Seit Monaten schon wird über eine Altersgrenze für die Nutzung von Sozialen Medien diskutiert. Gestern hat die Expertenkommission der Bundesregierung ein umfangreiches Paket vorgelegt. Die 56 Empfehlungen setzen nicht auf strikte Verbote, sondern auf Schutz, Befähigung und Teilhabe, so die Kommission. Sie richten sich an Gesetzgeber, Verwaltung, Eltern, Schulen, Gesundheitswesen und an die Social Media Plattformen. So sollte die Medienkompetenz z.B. schon in der Grundschule mit einem KI-Seepferdchen gefördert werden. Die Kommission schlägt außerdem eine bundesweite Kinderjugendwache vor, an die man sich bei digitaler Gewalt wenden kann. Beim Verbot von Social Media für Kinder und Jugendliche legt sich die Kommission nicht fest, sondern schlägt zwei Alternativen vor: entweder eine gesetzliche Altersgrenze von 13 Jahren, dies präferiert Familienministerin Prien, oder eine Alterseinschränkung nur für einzelne Dienste abhängig vom jeweiligen Risiko. In beiden Fällen plädiert die Kommission für eine einheitliche europäische Regelung und keine nationalen Alleingänge.
Sind diese Empfehlungen der Expertenkommission sinnvoll? Das ist unsere Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann.