Die glanzvollen Zeiten bei Volkswagen liegen lange zurück, der Autokonzern steckt tief in der Krise. Seit gestern laufen Betriebsversammlungen, bei denen Einschnitte und die Zukunft der Standorte diskutiert werden. Bis zu 100.000 Arbeitsplätze könnten weltweit wegfallen, vier deutsche Werke sind von möglichen Schließungen betroffen. Betriebsratschefin Daniela Cavallo lehnt Werksschließungen ab, auch Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies warnte davor. Die Größe von VW infrage zu stellen, „wäre wirklich fatal“, sagte er. VW-Chef Oliver Blume kommt hingegen zu einer anderen Diagnose, er beschreibt den Konzern als „überdimensioniert", er mache sich dadurch „zu langsam und zu kompliziert." VW steht damit exemplarisch für die Probleme der gesamten deutschen Autoindustrie: schwache Geschäfte in China, neue Konkurrenz, hohe Kosten und der schwierige Wandel zur Elektromobilität.
Unsere Frage des Tages lautet: Hat die deutsche Autoindustrie noch eine Zukunft? Es kommentiert der Filmemacher Andres Veiel.