Kulturstaatsminister Weimer hat erneut gefordert, dass die chinesische Videoplattform TikTok ihr Europageschäft an einen europäischen Eigentümer verkauft. Bei einem Treffen der EU-Kulturminister in Brüssel wiederholte er gestern seine Idee (vom Februar), dem Beispiel der USA zu folgen und das Europageschäft von TikTok in die Hände eines europäischen Medienkonsortiums zu legen. Als Begründung nannte er den Jugendschutz. TikTok sammle die Daten der europäischen Jugend in einem unvorstellbaren Ausmaß. Niemand in Europa wisse aber, was mit diesen Daten genau passiert.
Auf Druck der US-Regierung, die mit einem Komplettverbot gedroht hatte, hat TikTok sein US-Geschäft auf ein Joint Venture mit einer US-Mehrheitsbeteiligung übertragen. Wir fragen unseren Kommentator, den Filmemacher Andres Veiel, ob das ein Vorbild für Europa sein kann. Unsere Frage des Tages an ihn lautet: Gehört das Europageschäft von TikTok in europäische Hände?