Bianca Prommer [00:00:00]:
In der heutigen Folge sprechen wir über die ISO 56000 Familie. Das ist ein aktuelles dynamisch wachsendes Normensystem rund das Innovationsmanagement. Was es genau ist, was da dazu gehört, wer es braucht, wer es auch nicht braucht und welche Kritikpunkte es dazu gibt, das erfährst du in der heutigen Podcast-Folge rund die ISO 56000. Lass uns direkt loslegen. Hallo und herzlich willkommen zu 1 neuen Folge von Innovation einfach machen. Schön, dass du auch heute dabei bist, wenn es die ISO 56.000 geht. Ja, ich habe bereits Ende letzten Jahres, also Ende 2024, Anfang 2025, eine Podcast-Folge aufgenommen mit den 5 Trends im Innovationsmanagement. Und einen Trend, den ich dort vorgestellt habe, und ich verlinke dir die Folge in den Shownotes, ist die ISO 56001.
Bianca Prommer [00:01:04]:
Und über diese ISO 56001 ist eine zertifizierbare Innovationsmanagement-Norm, also da wird das gesamte Innovationsmanagement-System in einem Unternehmen zertifiziert. Gibt es erst seit kurzem, da sage ich gleich noch was dazu. Da habe ich schon gesagt, dass das sich durchsetzen wird. Wir stehen hier wirklich noch am Anfang und es gibt eine ganz wunderbare Podcast Folge mit dem Dennis Böcker, die ich dir auch in die Shownotes gebe, der da wirklich ganz genau erklärt, was steckt denn auch hinter dieser ISO 56001. Die ISO 56001 ist eine Norm innerhalb dieser ISO 56001 Familie. Und natürlich ist es berechtigterweise, stellt sich bei vielen die Frage, Bianca, braucht Innovation denn wirklich eine Norm? Ist es nicht ein Widerspruch? Norm hat so viel mit Bürokratie zu tun, so mit Starrheit und so viel Struktur und so. Und Innovation ist eigentlich genau das Gegenteil. War auch ein LinkedIn-Beitrag, den ich vor kurzem geteilt habe mit dieser Frage.
Bianca Prommer [00:02:21]:
Und es ist so spannend, weil es so unterschiedliche Sichtweisen gibt. Die einen, die sagen, ja, es ist ganz gut, so einen Leitfaden zu haben. Die anderen sagen, na ja, aber dadurch wird doch Genialität auch entsprechend ein bisschen eingeschränkt. Also wirklich diese Kreativität, die ja für Innovation notwendig ist. Und deshalb glaube ich, ist es einfach einmal gut, da einen Blick drauf zu werfen, was ist das überhaupt, was kann es, für wen ist es überhaupt und was sind denn wirklich so Kritikpunkte. Und deshalb habe ich mir gedacht, nehme ich doch da eine Folge dazu auf. Jetzt möchte ich auch noch dazu sagen, dass ich seit kurzem, aber eigentlich mittlerweile schon fast ein Jahr, tatsächlich Teil 1 Expertinnenrunde bin, die sich mit den Normen innerhalb dieser ISO 56000 Familie beschäftigt. Also es gibt hier einen technischen Ausschuss, den ISO TC 279 und das ist ein Ausschuss der Internationalen Organisation für Normung, also der ISO.
Bianca Prommer [00:03:32]:
Und da sind ganz ganz viele Expertinnen und Experten, also Expertinnen und Experten aus über 78 Nationen dabei und da bin auch ich dabei, hier Feedback auf neue Normen zu geben und vor allem ganz aktiv mitzugestalten. Und deshalb habe ich da auch ganz, ganz viele Einblicke in diese ISO-Normen, wie das entsteht, was da dahinter steckt, wie viel Expertise da dahinter steckt. Und das Schöne ist, wir arbeiten da in so einem internationalen Team und die sind so unterschiedlich. Also da sind ja wirklich welche aus Forschung und Wissenschaft dabei, da sind aber auch wirklich Leute aus den Unternehmen dabei, da sind Menschen dabei, die sich wie ich eher aus der Beraterinnenbrille damit beschäftigen. Das heißt, es sind so ganz ganz viele unterschiedliche Blickwinkelperspektiven, die zusammenkommen, hier ihre Expertise einbringen, damit hier Leitplanken und einen Leitfaden zur Verfügung zu stellen. Die ISO 56000, also diese Familie nennt man das, also Es gibt ja nicht nur die ISO 56000, sondern es gibt dann die 1001 und die 1002 und die 1003, 1004, 1005, was auch immer. Es gibt ganz, ganz viele. Es gibt die 5, die 7.
Bianca Prommer [00:04:55]:
Wir arbeiten im Hintergrund. Es gibt, wir arbeiten an der 11., wo es rund Kompetenzen im Innovationsmanagement geht. Es gibt dann auch noch, wir arbeiten ganz aktiv gerade an der ISO 56012, rund Innovationsökosysteme, da bin ich auch Teil davon. Also es gibt hier ganz, ganz viele verschiedene Normen innerhalb dieser ISO 56000 Familie. Begonnen hat das Ganze mittlerweile 2013. Dort wurde gestartet hier mittels Expertinnen und Experten einfach wirklich zu schauen, was braucht Innovationsmanagement. Und man hat dann einfach diese Experten und Experten zusammengebracht und hat ja mal begonnen, einfach Grundbegriffe und Konzepte festzulegen. Also die ISO 56000 beschäftigt sich immer mit Grundbegriffen und Konzepten.
Bianca Prommer [00:05:53]:
Die ISO 56001, die ist dann ziemlich neu entstanden, Denn davor ist noch die ISO 56002 entstanden, das war im Juli 2019, wo es einen Leitfaden für den Aufbau und die kontinuierliche Verbesserung von Innovationsmanagementsystemen geht. Das heißt, die ISO 56002 bietet wirklich einen Leitfaden, was braucht denn ein Innovationsmanagementsystem? Welche Komponenten stecken dahinter? Was braucht es hier wirklich, damit Innovation in einem Unternehmen funktioniert? Und daraus abgeleitet wurde dann am 10. September 2024, also circa ein Jahr her, also diese Folge geht am 12.9. Online. Das heißt, vor 2 Tagen hatte die ISO 56001 den ersten Geburtstag. Die ist am 10. September 2024 veröffentlicht worden und es ist die zertifizierbare Norm für Innovationsmanagementsysteme. Was bedeutet das vielleicht? Ist ein Unternehmen bereits ISO 9001 zertifiziert.
Bianca Prommer [00:07:05]:
Das ist so die Norm, die ganz ganz viele kennen, das ist die Qualitätsmanagementnorm. Also ich war ja lange Zeit in der Automobilindustrie und wir haben regelmäßig die ganzen Zertifizierungen, Audits, Rezertifizierungen gehabt und davon war eben die ISO 9001 im Qualitätsmanagement das, was halt immer wieder stattgefunden hat. Es gibt aber auch die ISO 14001 rund ums Umweltmanagement. Auch das ist etwas, was sich mittlerweile durchgesetzt hat und hier entsprechend auch bekannt ist. Und jetzt gibt es eben innerhalb dieses dieselben Logik von Management System Normen eben auch die ISO 56001 und da geht es das Innovationsmanagement innerhalb der Organisation. Das heißt, was braucht es hier, damit Innovation wirklich funktionieren kann? Und da ist es der springende Punkt, so ja, waren die Normen und mein Gott, das ist so bürokratisch. Ganz ehrlich, für mich ist diese Norm ein Leitfaden. Ein Leitfaden, der von Expertinnen und Experten entwickelt worden ist, zu zeigen, welche Bausteine es braucht, damit Innovation entwickelt und umgesetzt werden kann.
Bianca Prommer [00:08:29]:
Und da sind wir uns aber ganz ehrlich, scheitert es an ganz ganz vielen Stellen und in vielen Organisationen. Da wird viel Geld investiert in Workshops, es gibt Trainings rund Innovation, Design Thinking, Design Sprints, es werden wirklich Entrepreneurship Programme durchgeführt, Es wird viel investiert und am Ende des Tages schaut kaum was raus. Also die Leistung, mit denen ist kaum jemand zufrieden. Also wenn man so mit den Unternehmen spricht, die tun ganz, ganz viel im Innovationsbereich. Aber irgendwo bleiben dann die Ideen auf der Strecke. Gerade in der Umsetzung, das ist meistens immer etwas, was zusätzlich zum Tagesgeschäft ist, was nicht immer ganz so viel Priorität hat und dann bleibt es einfach auf der Strecke. Und diese ISO 56001 zeigt einfach auf, welche Bausteine es braucht, damit Innovation funktionieren kann. Also vom Kontext der Organisation über Leadership, Führung, natürlich die Prozesse, aber auch Ressourcen.
Bianca Prommer [00:09:36]:
Da steckt so viel dahinter, so ein ganzheitlicher Blick drauf und das kann man gut dafür nutzen, mal zu schauen, habe ich denn alles dort, wo es sein soll? Habe ich alles berücksichtigt? Wo sind meine Stärken, wo sind meine Schwächen und wo kann ich hier noch nachbessern. Genau darum geht es und das ist das, was für mich diese ISO 56000 und insbesondere eben auch die ISO 56001 bereitstellt. Also wirklich dieses, das ist es für mich, sagen wir es so, das ist es für mich, dieses, es zeigt mir einfach, was braucht es, damit Innovation im Unternehmen funktionieren kann. Und ich kann anhand dieser Leitlinien, dieses Leitfadens schauen, was habe ich schon und was habe ich noch nicht und was ist einfach der nächste Schritt. Geht noch nicht darum, dass man sich es unbedingt zertifizieren lassen muss, sondern dass man diese Normen wirklich dafür nutzt, das eigene Innovationsmanagement einmal systematisch strukturiert zu bewerten, zu schauen, wo stehen wir und dann entsprechende Maßnahmen abzuleiten. Das ist nämlich 1 der großen Vorteile, die ich jetzt durch diese ISO 56000 sehe. Also wenn ich jetzt sage ISO 56000, ist immer diese ganze Normenden-Familie gemeint. Es ist für mich wirklich dieser Leitfaden für systematische Innovationsfähigkeit, weil du damit wirklich diesen Rahmen bekommst, den es braucht, Innovation gezielt zu fördern.
Bianca Prommer [00:11:10]:
Das ist das Erste. Das Zweite ist, ja, genauso wie jetzt, wenn ich so zurückdenke an die ISO 9001, da war es so, wenn du nicht zertifiziert warst, hast du bestimmte Kunden und Kundinnen gar nicht beliefern dürfen. Das war so mittlerweile dann so Standard, das hast du haben müssen, mit bestimmten Unternehmen überhaupt arbeiten zu dürfen. Und ich bin davon überzeugt, dass in einigen Jahren auch die ISO 56001 ein Imagefaktor und ein Wettbewerbsvorteil sein wird. Weil Wenn man darauf zertifiziert ist, zeigt man nach außen, wir haben ein Innovationsmanagementsystem aufgebaut, das ganzheitlich gedacht ist, das kann man nach außen sichtbar machen und das stärkt das Vertrauen bei Kunden, Investoren, Partnern und zeigt einfach, da passiert was. Man kann sich da auch wirklich als ein bisschen so einen Branchenpionier positionieren. Und erste Unternehmen beschäftigen sich jetzt schon damit. Also Vor allem in Deutschland gibt es erste Unternehmen, die sich mit der ISO 56001 auseinandersetzen und eine Zertifizierung vorbereiten.
Bianca Prommer [00:12:25]:
In Österreich sehen wir da noch ein bisschen hinten nach. Wir haben auch aktuell noch kein Zertifizierungsprogramm, wird noch kommen, aber ich glaube, dass wir hier wirklich eine Chance haben, uns als Innovatorinnen und Innovatoren auch nach außen zu zeigen und zu zeigen, ja, wir beschäftigen uns systematisch strukturiert mit Innovation. Gleichzeitig wird es auch möglicherweise dazu kommen, dass Finanzierungen und Förderungen anhand 1 solchen Zertifizierung vergeben werden. Das heißt, Förderstellen werden in Zukunft noch mehr darauf schauen, wo ist wirklich ein Output garantiert und wenn man dann so eine Zertifizierung vorweist, dann ist es möglich hier einfach so etwas wie ein Siegel zu haben. Also ich glaube da wirklich, dass das früher oder später kommen wird. Es gibt Länder, wo das bereits diskutiert wird, gerade im skandinavischen Raum, hier entsprechend Förderungen, Finanzierungen auf die ISO 56001 festzubinden. Gleichzeitig beschäftigt sich Europa, also die EU, ja auch gerade mit dem EU Innovation Act. Da kann man jetzt auch noch bis Oktober Feedback einreichen zu diesem EU Innovation Act.
Bianca Prommer [00:13:49]:
Also es geht hier darum Bürokratie abzubauen, Innovation einfach zu fördern, Europa wieder innovationsfähiger zu machen und wenn das jetzt verzahnt wird mit so 1 ISO-Norm, die bestimmte Qualitäten unter Beweis stellt. Und ja, ich weiß, nur wenn man so eine Norm hat, heißt es noch lange nicht, dass man innovativ ist. Aber es zeigt, dass man alles hier tut, damit es möglich wird. Und das finde ich einfach so spannend. Es geht hier wirklich darum zu zeigen, wir beschäftigen uns damit. Wir haben nicht einmal nur Innovationsprozess aufgebaut, sondern wir beschäftigen uns kontinuierlich damit lernen, verbessern und werden dadurch einfach wirklich Schritt für Schritt innovativer und bringen hier Schritt für Schritt mehr Innovationen raus. Also ja, ich glaube, dass das wirklich irgendwann aber auch einmal ein Teil dieser Finanzierung, Förderfähigkeit wird, als auch wirklich so ein Siegel dafür ist, entsprechende Gelder und Sicherheiten zu bekommen. Was die ISO 56000 auch noch bietet, ist natürlich ein einheitliches Verständnis von Innovation.
Bianca Prommer [00:15:00]:
Und das ist doch bitte auch etwas, was ich immer wieder erlebe. Du kommst in ein Unternehmen, fragst, was bedeutet für euch Innovation? Du hast 10 Menschen vor dir und bekommst 10 verschiedene Definitionen. Damit kann Innovation nicht funktionieren. Wenn der eine versteht, das ist das neue, große, die neue Technologie und der nächste versteht, das ist die kleine Verbesserung, dann kann Innovation nicht funktionieren. Innovation braucht ein gemeinsames Verständnis und gerade die ISO 56000 bietet ja auch diese Begrifflichkeiten und hilft hier einfach ein gemeinsames Verständnis zu schaffen. Also ich glaube, du merkst, dass ich grundsätzlich begeistert bin von dieser ISO 56000. Was mir aber bitte wichtig ist, und das ist schon so ein Stolperstein der Kritik und ich habe das bei der ISO 9001 schon erlebt, da wird was gemacht, einfach die Auditoren glücklich zu machen. Da wird Papier produziert, da werden Prozesse finalisiert und geschrieben, einfach nur weil es halt in der Norm steht, weil es dort dann gefordert wird, weil es halt beim nächsten Audit dann vorkommt, dann wird es einfach gemacht, ohne es wirklich zu leben.
Bianca Prommer [00:16:15]:
Und ja, das wird wahrscheinlich in dem ein oder anderen Unternehmen, möglicherweise auch in der ISO 56000 passieren. Denn Papier ist geduldig, Normen kann man auch immer wieder auslegen. Sie sind ja auch wirklich nur ein Leitfaden, das heißt, sie sind ja nicht genau zu sagen, du musst das machen und das machen und das machen und so genau schaut das aus, sondern es ist ja eher ein Rahmen. Es ist ja wirklich eher eine Beschreibung, was möglich ist und was zu tun ist, aber noch nicht genau wie es zu tun ist. Und deswegen natürlich ist das schon eine Gefahr, die ich sehe, dass sie einfach nur am Papier entsteht, dass man halt was tut, damit man diese Zertifizierung bekommt, aber das ist nichts hin und weg der ganzen Sache. Natürlich ist der Widerspruch Norm und Kreativität da. Ich habe es schon angesprochen, sobald jemand Norm hört, stellt es einem die Haare auf. Es ist so, das ist wieder Überregulierung, das ist wieder Bürokratie, wir wollen ja weg von der Bürokratie.
Bianca Prommer [00:17:23]:
Ja, stimmt. Dennoch braucht aus meiner Sicht Innovation und vor allem die Innovation Strukturenprozesse, Ressourcen, Unterstützung, Support, Führung. Natürlich Kreativität, Erfindungen, diese Genialität, neue Ideen zu entwickeln, Das passiert ohnehin. Aber was es dann braucht, ist ja diese Umsetzung, diese Kommerzialisierung. Bitte, wir wollen doch Geld damit verdienen. Wir wollen das doch in die Umsetzung bringen. Und da braucht es eben wirklich Prozesse und Vorgaben. Und die Norm sagt ja nicht, wie der Prozess genau auszuschauen hat, sondern gibt ja auch Raum dafür, dass dieser Prozess, diese Strukturen, diese Ressourcen individuell angepasst werden.
Bianca Prommer [00:18:15]:
Deshalb bin ich davon überzeugt, dass das zwar natürlich ein Widerspruch ist, ein gedanklicher Widerspruch. Norm, Kreativität, Innovation. Widerspruch. Absolut. Aber die Norm ist nicht dafür da, damit jetzt eine Blaupause auf alle Unternehmen drüber gestülpt wird, sondern dass man sich damit beschäftigt und den eigenen passenden Weg findet. Das ist für mich die Norm. Und was auch noch kritisiert wird und was vielleicht für den einen oder anderen eine Schwachstelle darstellt ist genau das, dass ganz ganz wenig Details und Tiefe drinnen ist. Also die Norm, diese Normungen beschreiben immer was auf 1 Warum- und Was-Ebene, aber nicht auf der Wie-Ebene.
Bianca Prommer [00:19:03]:
Das heißt, du sagst, da wird dann nicht festgelegt, ja und der Innovationsprozess ist jetzt der nach diesem Modell und das ist Schritt 1 und Schritt 2, sondern wir sind hier eher auf 1 was Ebene, damit es eben für alle Unternehmen passt und damit man sich ja damit auseinandersetzt und nicht einfach irgendwas überstülpt, was dann ohnehin nicht zum Unternehmen passt. Das heißt, es sind wirklich ganz bewusst gehaltene allgemeine Leitlinien mit denen man sich beschäftigt und das wie für sich dann ableitet, damit es zum Unternehmen passt. Ja, das war es eigentlich so, wie ich diese Normungsfamilie sehe. Mein Fazit ist, Die Norm hilft dir dabei, das aufzudecken, wo du noch Schwachstellen in deinem Innovationsmanagement-System hast. Also es gibt dir hier wirklich einfach so Punkte vor, wo du hinschauen sollst. Welche Brille soll ich aufsetzen? Ich schaue jetzt zum Beispiel mal auf Führung, ich schaue mal auf Ressourcen und gebe mir hier einfach einen Leitfaden, wie eine kleine Checkliste, worauf sollte ich achten und das ich dann mit meinem Team gemeinsam tun kann. Das heißt, diese Norm hilft mir einfach Schwachstellen aufzudecken, aber auch positive Punkte aufzudecken, die ich dann stärken kann. Und ja, es wird noch dauern, bis hier die ersten Unternehmen im deutschsprachigen Raum zertifiziert sein werden, aber die Ersten bereiten es vor.
Bianca Prommer [00:20:34]:
Es gibt auch Unternehmen, die beschäftigen sich mit der Norm, wenden es an und wollen sich gar nicht zertifizieren lassen, aber die haben wirklich erkannt, okay ich schaue mir mal an, was gibt es hier für Möglichkeiten, was braucht es hier. Und damit du jetzt nicht die ganze Normungsfamilie lesen musst, dann deinen Weg zu finden, habe ich mit meinem Kollegen, dem Dennis Böcker, ein ganz ganz tolles Angebot geschnürt. Und zwar bieten wir gemeinsam an ein Assessment, das heißt es gibt einen Fragebogen, der ist in Deutschland entwickelt worden, anhand dieser ISO 56000 Familie. Das ist ein Fragebogen, den du innerhalb des Unternehmens dann verschicken kannst. Es wird beantwortet, es wird dann entsprechend ausgewertet. Das heißt, du bekommst ein Assessment anhand dieser ISO 56000 Familie. Du erkennst dann dabei, was funktioniert schon gut und was funktioniert noch nicht so gut und daraus gibt es dann ableitend einen zweitägigen Workshop in deinem Unternehmen mit deinem Team gemeinsam, wo wir eben dieses Assessment analysieren, die Stellschrauben analysieren und dann auch die nächsten Schritte ableiten, damit dein Innovationsmanagement effektiver und effizienter werden kann. Dass der Output einfach besser wird, dass du wirklich mit der Innovationsleistung hier zufrieden bist.
Bianca Prommer [00:22:06]:
Wenn du sagst, hey, das klingt interessant, ich möchte mehr dazu wissen, du findest den Link zum Erstgespräch in den Show Notes. Also Da ist ein Link drinnen, da klickst du drauf, dann kannst du einen Ersttermin bei mir ausmachen. Wir besprechen das, wie das genau ausschaut, wie das genau funktioniert. Ich zeige dir dann auch so den einen oder anderen Screenshot. Bei diesem Assessment ist nämlich auch ein Benchmark-Vergleich dabei. Dieses Assessment haben mittlerweile über 500 Unternehmen durchgeführt und da kann man dann auch sehr, sehr schön sehen, wo steht man denn auch im Branchenvergleich und das finde ich immer ganz spannend und vor allem dann dieser Workshop darauf, wo dann wirklich auch noch einmal geschaut wird, was genau kann es umgesetzt werden, was genau ist es für uns relevant, dann vielleicht sogar sich auf eine ISO 56001 Zertifizierung vorzubereiten. Also vor allem, wenn du sagst, ich möchte mein Innovationsmanagement System verbessern, dann ist aus meiner Sicht das der nächste logische Schritt, dieses Assessment plus den Workshop und dazu bucht ihr doch einfach ein Erstgespräch bei mir. Ja, damit sind wir auch für heute schon am Schluss angekommen.
Bianca Prommer [00:23:16]:
Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich natürlich über Feedback über LinkedIn oder direkt über eine Bewertung auf Spotify oder Apple Podcast. Nächste Woche geht es psychologische Sicherheit im Team und dazu habe ich mir Dominique Giger aus der Schweiz eingeladen. Sie ist Führungskraft in einem großen Konzern, Coachin und Mentorin für Führungskräfte und wir sprechen darüber, was psychologische Sicherheit wirklich ist und vor allem, wie es in der Praxis funktioniert. Und damit freue ich mich aufs nächste Mal mit dir. Bis dann. Ciao, ciao.