Nach der Attacke auf das Stromnetz im Berliner Südwesten stand schnell fest, dass es sich um einen Anschlag von Linksextremisten handelt. Das Bekennerschreiben der "Vulkangruppe" sei authentisch, teilte Innensenatorin Iris Spranger (SPD) mit. Es handelt sich um ein 2.500 Worte langes Pamphlet, in dem der Anschlag als "gemeinwohlorientiert" und "gesellschaftlich sinnvoll" bezeichnet wird. Der Text wird durchzogen von Parolen, die nach linkem und grünem Aktivismus klingen. "Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten", heißt es da. "Wir können den Raubbau an der Erde stoppen." Dass durch den Anschlag Menschenleben gefährdet wurden, schreibt die Gruppe nicht. Schadet sie, indem sie sich links gibt, der politischen Linken in Deutschland? Das ist heute unsere Frage des Tages an den Politikwissenschaftler Claus Leggewie.