
Sign up to save your podcasts
Or


Heute starten in Berlin die Koalitionsverhandlungen für ein mögliches rot-grün-rotes Regierungsbündnis. (Nachdem die Linke am Samstag auf einem Sonderparteitag dafür gestimmt hatte.) Linken-Landeschefin Kerstin Wolter hat sich in diesem Zusammenhang für Tempo ausgesprochen. Die Berliner Bevölkerung warte auf einen Politikwechsel, es gehe darum, schnell mit einer neuen Landesregierung loslegen zu können. Nicht ganz einfach, angesichts der heftiger parteiinterner Kritik bei den Linken, der angegriffenen Spitzenkandidatin Elif Eralp und angesichts des immensen Widerstands gegen eine mögliche rot-grün-rote Berliner Landesregierung von unterschiedlichen Seiten. Unsere Frage des Tages darum heute an den Journalisten und Autor Mohamed Amjahid: Wird Rot-grün-rot eine schnelle Regierungsbildung auch schaffen?
Am 30. Januar stimmt die Bundesversammlung über einen neuen Bundespräsidenten oder - zum ersten Mal - eine Bundespräsidentin ab. Die Debatte um die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier, der nach zwei Amtszeiten nicht noch einmal antreten darf, ist aber schon jetzt in vollem Gange. Für Irritationen sorgt die Spekulation, die hessische CDU-Fraktionsvorsitzende Ines Claus sei die Favoritin von Bundeskanzler Merz, der sich bisher nicht öffentlich auf eine Nachfolger*in festgelegt hat. Das hat sein Umfeld zwar dementiert, die CDU beharrt aber darauf, dass ihr als größte Partei in der Bundesversammlung das Vorschlagsrecht zusteht. Dabei gebe es mit der CSU-Politikerin Ilse Aigner eine Kandidatin, die nicht nur in ihrer eigenen Partei, sondern auch in der SPD und bei den Grünen Unterstützung hat. Merz will erst Anfang November einen Vorschlag machen, heißt es aus Unionskreisen. Je länger er zögert, desto mehr scheint ihm die Debatte aber zu entgleiten und führt zur heutigen radio3-Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann: Bekommt Merz die Nachfolge von Frank-Walter Steinmeier nicht geregelt?
Mit dem Wahlsieg der oppositionellen Studentenliste steht Serbien nach 14 Jahren unter Aleksandar Vučić vor einem Machtwechsel. Wie schon die Wahlniederlage des ehemaligen ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán im April, hat der Wahlausgang in Serbien gezeigt, dass rechtspopulistische Machtblöcke nicht unerschütterlich sind. Und er wirft für ganz Europa die Frage auf, wie sich nationalistische und populistische Kräfte zurückdrängen lassen. Unsere radio3-Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet daher: Kann Europa vom Sieg der serbischen Opposition lernen?
From the publisher's feed