Immer mehr Menschen in Deutschland sind armutsgefährdet. Das hat das Statistische Bundesamt gestern mitgeteilt. Mehr als 13 Millionen Menschen - das sind 16,1 Prozent der Bevölkerung - hatten zuletzt ein Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze. Ein Jahr vorher lag die Quote noch bei 15,5 Prozent. Vor allem Alleinerziehende und Menschen, die alleine leben, haben ein hohes Armutsrisiko. Die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung kritisierte, dass das Problem steigender Armut in der aktuellen Sozialstaatsdebatte dagegen keine Rolle spiele. Dabei sei es ein offenkundiges Versagen sozialstaatlicher Institutionen, wenn die Armut in einem eigentlich reichen Land steige.
Unsere "Frage des Tages" an den Filmemacher Andres Veiel lautet daher: Brauchen wir in Deutschland eine Anti-Armuts-Agenda?