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Nach eineinhalb Monaten in Namibia, Botswana und Simbabwe ist Valerie Springer zurück, mit vielen Eindrücken und vier Büchern im Gepäck. Sie erzählt von zwei Großmüttern zwischen der Schweiz und Kamerun, von deutschen Geologen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in der Namib versteckten, und von einem geheimnisvollen Erlebnis bei den heiligen Tsodilo Hills. Außerdem berichtet sie von einer tragisch gescheiterten Missionsexpedition am Chobe-River im Jahr 1860. Vier ganz unterschiedliche Geschichten, deren Schauplätze Valerie Springer selbst besucht hat und die sie nach dieser Reise mit anderen Augen liest.
Valerie Springer: "Wüsten. Wunder. Weltbilder."
Manche Bücher enden mit der letzten Seite, andere wirken noch lange weiter. Bilder, Stimmen und Sätze bleiben gegenwärtig und brauchen Zeit, um sich zu setzen.
Zum Abschluss von Unterwegs mit Büchern widmet sich Valerie Springer jener besonderen Stille, die nach einer großen Lektüre entsteht.
Beim Wiederlesen begegnet man einem vertrauten Buch und zugleich einer früheren Version seiner selbst. Der Text ist derselbe geblieben, Erfahrungen und Blickwinkel haben sich verändert.
In der sechsten Folge von Unterwegs mit Büchern erzählt Valerie Springer davon, wie Bücher ganze Lebensphasen bewahren können.
Von vielen gelesenen Büchern verblassen Handlung, Figuren und Einzelheiten. Geblieben sind Stimmungen, Tonfälle und kaum merkliche Veränderungen des eigenen Blicks.
Valerie Springer geht in Unterwegs mit Büchern der Frage nach, wie eine Lektüre weiterwirken kann, obwohl ihr Inhalt längst nicht mehr abrufbar ist.
Romane bringen Menschen nahe, denen man im Alltag kaum begegnen würde. Sie ermöglichen Verständnis, ohne Zustimmung zu verlangen, und verlangsamen das schnelle Urteil.
In dieser Folge von Unterwegs mit Büchern denkt Valerie Springer über eine Nähe nach, die weder eingreifen noch entscheiden muss.
Lesen wird gern als Flucht aus der Wirklichkeit bezeichnet. Für Valerie Springer bedeutet es vielmehr eine Unterbrechung des Lärms und eine Möglichkeit, die eigene Aufmerksamkeit wieder zu sammeln.
Die dritte Folge von Unterwegs mit Büchern erzählt von einem Rückzug, aus dem man wacher in die Welt zurückkehrt.
Mit Pixi-Büchern und den Geschichten der älteren Schwester begann Valerie Springers Weg zum Lesen. Weil die Schwester nicht immer vorlesen wollte, lernte das Kind, sich die Geschichten selbst zu erschließen.
In Unterwegs mit Büchern erinnert sich Valerie Springer an jene frühe Erfahrung von Unabhängigkeit, Trost und Freiheit.
Lesen verändert den inneren Zustand und gibt der Zeit einen anderen Takt. Ein Text begegnet Erinnerungen, Erfahrungen, Ängsten und Hoffnungen – und wird deshalb von jedem Menschen anders gelesen.
Zum Auftakt ihrer Sonderserie Unterwegs mit Büchern fragt Valerie Springer, was Bücher in uns auslösen und hinterlassen.
Caroline Wahls neuer Roman 1999 Meter über dem Meer erscheint am 28. August bei Rowohlt. Im Juli hatte Springer Wahls Roman Die Assistentin vorgestellt. Nun hier ein Ausblick auf ein neues Buch über Freiheit, Rollen, erfundene Identitäten und eine junge Frau, die nicht mehr brav in das Leben passen will, das andere für sie vorgesehen haben.
Valerie Springer: „Dreist, freiheitslustig, gegenwärtig.“
In Tine Melzers neuem Roman Lotto steht eine junge Frau im Mittelpunkt, die nach einem Unfall ihr Gesicht verbirgt und nur noch über ihre Stimme mit fremden Menschen in Kontakt tritt. Die Erzählerin arbeitet in einem Callcenter, hört zu, spricht, verkauft, und wird für andere zu einer Person, der sie mehr erzählen, als sie eigentlich wollten.
Valerie Springer: „Präzise, eigenwillig, stimmnah.“
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