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Ein neuer Skandal erschüttert den deutschen Auslandsgeheimdienst BND. Der frühere BND-Chef August Hanning soll nach dem Ende seiner Tätigkeit viele Jahre lang interne Dokumente erhalten und weitergegeben haben. Die Bundesanwaltschaft ließ ihn gestern wegen des Verdachts auf Landesverrat verhaften.
Bis mindestens 2022 soll ein ehemaliger Büroleiter gegen Geld streng geheime Dokumente geliefert haben, darunter Briefings für Lagebesprechungen im Kanzleramt, Berichte zum iranischen Atomprogramm und zur russischen Armee. Seit 2022 steht zudem ein früherer BND-Referatsleiter vor Gericht, dem Verrat von Erkenntnissen über Cyberoperationen an Russland vorgeworfen wird.
Beide Fälle rücken nun auch die Sicherheitsmechanismen innerhalb des Dienstes in den Fokus. Unsere Frage des Tages lautet: Ist der BND ein Sicherheitsrisiko? Es kommentiert Paulina Fröhlich, Expertin für Demokratie bei der Bertelsmannstiftung.
Heute vor 80 Jahren wurden in Nürnberg die Urteile gegen die Hauptkriegsverbrecher des NS-Regimes verkündet. Die Nürnberger Prozesse gelten als Geburtsstunde des modernen Völker- und Völkerstrafrechts, mit dem die Beziehungen zwischen Staaten geordnet und Konflikte zwischen ihnen vermieden werden sollten.
Heute scheint zunehmend wieder das Recht des Stärkeren zu gelten. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, der Krieg Israels und der USA gegen den Iran, die Entführung des venezolanischen Präsidenten durch US-amerikanische Spezialkräfte sind Beispiele für Völkerrechtsverletzungen der jüngsten Zeit.
Brauchen wir das Völkerrecht heute noch, wenn sich so viele Staaten sowieso nicht daran gebunden fühlen? Das ist die radio3-Frage des Tages an den Filmemacher Andres Veiel.
Heute ist der letzte Badetag im Volksbad am Berliner Rosa-Luxemburg-Platz. Zum Start seiner ersten Spielzeit hatte der neue Volksbühnen-Intendant Matthias Lilienthal hier direkt vor dem Theater ein temporäres Freibad eröffnet. Gratis und offen für alle, mit Pommes und kostenlosen Schwimmkursen. Doch es gab nicht nur positive Reaktionen. Die hohen Kosten wurden kritisiert. Und als die Volksbühne das Bad für einen Tag exklusiv für eine Veranstaltung für Schwarze Kinder und Jugendliche zur Verfügung stellen wollte, sorgte das für einen regelrechten Shitstorm. Bevor die Volksbühne am Donnerstag ihre Spielzeit auf der Bühne eröffnet, ziehen wir auf radio3 Bilanz. Unsere Frage des Tages an den Autor und Journalisten Claudius Seidl lautet: War das Volksbad ein gelungener Auftakt für Matthias Lilienthals Intendanz an der Volksbühne?
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