Moderation: Britta Petersen (Büro der Heinrich-Böll-Stiftung in Pakistan)

    32 min
  • Afghanistan: 10 Jahre nach Petersberg und der Abzug steht bevor

    Petersberg bei Bonn ist ein historischer Ort – nicht nur in der deutschen, sondern auch in der afghanischen Ge-schichte. Vor zehn Jahren wurde dort das Petersberger Abkommen geschlossen, das den demokratischen Transitionsprozess Afghanistans beschrieb. Dort wurde das Fundament für das bis heute andauernde zivile und militärische Engagement der internationalen Gemeinschaft gelegt. Doch während sich das militärische Engage-ment bis 2014 dem Ende neigt, bleibt das zivile Engagement bestehen. Auf der Außenministerkonferenz in Bonn geht es daher auch um die Frage, was mit Afghanistan geschieht, sobald die internationalen Truppen das Land verlassen. Im Rahmen unseres Abschlusspanels widmen wir uns diesem Themenkomplex und stellen die Ab-zugs- und Zukunftsperspektiven des Landes in den Mittelpunkt. Zeit also für einen Blick zurück und in die Zukunft.




    - Wie wird die Abzugsperspektive in Afghanistan diskutiert?

    - Wie geht es bis 2014 weiter und was ist zu erwarten?

    - Welche Auswirkungen wird der Abzug auf das internationale Engagement in Afghanistan haben?

    - Was kann bis dahin geleistet werden?

    - Wie steht es um die Demokratisierung?



    Input: Fahim Hakim (Afghanistan Independent Human Rights Commission, Afghanistan)

    Diskussion:

    - Michael Steiner (Sonderbeauftragter der Bundesregierung für Afghanistan und Pakistan)

    - Frithjof Schmidt (MdB, Bündnis 90/Die Grünen, Berlin)

    - Fazel Rabi Haqbeen (Leiter der Asia Foundation, Kabul)

    Moderation: Barbara Unmüßig (Vorstand Heinrich-Böll-Stiftung, Berlin)

    20 min
  • Afghanistan auf Sendung

    Unter den Taliban verboten, heute eine Freizeitbeschäftigung des Großteils der afghanischen Bevölkerung. 97% der Teilnehmer einer hbs-Jugendstudie in Kabul gaben an, regelmäßig fernzusehen und kennen sich in der Nach-richten- sowie der Unterhaltungsszene der Sender gut aus. Der erfolgreichste afghanische TV-Sender, Tolo-TV, erreicht landesweit bis zu 60% der Bevölkerung. Welche neuen Medienformate prägen die afghanische Gesellschaft und ihre Sicht auf die Dinge? Und welche Rolle spielen die populären Medien im afghanischen Transitionsprozess?




    Input: Najiba Ayubi (Direktorin der Mediengruppe Killid, Afghanistan)

    Präsentation Sendungsbeispiele: Trudi-Ann Tierney (Tolo TV, Afghanistan)

    1 hr 2 min
  • Afghanistan als Staat der Bürgerinnen und Bürger

    In Afghanistan haben sich in den vergangenen Jahren ethnisch und religiös definierte Gräben vertieft. Hierzu trägt die geringe Ausprägung des Parteiensystems bei, doch auch zivilgesellschaftliche Organisationen werden oft als Vertreter von Partikularinteressen – oder westlicher Interessen – wahrgenommen. Die unterschiedliche Entwicklung in verschiedenen Landesteilen wirft dabei die Frage auf, inwieweit überhaupt die Interessen der gesamten Bevölkerung verfolgt werden können.




    - Wie hat sich die Zivilgesellschaft in den vergangenen 10 Jahren entwickelt?

    - Sind Menschenrechte auf dem Vormarsch oder in der Defensive? Stehen die Rechte der Frauen speziell unter Druck?

    - Welchen Einfluss kann die internationale Gemeinschaft ausüben, um die Zivilgesellschaft zu unterstüt-zen und wie wird sie in Afghanistan wahrgenommen?

    - Welche Rolle spielt der Islam in der (gesellschafts-)politischen Entwicklung des Landes?



    Input: Aziz Rafiee (Direktor der Afghan Civil Society Forum Organisation, ACSFo, Afghanistan)





    Diskussion:

    - Soraya Sobhrang (Afghanistan Independent Human Rights Commission, Afghanistan)

    - Saghar Chopan (ehem. Beraterin von Ashraf Ghani Ahmadzai, Afghanistan)

    - Najiba Ayubi (Direktorin der Mediengruppe Killid, Afghanistan)

    - Toiko Tõnisson Kleppe (Gender- und sicherheitspolitische Expertin, ehemalige EZ-Beraterin an der norwegischen Botschaft in Afghanistan)





    Moderation: Dr. Almut Wieland-Karimi (Direktorin, Zentrum für internationale Friedenseinsätze, Berlin)

    1 hr 49 min