In der letzten Zeit fällt auf, dass der Begriff des Narzissten/Narzisstin
recht inflationär gebraucht wird, wenn eine Beziehung schwierig ist oder
gescheitert ist. Dann wird der Partner oft in die Ecke des Narzissmus gestellt.
Aber auch wenn es Diskrepanzen mit dem Chef, Kollegen oder einem Bekannten
gibt, wird schnell die Diagnose des Narzissten gefällt.
Aber was ist denn Narzissmus tatsächlich?
Erstmal muss man sagen, dass wir alle narzisstische Anteile in
uns tragen und das ist auch in Ordnung. Sigmund Freud spricht schon beim Baby
vom primären Narzissmus, wenn es ein Bedürfnis hat, hungrig ist oder frische Windeln
möchte, wird es schreien, egal ob die Mutter jetzt eigentlich dringend ihren
Schlaf benötigt oder nicht. Dieser primäre Ich-Bezogenheit stellt in dieser
Phase unserer Entwicklung das Überleben sicher.
Später entwickelt sich unter bestimmten Bedingungen der
sekundäre Narzissmus.
In einer toxischen Beziehung ist es sehr oft der Fall, dass
einer der Partner große narzisstische Anteile oder sogar eine narzisstische
Persönlichkeitsstörung hat.
Trotzdem muss es sich dabei nicht um eine pathologische
Form, also um ein ausgesprochenes Krankheitsbild eines reinen Narzissten
handeln.
Psychische Erkrankungen, also auch der Narzissmus werden klassifiziert
nach dem so gennannten DMS-5, das ist ein diagnostischer Leitfaden für psychische
Erkrankungen, der von der Amerikanischen Psychatrischen Gesellschaft
herausgegeben wird.
Danach müssen von den neuen aufgeführten Kriterien mindestens
fünf erfüllt sein, damit man vom Krankheitsbild eines Narzissten sprechen kann.
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Der Narzisst idealisiert sich selbst. Er hält
sich für grandios und wichtig. Er übertreibt die eigenen Fähigkeiten,
Leistungen und Talente. Er erwartet Anerkennung um seiner selbst Willen..
Er hat grenzenlose Phantasien von Macht, Schönheit,
Erfolg, aber auch ein Idealbild von der Liebe.
Er hält sich für etwas ganz Besonderes und
Einmaliges. Und dafür erwartet er grenzenlose Bewunderung.
Er hat ein großes Anspruchsdenken, d.h. er
erwartet sehr viel, was andere für ihn tun sollten und empfindet eine
bevorzugte Behandlung oder die Erfüllung seiner Erwartungen als ganz
selbstverständlich. In zwischenmenschlichen Beziehungen agiert er
sehr egoistisch. Er benutzt andere, um seine eigenen Ziele zu erreichen. Die Bedürfnisse und Gefühle anderer interessieren
ihn nicht, außer er kann sie für seine Zwecke missbrauchen. Er hat ein Defizit
an Empathie. Oft ist er neidisch auf andere, glaubt aber
auch, dass die Menschen aus seinem Umfeld ( Freunde, Familie, Arbeitskollegen )
neidisch auf ihn sind. Er verhält sich arrogant und herablassend
anderen gegenüber.
Unabhängig von klinischen Bild des Narzissten, macht uns der
Alltagsnarzissmus, d.h. wenn der Partner narzisstische Anteile hat das Leben in
einer Beziehung je nach Ausprägungsgrad unerträglich.
Dazu erfahren Sie in diesem Podcast mehr. Sie haben selbst Erfahrung mit einem narzisstischem Partner sammeln müssen, dann schreiben Sie mir gerne unter http://www.aufwindpraxis.de/kontakt-termin-vereinbaren
Zu diesem Podcast gibt es auch einen BLOG Artikel auf meiner Internetseite unter: http://www.aufwindpraxis.de/blog