Warum will gerade eigentlich kaum noch jemand Kinder kriegen? Wegen Zukunftsängsten, dem Betreuungschaos oder den 70 Tagen Schulferien, die man mit 30 Tagen Urlaub abdecken soll? Wenn du dann noch versuchst, die perfekte Öko-Mama zu sein, während du dir bei IKEA beim Sneaker-Binden fast das Steißbein brichst, im Rollstuhl durch den Laden geschoben wirst und zu Hause mit schweißnassen Händen YouTube-Tutorials schaust, um die kaputte Familienwaschmaschine vor dem Kollaps zu retten ... ja, dann fühlt sich Elternsein manchmal an wie eine Mutprobe aus der Hölle. Und ganz sicher nicht wie ein selbstbestimmtes Leben in clean girl aesthetic.
Aber wisst ihr was? Scheiß drauf. Denn sobald wir den ganzen Ballast aus Systemfrust, Helikopter-Erziehung und tauend ungefragten (aber sicher gut gemeinten, jo) Ratschlägen über Bord werfen, bleibt das Allerbeste überhaupt übrig: Kinder bringen dich zwar jeden Tag an den Rand des Wahnsinns, aber sie erden, lieben und kalibrieren dich, wie es sonst nichts auf der Welt kann. Wir sollten uns die Freude an Elternschaft nicht nehmen lassen. Mehr Mut zum Chaos, mehr Lachen, mehr Gelassenheit: Kinder machen das Leben nicht komplizierter, sondern unendlich viel schöner!