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Hilferuf eines Hörers an die Redaktion: "Ich brauche Informationen zum ADR-Umtausch von russischen Aktien (Gazprom, Sperbank). Meine Bank sagt, dass es möglich ist, dass sie das aber nicht durchführen darf! Wie soll ich mich verhalten?" - "Rufen Sie mich an, und fragen Sie nach Wolfsbein", sagt Andrey Wolfsbein von Freedom Finance. Der gebürtige Ukrainer spricht auch russisch und hat beste Kontakte zu den einschlägigen Verwahrstellen. Seit Mai kümmert er sich intensiv um diese spezielle Thematik. "Das Fenster hat sich zwar offiziell bereits geschlossen, ich kann mir aber vorstellen, dass es nochmal aufgemacht wird…"
Wissensvermittlung statt weitere Krisenmeldung. Heute im Freedom Finance Börsenfrühstück mit Andrey Wolfsbein auf dem Börsentag in München: Was sind und machen eigentlich Neo-Broker? Das Geschäft geht online über die Bühne, das Trading ist attraktiv günstig. Und welche Rolle spielen Marketmaker? "Sinn und Zweck ist es, Liquidität darzustellen und die Käufer und Verkäufer zusammenzuführen", so Wolfsbein, "Marketmaker sind logistische Direktoren und Organisatoren eines Basars." Freedom Finance indes geht den klassischen Weg: "Wir klären und clearen alle Order an der Börse."
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Mit Rezession, Inflation und Zinsanhebungen sieht alles eigentlich ziemlich negativ aus. Auch der Inflationspeak scheint noch nicht erreicht. Andrey Wolfsbein von Freedom Finance: "Ich bin auch ziemlich negativ. Das ist alles wie ein Schneeball, es kommt eins zum anderen. Wir hatten genug gute Zeiten gehabt, es war eine lange Party an der Börse." Viele zeihen den Vergleich zu den 70er Jahren. Wie sinnvoll ist dieser Vergleich und welche Lehren lassen sich ziehen? Wie finster ist es am Firmament?
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Der dänische Containerspezialist A.P. Möller-Maersk hatte 2021 seinen Gewinn mehr als versechsfacht. Statt knapp 3 Mrd. Euro standen 18 Mrd. Euro in den Büchern. Das war Rekord. Nicht nur für Maersk, sondern auf für ein dänisches Unternehmen. Aus dem Gewinn zahlt der Konzern 336 Euro Dividende. Eine Rendite von 11 %. Das sind die Zahlen vom Februar. Im Juni sehen die Verhältnisse noch interessanter aus: Denn wegen des Lockdown in China ist die Containerschifffahrt nahezu zum Erliegen gekommen. In der Folge taumelt der Maersk Kurs ein Drittel abwärts. Für Andrey Wolfsbein sind das gleich zwei positive Effekte. "Die Maersk Aktie gibt es jetzt mit einem deutlichen Rabatt. Außerdem klettert die Dividendenrendite auf 15 %!". Weitere "Dividenden Aristokraten" nennt Andrey F. im Börsenfrühstück mit Andi G.
Chaos bei Russland-Aktien. Anleger mit Anteilen russischer Unternehmen im Depot haben derzeit ein Problem. Der Handel an der Börse in Moskau ist bekanntlich eingeschränkt. Verkäufe wurden in den vergangenen Monaten (teilweise) verboten. Viele Anleger haben ohnehin die Hinterlegungsscheine in Form von ADRs und GDRs im Depot. (Global Depository Receipts (GDR) sind nach dem Vorbild der American Depository Receipts (ADR) entwickelte Hinterlegungsscheine, die das Eigentum an Aktien verbriefen.) Andrey Wolfsbein im Freedom Finance Börsenfrühstück zeigt einen Weg auf, wie Anleger "eine Brücke aufbauen können" diese ADRs zu tauschen und den Wert russischer Aktien im Depot nicht zu verlieren. Kontakt: [email protected], 0176/82213139.
Die Superstars der letzten Jahre performen nicht mehr ganz so toll. "Wir befinden uns ganz offiziell in einem bärischen Trend", so Andrey Wolfsbein beim Freedom Finance Börsenfrühstück, dieses Mal live von der Invest 2022 in Stuttgart. "Ich sehe das philosophisch: Solche Zeiten muss es auch mal geben." Welche Unternehmen sind nun wirklich eine Investition wert? "Wenn es abebbt, sieht man, wer nackt gebadet hat." Auch Superstars unter den Opfern: Amazon, Apple, Tesla. "Die amerikanischen Märkte stürzen seit acht Wochen ab. Das letzte Mal gab es das 1923. Aber ständiges Wachstum ist auch nicht immer gesund." Tech wird wegen der Zinswende in Sippenhaft genommen. Haben wir es mit Schnäppchen oder fallenden Messer zu tun?
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Reif für die Börse - und das bei Sonnenschein und etwas über 20 Grad auf dem Börsentag in Dresden. Den Fintechs gehört die Zukunft, so prophezeit es Andrey Wolfsbein im Freedom Finance Börsenfrühstück. Er unterscheidet zwischen den Fintech-Formen "Buy now, pay later", darunter Affirm, und Unicorns wie Klarna ("Die werden bald schon an die Börse gehen"). Auch ein interessantes Investment stellt für Wolfsbein die Nubank dar. Wann ist eine Fintech-Firma eigentlich reif für die Börse? Entscheidend seien Marktumfeld, die aktuelle Zinslage sowie die Bedeutung des jeweiligen Sektors. "Die M Financial Group (Zahlungsabwickler von Alibaba) hat ein IPO angestrebt. Dort gab es zum Beispiel einen politischen Faktor …" Am Ende nimmt Wolfsbein das Börsenverhalten der Generationen unter die Lupe: Von den Baby Boomern über die Generation X und den Millennials bis hin zur Generation Y.
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Der Trend steigender Lebensmittelpreise ist schon lange bekannt. Das ist nicht nur ärgerlich, weil der Einkauf im Supermarkt immer teurer wird. Das bringt möglicherweise echte Probleme mit sich: Die Corona-Pandemie hat die Gefahr einer Lebensmittelkrise noch verschärft. Jetzt kommt noch der Krieg in der Ukraine dazu. Die Situation ist herausfordernd. Nahrungsmittelherstellen, Futtermittelhersteller und Restaurantketten profitieren von diesem langfristigen Trend. Wer als Anleger davon profitieren möchte und in den Bereich Konsumgüter investieren möchte, der kann sich einige entsprechende ETFs ansehen.
Der Krieg in der Ukraine ist nicht nur in den Köpfen, sondern auch in den Zahlen angekommen. Das sieht man zum Beispiel an der Berichtssaison, wo Netflix den Rückzug aus Russland deutlich zu spüren bekommt. Profitieren können nach wie vor die Rüstungsunternehmen. Spuren hinterlassen Krieg und Sanktionen aber vor allem an der russischen Börse. Diese war lange geschlossen, inzwischen wird dort wieder gehandelt. Andrey Wolfsbein von Freedom Finance spricht im Börsenfrühstück über Sanktionen, Embargos, den russischen Markt und das Risiko eines Delistings von russischen ADRs: "Totalverlust!"
Russischer Krieg in der Ukraine, und leider kein Ende in Sicht. "Uns beschäftigt das, da wir auch in Russland präsent sind. Unsere russischen Klienten haben ganz schön zu knabbern." Nur eine Front scheint nach Meinung Andrey Wolfsbeins von Freedom Finance geklärt: "China wird Russland nie den Rücken kehren." China sei jetzt schon der größte Profiteur des Konflikts. "Der Binnenkonsum ist stark und mittlerweile unterhält das Land auch sehr gute Beziehungen zu Indien." In Indien selbst gilt noch immer das Kastensystem. "Diese gesellschaftlichen Strukturen bremsen das Wachstum." China und Indien sind investierbar: "Vorsichtig aufstellen und peu à peu die Positionen sammeln. Auch in Indien kann man sich breit positionieren." Hier sollten Anleger ETFs aus Pharma- und Bankenwerten aus dem NIFTY kaufen.
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