Die Frage des Tages

Die Frage des Tages

By radio3 (Rundfunk Berlin-Brandenburg)Society & CultureNews
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Die Frage des Tages episodes

  • Ist der BND ein Sicherheitsrisiko?

    Ein neuer Skandal erschüttert den deutschen Auslandsgeheimdienst BND. Der frühere BND-Chef August Hanning soll nach dem Ende seiner Tätigkeit viele Jahre lang interne Dokumente erhalten und weitergegeben haben. Die Bundesanwaltschaft ließ ihn gestern wegen des Verdachts auf Landesverrat verhaften.

    Bis mindestens 2022 soll ein ehemaliger Büroleiter gegen Geld streng geheime Dokumente geliefert haben, darunter Briefings für Lagebesprechungen im Kanzleramt, Berichte zum iranischen Atomprogramm und zur russischen Armee. Seit 2022 steht zudem ein früherer BND-Referatsleiter vor Gericht, dem Verrat von Erkenntnissen über Cyberoperationen an Russland vorgeworfen wird.

    Beide Fälle rücken nun auch die Sicherheitsmechanismen innerhalb des Dienstes in den Fokus. Unsere Frage des Tages lautet: Ist der BND ein Sicherheitsrisiko? Es kommentiert Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung.

    5 min
  • Wäre es ein Problem, wenn Tobias Rausch Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt wir
    Im neu gewählten Landtag von Sachsen-Anhalt sitzt die AfD nicht mehr rechts außen, sondern in der Mitte. Als mit Abstand größte Fraktion will sie erstmals in Deutschland einen Parlamentspräsidenten stellen. Und sie hat gute Aussichten auf Erfolg, denn das BSW hat angekündigt, den AfD-Kandidaten zu unterstützen. Es wäre das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass eine als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei ein derart hohes Amt besetzt. Der AfD-Kandidat Tobias Rausch hat bisher vor allem durch Vetternwirtschaft auf sich aufmerksam gemacht. Er hat seine Ehefrau und mehrere Bekannte mit Jobs bei der AfD-Fraktion versorgt. - Wäre es ein Problem, wenn Tobias Rausch Landtagspräsident in Sachsen-Anhalt wird? Das ist unsere Frage des Tages an den Journalisten und Autor Hasnain Kazim.
    7 min
  • Soll eine ostdeutsche Frau die nächste Bundespräsidentin werden?
    Am Samstag haben bekannte Köpfe aus der deutschen Politik in Bremen den Tag der deutschen Einheit gefeiert, zusammen mit vielen Besucherinnen und Besuchern. Doch neben guter Stimmung gab es auch Kritik - wieder seien keine Spitzenpolitikerinnen und -politiker aus Ostdeutschland dabei, meinte Elisabeth Kaiser, die Ostbeauftragte der Bundesregierung. Sie schlägt vor, dass das nächste Staatsoberhaupt eine Frau aus Ostdeutschland sein soll. Denn derzeit entstehe der Eindruck, die Ostdeutschen säßen in der Führung des Landes nur am Katzentisch. Soll eine ostdeutsche Frau die nächste Bundespräsidentin werden? Diese Frage des Tages auf radio3 geht diesmal an die Schriftstellerin Nora Bossong.
    5 min
  • Ist die Wiedervereinigung noch eine Erfolgsgeschichte?
    Morgen ist der 36. Tag der deutschen Einheit. Dass die deutsche Teilung friedlich überwunden wurde, bleibt ein großer historischer Erfolg, auch wenn der Prozess des Zusammenwachsens bis heute nicht abgeschlossen ist. Einkommen und Vermögen sind weiterhin ungleich verteilt und noch immer gibt es weniger Ostdeutsche in Führungspositionen in Ministerien, Behörden, Unternehmen, Wissenschaft, Justiz, Kultur und Medien. Die ungleiche ökonomische und soziale Struktur hat politische Folgen. Zwar wird die AfD auch in Westdeutschland stärker, bisher aber nicht im gleichen Maß wie in Ostdeutschland. Vor dem morgigen Tag der Deutschen Einheit fragen wir die Autorin und Journalistin Jana Hensel in der radio3-Frage des Tages: Ist die Wiedervereinigung noch eine Erfolgsgeschichte?
    5 min
  • Ist es nötig, den Preis für das Deutschlandticket zu erhöhen?
    Nachdem die Benzinpreise im September Rekordhöhen erreicht haben, sorgt ab heute ein neuer Tankrabatt für sinkende Preise. Rund 2,5 Milliarden Euro an Steuergeldern wird die Maßnahme kosten, die bis Ende des Jahres gilt. Zeitgleich wurde gestern bekannt, dass das Deutschlandticket teurer wird. Der Preis soll ab Januar auf fast 67 Euro pro Monat steigen. Es ist das dritte Mal, dass die Kosten für das Ticket erhöht werden. Die radio3-Frage des Tages an die Journalistin Nicole Diekmann lautet: Ist es nötig, den Preis für das Deutschlandticket zu erhöhen, wenn gleichzeitig genug Geld für den teureren Tankrabatt da ist?
    5 min
  • Brauchen wir das Völkerrecht noch?

    Heute vor 80 Jahren wurden in Nürnberg die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes verkündet. Die Nürnberger Prozesse gelten als Geburtsstunde des modernen Völker- und Völkerstrafrechts, mit dem die Beziehungen zwischen Staaten geordnet und Konflikte zwischen ihnen vermieden werden sollten.

    Heute scheint zunehmend wieder das Recht des Stärkeren zu gelten. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Krieg Israels und der USA gegen den Iran, die Entführung des venezolanischen Präsidenten durch US-amerikanische Spezialkräfte sind Beispiele für Völkerrechtsverletzungen der jüngsten Zeit.

    Brauchen wir das Völkerrecht heute noch, wenn sich so viele Staaten sowieso nicht daran gebunden fühlen? Das ist die radio3-Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel.

    6 min
  • War das Volksbad ein gelungener Auftakt für Lilienthals Volksbühnen-Intendanz?

    Heute ist der letzte Badetag im Volksbad am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz. Zum Start seiner ersten Spielzeit hatte der neue Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal hier direkt vor dem Theater ein temporäres Freibad eröffnet. Gratis und offen für alle, mit Pommes und kostenlosen Schwimmkursen. Doch es gab nicht nur positive Reaktionen. Die hohen Kosten wurden kritisiert. Und als die Volksbühne das Bad für einen Tag exklusiv für eine Veranstaltung für Schwarze Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellen wollte, sorgte das für einen regelrechten Shitstorm. Bevor die Volksbühne am Donnerstag ihre Spielzeit auf der Bühne eröffnet, ziehen wir auf radio3 Bilanz. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet: War das Volksbad ein gelungener Auftakt für Matthias Lilienthals Intendanz an der Volksbühne?

    7 min
  • Ist Wadephuls diplomatische Annäherung an Russland sinnvoll?
    Nach viereinhalb Jahren diplomatischer Eiszeit hat Außenminister Johann Wadephul (CDU) für eine Überraschung gesorgt: Zum ersten Mal seit Beginn des russischen Angriffskriegs haben sich die Außenminister Deutschlands und Russlands am Rande der UN-Generalversammlung zu einem direkten Gespräch getroffen. Wadephul hat nach eigenen Angaben die deutsche Haltung zum Ukrainekrieg untermauert, die Wichtigkeit von Getreideexporten aus der Ukraine und Russland betont, außerdem habe er dem russischen Außenminister Sergej Lawrow klargemacht, dass Deutschland etwa Drohnenangriffe wie den in Leipzig nicht akzeptiere. Lawrow spottete anschließend, nichts Neues erfahren zu haben. Auch bei seiner Rede vor der UN-Vollversammlung hat Lawrow Deutschland und Europa erneut scharf angegriffen. Doch Wadephul verteidigt das Treffen weiterhin. Deutschland habe im Gegensatz zu Russland die Bereitschaft zu verhandeln gezeigt.
    In der Frage des Tages auf radio3 fragen wir unseren Kommentator, den Sprachwissenschaftler und Publizisten Anatol Stefanowitsch: Ist Wadephuls diplomatische Annäherung an Russland sinnvoll?
    5 min
  • Wäre eine Partnerschaft Chinas und der USA eine Gefahr für Europa?
    Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus hat US-Präsident Trump einen harten Kurs gegen China eingeschlagen. Er hat viele Drohungen ausgesprochen und Strafzölle verhängt. Nun deutet sich eine Kehrtwende an. Der chinesische Präsident Xi ist zu einem Staatsbesuch in die USA gereist und Donald Trump tut alles, um ihm seine Wertschätzung zu zeigen. Xi zeigt sich hocherfreut und betont, China und die USA sollten Partner, keine Rivalen sein. Was bedeutet es, wenn sich die beiden Supermächte annähern? Wäre eine Partnerschaft Chinas und der USA eine Gefahr für Europa? Das ist unsere radio3-Frage des Tages an den Politikwissenschaftler und Mitherausgeber der Blätter für deutsche und europäische Politik Claus Leggewie.
    8 min
  • Ist es verantwortungslos, den Länderfinanzausgleich infrage zu stellen?
    Der Wahlerfolg der Linken in Berlin sorgt für viele Diskussionen. Jetzt haben sich der bayerische und der hessische Ministerpräsident zu Wort gemeldet. Für den Fall, dass es den Linken in Berlin gelingt, an die Regierung zu kommen, wollen sie den Länderfinanzausgleich und den Hauptstadtfinanzierungsvertrag neu verhandeln. Bayern ist im Länderfinanzausgleich das größte der Geberländer und versucht schon seit längerer Zeit, seine Verpflichtungen mit einer Klage vorm Bundesverfassungsgericht zu reduzieren. Die Forderung, Zahlungen davon abhängig zu machen, welche Partei in Berlin regiert, ist jedoch neu. Der Länderfinanzausgleich ist im Grundgesetz verankert. Unsere Frage des Tages an die Schriftstellerin Nora Bossong lautet daher: Ist es verantwortungslos, wenn Bayern und Hessen den Länderfinanzausgleich infrage stellen?
    6 min

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