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Die Corona-Pandemie hat annähernd alle Bereiche des Lebens und Amateursports fest in seinem Griff. Seit Anfang November 2020 sind Spiel- und Trainingsbetrieb komplett ausgesetzt. Ein Zustand, der Fans, Sportler und Verantwortliche im Freistaat vermutlich noch Wochen – vielleicht sogar Monate – beschäftigen wird. Die bereits zum aktuellen Zeitpunkt lange Durststrecke im Amateurfußball lässt einige Vereine und deren Vertreter in Thüringen pessimistisch in die Zukunft blicken. Dieses Stimmungsbild in konkrete Zahlen umzuwandeln, war das Ziel einer Umfrage des Portals FuPa Thüringen, an dem sich ca. 1.200 Nutzer:innen beteiligten.
Die Ergebnisse diskutieren der Vorsitzende des TFV-Spielausschusses Sven Wenzel, der Verbandsliga-Trainer Thomas Wirth, das Vorstandsmitglied Lukas Kokott und der FuPa-Redakteur Felix Böhm.
Wir danken
Der VfB Stuttgart liefert in den letzten Jahren ausreichend Stoff für den Boulevard. Sportlich präsentiert sich der deutsche Meister von 2007 als Fahrstuhlmannschaft, die Gründe hierfür sind vielschichtig. Neben dem Platz bestimmte drei Jahre lang Wolfgang Dietrich die Schlagzeilen, der die Mitglieder des VfB Stuttgart einen wollte. Doch dies gelang dem häufig als „Spalter“ kritisierten Präsidenten nicht. Auch die Art und Weise der Ausgliederung einer AG hinterließ tiefe Gräben. Mit Claus Vogt wurde im Dezember 2019 ein Nachfolger gewählt, der es besser machen sollte. Auf den ersten Blick schien dies auch zu gelingen und der VfB sorgte vor allem auf dem Platz mit dem Bundesligaaufstieg für Schlagzeilen. Doch ein noch nicht aufgearbeiteter Datenskandal rund um die Ausgliederung und ein Frontalangriff des AG-Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger auf den Vereinspräsidenten Claus Vogt sorgen aktuell wieder für ordentlich Unruhe. Über die aktuelle Situation in Stuttgart sprachen wir im Podcast mit VfB-Fan Andreas Kirchner.
Am 19. Mai 2007 sehen die Zuschauer im bis zum Bersten gefüllten Gottlieb-Daimler-Stadion dann wiederum ein denkwürdiges Spiel. Der zu Beginn nervös agierende VfB gerät in der 19. Spielminute in Rückstand, doch Thomas Hitzlsperger gelingt nur acht Minuten später per Volleyabnahme der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel köpft Sami Khedira den viel umjubelten Siegtreffer zum 2:1 für den VfB und sichert dem Verein die fünfte Deutsche Meisterschaft.
VfB-ChronikAndreas Kirchner (25) stammt aus Thüringen. Er war öfters in der Stadt, um Verwandte zu besuchen. das führte dazu, dass er an der Dualen Hochschule Sozialarbeit studierte, in Backnang (Rems-Murr-Kreis) als Sozialarbeiter tätig war – und zum in der Wolle gefärbten VfB-Fan wurde. Er hat nicht nur eine Dauerkarte für die Mercedes-Benz-Arena, sondern ist auch bei jedem Auswärtsspiel – bisher privat, nun in dienstlichem Auftrag.
Frank Rothfuss, Stuttgarter Zeitung, 28. Januar 2017Bis ins Jahr 2016 hinein kannte ich den VfB ausschließlich aus der Fanperspektive. Gemeinsam mit guten Freunden begleitete man den VfB durchs Land, bereiste im Rahmen von Europapokaltouren gelegentlich andere Länder und vor allem lernte man den tieferen Sinn des Wortes „Leidenschaft“ regelmäßig kennen.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020So wie wir auch schon im Jahr 2015 die Aufgabe gerne angenommen haben, uns für ein Projekt stark zu machen, was in den Vorjahren bereits mehrfach aufgegriffen wurde, letzten Endes im Haushalt aber nie mit einer Förderung bedacht wurde. Aber unverhofft kommt oft. Und so konnten wir im Vorfeld der Haushaltsberatungen 2016/2017 mit politischem Rückenwind das Thema „Fanprojekt Stuttgart“ letztlich erfolgreich platzieren. So wurde spät – für manche zu spät – mit Beschluss des Gemeinderats im Jahr 2017 schließlich das 58. Fanprojekt in Deutschland aus der Taufe gehoben. Womit aus heutiger Sicht der letzte weiße Fleck auf der Karte der Erstligisten getilgt ist.
VfB-Fanprojekt, Jahresbericht 2017/18Dass es bis zu dieser Zeit im großen Gegensatz zur flächendeckenden Situation im Rest der Republik in Stuttgart kein Fanprojekt gab, nahm ich zur Kenntnis. Heute muss ich sagen: Schade, dass die Landeshauptstadt bis zum Jahr 2017 ein weißer Fleck auf der Fanprojekte-Landkarte war!
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Gemeinsam mit Jörg den Standort aufzubauen und zu entwickeln war eine gewaltige Aufgabe, gewiss nicht immer leicht oder frei von Rückschlägen, aber stets reich an positiven Begegnungen, großartigen Momenten und abwechslungsreichen wie gewinnbringenden Gesprächen mit vielfältigen Anhängern und Freunden unseres VfB.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Ich erinnere mich gern zurück an die geselligen U18-Fahrten und Hoppingtouren, an spannende Projekte wie das „VfB-Lernzentrum“ im Neckarstadion und an die zahlreichen Veranstaltungen im VfB-Fanprojekt, mit denen es uns gelungen ist, gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen das Fanprojekt als Treffpunkt der unterschiedlichsten VfB‘ler und Ort des kritischen Austauschs in unserer Stadt zu etablieren.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Das Ende der unfreiwillig verlängerten Saison 2019/20 ist leider zugleich auch mein Ende beim VfB-Fanprojekt. Nach vielen Jahren, in denen die Kesselstadt mein Zuhause, der VfB meine Leidenschaft und das VfB-Fanprojekt eine große und spannende Aufgabe gewesen ist, zieht es meine Familie und mich in die Ferne.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Aus der Ferne werde ich die weitere Entwicklung gespannt verfolgen und freue mich darüber hinaus – sofern sich die Gelegenheit ergibt – auf ein zukünftiges Wiedersehen mit den vielen bekannten Gesichtern im Rahmen von VfB-Spielen oder Fanprojekt-Veranstaltungen.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Der Rücktritt von VfB-Präsident Bernd Wahler war unabdingbar. Der Verein benötigt eine Runderneuerung.
Stuttgarter Nachrichten, 15. Mai 2016Ein Vergleich mit 2013, als letztmals ein neuer VfB-Präsident ins Amt gehoben worden ist? Mitnichten. Damals, vor etwas über drei Jahren, stürmte Bernd Wahler auf die Bühne der Mitgliederversammlung, schrie der VfB-Familie das Wörtchen „Wow“ gleich mehrfach zu – weil diese sich so vereint wie selten gezeigt hat. Der ehemalige Adidas-Manager wurde mit über 97 Prozent der Stimmen gewählt.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Für seine Befürworter ist Wolfgang Dietrich ein tougher Macher mit Ecken und Kanten. Einer, der anders als sein Vorgänger Bernd Wahler, keinem Konflikt aus dem Wege geht. Ein Mann mit allerbesten Kontakten in Wirtschaft und Politik. Einer, der seit 42 Jahren Mitglied beim VfB Stuttgart ist und stolz auf seine dreistellige Mitgliedsnummer verweist. Einer, der ohne Kompromisse und mit Autorität den VfB Stuttgart endlich wieder in die Spur bringen kann. Ehrenamtlich versteht sich.
Sebastian Rose, 11Freunde, 12 Oktober 2016Für die anderen ist er ein Spalter, der im Auftrag des Aufsichtsrats die umstrittene Ausgliederung der Profiabteilung gegen jeden Widerstand durchboxen soll. Für sie ist Wolfgang Dietrich der Chef eines undurchsichtigen Firmenimperiums. Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer der Quattrex Sports AG. Ein Unternehmen, das Darlehen an Fußballvereine vergibt – darunter auch einige Zweitliga-Konkurrenten des VfB Stuttgart. Wolfgang Dietrich legte im Mai dieses Jahres sein Amt als Quattrex-Aufsichtsratsvorsitzender nieder. Der Nachfolger: Sein Sohn Christoph. Viele sahen darin einen möglichen Interessenkonflikt.
Sebastian Rose, 11Freunde, 12 Oktober 2016Doch es gab auch wieder die lauten Rufe, die schon die gesamte Kandidatur des Unternehmers begleitet hatten: „Spalter!“ Dietrich blieb ruhig, schaute kurz zum Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Schäfer, dann sagte er: „Ich nehme die Wahl an und danke für Ihr Vertrauen.“ Kurz zuvor hatten ihn 57,2 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder (2952) für vier Jahre ins Amt gewählt. „Ich verspreche“, ergänzte er noch, „Präsident auch derjenigen zu sein, die mich heute einen Spalter nennen.“
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Der Ruf nach Einigkeit: „Als zerrüttete VfB-Familie brauchen wir jemanden, der den Verein eint“, hatte noch vor der Wahl Benjamin Nagel die Kritik der Ultras an Dietrich begründet. Der neue Präsident versprach: „Ich werde ein Präsident auch derjenigen sein, die mich heute Spalter genannt haben.“ Ob er das schafft, wird sich frühestens in einem, spätestens in vier Jahren zeigen. Dann will er mehr Stimmen bei der Entlastung bekommen als am Sonntag bei seiner Wahl – und erreicht haben, „dass auch ihr da oben sagen könnt: So schlimm war er gar nicht“. Zur Seite steht ihm ein erweiterter Aufsichtsrat.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Worüber wird an diesem Donnerstag abgestimmt? Über nichts Geringeres als die Abspaltung der Fußballsparte (bis hinunter zur U 16) vom Hauptverein.
Was wären die Folgen? In erster Linie geht es ums Geld. Um viel Geld. 41,5 Millionen Euro würde der VfB von Ankerinvestor Daimler für 11,75 Prozent der Anteile erlösen – und zwar sofort. Insgesamt möchte Dietrich in den kommenden vier Jahren aber 100 Millionen Euro für 24,9 Prozent der Anteile erlösen. Im Idealfall an vier weitere Investoren, zum Beispiel die eng mit dem VfB verbandelten Unternehmen Kärcher und Würth.
Die VfB-Funktionäre haben traditionell so ihre Probleme mit der Mitbestimmung, was sich auch in der aktuellen Debatte um die Ausgliederung zeigt. Statt die Mitglieder mit Pro- und Contra-Argumenten sachlich zu informieren, setzt man lieber auf einseitige Meinungsmache, billige Wahlkampfslogans und materielle Anreize zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung. Dieses Bild vermittelt nach jahrelangen Änderungen auch die e.V.-Satzung.
Wir sehen es als erwiesen an, dass jede Form der Ausgliederung dazu dient, die Möglichkeiten der Einflussnahme durch die VfB-Mitglieder zu reduzieren. Mit Blick auf die angestrebte Rechtsform ist dies sowohl vom Vorstand des VfB Stuttgart als auch von der Daimler AG beabsichtigt. Die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wird quasi erkauft und von Wahlen und Entlastungen unabhängig gemacht.
Je mehr Mitglieder erscheinen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Präsidium durchsetzt, vermuten Insider. Dietrich, ehemaliger Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart 21, wirbt derweil auch mit dem Versprechen, dass jeder Anwesende am Donnerstag ein VfB-Fantrikot geschenkt bekommt.
Außerdem ist es die Art und Weise, wie die Ausgliederung vorangetrieben wird, woran sich die Ultras stören. “Warum präsentiert man nicht Vor- und Nachteile eines jeden Modells und lässt die Mitglieder dann auf Basis von Fakten entscheiden?”. Stattdessen tue man so, als sei jeder, der sich gegen die AG wende, gegen den sportlichen Erfolg, kritisiert das “Commando Cannstatt”.
Gerade seine Gruppe habe in der Vergangenheit immer wieder konstruktiv mitgearbeitet. Zuletzt hätten Fans, Mitglieder und Vorstand zusammen daran mitgewirkt, dass der Stadionumbau so vonstatten ging, dass alle Interessen berücksichtigt werden. “Was uns vor allem stört”, sagt er, “ist diese vorgegaukelte Alternativlosigkeit. So wird es am Donnerstag Sieger und Besiegte geben. Dabei hätte man zu einer Lösung kommen können, die dann alle mittragen.”
Mehr als 14 000 davon waren der Einladung in die Mercedes-Benz Arena gefolgt, um ihre Stimme bei der „wichtigsten Abstimmungsmöglichkeit für die Mitglieder, seit es den Verein gibt“ (Dietrich), abzugeben. Mehr Mitglieder waren zuvor noch nie bei einer Mitgliederversammlung des Vereins … entfielen 84,2 Prozent (7664 Stimmen) der gültigen Stimmen auf Ja, 15,8 Prozent (1455) auf Nein. 9099 Mitglieder beteiligten sich an der Wahl. Es gab 34 Enthaltungen.
Der Tagesspiegel, 2. Juni 2017Die Mitglieder stimmen über die Zukunft des umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich ab. Ein Antrag auf Abwahl steht auf der Tagesordnung. Die Argumente seiner Gegner sind komplexer. Dazu zählen etwa die Verpflichtung des im Februar abberufenen Michael Reschke als Sportvorstand oder Dietrichs Vergangenheit als Investor. Dietrich war lange am Unternehmen Quattrex beteiligt, das Fußballklubs Kredite gewährt. Das Brisante: Quattrex hatte laut „kicker“-Recherchen unter anderem Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim Kredite gewährt – beide Klubs waren in der Saison 2016/17 Gegner des VfB in der zweiten Liga. Dietrich selbst bestätigte die Namen der Klubs zwar nie, räumt aber ein: „Wenn diese Klubs, mit denen die Quattrex vor meiner VfB-Zeit zusammengearbeitet hat, erfolgreich gewesen wären, dann hätte ich bis zum 31.12.2017 an deren Erträgen partizipiert.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2019Andererseits ging es um Dietrichs frühere geschäftlichen Unternehmungen, um den sportlichen Misserfolg, um die Art seiner Amtsführung, um die Investorensuche, um den Fall des aus dem Aufsichtsrat der AG zurückgetretenen Guido Buchwald und die Ära des Ex-Sportvorstands Michael Reschke – den Dietrich einst geholt hatte.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 14. Juli 2019Wegen streikender Technik muss die heikle Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart abgebrochen werden. Die Mitglieder sind sauer, der Club prüft Regressansprüche.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 14. Juli 2019Wolfgang Dietrich ging, wie er geherrscht hat: unnachgiebig, unversöhnlich, unbelehrbar, uneinsichtig. Allein die Tatsache, dass der Stuttgarter Präsident seinen Rücktritt als Erstes per Facebook und damit die vereinseigenen Kanäle ignorierend verkündet hat, ist der letzte Federstrich für ein Selbstporträt eines Mannes, der vor allem sich selbst im Sinn hat. Auch in seinen letzten Worten schwingt keine glaubhaft wirkende Selbstkritik mit. Tenor: Ich habe mein Bestes versucht, schuld waren die anderen. Sein Abschied ist das Ende eines Selbstzerstörungsmodus, der den Verein in eine immer verheerendere Situation zu bringen drohte.
kicker, George Moissidis, 15. Juli 2019Vogt wurde vorab von einigen Medien als leichter Favorit bezeichnet und steht künftig auch an der Spitze des zehntgrößten Vereins (71.739 Mitglieder) in Deutschland. Vogt bekam 1327 Stimmen, Riethmüller 1029. Es waren überraschend wenig Mitglieder in die Schleyerhalle gekommen. Vogt ist bis Oktober 2020 gewählt.
Schwäbisches Tagblatt, 15. Dezember 2019Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart im Juni 2017 schickten leitende Mitarbeiter des Klubs nach kicker-Recherchen wiederholt Mitgliederdaten an Dritte. Der Bundesligist behauptet, dies sei vertraglich gedeckt gewesen – doch es gibt Zweifel an der Version des Klubs.
Benni Hofmann, kicker, 27. September 2020Laut einem Kicker-Bericht soll der Verein im Frühjahr 2016 eine Kooperation mit der PR-Agentur von Andreas Schlittenhardt geschlossen und darüber hinaus großes Potenzial in dessen Facebook-Seite „Fokus VfB“ erkannt haben. Per Mail sollen Telefonnummern, Mailadressen und Infos zur Teilnahme an vergangenen Versammlungen von Mitgliedern weitergeschickt worden sein. Ziel soll unter anderem gewesen sein, die – bei der Mitgliederversammlung 2017 dann tatsächlich mit klarer Mehrheit beschlossene – Ausgliederung der Profiabteilung voranzutreiben.
ZVW, Danny Galm, 2. Oktober 2020Die Datenaffäre beim VfB Stuttgart: Zwischen 2016 und 2018 sollen VfB-Mitarbeiter wiederholt Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben haben. Auch im Vorfeld der Mitgliederversammlung im Sommer 2017, bei der die Ausgliederung der Profisparte in eine Aktiengesellschaft beschlossen wurde. Angeblich mittendrin: das VfB-Urgestein Oliver Schraft. Aktuell lässt der langjährige Pressesprecher und Kommunikationschef seine Aufgaben ruhen. Diese Datenaffäre wurde im Herbst 2020 publik. Präsident Claus Vogt beauftragte die externe Firma Esecon mit der Aufarbeitung und hatte die Aufklärung zur “Chefsache” erklärt. Mit einem Ergebnis wird in den kommenden Wochen gerechnet.
SWR, 11. Januar 2021Bis zum vergangenen Freitag, 18. Dezember, 24.00 Uhr, konnten sich VfB Mitglieder auf das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart 1893 e.V. bewerben. Neben den Unterlagen des amtierenden Präsidenten Claus Vogt sind drei weitere Bewerbungen beim Vereinsbeirat eingegangen.
Vereinsbeirat, 21. Dezember 2020Die Fehler des VfB-Präsidenten: Bei den Fans ist er beliebt, vereinsintern gibt es Wirbel um ihn.
Ursula Vielberg, BILD, 10. Dezember 2020Ich finde, Claus Vogt hat im ersten Jahr seiner Präsidentschaft überzeugt. Das wichtigste Ziel hat er toll erfüllt: Die Fans identifizieren sich wieder mit dem Verein und mit ihrem Präsidenten, weil er volksnah ist, weil er verbindet, weil er moderiert, weil er uns Fans und Mitgliedern zuhört, weil er für uns da ist. Er hat Ruhe in den Verein gebracht. Ich durfte letzte Woche bei einem Zoom-Meeting von Claus Vogt mit einem Fanclub dabei sein, über 2 Stunden hat er sich für die Belange der Fans genommen, offen und ehrlich berichtet. Endlich, so denken viele Mitglieder und Fans, haben wir wieder einen Präsidenten, der sympathisch ist, und der sich um die Belange des größten Anteilseigners der AG, nämlich die Belange der Mitglieder kümmert.
Christian Riethmüller, 10. Dezember 2020Ein tiefer Riss geht durch unseren Club. Dieser Riss gefährdet alles, worauf wir zu Recht stolz sind. Anders als es einigen erscheint, verläuft dieser Riss nicht zwischen e.V. und AG – und nein, dieser Riss ist auch nicht „typisch VfB“. Der Riss verläuft zwischen unserem Präsidenten und Aufsichtsrats-vorsitzenden Claus Vogt auf der einen Seite und dem gesamten Vorstand der AG und zahlreichen Gremienmitgliedern aus Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der anderen Seite. Dieser Zustand ist nun endgültig unzumutbar geworden.
Thomas Hitzlsperger, 30. Dezember 2020Ungeschminkt: Wir sind auf dem Weg, kaputtzumachen, was wir in den letzten zwölf Monaten er-reicht haben! Meine Kandidatur soll ein Ausweg aus dieser Lage sein.
Thomas Hitzlsperger, 30. Dezember 2020Der Präsident soll die Interessen des Vereins und der Mitglieder vertreten. Selbst wenn Hitz nicht in den AR geht, würde er als Präsident die Interessen des Vereins gegenüber der AG, dessen Vorstandsvorsitzender er ist, vertreten. Komplette Macht also, weil ja im AR dann Daimler quasi das Sagen hätte. Wir Mitglieder haben der Ausgliederung nur zugestimmt, weil wir dafür die Wahl zum Präsidenten bekommen haben, der unsere Interessen vertreten soll. Gegenüber der AG.
Christian Riethmüller, 30. Dezember 2020Ja, da geht es um deutlich mehr als nur Postengeschacher. Sollte das wirklich zugelassen werden, dann muss das mit allen uns Mitgliedern zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden. Ansonsten ist der VfB Geschichte und endgültig Spielzeug von Daimler.
Ron Merz, 31. Dezember 2021Hitzlsperger hat es jedenfalls geschafft, viele Anhänger des schwäbischen Traditionsklubs gegen sich aufzubringen. Am Mittwoch gab er in einem öffentlichen Brief seine Kandidatur als VfB-Präsident bekannt und diskreditierte Amtsinhaber Vogt in einer Art, die sonst eher aus sinistren Kreisen aus der Politik bekannt sind. Dieser sei indiskret, profilierungssüchtig und bedrohe die Existenz eines ganzen Vereins. Daher will nun Hitzlsperger selbst Präsident werden – neben seinem Job als Vorstandsvorsitzender. Der 38-Jährige arbeitet gleichsam an feudalen Strukturen beim VfB.
Insofern ist der Fall VfB Stuttgart auch interessant für den gesamten Bundesligabetrieb. Es geht mal wieder im Kern darum, wem der Fußball gehört: den Fans oder der Wirtschaft? Sollte Thomas Hitzlsperger am 18. März Präsident des VfB Stuttgart werden, wäre dies ein weiteres Zeichen für die Entfremdung des Bundesligafußballs von der Basis.
Jetzt kann es nur noch einen Ausweg geben. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hat sich disqualifiziert. Je schneller Hitzlsperger seine Bewerbung zurückzieht, umso weniger offene Briefe müssen wir in Zukunft schreiben. Es wäre ein Segen für den Fußball, den VfB und vor allem: für Thomas Hitzlsperger selbst.
Bernd Sautter, 4. Januar 2021Ich, nein wir, alle hatten es sicherlich nicht für möglich gehalten, dass sich ein Vorstandsmitglied eines Klubs gegenüber seinem Aufsichtsratsvorsitzenden öffentlich derart im Ton vergreift.
Man kann zu dem Eindruck kommen, dass es im und um den VfB Menschen/Personen gibt, die diese Aufklärung nicht wollen.
Persönliche Erklärung von Thomas Hitzlsperger
Liebe VfB Mitglieder, liebe Fans,
es tut mir aufrichtig leid, dass ich in meinem offenen Brief gegenüber Claus Vogt Worte gewählt habe, die nicht angemessen waren und ihn persönlich getroffen haben.
Mit dem Brief wollte ich unseren Mitgliedern, Fans und der Öffentlichkeit meine Motive für die Kandidatur offen und ausführlich begründen.
Dabei habe ich unterschätzt, welche Wucht dieser offene Brief besitzt und wie stark ich Claus Vogt damit persönlich angehe. Es liegt mir fern, ihn als Person zu verletzen. Ich habe mich im Ton vergriffen. Deshalb möchte ich hiermit, wie bereits am Montagabend in einer Aufsichtsratssitzung angekündigt, bei Claus Vogt um Entschuldigung bitten.
Auch wenn es Differenzen in der Sache gibt, sollten wir unter VfBlern jetzt und in Zukunft respektvoll miteinander umgehen.
Der VfB Stuttgart liefert in den letzten Jahren ausreichend Stoff für den Boulevard. Sportlich präsentiert sich der deutsche Meister von 2007 als Fahrstuhlmannschaft, die Gründe hierfür sind vielschichtig. Neben dem Platz bestimmte drei Jahre lang Wolfgang Dietrich die Schlagzeilen, der die Mitglieder des VfB Stuttgart einen wollte. Doch dies gelang dem häufig als „Spalter“ kritisierten Präsidenten nicht. Auch die Art und Weise der Ausgliederung einer AG hinterließ tiefe Gräben. Mit Claus Vogt wurde im Dezember 2019 ein Nachfolger gewählt, der es besser machen sollte. Auf den ersten Blick schien dies auch zu gelingen und der VfB sorgte vor allem auf dem Platz mit dem Bundesligaaufstieg für Schlagzeilen. Doch ein noch nicht aufgearbeiteter Datenskandal rund um die Ausgliederung und ein Frontalangriff des AG-Vorstandsvorsitzenden Thomas Hitzlsperger auf den Vereinspräsidenten Claus Vogt sorgen aktuell wieder für ordentlich Unruhe. Über die aktuelle Situation in Stuttgart sprachen wir im Podcast mit VfB-Fan Andreas Kirchner.
Am 19. Mai 2007 sehen die Zuschauer im bis zum Bersten gefüllten Gottlieb-Daimler-Stadion dann wiederum ein denkwürdiges Spiel. Der zu Beginn nervös agierende VfB gerät in der 19. Spielminute in Rückstand, doch Thomas Hitzlsperger gelingt nur acht Minuten später per Volleyabnahme der Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel köpft Sami Khedira den viel umjubelten Siegtreffer zum 2:1 für den VfB und sichert dem Verein die fünfte Deutsche Meisterschaft.
VfB-ChronikAndreas Kirchner (25) stammt aus Thüringen. Er war öfters in der Stadt, um Verwandte zu besuchen. das führte dazu, dass er an der Dualen Hochschule Sozialarbeit studierte, in Backnang (Rems-Murr-Kreis) als Sozialarbeiter tätig war – und zum in der Wolle gefärbten VfB-Fan wurde. Er hat nicht nur eine Dauerkarte für die Mercedes-Benz-Arena, sondern ist auch bei jedem Auswärtsspiel – bisher privat, nun in dienstlichem Auftrag.
Frank Rothfuss, Stuttgarter Zeitung, 28. Januar 2017Bis ins Jahr 2016 hinein kannte ich den VfB ausschließlich aus der Fanperspektive. Gemeinsam mit guten Freunden begleitete man den VfB durchs Land, bereiste im Rahmen von Europapokaltouren gelegentlich andere Länder und vor allem lernte man den tieferen Sinn des Wortes „Leidenschaft“ regelmäßig kennen.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020So wie wir auch schon im Jahr 2015 die Aufgabe gerne angenommen haben, uns für ein Projekt stark zu machen, was in den Vorjahren bereits mehrfach aufgegriffen wurde, letzten Endes im Haushalt aber nie mit einer Förderung bedacht wurde. Aber unverhofft kommt oft. Und so konnten wir im Vorfeld der Haushaltsberatungen 2016/2017 mit politischem Rückenwind das Thema „Fanprojekt Stuttgart“ letztlich erfolgreich platzieren. So wurde spät – für manche zu spät – mit Beschluss des Gemeinderats im Jahr 2017 schließlich das 58. Fanprojekt in Deutschland aus der Taufe gehoben. Womit aus heutiger Sicht der letzte weiße Fleck auf der Karte der Erstligisten getilgt ist.
VfB-Fanprojekt, Jahresbericht 2017/18Dass es bis zu dieser Zeit im großen Gegensatz zur flächendeckenden Situation im Rest der Republik in Stuttgart kein Fanprojekt gab, nahm ich zur Kenntnis. Heute muss ich sagen: Schade, dass die Landeshauptstadt bis zum Jahr 2017 ein weißer Fleck auf der Fanprojekte-Landkarte war!
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Gemeinsam mit Jörg den Standort aufzubauen und zu entwickeln war eine gewaltige Aufgabe, gewiss nicht immer leicht oder frei von Rückschlägen, aber stets reich an positiven Begegnungen, großartigen Momenten und abwechslungsreichen wie gewinnbringenden Gesprächen mit vielfältigen Anhängern und Freunden unseres VfB.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Ich erinnere mich gern zurück an die geselligen U18-Fahrten und Hoppingtouren, an spannende Projekte wie das „VfB-Lernzentrum“ im Neckarstadion und an die zahlreichen Veranstaltungen im VfB-Fanprojekt, mit denen es uns gelungen ist, gemeinsam mit vielen Unterstützer*innen das Fanprojekt als Treffpunkt der unterschiedlichsten VfB‘ler und Ort des kritischen Austauschs in unserer Stadt zu etablieren.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Das Ende der unfreiwillig verlängerten Saison 2019/20 ist leider zugleich auch mein Ende beim VfB-Fanprojekt. Nach vielen Jahren, in denen die Kesselstadt mein Zuhause, der VfB meine Leidenschaft und das VfB-Fanprojekt eine große und spannende Aufgabe gewesen ist, zieht es meine Familie und mich in die Ferne.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Aus der Ferne werde ich die weitere Entwicklung gespannt verfolgen und freue mich darüber hinaus – sofern sich die Gelegenheit ergibt – auf ein zukünftiges Wiedersehen mit den vielen bekannten Gesichtern im Rahmen von VfB-Spielen oder Fanprojekt-Veranstaltungen.
Andreas Kirchner, 7. Juli 2020Der Rücktritt von VfB-Präsident Bernd Wahler war unabdingbar. Der Verein benötigt eine Runderneuerung.
Stuttgarter Nachrichten, 15. Mai 2016Ein Vergleich mit 2013, als letztmals ein neuer VfB-Präsident ins Amt gehoben worden ist? Mitnichten. Damals, vor etwas über drei Jahren, stürmte Bernd Wahler auf die Bühne der Mitgliederversammlung, schrie der VfB-Familie das Wörtchen „Wow“ gleich mehrfach zu – weil diese sich so vereint wie selten gezeigt hat. Der ehemalige Adidas-Manager wurde mit über 97 Prozent der Stimmen gewählt.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Für seine Befürworter ist Wolfgang Dietrich ein tougher Macher mit Ecken und Kanten. Einer, der anders als sein Vorgänger Bernd Wahler, keinem Konflikt aus dem Wege geht. Ein Mann mit allerbesten Kontakten in Wirtschaft und Politik. Einer, der seit 42 Jahren Mitglied beim VfB Stuttgart ist und stolz auf seine dreistellige Mitgliedsnummer verweist. Einer, der ohne Kompromisse und mit Autorität den VfB Stuttgart endlich wieder in die Spur bringen kann. Ehrenamtlich versteht sich.
Sebastian Rose, 11Freunde, 12 Oktober 2016Für die anderen ist er ein Spalter, der im Auftrag des Aufsichtsrats die umstrittene Ausgliederung der Profiabteilung gegen jeden Widerstand durchboxen soll. Für sie ist Wolfgang Dietrich der Chef eines undurchsichtigen Firmenimperiums. Der Gründer und ehemalige Geschäftsführer der Quattrex Sports AG. Ein Unternehmen, das Darlehen an Fußballvereine vergibt – darunter auch einige Zweitliga-Konkurrenten des VfB Stuttgart. Wolfgang Dietrich legte im Mai dieses Jahres sein Amt als Quattrex-Aufsichtsratsvorsitzender nieder. Der Nachfolger: Sein Sohn Christoph. Viele sahen darin einen möglichen Interessenkonflikt.
Sebastian Rose, 11Freunde, 12 Oktober 2016Doch es gab auch wieder die lauten Rufe, die schon die gesamte Kandidatur des Unternehmers begleitet hatten: „Spalter!“ Dietrich blieb ruhig, schaute kurz zum Aufsichtsratsvorsitzenden Martin Schäfer, dann sagte er: „Ich nehme die Wahl an und danke für Ihr Vertrauen.“ Kurz zuvor hatten ihn 57,2 Prozent der anwesenden stimmberechtigten Mitglieder (2952) für vier Jahre ins Amt gewählt. „Ich verspreche“, ergänzte er noch, „Präsident auch derjenigen zu sein, die mich heute einen Spalter nennen.“
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Der Ruf nach Einigkeit: „Als zerrüttete VfB-Familie brauchen wir jemanden, der den Verein eint“, hatte noch vor der Wahl Benjamin Nagel die Kritik der Ultras an Dietrich begründet. Der neue Präsident versprach: „Ich werde ein Präsident auch derjenigen sein, die mich heute Spalter genannt haben.“ Ob er das schafft, wird sich frühestens in einem, spätestens in vier Jahren zeigen. Dann will er mehr Stimmen bei der Entlastung bekommen als am Sonntag bei seiner Wahl – und erreicht haben, „dass auch ihr da oben sagen könnt: So schlimm war er gar nicht“. Zur Seite steht ihm ein erweiterter Aufsichtsrat.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 9. Oktober 2016Worüber wird an diesem Donnerstag abgestimmt? Über nichts Geringeres als die Abspaltung der Fußballsparte (bis hinunter zur U 16) vom Hauptverein.
Was wären die Folgen? In erster Linie geht es ums Geld. Um viel Geld. 41,5 Millionen Euro würde der VfB von Ankerinvestor Daimler für 11,75 Prozent der Anteile erlösen – und zwar sofort. Insgesamt möchte Dietrich in den kommenden vier Jahren aber 100 Millionen Euro für 24,9 Prozent der Anteile erlösen. Im Idealfall an vier weitere Investoren, zum Beispiel die eng mit dem VfB verbandelten Unternehmen Kärcher und Würth.
Die VfB-Funktionäre haben traditionell so ihre Probleme mit der Mitbestimmung, was sich auch in der aktuellen Debatte um die Ausgliederung zeigt. Statt die Mitglieder mit Pro- und Contra-Argumenten sachlich zu informieren, setzt man lieber auf einseitige Meinungsmache, billige Wahlkampfslogans und materielle Anreize zur Teilnahme an der Mitgliederversammlung. Dieses Bild vermittelt nach jahrelangen Änderungen auch die e.V.-Satzung.
Wir sehen es als erwiesen an, dass jede Form der Ausgliederung dazu dient, die Möglichkeiten der Einflussnahme durch die VfB-Mitglieder zu reduzieren. Mit Blick auf die angestrebte Rechtsform ist dies sowohl vom Vorstand des VfB Stuttgart als auch von der Daimler AG beabsichtigt. Die Mitgliedschaft im Aufsichtsrat wird quasi erkauft und von Wahlen und Entlastungen unabhängig gemacht.
Je mehr Mitglieder erscheinen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich das Präsidium durchsetzt, vermuten Insider. Dietrich, ehemaliger Sprecher des Bahnprojekts Stuttgart 21, wirbt derweil auch mit dem Versprechen, dass jeder Anwesende am Donnerstag ein VfB-Fantrikot geschenkt bekommt.
Außerdem ist es die Art und Weise, wie die Ausgliederung vorangetrieben wird, woran sich die Ultras stören. “Warum präsentiert man nicht Vor- und Nachteile eines jeden Modells und lässt die Mitglieder dann auf Basis von Fakten entscheiden?”. Stattdessen tue man so, als sei jeder, der sich gegen die AG wende, gegen den sportlichen Erfolg, kritisiert das “Commando Cannstatt”.
Gerade seine Gruppe habe in der Vergangenheit immer wieder konstruktiv mitgearbeitet. Zuletzt hätten Fans, Mitglieder und Vorstand zusammen daran mitgewirkt, dass der Stadionumbau so vonstatten ging, dass alle Interessen berücksichtigt werden. “Was uns vor allem stört”, sagt er, “ist diese vorgegaukelte Alternativlosigkeit. So wird es am Donnerstag Sieger und Besiegte geben. Dabei hätte man zu einer Lösung kommen können, die dann alle mittragen.”
Mehr als 14 000 davon waren der Einladung in die Mercedes-Benz Arena gefolgt, um ihre Stimme bei der „wichtigsten Abstimmungsmöglichkeit für die Mitglieder, seit es den Verein gibt“ (Dietrich), abzugeben. Mehr Mitglieder waren zuvor noch nie bei einer Mitgliederversammlung des Vereins … entfielen 84,2 Prozent (7664 Stimmen) der gültigen Stimmen auf Ja, 15,8 Prozent (1455) auf Nein. 9099 Mitglieder beteiligten sich an der Wahl. Es gab 34 Enthaltungen.
Der Tagesspiegel, 2. Juni 2017Die Mitglieder stimmen über die Zukunft des umstrittenen Präsidenten Wolfgang Dietrich ab. Ein Antrag auf Abwahl steht auf der Tagesordnung. Die Argumente seiner Gegner sind komplexer. Dazu zählen etwa die Verpflichtung des im Februar abberufenen Michael Reschke als Sportvorstand oder Dietrichs Vergangenheit als Investor. Dietrich war lange am Unternehmen Quattrex beteiligt, das Fußballklubs Kredite gewährt. Das Brisante: Quattrex hatte laut „kicker“-Recherchen unter anderem Union Berlin und dem 1. FC Heidenheim Kredite gewährt – beide Klubs waren in der Saison 2016/17 Gegner des VfB in der zweiten Liga. Dietrich selbst bestätigte die Namen der Klubs zwar nie, räumt aber ein: „Wenn diese Klubs, mit denen die Quattrex vor meiner VfB-Zeit zusammengearbeitet hat, erfolgreich gewesen wären, dann hätte ich bis zum 31.12.2017 an deren Erträgen partizipiert.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14. Juli 2019Andererseits ging es um Dietrichs frühere geschäftlichen Unternehmungen, um den sportlichen Misserfolg, um die Art seiner Amtsführung, um die Investorensuche, um den Fall des aus dem Aufsichtsrat der AG zurückgetretenen Guido Buchwald und die Ära des Ex-Sportvorstands Michael Reschke – den Dietrich einst geholt hatte.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 14. Juli 2019Wegen streikender Technik muss die heikle Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart abgebrochen werden. Die Mitglieder sind sauer, der Club prüft Regressansprüche.
Stuttgarter Nachrichten, Dirk Preiß, 14. Juli 2019Wolfgang Dietrich ging, wie er geherrscht hat: unnachgiebig, unversöhnlich, unbelehrbar, uneinsichtig. Allein die Tatsache, dass der Stuttgarter Präsident seinen Rücktritt als Erstes per Facebook und damit die vereinseigenen Kanäle ignorierend verkündet hat, ist der letzte Federstrich für ein Selbstporträt eines Mannes, der vor allem sich selbst im Sinn hat. Auch in seinen letzten Worten schwingt keine glaubhaft wirkende Selbstkritik mit. Tenor: Ich habe mein Bestes versucht, schuld waren die anderen. Sein Abschied ist das Ende eines Selbstzerstörungsmodus, der den Verein in eine immer verheerendere Situation zu bringen drohte.
kicker, George Moissidis, 15. Juli 2019Vogt wurde vorab von einigen Medien als leichter Favorit bezeichnet und steht künftig auch an der Spitze des zehntgrößten Vereins (71.739 Mitglieder) in Deutschland. Vogt bekam 1327 Stimmen, Riethmüller 1029. Es waren überraschend wenig Mitglieder in die Schleyerhalle gekommen. Vogt ist bis Oktober 2020 gewählt.
Schwäbisches Tagblatt, 15. Dezember 2019Im Vorfeld der Mitgliederversammlung des VfB Stuttgart im Juni 2017 schickten leitende Mitarbeiter des Klubs nach kicker-Recherchen wiederholt Mitgliederdaten an Dritte. Der Bundesligist behauptet, dies sei vertraglich gedeckt gewesen – doch es gibt Zweifel an der Version des Klubs.
Benni Hofmann, kicker, 27. September 2020Laut einem Kicker-Bericht soll der Verein im Frühjahr 2016 eine Kooperation mit der PR-Agentur von Andreas Schlittenhardt geschlossen und darüber hinaus großes Potenzial in dessen Facebook-Seite „Fokus VfB“ erkannt haben. Per Mail sollen Telefonnummern, Mailadressen und Infos zur Teilnahme an vergangenen Versammlungen von Mitgliedern weitergeschickt worden sein. Ziel soll unter anderem gewesen sein, die – bei der Mitgliederversammlung 2017 dann tatsächlich mit klarer Mehrheit beschlossene – Ausgliederung der Profiabteilung voranzutreiben.
ZVW, Danny Galm, 2. Oktober 2020Die Datenaffäre beim VfB Stuttgart: Zwischen 2016 und 2018 sollen VfB-Mitarbeiter wiederholt Mitgliederdaten an Dritte weitergegeben haben. Auch im Vorfeld der Mitgliederversammlung im Sommer 2017, bei der die Ausgliederung der Profisparte in eine Aktiengesellschaft beschlossen wurde. Angeblich mittendrin: das VfB-Urgestein Oliver Schraft. Aktuell lässt der langjährige Pressesprecher und Kommunikationschef seine Aufgaben ruhen. Diese Datenaffäre wurde im Herbst 2020 publik. Präsident Claus Vogt beauftragte die externe Firma Esecon mit der Aufarbeitung und hatte die Aufklärung zur “Chefsache” erklärt. Mit einem Ergebnis wird in den kommenden Wochen gerechnet.
SWR, 11. Januar 2021Bis zum vergangenen Freitag, 18. Dezember, 24.00 Uhr, konnten sich VfB Mitglieder auf das Präsidentenamt beim VfB Stuttgart 1893 e.V. bewerben. Neben den Unterlagen des amtierenden Präsidenten Claus Vogt sind drei weitere Bewerbungen beim Vereinsbeirat eingegangen.
Vereinsbeirat, 21. Dezember 2020Die Fehler des VfB-Präsidenten: Bei den Fans ist er beliebt, vereinsintern gibt es Wirbel um ihn.
Ursula Vielberg, BILD, 10. Dezember 2020Ich finde, Claus Vogt hat im ersten Jahr seiner Präsidentschaft überzeugt. Das wichtigste Ziel hat er toll erfüllt: Die Fans identifizieren sich wieder mit dem Verein und mit ihrem Präsidenten, weil er volksnah ist, weil er verbindet, weil er moderiert, weil er uns Fans und Mitgliedern zuhört, weil er für uns da ist. Er hat Ruhe in den Verein gebracht. Ich durfte letzte Woche bei einem Zoom-Meeting von Claus Vogt mit einem Fanclub dabei sein, über 2 Stunden hat er sich für die Belange der Fans genommen, offen und ehrlich berichtet. Endlich, so denken viele Mitglieder und Fans, haben wir wieder einen Präsidenten, der sympathisch ist, und der sich um die Belange des größten Anteilseigners der AG, nämlich die Belange der Mitglieder kümmert.
Christian Riethmüller, 10. Dezember 2020Ein tiefer Riss geht durch unseren Club. Dieser Riss gefährdet alles, worauf wir zu Recht stolz sind. Anders als es einigen erscheint, verläuft dieser Riss nicht zwischen e.V. und AG – und nein, dieser Riss ist auch nicht „typisch VfB“. Der Riss verläuft zwischen unserem Präsidenten und Aufsichtsrats-vorsitzenden Claus Vogt auf der einen Seite und dem gesamten Vorstand der AG und zahlreichen Gremienmitgliedern aus Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf der anderen Seite. Dieser Zustand ist nun endgültig unzumutbar geworden.
Thomas Hitzlsperger, 30. Dezember 2020Ungeschminkt: Wir sind auf dem Weg, kaputtzumachen, was wir in den letzten zwölf Monaten er-reicht haben! Meine Kandidatur soll ein Ausweg aus dieser Lage sein.
Thomas Hitzlsperger, 30. Dezember 2020Der Präsident soll die Interessen des Vereins und der Mitglieder vertreten. Selbst wenn Hitz nicht in den AR geht, würde er als Präsident die Interessen des Vereins gegenüber der AG, dessen Vorstandsvorsitzender er ist, vertreten. Komplette Macht also, weil ja im AR dann Daimler quasi das Sagen hätte. Wir Mitglieder haben der Ausgliederung nur zugestimmt, weil wir dafür die Wahl zum Präsidenten bekommen haben, der unsere Interessen vertreten soll. Gegenüber der AG.
Christian Riethmüller, 30. Dezember 2020Ja, da geht es um deutlich mehr als nur Postengeschacher. Sollte das wirklich zugelassen werden, dann muss das mit allen uns Mitgliedern zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden. Ansonsten ist der VfB Geschichte und endgültig Spielzeug von Daimler.
Ron Merz, 31. Dezember 2021Hitzlsperger hat es jedenfalls geschafft, viele Anhänger des schwäbischen Traditionsklubs gegen sich aufzubringen. Am Mittwoch gab er in einem öffentlichen Brief seine Kandidatur als VfB-Präsident bekannt und diskreditierte Amtsinhaber Vogt in einer Art, die sonst eher aus sinistren Kreisen aus der Politik bekannt sind. Dieser sei indiskret, profilierungssüchtig und bedrohe die Existenz eines ganzen Vereins. Daher will nun Hitzlsperger selbst Präsident werden – neben seinem Job als Vorstandsvorsitzender. Der 38-Jährige arbeitet gleichsam an feudalen Strukturen beim VfB.
Insofern ist der Fall VfB Stuttgart auch interessant für den gesamten Bundesligabetrieb. Es geht mal wieder im Kern darum, wem der Fußball gehört: den Fans oder der Wirtschaft? Sollte Thomas Hitzlsperger am 18. März Präsident des VfB Stuttgart werden, wäre dies ein weiteres Zeichen für die Entfremdung des Bundesligafußballs von der Basis.
Jetzt kann es nur noch einen Ausweg geben. Der Träger des Bundesverdienstkreuzes hat sich disqualifiziert. Je schneller Hitzlsperger seine Bewerbung zurückzieht, umso weniger offene Briefe müssen wir in Zukunft schreiben. Es wäre ein Segen für den Fußball, den VfB und vor allem: für Thomas Hitzlsperger selbst.
Bernd Sautter, 4. Januar 2021Ich, nein wir, alle hatten es sicherlich nicht für möglich gehalten, dass sich ein Vorstandsmitglied eines Klubs gegenüber seinem Aufsichtsratsvorsitzenden öffentlich derart im Ton vergreift.
Man kann zu dem Eindruck kommen, dass es im und um den VfB Menschen/Personen gibt, die diese Aufklärung nicht wollen.
Persönliche Erklärung von Thomas Hitzlsperger
Liebe VfB Mitglieder, liebe Fans,
es tut mir aufrichtig leid, dass ich in meinem offenen Brief gegenüber Claus Vogt Worte gewählt habe, die nicht angemessen waren und ihn persönlich getroffen haben.
Mit dem Brief wollte ich unseren Mitgliedern, Fans und der Öffentlichkeit meine Motive für die Kandidatur offen und ausführlich begründen.
Dabei habe ich unterschätzt, welche Wucht dieser offene Brief besitzt und wie stark ich Claus Vogt damit persönlich angehe. Es liegt mir fern, ihn als Person zu verletzen. Ich habe mich im Ton vergriffen. Deshalb möchte ich hiermit, wie bereits am Montagabend in einer Aufsichtsratssitzung angekündigt, bei Claus Vogt um Entschuldigung bitten.
Auch wenn es Differenzen in der Sache gibt, sollten wir unter VfBlern jetzt und in Zukunft respektvoll miteinander umgehen.
Große Aufregung gab es im Frühjahr 2014 in Ostthüringen. Beim Fußball-Verbandsligist BSG Wismut Gera stand plötzlich ein Investor vor der Tür. Der vermeintliche Fußballexperte Erhard “Ziggy” Held wollte mit seinem in Gründung befindlichen Unternehmen BIG – Business in Gera – dem damals finanziell klammen und nur mit einer interimsmäßigen Führung ausgestatteten Traditionsverein unter die Arme greifen. Ein Beleg für Ernsthaftigkeit des Unterfangens sollte der Knallertransfer von Robin Vogtland sein. Der Rechtsverteidiger wechselte vom Regionalligisten SVN Zweibrücken nach Gera, zuvor war der 24-Jährige lange Zeit beim ehemaligen Bundesligisten und heutigen Regionalligisten FC Homburg aktiv. Entsprechend groß war die Freude in Gera, über 110 Zuschauer kamen zu einem eher unbedeutenden Testspiel, um den „Blondschopf“ spielen zu sehen. Doch nach wenigen Monaten war Schluss. Das große Business blieb aus und auch Robin Vogtland war so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war. Umso erstaunlich ist es, dass sich noch heute gern an das wilde Frühjahr 2014 und die Fußballhoffnung aus dem Westen erinnert wird. Robin Vogtland ist in der Zwischenzeit ein erfolgreicher Trainer bei den Sportfreunden Köllerbach, mit denen er 2019 fast in die Oberliga aufgestiegen wäre. Über die Herausforderungen des Trainerjobs, das wunderbare Saarland und die verrückte Zeit in Gera berichtet Robin im Podcast.
18. Februar 2011: Robin Vogtland geht es wieder gut
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/robin-vogtland-geht-es-wieder-gut_aid-786106
23. Dezember 2013: Trainer Rubeck bleibt bis Saisonende beim SVN Zweibrücken
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/trainer-rubeck-bleibt-bis-saisonende-beim-svn-zweibruecken_aid-954409
1. Februar 2014: Erfolgreicher Test für die Wismut-Elf
http://www.wismutgera.de/News/1246962416/1391344098/Wismut-FC-Zeitz-Test-01-02-14
3. Februar 2014: Einstand nach Maß
http://www.geraer-fussball.de/eznews.php?news=1181976861&nummer=1391455392
8. Februar 2014: Silbitz kontert Wismut-Elf eiskalt aus
http://www.wismutgera.de/News/1246962416/1391942898/Wismut-Silbitz-Crossen-Test-08-02-14
12. Februar 2014: Vogtlandfieber in Gera
https://podcast.brennpunkt-orange.de/_www2018/1954
1. März 2014: Spiel gedreht: SC 03 Weimar startet mit Sieg in die Rückrunde.
https://www.tlz.de/sport/fussball/thueringenliga/spiel-gedreht-sc-03-weimar-startet-mit-sieg-in-die-rueckrunde-id219910427.html
7. März 2014: Die Punkte sollen in Gera bleiben
https://www.otz.de/sport/punkte-sollen-in-bei-bsg-wismut-gera-bleiben-id219928953.html
17. März 2014: Investor will BSG Wismut Gera unterstützen
https://www.otz.de/sport/investor-will-bsg-wismut-gera-unterstuetzen-id219950927.html
17. Mai 2014: Heuschkel und Hartmann trafen für Gera
http://www.wismutgera.de/spielbericht.php?paarung=1373748788
8. Juni 2015: Ein klares Signal an die Konkurrenz: Fußball-Saarlandliga: Valentin Solovej und Robin Vogtland schließen sich den Sportfreunden Köllerbach an
https://www.saarzeitung.de/saarbruecken/puettlingen/Ein-klares-Signal-an-die-Konkurrenz-Fussball-Saarlandliga-Valentin-Solovej-und-Robin-Vogtland-schliessen-sich-den-Sportfreunden-Koellerbach-an,3055
13. Dezember 2018: Robin Vogtland wird Spvgg.-Trainer
http://www.spvgg-quierschied.de/?p=21035&fbclid=IwAR35EWyobZsxJGdQbF5w1pEzxbSnusBPOokxPqkHAX0ajfGtHeuvuEcKP4g
17. Januar 2020: Wichtige Personalentscheidungen für die kommende Saison
https://www.spvgg-quierschied.de/?p=23203
26. Februar 2020: Vogtland kehrt zu SF Köllerbach zurück
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/robin-vogtland-kehrt-von-spvgg-quierschied-zu-sf-koellerbach-zurueck_aid-49209273
Robin Vogtland
https://www.youtube.com/watch?v=dc8SDBnr1iA
Interviews SV Eintracht Trier – FC 08 Homburg
https://www.youtube.com/watch?v=u6ExHb_8HVM
Interview mit den Sportfreunden Köllerbach
https://www.youtube.com/watch?v=WaSn3W8PeF4
1987/88: Trikotverbot (LONDON) beim Heimspiel des FC Homburg gegen Waldhof Mannheim
https://www.youtube.com/watch?v=-2dN_sYvgw0
Große Aufregung gab es im Frühjahr 2014 in Ostthüringen. Beim Fußball-Verbandsligist BSG Wismut Gera stand plötzlich ein Investor vor der Tür. Der vermeintliche Fußballexperte Erhard “Ziggy” Held wollte mit seinem in Gründung befindlichen Unternehmen BIG – Business in Gera – dem damals finanziell klammen und nur mit einer interimsmäßigen Führung ausgestatteten Traditionsverein unter die Arme greifen. Ein Beleg für Ernsthaftigkeit des Unterfangens sollte der Knallertransfer von Robin Vogtland sein. Der Rechtsverteidiger wechselte vom Regionalligisten SVN Zweibrücken nach Gera, zuvor war der 24-Jährige lange Zeit beim ehemaligen Bundesligisten und heutigen Regionalligisten FC Homburg aktiv. Entsprechend groß war die Freude in Gera, über 110 Zuschauer kamen zu einem eher unbedeutenden Testspiel, um den „Blondschopf“ spielen zu sehen. Doch nach wenigen Monaten war Schluss. Das große Business blieb aus und auch Robin Vogtland war so schnell verschwunden, wie er aufgetaucht war. Umso erstaunlich ist es, dass sich noch heute gern an das wilde Frühjahr 2014 und die Fußballhoffnung aus dem Westen erinnert wird. Robin Vogtland ist in der Zwischenzeit ein erfolgreicher Trainer bei den Sportfreunden Köllerbach, mit denen er 2019 fast in die Oberliga aufgestiegen wäre. Über die Herausforderungen des Trainerjobs, das wunderbare Saarland und die verrückte Zeit in Gera berichtet Robin im Podcast.
18. Februar 2011: Robin Vogtland geht es wieder gut
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/robin-vogtland-geht-es-wieder-gut_aid-786106
23. Dezember 2013: Trainer Rubeck bleibt bis Saisonende beim SVN Zweibrücken
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/trainer-rubeck-bleibt-bis-saisonende-beim-svn-zweibruecken_aid-954409
1. Februar 2014: Erfolgreicher Test für die Wismut-Elf
http://www.wismutgera.de/News/1246962416/1391344098/Wismut-FC-Zeitz-Test-01-02-14
3. Februar 2014: Einstand nach Maß
http://www.geraer-fussball.de/eznews.php?news=1181976861&nummer=1391455392
8. Februar 2014: Silbitz kontert Wismut-Elf eiskalt aus
http://www.wismutgera.de/News/1246962416/1391942898/Wismut-Silbitz-Crossen-Test-08-02-14
12. Februar 2014: Vogtlandfieber in Gera
https://podcast.brennpunkt-orange.de/_www2018/1954
1. März 2014: Spiel gedreht: SC 03 Weimar startet mit Sieg in die Rückrunde.
https://www.tlz.de/sport/fussball/thueringenliga/spiel-gedreht-sc-03-weimar-startet-mit-sieg-in-die-rueckrunde-id219910427.html
7. März 2014: Die Punkte sollen in Gera bleiben
https://www.otz.de/sport/punkte-sollen-in-bei-bsg-wismut-gera-bleiben-id219928953.html
17. März 2014: Investor will BSG Wismut Gera unterstützen
https://www.otz.de/sport/investor-will-bsg-wismut-gera-unterstuetzen-id219950927.html
17. Mai 2014: Heuschkel und Hartmann trafen für Gera
http://www.wismutgera.de/spielbericht.php?paarung=1373748788
8. Juni 2015: Ein klares Signal an die Konkurrenz: Fußball-Saarlandliga: Valentin Solovej und Robin Vogtland schließen sich den Sportfreunden Köllerbach an
https://www.saarzeitung.de/saarbruecken/puettlingen/Ein-klares-Signal-an-die-Konkurrenz-Fussball-Saarlandliga-Valentin-Solovej-und-Robin-Vogtland-schliessen-sich-den-Sportfreunden-Koellerbach-an,3055
13. Dezember 2018: Robin Vogtland wird Spvgg.-Trainer
http://www.spvgg-quierschied.de/?p=21035&fbclid=IwAR35EWyobZsxJGdQbF5w1pEzxbSnusBPOokxPqkHAX0ajfGtHeuvuEcKP4g
17. Januar 2020: Wichtige Personalentscheidungen für die kommende Saison
https://www.spvgg-quierschied.de/?p=23203
26. Februar 2020: Vogtland kehrt zu SF Köllerbach zurück
https://www.saarbruecker-zeitung.de/sport/sz-sport/robin-vogtland-kehrt-von-spvgg-quierschied-zu-sf-koellerbach-zurueck_aid-49209273
Robin Vogtland
https://www.youtube.com/watch?v=dc8SDBnr1iA
Interviews SV Eintracht Trier – FC 08 Homburg
https://www.youtube.com/watch?v=u6ExHb_8HVM
Interview mit den Sportfreunden Köllerbach
https://www.youtube.com/watch?v=WaSn3W8PeF4
1987/88: Trikotverbot (LONDON) beim Heimspiel des FC Homburg gegen Waldhof Mannheim
https://www.youtube.com/watch?v=-2dN_sYvgw0
In der Wiege des Vogtlandes können die Verantwortlichen auf 111 Jahre Fußball-Geschichte zurückblicken. Gern erinnern sich die Anhänger des FC Thüringen Weida an den FDGB-Pokal-Triumph der BSG Fortschritt gegen den Ex-Europapokalsieger und FDGB-Pokal-Rekordsieger 1. FC Magdeburg im Oktober 1987. Mit Ex-Stürmer und Fußballikone Volker Wengler, der mit 446 Einsätzen Weidas Rekordspieler ist, reden wir im Podcast über die Erfolge des Weidaer Fußballs in der DDR-Liga aber auch den Neustart nach dem politischen Umbruch. Mit dabei ist auch der aktuelle Vizepräsident Nick Schubert, der seit im Mai 2020 mit Hendrik Pohland an der Spitze des Vereins steht. Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem der amtierende Präsident Rungen zurückgetreten war, weil Weidas Bürgermeister Heinz Hopfe der Vereinsspitze Inkompetenz vorwarf. Ganz offensichtlich war der Rücktritt eine Art „Knotenlöser“ für den Verein. In der Zwischenzeit konnten das Vereinsleben und die Öffentlichkeitsarbeit wahrnehmbar belebt werden. Über die Geschichte, die aktuelle Situation und die Perspektive des Weidaer Fußballs berichten Volker Wengler und Nick Schubert im Gästeblock.
Teilnahme Gauliga Mitte: 1936/37, 1937/38, 1938/39, 1939/40, 1940/41, 1941/42
Teilnahme DDR-Liga: 1976/77 bis 1981/82, 1983/84, 1987/88
Teilnahme II. DDR-Liga:1959
Teilnahme Bezirksliga Gera: 1952/53 bis 1958, 1982/83, 1984 bis 1987, 1988 bis 1990
Wir danken
19.11.2005 BSV Eintracht Sondershausen – FC Thüringen Weida 3:4
https://www.youtube.com/watch?v=waAKdiHIb1I
2009-04-19 Thüringenliga Fussball: SV Borsch 1925 – FC Thüringen Weida
https://www.youtube.com/watch?v=tMoEaXUnzAI
Weida nimmt Gera auf Schlacke einen Punkt ab
https://www.youtube.com/watch?v=10je8cAhC5A
In der Wiege des Vogtlandes können die Verantwortlichen auf 111 Jahre Fußball-Geschichte zurückblicken. Gern erinnern sich die Anhänger des FC Thüringen Weida an den FDGB-Pokal-Triumph der BSG Fortschritt gegen den Ex-Europapokalsieger und FDGB-Pokal-Rekordsieger 1. FC Magdeburg im Oktober 1987. Mit Ex-Stürmer und Fußballikone Volker Wengler, der mit 446 Einsätzen Weidas Rekordspieler ist, reden wir im Podcast über die Erfolge des Weidaer Fußballs in der DDR-Liga aber auch den Neustart nach dem politischen Umbruch. Mit dabei ist auch der aktuelle Vizepräsident Nick Schubert, der seit im Mai 2020 mit Hendrik Pohland an der Spitze des Vereins steht. Die Neuwahl war notwendig geworden, nachdem der amtierende Präsident Rungen zurückgetreten war, weil Weidas Bürgermeister Heinz Hopfe der Vereinsspitze Inkompetenz vorwarf. Ganz offensichtlich war der Rücktritt eine Art „Knotenlöser“ für den Verein. In der Zwischenzeit konnten das Vereinsleben und die Öffentlichkeitsarbeit wahrnehmbar belebt werden. Über die Geschichte, die aktuelle Situation und die Perspektive des Weidaer Fußballs berichten Volker Wengler und Nick Schubert im Gästeblock.
Teilnahme Gauliga Mitte: 1936/37, 1937/38, 1938/39, 1939/40, 1940/41, 1941/42
Teilnahme DDR-Liga: 1976/77 bis 1981/82, 1983/84, 1987/88
Teilnahme II. DDR-Liga:1959
Teilnahme Bezirksliga Gera: 1952/53 bis 1958, 1982/83, 1984 bis 1987, 1988 bis 1990
Wir danken
19.11.2005 BSV Eintracht Sondershausen – FC Thüringen Weida 3:4
https://www.youtube.com/watch?v=waAKdiHIb1I
2009-04-19 Thüringenliga Fussball: SV Borsch 1925 – FC Thüringen Weida
https://www.youtube.com/watch?v=tMoEaXUnzAI
Weida nimmt Gera auf Schlacke einen Punkt ab
https://www.youtube.com/watch?v=10je8cAhC5A
Die Autoren Bernd Beyer und Dietrich Schulze-Marmeling begleiten die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 kritisch. Die Kampagne „BOYCOTT QATAR“ setzt sich mit den Fehlentwicklungen im internationalen Fußball und bei der FIFA, die das WM-Turnier in ein Land wie Katar gebracht haben, auseinander. Auf der Internetseite www.boycott-qatar.de bündeln sie Kritik und Hintergründe zum geplanten Turnier 2022, ordnen Argumente und Beiträge ein und geben Gedankenansätze für den persönlichen Umgang mit dem Turnier.
Angesprochen sind die Anhänger des Fußballsports. Sie sind aufgerufen, dem Turnier so wenig Aufmerksamkeit zu schenken wie möglich. Sie sollen durch einen Boykott von Produkten der großen Fifa-Sponsoren dazu beitragen, dass das Engagement keinen Imagegewinn für die Konzerne darstellt. Aktuell ist die Initiative noch nicht zu einer Bewegung angewachsen. Doch eine zunehmende Anzahl von Medien berichten über den zunehmenden Protest gegen die Fifa-Veranstaltung. Über die Ziele der Initiative berichtet Bernd Beyer im Podcast.
Der Dammbruch
https://taz.de/Der-Dammbruch/!5731878/
Unter Ehrenmännern: Was aus den 22 Männern wurden, die für Katar 2022 stimmten
https://11freunde.de/artikel/unter-ehrenm%C3%A4nnern/2997562?fbclid=IwAR2Z2CwWX834KqKaY-4NNX8xTZNpsDWPD6pJfD-3LJPSqOboBFxosiLVW34
Fifa und die Klub-WM
https://www.sueddeutsche.de/sport/klub-wm-fifa-1.5099514-0
Wenn der Journalismus gefordert ist
https://jimdo-storage.global.ssl.fastly.net/file/cbd1c2ac-6f70-4a7a-b3a7-fe45b8b38303/Sportjournalist%20zu%20Katar.pdf
Regenbogenflaggen bei der WM 2020 Katars Selbstinszenierung ist heuchlerisch
https://m.tagesspiegel.de/sport/regenbogenflaggen-bei-der-wm-2020-katars-selbstinszenierung-ist-heuchlerisch/26709514.html
Warum Qatar in Europa mitspielen darf
https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/fussball-wm-qualifikation-warum-qatar-in-europa-mitspielen-darf-17094137.html
“Lex Katar”
https://www.werkstatt-verlag.de/node/682
Wir danken
“Beste WM aller Zeiten” in Katar? Vogts widerspricht Klinsmann | kicker.tv
https://www.youtube.com/results?search_query=katar+klinsmann
“nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn!”
https://www.youtube.com/watch?v=ZUPfm4zsVNQ
Die Autoren Bernd Beyer und Dietrich Schulze-Marmeling begleiten die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 kritisch. Die Kampagne „BOYCOTT QATAR“ setzt sich mit den Fehlentwicklungen im internationalen Fußball und bei der FIFA, die das WM-Turnier in ein Land wie Katar gebracht haben, auseinander. Auf der Internetseite www.boycott-qatar.de bündeln sie Kritik und Hintergründe zum geplanten Turnier 2022, ordnen Argumente und Beiträge ein und geben Gedankenansätze für den persönlichen Umgang mit dem Turnier.
Angesprochen sind die Anhänger des Fußballsports. Sie sind aufgerufen, dem Turnier so wenig Aufmerksamkeit zu schenken wie möglich. Sie sollen durch einen Boykott von Produkten der großen Fifa-Sponsoren dazu beitragen, dass das Engagement keinen Imagegewinn für die Konzerne darstellt. Aktuell ist die Initiative noch nicht zu einer Bewegung angewachsen. Doch eine zunehmende Anzahl von Medien berichten über den zunehmenden Protest gegen die Fifa-Veranstaltung. Über die Ziele der Initiative berichtet Bernd Beyer im Podcast.
Der Dammbruch
https://taz.de/Der-Dammbruch/!5731878/
Unter Ehrenmännern: Was aus den 22 Männern wurden, die für Katar 2022 stimmten
https://11freunde.de/artikel/unter-ehrenm%C3%A4nnern/2997562?fbclid=IwAR2Z2CwWX834KqKaY-4NNX8xTZNpsDWPD6pJfD-3LJPSqOboBFxosiLVW34
Fifa und die Klub-WM
https://www.sueddeutsche.de/sport/klub-wm-fifa-1.5099514-0
Wenn der Journalismus gefordert ist
https://jimdo-storage.global.ssl.fastly.net/file/cbd1c2ac-6f70-4a7a-b3a7-fe45b8b38303/Sportjournalist%20zu%20Katar.pdf
Regenbogenflaggen bei der WM 2020 Katars Selbstinszenierung ist heuchlerisch
https://m.tagesspiegel.de/sport/regenbogenflaggen-bei-der-wm-2020-katars-selbstinszenierung-ist-heuchlerisch/26709514.html
Warum Qatar in Europa mitspielen darf
https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/fussball-wm-qualifikation-warum-qatar-in-europa-mitspielen-darf-17094137.html
“Lex Katar”
https://www.werkstatt-verlag.de/node/682
Wir danken
“Beste WM aller Zeiten” in Katar? Vogts widerspricht Klinsmann | kicker.tv
https://www.youtube.com/results?search_query=katar+klinsmann
“nicht einen einzigen Sklaven in Katar g’sehn!”
https://www.youtube.com/watch?v=ZUPfm4zsVNQ
Die Entwicklung und breite Nutzung effektiver und sicherer COVID-19 – Impfstoffe wird als effektive und realistische Option angesehen, die aktuelle Corona- Pandemie zu einem Ende zu bringen bzw. SARS-CoV-2 – Infektionen zu kontrollieren.
Die Europäische Kommission hat im Dezember 2020 dem von den Unternehmen BioNTech und Pfizer entwickelten COVID-19-Impfstoff eine bedingte Zulassung erteilt. Die Zulassung beruht auf einer befürwortenden wissenschaftlichen Empfehlung, die sich auf eine gründliche Bewertung der Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität des Impfstoffs durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) stützt, und wurde von den Mitgliedstaaten gebilligt.
BNT162b2 ist ein sogenannter mRNA-basierter Impfstoff (mRNA = Messenger-Ribonukleinsäure). Die mRNA enthält den „Bauplan“ (Gen) für ein Eiweiß auf der Oberfläche des Coronavirus SARS-CoV-2. Durch die Impfung gelangt dieser Bauplan über winzige Fettpartikel (Fett-Nanokörperchen) in die Körperzellen. Sie stellen dann für eine kurze Zeit das Corona-Protein (S-Protein) her, es entstehen also keine vollständigen Viren. Dadurch wird das Immunsystem angeregt, Abwehrstoffe (Antikörper und T-Zellen) gegen das fremde Protein zu bilden. Wenn die geimpfte Person später in Kontakt mit diesem Coronavirus kommt, wird dieser schnell durch das Immunsystem erkannt und gezielt bekämpft.
Fragen zum Impfstoff und dem in Thüringen geplanten Verfahren beantworten wir in einer Sonderausgabe des Podcasts.
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