Knapp 15 Tage waren Beschäftigte im vergangenen Jahr krankgeschrieben. Das ist zu viel, findet Bundeskanzler Merz und macht dafür unter anderem die telefonische Krankschreibung verantwortlich. Die will Gesundheitsministerin Warken deshalb jetzt überprüfen. Die telefonische Krankschreibung war während der Corona-Pandemie eingeführt worden, um Arztpraxen zu entlasten und Ansteckungen zu vermeiden. Kritiker glauben, dass die Hemmschwelle, sich krankschreiben zu lassen, dadurch gesunken ist. Befürworter halten sie für eine der wenigen erfolgreichen Maßnahmen zur Entbürokratisierung des Gesundheitswesens . Außerdem liege der Anteil der telefonischen Krankschreibungen bei unter 2 %. Wir fragen unsere Kommentatorin Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmann Stiftung: Ist es sinnvoll, die telefonische Krankschreibung wieder abzuschaffen?