Das Sparpaket, mit dem Gesundheitsministerin Nina Warken die gesetzlichen Krankenkassen um 20 Milliarden Euro entlasten will, bekommt massiven Gegenwind. Warken plant unter anderem, die beitragsfreie Mitversicherung von Ehepartnern einzuschränken. Sie soll nur noch in Ausnahmefällen, z.B. für Eltern von Kindern unter 7 Jahren oder von Kindern mit Behinderungen, kostenfrei sein. Patienten sollen außerdem mehr Geld zu Medikamenten dazubezahlen und Leistungen wie das Hautkrebsscreening stehen auf dem Prüfstand. Kritiker, zu denen neben Patientenvertretern, Krankenkassen und der Opposition auch SPD und CSU gehören, bemängeln, die geplante Reform sei nicht gerecht und hätte Schlagseite zulasten der Versicherten.
Wird die Gesundheitsreform also auf dem Rücken der Versicherten ausgetragen? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.