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  • #80 | Oberliga-Träumereien

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in der kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit noch unklar. Während die Vereine FSV 63 Luckenwalde, TV Askania Bernburg und VfL Hohenstein-Ernstthal die fünftklassige Liga verlassen, stehen im Moment nur die Vereine FC Rot-Weiß Erfurt und SV Blau-Weiß Zorbau als voraussichtliche Liganeulinge fest. Während mit dem SV Einheit Kamenz der Aufstiegskandidaten aus Sachsen seine Teilnahme abgesagt hat, ist die Situation in der Thüringer Verbandsliga schwierig. Der Spitzenreiter FC An der Fahner Höhe und die viertplatzierte BSG Wismut Gera haben gegenüber dem NOFV eine Meldung abgegeben. Ob allerdings überhaupt einer der beiden Verbandsligisten aus dem Freistaat aufsteigen darf und will, ist noch ungewiss. Doch allein die theoretische Möglichkeit sowie die voraussichtliche Liga-Zusammensetzung sorgen für wilde Träume. Mit BSG-Spieler Raphael Börner sowie den langjährigen Fans Calli und Remmidemmi wagen wir in der 80. Ausgabe des Podcasts einen Ausblick in die Saison 2020/21.

    Links und Informationen zum Podcast
    Corona
    Situation in Gera

    Stand vom 26. Mai 2020: positiv getestete Personen 226 (+6), genesene Personen 166 (+/- 0), verstorbene Personen: 11, aktive Fälle: 49 (+6)

    https://corona.thueringen.de/bulletin

    “Grundsätzlich verstehe ich Menschen, die sich Gedanken darüber machen: Was passiert gerade mit unserer Demokratie”, betonte Vonarb. “Ich verstehe aber zum jetzigen Zeitpunkt die Kritik in ihrer Massivität nicht mehr, angesichts der vielen Lockerungen, die es inzwischen gibt und die in den nächsten Tagen und Wochen weiter geplant sind.”

    https://www.sueddeutsche.de/politik/demonstrationen-gera-vonarb-beschraenkungen-in-der-corona-pandemie-waren-richtig-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200516-99-78590

    Situation bei der BSG Wismut Gera

    „… kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden. Den Anfang machten unsere D1-Junioren, welche mit ihrem Übungsleiter André Fischer ein vorbildliches Training absolvierten.“

    ++ DANKE ++Seit gestern kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden.Den Anfang machten unsere D1-Junioren,…

    Gepostet von BSG Wismut Gera e.V. am Montag, 25. Mai 2020
    Fußball in Thüringen

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/

    #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/79-hoffnung-auf-einen-dialog/

    Standpunkt des KFA Nordthüringen

    Grundsätzlich ergibt sich im KFA Nordthüringen nur noch wenig Vertrauen in die Arbeit des Jugendausschusses des Landes. Hier ist unbedingt Klarheit zu schaffen

    Grundsätzlich wird eine Fortführung der Saison einhellig befürwortet. Damit wird eine sportliche Lösung geschaffen, wie sie in Satzung und Ordnungen dargestellt ist.

    Damit wird für die laufende Saison ein sportlich fairer Abschluss geschaffen. Weiterhin bringt es Spielräume für zu erwartende weitere Störungen durch Corona oder andere Probleme.

    Alle berechtigten Bedenken müssen schnellstmöglich gesammelt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und vorgeschlagen werden, um Klarheit über die Art und Weise der Weiterführung zu schaffen.

    … muss endlich bei allen Beteiligten klar sein, dass Abstimmungen ohne eine grundlegend neue Ausgangslage nicht ständig wiederholt werden können, nur weil man unterlegen ist. Gefasste Beschlüsse sind durch alle umzusetzen, sonst erfolgt eine Schädigung des Ansehens des TFV.

    Sollte eine Entscheidung hinsichtlich eines Abbruches der Saison getroffen werden, kann es keine Auf- UND Absteiger geben. Entscheidungen am Grünen Tisch müssen vermieden werden.

    Zum Problem im Nachwuchsbereich: Eine Abtrennung der Saison im Nachwuchs von der restlichen Saison ist nirgendwo in Satzung und Ordnungen vorgesehen und technisch unmöglich. Ein Chaos in allen Bereichen des Spielbetriebes wäre die Folge.

    http://www.ntkfa.de/downloads/news/2020-05-22_StandpunktSaison2.pdf

    Oberliga
    Saison 2019/20
    Süd: Luckenwalde steigt auf

    „Die Saison wird nach dieser Variante am 30.06.2020 offiziell beendet. Bis dahin werden keine Meisterschaftsspiele mehr durchgeführt.“

    Die Abschlusstabelle wird mit Hilfe des berühmten „Quotienten“ ermittelt. Derzeit liegt der FSV auf dem 2. Tabellenplatz der Oberliga Süd des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) mit 41 Punkten aus 17 Spielen (Quotient: 2,4112). Spitzenreiter der Oberliga Süd ist die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit 43 Zählern aus 18 Punktspielen (Quotient: 2,3889). „Aufgrund der Aufstiegsregelung für Zweite Mannschaften (FC Carl Zeiss Jena II) und des großen Abstandes zum Drittplatzierten aus Rudolstadt wäre nach diesem Modell der FSV Luckenwalde in der kommenden Saison spielberechtigt für die Regionalliga.

    … es soll keine Absteiger aus der Oberliga geben.“

    Nord: Tebe?

    „Die Situation in der Staffel Nord stellt sich enger dar: TeBe Berlin (19 Spiele, 47 Punkte = Quotient 2,47) steht nur knapp vor dem Greifswalder FC (18 Spiele, 42 Punkte = Quotient 2,33). Doch nach Angaben beteiligter Vereine steht hier auch eine andere Lösung im Raum – etwa ein Ausspielen der Aufstiegsplätze unter den Vereinen, die Ambitionen auf die Regionalliga angemeldet hatten.“

    https://www.kicker.de/775502/artikel/oberliga_nofv_nord_sued_saison_soll_abgebrochen_werden

    Saison 2020/21
    Bischofswerda bleibt in der Regionalliga

    „Dementsprechend planen wir auch für die bevorstehende Spielzeit 2020/2021, in der Regionalliga Nordost anzutreten. Dies gilt sowohl für unsere 1. Männermannschaft als auch für unsere Frauenmannschaft. Voraussetzung ist selbstverständlich die Spielgenehmigung durch den NOFV. An der finanziellen Absicherung des Spielbetriebes für beide Vertretungen wird intensiv gearbeitet, auch wenn die Situation, bedingt durch die „Corona-Krise“, für unseren Verein eine große Herausforderung darstellt. Mit der Planung für die Regionalliga sind wir uns auch der hohen Verantwortung, die Regionalliga für die Oberlausitz im Männer- und Frauenfußball zu erhalten, bewusst.“

    https://www.bfv08.de/Planungssicherheit-fr-die-meisten-Vereine.1003-1.htm?z=index.htm

    Aufsteiger aus den Ländern?

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in einer kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit aufgrund der unklaren Situationen in den anderen Landesverbänden (Thüringen möchte die Saison sportlich beenden) und den Ligen (3. Liga und Regionalliga) oberhalb der Oberliga unklar.

    Sachsen-Anhalt: Bernburg will runter, Zorbau will rauf

    „So hat der bisherige Oberligist Askania Bernburg bereits bekundet, künftig in der Verbandsliga zu spielen. Bernburgs Platz wird wohl Zorbau einnehmen.“

    Zwar sind die Blau-Weißen bei Saisonabbruch nur Tabellenzweiter. Doch Primus Romonta Amsdorf hat keine Ambitionen, in die Oberliga aufzusteigen. Lediglich Zorbau und Einheit Wernigerode hatten bei einer Befragung Interesse gezeigt.

    https://www.mz-web.de/salzlandkreis-sport/-aufstieg-ohne-titel-nichts-wahres–fussballer-und-fans-hadern-mit-saisonabbruch-36717804

    Kamenz meldet aber steigt nicht auf

    Trainer Frank Rietschel: „Wir haben für die Oberliga gemeldet, aber das war vor der Corona-Pandemie. Unser Statement war immer, dass wir keinerlei finanzielle Risiko eingehen werden. Sportlich wollen wir Trainer sowie unsere Spieler unbedingt aufsteigen. Finanziell kann ich das aktuell nicht beurteilen. Eine Aussage dazu kann nur unser Präsident tätigen. Für die Mannschaft steht jetzt erst einmal die Frage, ob und wie es sportlich weitergeht.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/einheit-kamenz-trainer-frank-rietschel-meister-landesliga-sachsen-nofv-oberliga/

    Präsident Thorsten Edelmann: „Wir bleiben definitiv in der Landesliga. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, weil die Jungs bisher eine überragende Serie gespielt und elf Punkte Vorsprung auf den Zweiten haben. Aber wir müssen die rund 650 Mitglieder im Auge behalten und wissen auch, dass die Corona-Krise finanzielle Auswirkungen im Verein haben wird.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/sv-einheit-kamenz-prasident-thorsten-edelmann-bestatigt-aufstiegsverzicht/

    MDR: Rot-Weiß Erfurt plant für die Oberliga

    „Von der Regionalliga in die Oberliga, vom Steigerwaldstadion auf einen Sportplatz: Rot-Weiß Erfurt zieht ins Stadion an der Grubenstraße – nur wichtige Spiele sollen noch im Steigerwaldstadion ausgetragen werden.“

    „Für den Spielbetrieb in der Oberliga sucht der insolvente FC Rot-Weiß Erfurt einen Sponsor. Doch was passiert, wenn sich kein Geldgeber findet? Für diesen Fall soll es einen “Plan B” geben.“

    https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/trotz-weiterer-insolvenz-rot-weiss-erfurt-plant-fuer-die-oberliga-100.html

    Bewerbungen für Oberliga – Spieljahr 2020/21

    Für die Teilnahme am Spielbetrieb der Oberliga Saison 2020/21 haben u.a. folgende Vereine die Bewerbungsunterlagen fristgerecht eingereicht:

    FC Carl Zeiss Jena – FC Einheit Rudolstadt – FSV Martinroda – FSV Wacker 90 Nordhausen – FC Rot-Weiß Erfurt – FC An der Fahner Höhe (Thüringen) – BSG Wismut Gera (Thüringen)

    https://www.nofv-online.de/index.php/aktuelles-leser-114/bewerbungen-fuer-die-regionalliga-nordost-und-oberliga-spieljahr-2020-21.html

    Der Amateurfußball
    Persönliches Statement des Vorstandsvorsitzenden Peter Janeck

    Fußball ist das Spiel des Geldes – Eindrücke, die nachdenklich machen

    Eine Währung, mit der beim Sponsoring bezahlt wird, ist Reichweite überregional nach außen und professionell arbeitende Verantwortliche in einem Verein. Wer keine Reichweite in der Öffentlichkeit und in andere Regionen nachweisen kann wird in der Regel durch das Raster fallen.

    So eine Reichweite kann sich für jeden der Beteiligten positiv auswirken. Zum einen zeigt man sich als Verein selbst, zum anderen hat man durch eine geschickte Sponsoren-Integration die Chance, die generierte Reichweite seinen Partnern und Sponsoren als Sponsoring-Leistung anzubieten.

    Durch die Einstellung des sportlichen Lebens und die Schließung sämtlicher Sport, Spiel- und Freizeitanlagen in der derzeitigen Situation durch die Corona-Pandemie sind sämtliche Betätigungen eingestellt und deren finanzielle Einnahmemöglichkeiten sind schlagartig weggebrochen. Das gilt ebenso für den BSC Süd 05.

    Der Fußball von heute ist nicht mehr der, mit dem viele Fans aufgewachsen sind. Alles ist größer, bunter, lauter – und nicht zuletzt teurer. Sicherlich verdienen die Vereine mit den Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern und nicht zuletzt mit den Sponsoren Geld, doch für mich als BSC Süd Präsident hinterlässt ein anderer Gedanke und meine Erfahrungen aus vielen Treffen und Gesprächen einen faden Beigeschmack.

    Fußball und Sponsoring, das über viele Jahre eine erfolgreiche Verbindung für beide Seiten war, scheint heute nicht mehr so gesehen zu werden. In der Stadt Brandenburg sind große Investoren und sogar weltweit agierende Firmen seit vielen Jahren ansässig. Neue Firmen kommen immer wieder hinzu, welche Brandenburg als guten Wirtschaftsstandort sehen. Diese werden von der Stadt und deren Vertreter gefördert und erhalten Vorzüge, die sie gerne nutzen. Es werden viele Gelder gespart, Verbindungen und Bekanntschaften ausgenutzt, alle steuerliche Vorteile zum eigenen Zweck genutzt und gute Baugrundstücke erworben, auf denen riesige Firmen entstehen.

    Wenn ich nun als Vorstandsvorsitzender eines ansässigen Vereins an diese Firmen herantrete und Gespräche führe, sprechen sich all diese Firmen gegen ein größeres Engagement in einem Verein aus. Nur ausgewählte Großveranstaltungen werden in dieser Stadt finanzkräftig unterstützt. An die Türen dieser Firmen und Vertreter brauche ich nicht klopfen. Es ist müßig und anstrengend immer an geschlossenen Türen zu stehen. Eigennützigkeit steht dort vor sozialem Einsatz in der Stadt. Diese Dinge machen es mir schwer, an engagierte potenzielle Sponsoren heranzutreten, denn dadurch wird mir bewusst, jeder von Ihnen ist sich selbst der Nächste.

    Unser Sportplatz gehört der Firma ZF. Das heißt, dass wir fast sämtliche Investitionen eigenständig finanzieren müssen, da die Stadt nur kommunale Sportanlagen finanziell fördert oder auch wie den Sportplatz Wiesenweg oder das Quenz-Stadion selbst betreibt. An unseren Betriebskosten beteiligt sich ZF zumindest zur Hälfte. Doch das ist natürlich aus unserer Sicht viel zu wenig.

    Es ist schon länger abzusehen das es genau aus diesen Gründen nicht mehr richtig weitergeht. Es gibt keinen Erfolg mehr um jeden Preis. Hier muss ich mich mit dem Gedanken befassen, dann die Abmeldung der Männer aus der Oberliga zu vollziehen. Das heißt, dass es in Brandenburg keinen Verein mehr geben wird, der unsere Stadt überregional im hochwertigen Amateurfußball vertritt.

    Die Jugend rückt somit in den Vordergrund. Der BSC Süd 05 wird sich deshalb auf neue Beine stellen müssen. 115 Jahre nach seiner Vereinsgründung kann dann nur noch die Prämisse sein, die sportlichen Zielsetzungen neu auszurichten und mit der Abmeldung der Ersten Mannschaft vom aktiven Spielbetrieb der Oberliga ein selbstbewusstes Zeichen in die ganze Region zu setzen.

    Die Jugendarbeit, schon immer eine Domäne des Vereins, muss nun in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit rücken. Ich werde so dem „bezahlten Amateur-Fußball bis hin in die untersten Spielklassen“ eine klare Absage erteilen. Ich werde nichts schönreden und mache kein Geheimnis daraus, dass der regionale Fußball, den man den Zuschauern und Spielern in den letzten Jahren geboten hat, den Verein in den letzten Jahren finanziell gefordert und personell überfordert hat. Ich sehe unter den finanziellen Voraussetzungen, die der Verein derzeit hat, keinen Sinn darin, krampfhaft einem weiteren Bestehen der aktiven Mannschaft hinterher zu laufen und horrende Gehälter für Spieler zu zahlen. Diese sind in den letzten Jahren so in die Höhe gestiegen, dass ich persönlich nicht mehr gewillt bin, diese Gelder zu zahlen. Selbst in den untersten Spielklassen scheint es nur noch „mit Geld“ zu gehen, die emotionale Bindung an die Vereine scheint in vielen Fällen keine Rolle mehr zu spielen. Alle vorhandenen finanziellen und personellen Mittel wurden bisher dem untergeordnet und alles andere blieb oft außen vor. Wir müssen nun die verbliebenen Mittel bewusst wieder auf die Jugendarbeit konzentrieren. Jedes Kind muss künftig wieder in jeder Altersstufe die Möglichkeit haben, beim BSC Süd 05 Fußball spielen zu können. Es macht mich sehr traurig, dass diese guten Voraussetzungen unserer Plätze und Einrichtungen, die wir als Verein und ich als Präsident in den letzten Jahren geschaffen haben nicht mehr für den hochwertigen überregionalen Fußball genutzt werden können. Wir werden damit ein Ausbildungsverein für zukünftige gute Spieler sein, die dann nur noch in anderen Städten, Regionen, Vereinen und Ligen spielen werden.

    Eines möchte ich aber als sehr positiv hervorheben. Es gibt in unserer Stadt Brandenburg so viele kleine Firmen und Unterstützer, die seit vielen Jahren alles geben, was möglich ist, um unseren gemeinnützigen Sportverein, als auch freiberufliche Trainerinnen und Trainer, die diese Tätigkeit als ehrenamtliche Helfer unseres Vereins betreiben, mit zu tragen und zu unterstützen. Dafür gebührt all denen, die sich in diesen Zeiten für unseren Verein eingesetzt haben unser allergrößter Dank.

    In den 6 Jahren als Präsident des BSC Süd 05 habe ich in den letzten Jahren viel Kraft, Zeit, Anstrengungen und Geld in den Brandenburger Verein investiert. Wir hatten sportliche Entwicklungen nach oben und genauso nach unten landkreis- und regional. Ich habe immer versucht guten Fußballsport zu bieten und ehrgeizigen jungen Fußballern aus Brandenburg sowie der ganzen Region eine bestmögliche Plattform hierfür zu schenken. Das ein Rückzug aus dieser hochklassigen Amateurliga viele Schritte zurück bedeuten, ein Neuanfang über Jahre hinweg sehr schwer werden wird, ist mir selbst und allen hier bewusst.

    Demnach kann es nur einen Weg geben. Zurück zum authentischen Fußball und volle Konzentration auf die Jugend. Bei seinem Umbruch möchte ich dem BSC Süd 05 und allen Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren und Förderern der letzten Jahren DANKEN.

    Bisher war es immer mein Anspruch mit unserem Verein erfolgreich zu sein und höhere Ziele anzustreben. Aus diesem Bewusstsein heraus habe ich bis heute trotz aller Anstrengungen und Widrigkeiten meine ganze Kraft in die Sache gesteckt, den Verein weiterzuentwickeln. In vielen kleineren Städten und deren Vereinen ist die Hilfsbereitschaft und der Einsatz von Sponsoren um vieles höher.

    Das geringe Engagement von vielen Firmen in Brandenburg hat vor allem dazu geführt, meine zukünftige Führungsverantwortung im Verein nicht mehr weiterzuführen, denn dies entspricht nicht dem Anspruch an mich selbst und dem Verständnis für Anerkennung.

    Es muss etwas geändert werden, damit es weiter gehen kann!

    Peter Janeck (Vorstandsvorsitzender BSC Süd 05 e.V.)

    Süd Feuer!

    https://www.bsc-sued-05-fussball.de/reader-nachrichten-verein/persoenliches-statement-des-vorstandsvorsitzenden-peter-janeck.html

    BSG: Präsident Frank Neuhaus bezieht Stellung

    Frank Neuhaus: „Wenn schon die Vereine mitentscheiden sollen wie es weitergeht, muss man ihnen auch die dafür nötige Zeit zur Entscheidungsfindung lassen. So völlig überstürzt und kopflos zeigt uns eigentlich die Misere im Amateurbereich! Ich hätte mir prinzipiell jetzt, in der Fußballfreien Zeit durch Corona, wo wirklich viel Zeit für alle Akteure auf und neben dem Platz ist eine Diskussion über die Werte und dessen Umsetzung im Amateurbereich gewünscht. Hier haben wir eine große Chance vertan um eventuell über Neuausrichtungen nachzudenken. Wie z.B. Obergrenzen bei Aufwandsentschädigungen und Amateurverträgen in den verschiedenen Spielklassen der Oberliga, Thüringenliga usw.“

    http://www.wismutgera.de/eznews.php?news=1246962416&nummer=1588873935

    1 hr 4 min
  • Oberliga-Träumereien

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in der kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit noch unklar. Während die Vereine FSV 63 Luckenwalde, TV Askania Bernburg und VfL Hohenstein-Ernstthal die fünftklassige Liga verlassen, stehen im Moment nur die Vereine FC Rot-Weiß Erfurt und SV Blau-Weiß Zorbau als voraussichtliche Liganeulinge fest. Während mit dem SV Einheit Kamenz der Aufstiegskandidaten aus Sachsen seine Teilnahme abgesagt hat, ist die Situation in der Thüringer Verbandsliga schwierig. Der Spitzenreiter FC An der Fahner Höhe und die viertplatzierte BSG Wismut Gera haben gegenüber dem NOFV eine Meldung abgegeben. Ob allerdings überhaupt einer der beiden Verbandsligisten aus dem Freistaat aufsteigen darf und will, ist noch ungewiss. Doch allein die theoretische Möglichkeit sowie die voraussichtliche Liga-Zusammensetzung sorgen für wilde Träume. Mit BSG-Spieler Raphael Börner sowie den langjährigen Fans Calli und Remmidemmi wagen wir in der 80. Ausgabe des Podcasts einen Ausblick in die Saison 2020/21.

    Links und Informationen zum Podcast
    Corona
    Situation in Gera

    Stand vom 26. Mai 2020: positiv getestete Personen 226 (+6), genesene Personen 166 (+/- 0), verstorbene Personen: 11, aktive Fälle: 49 (+6)

    https://corona.thueringen.de/bulletin

    “Grundsätzlich verstehe ich Menschen, die sich Gedanken darüber machen: Was passiert gerade mit unserer Demokratie”, betonte Vonarb. “Ich verstehe aber zum jetzigen Zeitpunkt die Kritik in ihrer Massivität nicht mehr, angesichts der vielen Lockerungen, die es inzwischen gibt und die in den nächsten Tagen und Wochen weiter geplant sind.”

    https://www.sueddeutsche.de/politik/demonstrationen-gera-vonarb-beschraenkungen-in-der-corona-pandemie-waren-richtig-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200516-99-78590

    Situation bei der BSG Wismut Gera

    „… kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden. Den Anfang machten unsere D1-Junioren, welche mit ihrem Übungsleiter André Fischer ein vorbildliches Training absolvierten.“

    ++ DANKE ++Seit gestern kann unter strengen Auflagen wieder trainiert werden.Den Anfang machten unsere D1-Junioren,…

    Gepostet von BSG Wismut Gera e.V. am Montag, 25. Mai 2020
    Fußball in Thüringen

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/

    #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    https://podcast.brennpunkt-orange.de/79-hoffnung-auf-einen-dialog/

    Standpunkt des KFA Nordthüringen

    Grundsätzlich ergibt sich im KFA Nordthüringen nur noch wenig Vertrauen in die Arbeit des Jugendausschusses des Landes. Hier ist unbedingt Klarheit zu schaffen

    Grundsätzlich wird eine Fortführung der Saison einhellig befürwortet. Damit wird eine sportliche Lösung geschaffen, wie sie in Satzung und Ordnungen dargestellt ist.

    Damit wird für die laufende Saison ein sportlich fairer Abschluss geschaffen. Weiterhin bringt es Spielräume für zu erwartende weitere Störungen durch Corona oder andere Probleme.

    Alle berechtigten Bedenken müssen schnellstmöglich gesammelt und Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und vorgeschlagen werden, um Klarheit über die Art und Weise der Weiterführung zu schaffen.

    … muss endlich bei allen Beteiligten klar sein, dass Abstimmungen ohne eine grundlegend neue Ausgangslage nicht ständig wiederholt werden können, nur weil man unterlegen ist. Gefasste Beschlüsse sind durch alle umzusetzen, sonst erfolgt eine Schädigung des Ansehens des TFV.

    Sollte eine Entscheidung hinsichtlich eines Abbruches der Saison getroffen werden, kann es keine Auf- UND Absteiger geben. Entscheidungen am Grünen Tisch müssen vermieden werden.

    Zum Problem im Nachwuchsbereich: Eine Abtrennung der Saison im Nachwuchs von der restlichen Saison ist nirgendwo in Satzung und Ordnungen vorgesehen und technisch unmöglich. Ein Chaos in allen Bereichen des Spielbetriebes wäre die Folge.

    http://www.ntkfa.de/downloads/news/2020-05-22_StandpunktSaison2.pdf

    Oberliga
    Saison 2019/20
    Süd: Luckenwalde steigt auf

    „Die Saison wird nach dieser Variante am 30.06.2020 offiziell beendet. Bis dahin werden keine Meisterschaftsspiele mehr durchgeführt.“

    Die Abschlusstabelle wird mit Hilfe des berühmten „Quotienten“ ermittelt. Derzeit liegt der FSV auf dem 2. Tabellenplatz der Oberliga Süd des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) mit 41 Punkten aus 17 Spielen (Quotient: 2,4112). Spitzenreiter der Oberliga Süd ist die zweite Mannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit 43 Zählern aus 18 Punktspielen (Quotient: 2,3889). „Aufgrund der Aufstiegsregelung für Zweite Mannschaften (FC Carl Zeiss Jena II) und des großen Abstandes zum Drittplatzierten aus Rudolstadt wäre nach diesem Modell der FSV Luckenwalde in der kommenden Saison spielberechtigt für die Regionalliga.

    … es soll keine Absteiger aus der Oberliga geben.“

    Nord: Tebe?

    „Die Situation in der Staffel Nord stellt sich enger dar: TeBe Berlin (19 Spiele, 47 Punkte = Quotient 2,47) steht nur knapp vor dem Greifswalder FC (18 Spiele, 42 Punkte = Quotient 2,33). Doch nach Angaben beteiligter Vereine steht hier auch eine andere Lösung im Raum – etwa ein Ausspielen der Aufstiegsplätze unter den Vereinen, die Ambitionen auf die Regionalliga angemeldet hatten.“

    https://www.kicker.de/775502/artikel/oberliga_nofv_nord_sued_saison_soll_abgebrochen_werden

    Saison 2020/21
    Bischofswerda bleibt in der Regionalliga

    „Dementsprechend planen wir auch für die bevorstehende Spielzeit 2020/2021, in der Regionalliga Nordost anzutreten. Dies gilt sowohl für unsere 1. Männermannschaft als auch für unsere Frauenmannschaft. Voraussetzung ist selbstverständlich die Spielgenehmigung durch den NOFV. An der finanziellen Absicherung des Spielbetriebes für beide Vertretungen wird intensiv gearbeitet, auch wenn die Situation, bedingt durch die „Corona-Krise“, für unseren Verein eine große Herausforderung darstellt. Mit der Planung für die Regionalliga sind wir uns auch der hohen Verantwortung, die Regionalliga für die Oberlausitz im Männer- und Frauenfußball zu erhalten, bewusst.“

    https://www.bfv08.de/Planungssicherheit-fr-die-meisten-Vereine.1003-1.htm?z=index.htm

    Aufsteiger aus den Ländern?

    In welcher Konstellation sich die Oberliga in einer kommenden Saison zusammensetzt, ist derzeit aufgrund der unklaren Situationen in den anderen Landesverbänden (Thüringen möchte die Saison sportlich beenden) und den Ligen (3. Liga und Regionalliga) oberhalb der Oberliga unklar.

    Sachsen-Anhalt: Bernburg will runter, Zorbau will rauf

    „So hat der bisherige Oberligist Askania Bernburg bereits bekundet, künftig in der Verbandsliga zu spielen. Bernburgs Platz wird wohl Zorbau einnehmen.“

    Zwar sind die Blau-Weißen bei Saisonabbruch nur Tabellenzweiter. Doch Primus Romonta Amsdorf hat keine Ambitionen, in die Oberliga aufzusteigen. Lediglich Zorbau und Einheit Wernigerode hatten bei einer Befragung Interesse gezeigt.

    https://www.mz-web.de/salzlandkreis-sport/-aufstieg-ohne-titel-nichts-wahres–fussballer-und-fans-hadern-mit-saisonabbruch-36717804

    Kamenz meldet aber steigt nicht auf

    Trainer Frank Rietschel: „Wir haben für die Oberliga gemeldet, aber das war vor der Corona-Pandemie. Unser Statement war immer, dass wir keinerlei finanzielle Risiko eingehen werden. Sportlich wollen wir Trainer sowie unsere Spieler unbedingt aufsteigen. Finanziell kann ich das aktuell nicht beurteilen. Eine Aussage dazu kann nur unser Präsident tätigen. Für die Mannschaft steht jetzt erst einmal die Frage, ob und wie es sportlich weitergeht.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/einheit-kamenz-trainer-frank-rietschel-meister-landesliga-sachsen-nofv-oberliga/

    Präsident Thorsten Edelmann: „Wir bleiben definitiv in der Landesliga. Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, weil die Jungs bisher eine überragende Serie gespielt und elf Punkte Vorsprung auf den Zweiten haben. Aber wir müssen die rund 650 Mitglieder im Auge behalten und wissen auch, dass die Corona-Krise finanzielle Auswirkungen im Verein haben wird.“

    https://www.sportbuzzer.de/artikel/sv-einheit-kamenz-prasident-thorsten-edelmann-bestatigt-aufstiegsverzicht/

    MDR: Rot-Weiß Erfurt plant für die Oberliga

    „Von der Regionalliga in die Oberliga, vom Steigerwaldstadion auf einen Sportplatz: Rot-Weiß Erfurt zieht ins Stadion an der Grubenstraße – nur wichtige Spiele sollen noch im Steigerwaldstadion ausgetragen werden.“

    „Für den Spielbetrieb in der Oberliga sucht der insolvente FC Rot-Weiß Erfurt einen Sponsor. Doch was passiert, wenn sich kein Geldgeber findet? Für diesen Fall soll es einen “Plan B” geben.“

    https://www.mdr.de/sport/fussball_rl/trotz-weiterer-insolvenz-rot-weiss-erfurt-plant-fuer-die-oberliga-100.html

    Bewerbungen für Oberliga – Spieljahr 2020/21

    Für die Teilnahme am Spielbetrieb der Oberliga Saison 2020/21 haben u.a. folgende Vereine die Bewerbungsunterlagen fristgerecht eingereicht:

    FC Carl Zeiss Jena – FC Einheit Rudolstadt – FSV Martinroda – FSV Wacker 90 Nordhausen – FC Rot-Weiß Erfurt – FC An der Fahner Höhe (Thüringen) – BSG Wismut Gera (Thüringen)

    https://www.nofv-online.de/index.php/aktuelles-leser-114/bewerbungen-fuer-die-regionalliga-nordost-und-oberliga-spieljahr-2020-21.html

    Der Amateurfußball
    Persönliches Statement des Vorstandsvorsitzenden Peter Janeck

    Fußball ist das Spiel des Geldes – Eindrücke, die nachdenklich machen

    Eine Währung, mit der beim Sponsoring bezahlt wird, ist Reichweite überregional nach außen und professionell arbeitende Verantwortliche in einem Verein. Wer keine Reichweite in der Öffentlichkeit und in andere Regionen nachweisen kann wird in der Regel durch das Raster fallen.

    So eine Reichweite kann sich für jeden der Beteiligten positiv auswirken. Zum einen zeigt man sich als Verein selbst, zum anderen hat man durch eine geschickte Sponsoren-Integration die Chance, die generierte Reichweite seinen Partnern und Sponsoren als Sponsoring-Leistung anzubieten.

    Durch die Einstellung des sportlichen Lebens und die Schließung sämtlicher Sport, Spiel- und Freizeitanlagen in der derzeitigen Situation durch die Corona-Pandemie sind sämtliche Betätigungen eingestellt und deren finanzielle Einnahmemöglichkeiten sind schlagartig weggebrochen. Das gilt ebenso für den BSC Süd 05.

    Der Fußball von heute ist nicht mehr der, mit dem viele Fans aufgewachsen sind. Alles ist größer, bunter, lauter – und nicht zuletzt teurer. Sicherlich verdienen die Vereine mit den Mitgliedsbeiträgen, Eintrittsgeldern und nicht zuletzt mit den Sponsoren Geld, doch für mich als BSC Süd Präsident hinterlässt ein anderer Gedanke und meine Erfahrungen aus vielen Treffen und Gesprächen einen faden Beigeschmack.

    Fußball und Sponsoring, das über viele Jahre eine erfolgreiche Verbindung für beide Seiten war, scheint heute nicht mehr so gesehen zu werden. In der Stadt Brandenburg sind große Investoren und sogar weltweit agierende Firmen seit vielen Jahren ansässig. Neue Firmen kommen immer wieder hinzu, welche Brandenburg als guten Wirtschaftsstandort sehen. Diese werden von der Stadt und deren Vertreter gefördert und erhalten Vorzüge, die sie gerne nutzen. Es werden viele Gelder gespart, Verbindungen und Bekanntschaften ausgenutzt, alle steuerliche Vorteile zum eigenen Zweck genutzt und gute Baugrundstücke erworben, auf denen riesige Firmen entstehen.

    Wenn ich nun als Vorstandsvorsitzender eines ansässigen Vereins an diese Firmen herantrete und Gespräche führe, sprechen sich all diese Firmen gegen ein größeres Engagement in einem Verein aus. Nur ausgewählte Großveranstaltungen werden in dieser Stadt finanzkräftig unterstützt. An die Türen dieser Firmen und Vertreter brauche ich nicht klopfen. Es ist müßig und anstrengend immer an geschlossenen Türen zu stehen. Eigennützigkeit steht dort vor sozialem Einsatz in der Stadt. Diese Dinge machen es mir schwer, an engagierte potenzielle Sponsoren heranzutreten, denn dadurch wird mir bewusst, jeder von Ihnen ist sich selbst der Nächste.

    Unser Sportplatz gehört der Firma ZF. Das heißt, dass wir fast sämtliche Investitionen eigenständig finanzieren müssen, da die Stadt nur kommunale Sportanlagen finanziell fördert oder auch wie den Sportplatz Wiesenweg oder das Quenz-Stadion selbst betreibt. An unseren Betriebskosten beteiligt sich ZF zumindest zur Hälfte. Doch das ist natürlich aus unserer Sicht viel zu wenig.

    Es ist schon länger abzusehen das es genau aus diesen Gründen nicht mehr richtig weitergeht. Es gibt keinen Erfolg mehr um jeden Preis. Hier muss ich mich mit dem Gedanken befassen, dann die Abmeldung der Männer aus der Oberliga zu vollziehen. Das heißt, dass es in Brandenburg keinen Verein mehr geben wird, der unsere Stadt überregional im hochwertigen Amateurfußball vertritt.

    Die Jugend rückt somit in den Vordergrund. Der BSC Süd 05 wird sich deshalb auf neue Beine stellen müssen. 115 Jahre nach seiner Vereinsgründung kann dann nur noch die Prämisse sein, die sportlichen Zielsetzungen neu auszurichten und mit der Abmeldung der Ersten Mannschaft vom aktiven Spielbetrieb der Oberliga ein selbstbewusstes Zeichen in die ganze Region zu setzen.

    Die Jugendarbeit, schon immer eine Domäne des Vereins, muss nun in den Mittelpunkt der Vereinsarbeit rücken. Ich werde so dem „bezahlten Amateur-Fußball bis hin in die untersten Spielklassen“ eine klare Absage erteilen. Ich werde nichts schönreden und mache kein Geheimnis daraus, dass der regionale Fußball, den man den Zuschauern und Spielern in den letzten Jahren geboten hat, den Verein in den letzten Jahren finanziell gefordert und personell überfordert hat. Ich sehe unter den finanziellen Voraussetzungen, die der Verein derzeit hat, keinen Sinn darin, krampfhaft einem weiteren Bestehen der aktiven Mannschaft hinterher zu laufen und horrende Gehälter für Spieler zu zahlen. Diese sind in den letzten Jahren so in die Höhe gestiegen, dass ich persönlich nicht mehr gewillt bin, diese Gelder zu zahlen. Selbst in den untersten Spielklassen scheint es nur noch „mit Geld“ zu gehen, die emotionale Bindung an die Vereine scheint in vielen Fällen keine Rolle mehr zu spielen. Alle vorhandenen finanziellen und personellen Mittel wurden bisher dem untergeordnet und alles andere blieb oft außen vor. Wir müssen nun die verbliebenen Mittel bewusst wieder auf die Jugendarbeit konzentrieren. Jedes Kind muss künftig wieder in jeder Altersstufe die Möglichkeit haben, beim BSC Süd 05 Fußball spielen zu können. Es macht mich sehr traurig, dass diese guten Voraussetzungen unserer Plätze und Einrichtungen, die wir als Verein und ich als Präsident in den letzten Jahren geschaffen haben nicht mehr für den hochwertigen überregionalen Fußball genutzt werden können. Wir werden damit ein Ausbildungsverein für zukünftige gute Spieler sein, die dann nur noch in anderen Städten, Regionen, Vereinen und Ligen spielen werden.

    Eines möchte ich aber als sehr positiv hervorheben. Es gibt in unserer Stadt Brandenburg so viele kleine Firmen und Unterstützer, die seit vielen Jahren alles geben, was möglich ist, um unseren gemeinnützigen Sportverein, als auch freiberufliche Trainerinnen und Trainer, die diese Tätigkeit als ehrenamtliche Helfer unseres Vereins betreiben, mit zu tragen und zu unterstützen. Dafür gebührt all denen, die sich in diesen Zeiten für unseren Verein eingesetzt haben unser allergrößter Dank.

    In den 6 Jahren als Präsident des BSC Süd 05 habe ich in den letzten Jahren viel Kraft, Zeit, Anstrengungen und Geld in den Brandenburger Verein investiert. Wir hatten sportliche Entwicklungen nach oben und genauso nach unten landkreis- und regional. Ich habe immer versucht guten Fußballsport zu bieten und ehrgeizigen jungen Fußballern aus Brandenburg sowie der ganzen Region eine bestmögliche Plattform hierfür zu schenken. Das ein Rückzug aus dieser hochklassigen Amateurliga viele Schritte zurück bedeuten, ein Neuanfang über Jahre hinweg sehr schwer werden wird, ist mir selbst und allen hier bewusst.

    Demnach kann es nur einen Weg geben. Zurück zum authentischen Fußball und volle Konzentration auf die Jugend. Bei seinem Umbruch möchte ich dem BSC Süd 05 und allen Mitgliedern, ehrenamtlichen Helfern und Sponsoren und Förderern der letzten Jahren DANKEN.

    Bisher war es immer mein Anspruch mit unserem Verein erfolgreich zu sein und höhere Ziele anzustreben. Aus diesem Bewusstsein heraus habe ich bis heute trotz aller Anstrengungen und Widrigkeiten meine ganze Kraft in die Sache gesteckt, den Verein weiterzuentwickeln. In vielen kleineren Städten und deren Vereinen ist die Hilfsbereitschaft und der Einsatz von Sponsoren um vieles höher.

    Das geringe Engagement von vielen Firmen in Brandenburg hat vor allem dazu geführt, meine zukünftige Führungsverantwortung im Verein nicht mehr weiterzuführen, denn dies entspricht nicht dem Anspruch an mich selbst und dem Verständnis für Anerkennung.

    Es muss etwas geändert werden, damit es weiter gehen kann!

    Peter Janeck (Vorstandsvorsitzender BSC Süd 05 e.V.)

    Süd Feuer!

    https://www.bsc-sued-05-fussball.de/reader-nachrichten-verein/persoenliches-statement-des-vorstandsvorsitzenden-peter-janeck.html

    BSG: Präsident Frank Neuhaus bezieht Stellung

    Frank Neuhaus: „Wenn schon die Vereine mitentscheiden sollen wie es weitergeht, muss man ihnen auch die dafür nötige Zeit zur Entscheidungsfindung lassen. So völlig überstürzt und kopflos zeigt uns eigentlich die Misere im Amateurbereich! Ich hätte mir prinzipiell jetzt, in der Fußballfreien Zeit durch Corona, wo wirklich viel Zeit für alle Akteure auf und neben dem Platz ist eine Diskussion über die Werte und dessen Umsetzung im Amateurbereich gewünscht. Hier haben wir eine große Chance vertan um eventuell über Neuausrichtungen nachzudenken. Wie z.B. Obergrenzen bei Aufwandsentschädigungen und Amateurverträgen in den verschiedenen Spielklassen der Oberliga, Thüringenliga usw.“

    http://www.wismutgera.de/eznews.php?news=1246962416&nummer=1588873935



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    1 hr 4 min
  • Die TFV-Entscheidung in der Diskussion

    Historisches passiert derzeit im Thüringer Fußball. Der Beschluss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die Saison 2019/2020 nach dem Sommer fortzuführen, verursacht heftigen Widerstand. Erstmals gibt es eine Online-Petition mit der Forderung die Saison abzubrechen und diese stößt mit über 2220 Unterschriften auf breite Zustimmung. Die aktuelle Situation sollte im Podcast-Format „FuPaFunk“ gemeinsam mit dem TFV besprochen und diskutiert werden. Leider blieb die Anfrage an den TFV-Pressesprecher und die -Geschäftsstelle unbeantwortet. So konnte der Wunsch vieler Fußballer und Eltern nach einem Dialog mit den Verbandsverantwortlichen zumindest in diesem Podcast nicht erfüllt werden. Doch auch ohne Verband diskutierten Tobias Busse (Trainer des Thüringenligisten FC An der Fahner Höhe). Marco Nagy (Abteilungsleiter beim SV Jena-Zwätzen), Jan Genseke (Vorstandmitglied bei der BSG Wismut Gera) und Felix Böhm (Redakteur bei FuPa Thüringen) die Entscheidung des Verbandes und deren Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Links und Zitate zum Podcast
    Grundsätzlich Fußball und Corona
    Rolle des Fußballs und der Verbände in der Corona-Krise

    DFL: Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel. Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.”

    https://www.kicker.de/775007/artikel/der_fall_kalou_wo_hertha_wirklich_die_vorgaben_missachtete

    Jens Lehmann: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen …  ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge … aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben.“

    Sportmediziner Bloch: Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Gefahr tatsächlich ist.“- „Das betrifft wie gesagt nicht nur die Lunge, sondern das Herz kann auch durchaus betroffen sein.“- „Auch wenn jemand symptomlos ist, empfehlen wir zwei Wochen Pause.“- „Ich habe ein bisschen Angst davor, dass tatsächlich ein Spieler in diesem Spielbetrieb infiziert ist.“

    https://video.tagesspiegel.de/sportmediziner-bloch-fuhlt-sich-nicht-wohl-mit-liga-neustart.html?do=read

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „Es ist offensichtlich, dass die ALLESAMT ABSTIEGSGEFÄHRDETen 3. Liga-Vereine im Osten ihre Beziehungen zur Landes- und Kommunalpolitik nutzen möchten, um einen Saisonabbruch und somit den Klassenerhalt auf nichtsportlichem Wege zu schaffen. Dem muss meines Erachtens nach dringend Einhalt geboten werden, zur Not auch durch konsequenten Lizenzentzug. SV Waldhof Mannheim 07 möchte “am grünen Tisch” aufsteigen und dort wurde sogar gegen jegliche Moral das tragische Ableben eines Spielervaters dafür instrumentalisiert. Hier munkelt man in der Branche von einer anderen Todesursache genauso wie über die jünsten Infektionsvorgänge beim Tabellenletzten der 2.Bundesliga, der SG Dynamo Dresden , an die unbefleckte Empfängnis erinnern…

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „…mit welchen (politischen) Mitteln und Seilschaften so manche Vereine aus der 3. Liga, hier der FC Carl Zeiss Jena  die in sportlicher Not oder einer komfortablen Situation sind, auf einen Saisonabbruch hinarbeiten, ist meiner Ansicht nach schon sehr dreist und gegen jeden Fairplay-Gedanken! Die territoriale Ansiedlung der meisten besagten Vereine ist natürlich rein zufällig…

    Sportbild und SG Dynamo Dresden: “Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden.“

    “Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht.“

    “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

    Richtig ist und dazu stehen wir als Mannschaft: Wir haben in der von der „Sport Bild“ aufgegriffenen Mannschaftssitzung am vergangenen Samstag viele Fragen gestellt, die uns seit Wochen bewegen, auf die wir aber bis heute keine Antworten bekommen haben.

    https://www.dynamo-dresden.de/saison/news/newsdetails/fakt-ist-ein-streik-stand-niemals-zur-diskussion.html

    Die Entscheidungsfindung beim TFV
    Zeitdauer für Entscheidungsfindung

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): hartes Brot, Abstimmung (nur zwei(!) Tage nach einer Videokonferenz) hin oder her.

    Michael Dietl (Glück-Auf Nachwuchsakademie Gera): Besonders die jetzt an den Tag gelegte Schnelligkeit, eine Entscheidung herbeizuführen kann ich nicht nachvollziehen. Bisher wurde immer auf die noch offenen Entscheidungen der Politik verwiesen, wovon plötzlich keine Rede mehr ist.

    Umfrage notwendig?

    Lars Sänger (MDR, Sportfreunde Marbach): Wozu braucht ein Verband eine Umfrage? Entscheidung treffen und fertig. Fakt ist, dass der jetzige Stand, also der Vor-Corona-Stand, ein real erzielter, sportlicher Stand ist. Wer vorne steht, soll aufsteigen und tut das mit Recht nach mehr als der Hälfte der Saison. Und umgekehrt. Was jetzt kommt: Spieler in höchst unterschiedlichem Zustand treten gegeneinander an. Indiskutabel und ungerecht.

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Ganz abgesehen davon halte ich es auch nicht für den richtigen Weg sich als Verband hier seiner Verantwortung zu entziehen und das Ganze basisdemokratisch abstimmen zu lassen. So kann ich mich bei jeder unbequemen Entscheidung aus dem Staub machen und die Hände hoch nehmen: “So hat die Merhheit entschieden.” Wenn wir uns für sämtliche Dinge die Legitimation aller Vereine einholen wollen, dann frage ich mich was überhaupt die Aufgabe eines Landesverbandes ist?

    „Bei meinem Votum hatte ich den Nachwuchs mit seinen Besonderheiten wie offenbar viele andere auch, nicht auf dem Schirm“, sagt der KFA-Vorsitzende Klaus Hübschmann.

    Kritik an der Art und Weise der Abstimmung

    Soccer City e.V.: Keinerlei qualitative Betrachtung der Abstimmungsergebnisse (Breitensport vs. Leistungssport; 737 aktive Vereine, davon ca. 650 Vereine auf Kreisebene und ca. 80 überregional aktive Vereine).

    Soccer City e.V.: Keinerlei Gewichtung der Stimmen (eine Stimme je Verein egal ob 1 Mannschaft am Spielbetrieb oder – wie im Falle des JFV – 13).

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Demokratie hieße auch, dass die Stimmen Gewichtungen fänden und nicht verzerrt dargestellt werden. Ein kleiner Verein mit wenig Mitglieder und z.B. nur einer Mannschaft hat das gleiche Stimmrecht wie ein Großverein, der alle Altersklassen besetzt und noch drei Männermannschaften stellt. Natürlich ergibt die Wahl nicht das Stimmungsbild. Im Bundesrat hat ja Thüringen auch nicht den gleichen Stimmanteil wie bevölkerungsreiche Länder, weil es doch gar nicht die Verhältnisse widerspiegelt.

    Transparenz der Ergebnisse

    Andreas Ludwig (TSG Stotternheim): Das Ergebnis ist schon sehr kurios. Ich habe mit vielen gesprochen, nur haben alle für einen Abbruch gestimmt. Aber gut. Thüringen ist groß. Die Altersklassen im Nachwuchs werden bestraft. Der TFV hat seinen Willen. Ich bin auch für Transparenz der Abstimmung!

    Jens Ahlgrimm (SC 1903 Weimar): Trotzdem wundert mich die Abstimmung, da ich, egal woher, nur die Möglichkeit eines Abruchs der Saison zu hören bekomme. Ich kenne bis jetzt keinen Verein, der die Saison weiter spielen möchte.

    Eric Daniel Cantona: Oh je, oh je… da sind sie wieder – die verschwörungstheoretiker und die “ich habe hundert Leute gefragt”alias Familien Duell Umfrageersteller / weil das Ergebnis nicht so ist, wie sie es sich vorstellen wird hier munter raus beleidigt, beschimpft etc. pp…

    Thüringer Fußball-Verband e.V. – TFV: Die Abstimmung kann von Vereinsvertretern in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

    Die Entscheidung

    Die Abstimmung der Vereine über den mehrheitlichen Vorschlag des Vorstandes zum Spielbetrieb vom 02.05.20 ist beendet. Von den 737 aktiven Vereinen haben 81 Prozent teilgenommen, wobei jeder Verein nur eine Stimme hatte. Nach gründlicher Überprüfung stellte sich heraus, dass 585 Stimmen gültig sind. Von denen sind 340 (58,12%) Vereine dem TFV-Vorschlag gefolgt. Der sah bekanntlich vor, das Spieljahr 2019/20 bis zum 31.08.20 auszusetzen und, wenn es die behördlichen Verordnungen erlauben, ab 01.09.20 fortzusetzen. 245 Vereine (41,88%) waren dagegen. (tfv-erfurt.de)

    Warum nicht wie in Sachsen?

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): in jedweder Hinsicht die optimale Lösung [Anm. d. Red.: Sachsen]. Da gibts nichts dran zu meckern. Aber anstatt sich ein Beispiel an einem (starken) Verband zu nehmen, muss man hier sein eigenes Süppchen kochen und den Vereinen in selbige spucken.

    Identische Lösung für alle Bereiche

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Wie dem auch sei, ich erachte es als wichtig, dass für die Kinder- und Jugendmannschaften die gleiche Lösung gelten muss, wie im Männerbereich.

    Folgen für den Männer- und Nachwuchsfußball
    Überregionale Wettbewerbe

    TFV-Präsidium: Einig war sich die Runde darin, dass es auf dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine „Insellösungen“ geben und dann für alle Kreise auch einheitliche Festlegungen gelten sollten (TFV, 31. März 2020).

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/von-der-sitzung-des-erweiterten-praesidiums-gremium-ist-auch-in-zeiten-von-corona-handlungsfaehig/

    Die U15 des FC Rot-Weiß führt souverän ihre Verbandsliga-Staffel an, würde eigentlich in die Regionalliga der nächsthöheren Altersklasse U17 aufsteigen. Doch das ginge nicht, denn diese vom Nordostdeutschen Fußballverband organisierte Liga wird bereits in die Saison 2020/21 gestartet sein, während eben diese in Thüringen wegen einer Verlängerung der unterbrochenen Spielzeit ausfallen würde.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/fc-rot-weiss-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchsbereich-id229087295.html

    Folgen für den Nachwuchsfußball
    Kein Nachteil

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Es kann nie ein Nachteil für ein Kind sein, ein Jahr länger in der jüngeren Akl zu verweilen.

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): Unfassbar sprachlos… man nimmt der Jugend eine komplette Jahrgangsstufe… Einige könnten zu den Männern, andere freuen sich endlich aufs Großfeld zu können usw

    Wegzug insbesondere in Grenzgebieten

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): Wir sind direkt an der sächsischen Grenze….dort wird dann Woche für Woche gespielt… da haut mir doch die Hälfte der Jungs ab

    Psyche der Kinder

    Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode): Schade, dass sich augenscheinlich bei der Entscheidungsfindung für den Nachwuchsbereich wirklich niemand Gedanken gemacht hat, wie die Gemütslage bei vielen Kindern momentan aussieht. Seit Wochen beschulen sie sich selbst, Freunde sehen fällt aus, Training fällt aus etc.. Und jetzt kommt die nächste “Bestrafung” für etwas, was sie nicht verschuldet haben. Erzählen Sie bitte mal den Eltern, wie sie den Kindern das alles nach den ganzen Verboten in der letzten Zeit noch erklären sollen, wenn selbst ihr geliebter Fußball jetzt alles auf den Kopf stellt? Und ganz ehrlich, den meisten Kindern ist es jetzt wirklich egal, wer Erster ist oder nicht. Sie wollen einfach nur wieder Fußball spielen und das mit Freude.

    Wie geht es weiter?
    Beschwerde SC 1903 Weimar

    Der SC 1903 Weimar stimmte gegen eine Fortsetzung der Saison und wird nun entsprechend „Rechtsmittel der Beschwerde gegen den TFV-Vorstandsbeschluss vom 05.05.2020 und Antrag auf Durchführung eines außerordentlichen Verbandstag beim TFV stellen.“ Ziel der Beschwerde ist es die Frage eines möglichen Saisonabbruchs neu zu diskutieren. „Als Verein betrachten wir die aktuelle Entscheidung als nicht hinnehmbar und als Affront gegenüber der jahrelangen sehr guten Arbeit in den Altersklassen des SC 1903 Weimar, inkl. der beiden Männermannschaften“, heißt es in der offiziellen Begründung der Lindenberger.

    https://www.fupa.net/berichte/sc-1903-weimar-sc-1903-weimar-legt-beschwerde-beim-tfv-ein-2653791.html

    Vereinsbündnis in Jena-Saale-Orla

    „Wir haben uns entschlossen Beschwerde einzulegen, was laut Satzung möglich ist und der einzige Weg aktuell scheint. Wir haben ein Satzungsvergehen festgestellt und lassen dies aktuell juristisch prüfen“, sagt André Lorbeer – Stellvertretender Abteilungsleiter und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Jena Zwätzen gegenüber FuPa Thüringen. Mit der Beschwerde steht der mitgliederstarke Jenaer Verein, der drei Männermannschaften und zahlreiche Jugendteams unterhält, nicht alleine da. Aktuell unterstützen 15 Vereine diesen Zusammenschluss, wobei schon acht Vereine auch von Vorstandsebene offiziell als Bündnispartner genannt werden können.

    Petition

    Wir fordern einen Saison-Abbruch 2019/2020 und eine komplette neue Saison 2020/2021 für den Thüringer Nachwuchs im Fußball.

    https://www.openpetition.de/petition/online/thueringer-fussballer-und-vereine-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchs

    Musik

    Wir danken eddy für den Song „Though the Tunnels“ (https://www.freemusicarchive.org/music/eddy/srs_1647), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Podcastempfehlungen

    #77 | Drei Trainer – drei Meinungen
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/77-drei-trainer-drei-meinungen/

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/




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    1 hr 29 min
  • #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    Historisches passiert derzeit im Thüringer Fußball. Der Beschluss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die Saison 2019/2020 nach dem Sommer fortzuführen, verursacht heftigen Widerstand. Erstmals gibt es eine Online-Petition mit der Forderung die Saison abzubrechen und diese stößt mit über 2220 Unterschriften auf breite Zustimmung. Die aktuelle Situation sollte im Podcast-Format „FuPaFunk“ gemeinsam mit dem TFV besprochen und diskutiert werden. Leider blieb die Anfrage an den TFV-Pressesprecher und die -Geschäftsstelle unbeantwortet. So konnte der Wunsch vieler Fußballer und Eltern nach einem Dialog mit den Verbandsverantwortlichen zumindest in diesem Podcast nicht erfüllt werden. Doch auch ohne Verband diskutierten Tobias Busse (Trainer des Thüringenligisten FC An der Fahner Höhe). Marco Nagy (Abteilungsleiter beim SV Jena-Zwätzen), Jan Genseke (Vorstandmitglied bei der BSG Wismut Gera) und Felix Böhm (Redakteur bei FuPa Thüringen) die Entscheidung des Verbandes und deren Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Links und Zitate zum Podcast
    Grundsätzlich Fußball und Corona
    Rolle des Fußballs und der Verbände in der Corona-Krise

    DFL: Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel. Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.”

    https://www.kicker.de/775007/artikel/der_fall_kalou_wo_hertha_wirklich_die_vorgaben_missachtete

    Jens Lehmann: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen …  ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge … aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben.“

    Sportmediziner Bloch: Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Gefahr tatsächlich ist.“- „Das betrifft wie gesagt nicht nur die Lunge, sondern das Herz kann auch durchaus betroffen sein.“- „Auch wenn jemand symptomlos ist, empfehlen wir zwei Wochen Pause.“- „Ich habe ein bisschen Angst davor, dass tatsächlich ein Spieler in diesem Spielbetrieb infiziert ist.“

    https://video.tagesspiegel.de/sportmediziner-bloch-fuhlt-sich-nicht-wohl-mit-liga-neustart.html?do=read

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „Es ist offensichtlich, dass die ALLESAMT ABSTIEGSGEFÄHRDETen 3. Liga-Vereine im Osten ihre Beziehungen zur Landes- und Kommunalpolitik nutzen möchten, um einen Saisonabbruch und somit den Klassenerhalt auf nichtsportlichem Wege zu schaffen. Dem muss meines Erachtens nach dringend Einhalt geboten werden, zur Not auch durch konsequenten Lizenzentzug. SV Waldhof Mannheim 07 möchte “am grünen Tisch” aufsteigen und dort wurde sogar gegen jegliche Moral das tragische Ableben eines Spielervaters dafür instrumentalisiert. Hier munkelt man in der Branche von einer anderen Todesursache genauso wie über die jünsten Infektionsvorgänge beim Tabellenletzten der 2.Bundesliga, der SG Dynamo Dresden , an die unbefleckte Empfängnis erinnern…

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „…mit welchen (politischen) Mitteln und Seilschaften so manche Vereine aus der 3. Liga, hier der FC Carl Zeiss Jena  die in sportlicher Not oder einer komfortablen Situation sind, auf einen Saisonabbruch hinarbeiten, ist meiner Ansicht nach schon sehr dreist und gegen jeden Fairplay-Gedanken! Die territoriale Ansiedlung der meisten besagten Vereine ist natürlich rein zufällig…

    Sportbild und SG Dynamo Dresden: “Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden.“

    “Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht.“

    “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

    Richtig ist und dazu stehen wir als Mannschaft: Wir haben in der von der „Sport Bild“ aufgegriffenen Mannschaftssitzung am vergangenen Samstag viele Fragen gestellt, die uns seit Wochen bewegen, auf die wir aber bis heute keine Antworten bekommen haben.

    https://www.dynamo-dresden.de/saison/news/newsdetails/fakt-ist-ein-streik-stand-niemals-zur-diskussion.html

    Die Entscheidungsfindung beim TFV
    Zeitdauer für Entscheidungsfindung

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): hartes Brot, Abstimmung (nur zwei(!) Tage nach einer Videokonferenz) hin oder her.

    Michael Dietl (Glück-Auf Nachwuchsakademie Gera): Besonders die jetzt an den Tag gelegte Schnelligkeit, eine Entscheidung herbeizuführen kann ich nicht nachvollziehen. Bisher wurde immer auf die noch offenen Entscheidungen der Politik verwiesen, wovon plötzlich keine Rede mehr ist.

    Umfrage notwendig?

    Lars Sänger (MDR, Sportfreunde Marbach): Wozu braucht ein Verband eine Umfrage? Entscheidung treffen und fertig. Fakt ist, dass der jetzige Stand, also der Vor-Corona-Stand, ein real erzielter, sportlicher Stand ist. Wer vorne steht, soll aufsteigen und tut das mit Recht nach mehr als der Hälfte der Saison. Und umgekehrt. Was jetzt kommt: Spieler in höchst unterschiedlichem Zustand treten gegeneinander an. Indiskutabel und ungerecht.

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Ganz abgesehen davon halte ich es auch nicht für den richtigen Weg sich als Verband hier seiner Verantwortung zu entziehen und das Ganze basisdemokratisch abstimmen zu lassen. So kann ich mich bei jeder unbequemen Entscheidung aus dem Staub machen und die Hände hoch nehmen: “So hat die Merhheit entschieden.” Wenn wir uns für sämtliche Dinge die Legitimation aller Vereine einholen wollen, dann frage ich mich was überhaupt die Aufgabe eines Landesverbandes ist?

    „Bei meinem Votum hatte ich den Nachwuchs mit seinen Besonderheiten wie offenbar viele andere auch, nicht auf dem Schirm“, sagt der KFA-Vorsitzende Klaus Hübschmann.

    Kritik an der Art und Weise der Abstimmung

    Soccer City e.V.: Keinerlei qualitative Betrachtung der Abstimmungsergebnisse (Breitensport vs. Leistungssport; 737 aktive Vereine, davon ca. 650 Vereine auf Kreisebene und ca. 80 überregional aktive Vereine).

    Soccer City e.V.: Keinerlei Gewichtung der Stimmen (eine Stimme je Verein egal ob 1 Mannschaft am Spielbetrieb oder – wie im Falle des JFV – 13).

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Demokratie hieße auch, dass die Stimmen Gewichtungen fänden und nicht verzerrt dargestellt werden. Ein kleiner Verein mit wenig Mitglieder und z.B. nur einer Mannschaft hat das gleiche Stimmrecht wie ein Großverein, der alle Altersklassen besetzt und noch drei Männermannschaften stellt. Natürlich ergibt die Wahl nicht das Stimmungsbild. Im Bundesrat hat ja Thüringen auch nicht den gleichen Stimmanteil wie bevölkerungsreiche Länder, weil es doch gar nicht die Verhältnisse widerspiegelt.

    Transparenz der Ergebnisse

    Andreas Ludwig (TSG Stotternheim): Das Ergebnis ist schon sehr kurios. Ich habe mit vielen gesprochen, nur haben alle für einen Abbruch gestimmt. Aber gut. Thüringen ist groß. Die Altersklassen im Nachwuchs werden bestraft. Der TFV hat seinen Willen. Ich bin auch für Transparenz der Abstimmung!

    Jens Ahlgrimm (SC 1903 Weimar): Trotzdem wundert mich die Abstimmung, da ich, egal woher, nur die Möglichkeit eines Abruchs der Saison zu hören bekomme. Ich kenne bis jetzt keinen Verein, der die Saison weiter spielen möchte.

    Eric Daniel Cantona: Oh je, oh je… da sind sie wieder – die verschwörungstheoretiker und die “ich habe hundert Leute gefragt”alias Familien Duell Umfrageersteller / weil das Ergebnis nicht so ist, wie sie es sich vorstellen wird hier munter raus beleidigt, beschimpft etc. pp…

    Thüringer Fußball-Verband e.V. – TFV: Die Abstimmung kann von Vereinsvertretern in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

    Die Entscheidung

    Die Abstimmung der Vereine über den mehrheitlichen Vorschlag des Vorstandes zum Spielbetrieb vom 02.05.20 ist beendet. Von den 737 aktiven Vereinen haben 81 Prozent teilgenommen, wobei jeder Verein nur eine Stimme hatte. Nach gründlicher Überprüfung stellte sich heraus, dass 585 Stimmen gültig sind. Von denen sind 340 (58,12%) Vereine dem TFV-Vorschlag gefolgt. Der sah bekanntlich vor, das Spieljahr 2019/20 bis zum 31.08.20 auszusetzen und, wenn es die behördlichen Verordnungen erlauben, ab 01.09.20 fortzusetzen. 245 Vereine (41,88%) waren dagegen. (tfv-erfurt.de)

    Warum nicht wie in Sachsen?

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): in jedweder Hinsicht die optimale Lösung [Anm. d. Red.: Sachsen]. Da gibts nichts dran zu meckern. Aber anstatt sich ein Beispiel an einem (starken) Verband zu nehmen, muss man hier sein eigenes Süppchen kochen und den Vereinen in selbige spucken.

    Identische Lösung für alle Bereiche

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Wie dem auch sei, ich erachte es als wichtig, dass für die Kinder- und Jugendmannschaften die gleiche Lösung gelten muss, wie im Männerbereich.

    Folgen für den Männer- und Nachwuchsfußball
    Überregionale Wettbewerbe

    TFV-Präsidium: Einig war sich die Runde darin, dass es auf dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine „Insellösungen“ geben und dann für alle Kreise auch einheitliche Festlegungen gelten sollten (TFV, 31. März 2020).

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/von-der-sitzung-des-erweiterten-praesidiums-gremium-ist-auch-in-zeiten-von-corona-handlungsfaehig/

    Die U15 des FC Rot-Weiß führt souverän ihre Verbandsliga-Staffel an, würde eigentlich in die Regionalliga der nächsthöheren Altersklasse U17 aufsteigen. Doch das ginge nicht, denn diese vom Nordostdeutschen Fußballverband organisierte Liga wird bereits in die Saison 2020/21 gestartet sein, während eben diese in Thüringen wegen einer Verlängerung der unterbrochenen Spielzeit ausfallen würde.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/fc-rot-weiss-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchsbereich-id229087295.html

    Folgen für den Nachwuchsfußball
    Kein Nachteil

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Es kann nie ein Nachteil für ein Kind sein, ein Jahr länger in der jüngeren Akl zu verweilen.

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): Unfassbar sprachlos… man nimmt der Jugend eine komplette Jahrgangsstufe… Einige könnten zu den Männern, andere freuen sich endlich aufs Großfeld zu können usw

    Wegzug insbesondere in Grenzgebieten

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): Wir sind direkt an der sächsischen Grenze….dort wird dann Woche für Woche gespielt… da haut mir doch die Hälfte der Jungs ab

    Psyche der Kinder

    Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode): Schade, dass sich augenscheinlich bei der Entscheidungsfindung für den Nachwuchsbereich wirklich niemand Gedanken gemacht hat, wie die Gemütslage bei vielen Kindern momentan aussieht. Seit Wochen beschulen sie sich selbst, Freunde sehen fällt aus, Training fällt aus etc.. Und jetzt kommt die nächste “Bestrafung” für etwas, was sie nicht verschuldet haben. Erzählen Sie bitte mal den Eltern, wie sie den Kindern das alles nach den ganzen Verboten in der letzten Zeit noch erklären sollen, wenn selbst ihr geliebter Fußball jetzt alles auf den Kopf stellt? Und ganz ehrlich, den meisten Kindern ist es jetzt wirklich egal, wer Erster ist oder nicht. Sie wollen einfach nur wieder Fußball spielen und das mit Freude.

    Wie geht es weiter?
    Beschwerde SC 1903 Weimar

    Der SC 1903 Weimar stimmte gegen eine Fortsetzung der Saison und wird nun entsprechend „Rechtsmittel der Beschwerde gegen den TFV-Vorstandsbeschluss vom 05.05.2020 und Antrag auf Durchführung eines außerordentlichen Verbandstag beim TFV stellen.“ Ziel der Beschwerde ist es die Frage eines möglichen Saisonabbruchs neu zu diskutieren. „Als Verein betrachten wir die aktuelle Entscheidung als nicht hinnehmbar und als Affront gegenüber der jahrelangen sehr guten Arbeit in den Altersklassen des SC 1903 Weimar, inkl. der beiden Männermannschaften“, heißt es in der offiziellen Begründung der Lindenberger.

    https://www.fupa.net/berichte/sc-1903-weimar-sc-1903-weimar-legt-beschwerde-beim-tfv-ein-2653791.html

    Vereinsbündnis in Jena-Saale-Orla

    „Wir haben uns entschlossen Beschwerde einzulegen, was laut Satzung möglich ist und der einzige Weg aktuell scheint. Wir haben ein Satzungsvergehen festgestellt und lassen dies aktuell juristisch prüfen“, sagt André Lorbeer – Stellvertretender Abteilungsleiter und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Jena Zwätzen gegenüber FuPa Thüringen. Mit der Beschwerde steht der mitgliederstarke Jenaer Verein, der drei Männermannschaften und zahlreiche Jugendteams unterhält, nicht alleine da. Aktuell unterstützen 15 Vereine diesen Zusammenschluss, wobei schon acht Vereine auch von Vorstandsebene offiziell als Bündnispartner genannt werden können.

    Petition

    Wir fordern einen Saison-Abbruch 2019/2020 und eine komplette neue Saison 2020/2021 für den Thüringer Nachwuchs im Fußball.

    https://www.openpetition.de/petition/online/thueringer-fussballer-und-vereine-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchs

    Musik

    Wir danken eddy für den Song „Though the Tunnels“ (https://www.freemusicarchive.org/music/eddy/srs_1647), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Podcastempfehlungen

    #77 | Drei Trainer – drei Meinungen
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/77-drei-trainer-drei-meinungen/

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/




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    1 hr 29 min
  • #79 | Hoffnung auf einen Dialog

    Historisches passiert derzeit im Thüringer Fußball. Der Beschluss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die Saison 2019/2020 nach dem Sommer fortzuführen, verursacht heftigen Widerstand. Erstmals gibt es eine Online-Petition mit der Forderung die Saison abzubrechen und diese stößt mit über 2220 Unterschriften auf breite Zustimmung. Die aktuelle Situation sollte im Podcast-Format „FuPaFunk“ gemeinsam mit dem TFV besprochen und diskutiert werden. Leider blieb die Anfrage an den TFV-Pressesprecher und die -Geschäftsstelle unbeantwortet. So konnte der Wunsch vieler Fußballer und Eltern nach einem Dialog mit den Verbandsverantwortlichen zumindest in diesem Podcast nicht erfüllt werden. Doch auch ohne Verband diskutierten Tobias Busse (Trainer des Thüringenligisten FC An der Fahner Höhe). Marco Nagy (Abteilungsleiter beim SV Jena-Zwätzen), Jan Genseke (Vorstandmitglied bei der BSG Wismut Gera) und Felix Böhm (Redakteur bei FuPa Thüringen) die Entscheidung des Verbandes und deren Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Links und Zitate zum Podcast
    Grundsätzlich Fußball und Corona
    Rolle des Fußballs und der Verbände in der Corona-Krise

    DFL: Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel. Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.”

    https://www.kicker.de/775007/artikel/der_fall_kalou_wo_hertha_wirklich_die_vorgaben_missachtete

    Jens Lehmann: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen …  ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge … aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben.“

    Sportmediziner Bloch: Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Gefahr tatsächlich ist.“- „Das betrifft wie gesagt nicht nur die Lunge, sondern das Herz kann auch durchaus betroffen sein.“- „Auch wenn jemand symptomlos ist, empfehlen wir zwei Wochen Pause.“- „Ich habe ein bisschen Angst davor, dass tatsächlich ein Spieler in diesem Spielbetrieb infiziert ist.“

    https://video.tagesspiegel.de/sportmediziner-bloch-fuhlt-sich-nicht-wohl-mit-liga-neustart.html?do=read

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „Es ist offensichtlich, dass die ALLESAMT ABSTIEGSGEFÄHRDETen 3. Liga-Vereine im Osten ihre Beziehungen zur Landes- und Kommunalpolitik nutzen möchten, um einen Saisonabbruch und somit den Klassenerhalt auf nichtsportlichem Wege zu schaffen. Dem muss meines Erachtens nach dringend Einhalt geboten werden, zur Not auch durch konsequenten Lizenzentzug. SV Waldhof Mannheim 07 möchte “am grünen Tisch” aufsteigen und dort wurde sogar gegen jegliche Moral das tragische Ableben eines Spielervaters dafür instrumentalisiert. Hier munkelt man in der Branche von einer anderen Todesursache genauso wie über die jünsten Infektionsvorgänge beim Tabellenletzten der 2.Bundesliga, der SG Dynamo Dresden , an die unbefleckte Empfängnis erinnern…

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „…mit welchen (politischen) Mitteln und Seilschaften so manche Vereine aus der 3. Liga, hier der FC Carl Zeiss Jena  die in sportlicher Not oder einer komfortablen Situation sind, auf einen Saisonabbruch hinarbeiten, ist meiner Ansicht nach schon sehr dreist und gegen jeden Fairplay-Gedanken! Die territoriale Ansiedlung der meisten besagten Vereine ist natürlich rein zufällig…

    Sportbild und SG Dynamo Dresden: “Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden.“

    “Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht.“

    “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

    Richtig ist und dazu stehen wir als Mannschaft: Wir haben in der von der „Sport Bild“ aufgegriffenen Mannschaftssitzung am vergangenen Samstag viele Fragen gestellt, die uns seit Wochen bewegen, auf die wir aber bis heute keine Antworten bekommen haben.

    https://www.dynamo-dresden.de/saison/news/newsdetails/fakt-ist-ein-streik-stand-niemals-zur-diskussion.html

    Die Entscheidungsfindung beim TFV
    Zeitdauer für Entscheidungsfindung

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): hartes Brot, Abstimmung (nur zwei(!) Tage nach einer Videokonferenz) hin oder her.

    Michael Dietl (Glück-Auf Nachwuchsakademie Gera): Besonders die jetzt an den Tag gelegte Schnelligkeit, eine Entscheidung herbeizuführen kann ich nicht nachvollziehen. Bisher wurde immer auf die noch offenen Entscheidungen der Politik verwiesen, wovon plötzlich keine Rede mehr ist.

    Umfrage notwendig?

    Lars Sänger (MDR, Sportfreunde Marbach): Wozu braucht ein Verband eine Umfrage? Entscheidung treffen und fertig. Fakt ist, dass der jetzige Stand, also der Vor-Corona-Stand, ein real erzielter, sportlicher Stand ist. Wer vorne steht, soll aufsteigen und tut das mit Recht nach mehr als der Hälfte der Saison. Und umgekehrt. Was jetzt kommt: Spieler in höchst unterschiedlichem Zustand treten gegeneinander an. Indiskutabel und ungerecht.

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Ganz abgesehen davon halte ich es auch nicht für den richtigen Weg sich als Verband hier seiner Verantwortung zu entziehen und das Ganze basisdemokratisch abstimmen zu lassen. So kann ich mich bei jeder unbequemen Entscheidung aus dem Staub machen und die Hände hoch nehmen: “So hat die Merhheit entschieden.” Wenn wir uns für sämtliche Dinge die Legitimation aller Vereine einholen wollen, dann frage ich mich was überhaupt die Aufgabe eines Landesverbandes ist?

    „Bei meinem Votum hatte ich den Nachwuchs mit seinen Besonderheiten wie offenbar viele andere auch, nicht auf dem Schirm“, sagt der KFA-Vorsitzende Klaus Hübschmann.

    Kritik an der Art und Weise der Abstimmung

    Soccer City e.V.: Keinerlei qualitative Betrachtung der Abstimmungsergebnisse (Breitensport vs. Leistungssport; 737 aktive Vereine, davon ca. 650 Vereine auf Kreisebene und ca. 80 überregional aktive Vereine).

    Soccer City e.V.: Keinerlei Gewichtung der Stimmen (eine Stimme je Verein egal ob 1 Mannschaft am Spielbetrieb oder – wie im Falle des JFV – 13).

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Demokratie hieße auch, dass die Stimmen Gewichtungen fänden und nicht verzerrt dargestellt werden. Ein kleiner Verein mit wenig Mitglieder und z.B. nur einer Mannschaft hat das gleiche Stimmrecht wie ein Großverein, der alle Altersklassen besetzt und noch drei Männermannschaften stellt. Natürlich ergibt die Wahl nicht das Stimmungsbild. Im Bundesrat hat ja Thüringen auch nicht den gleichen Stimmanteil wie bevölkerungsreiche Länder, weil es doch gar nicht die Verhältnisse widerspiegelt.

    Transparenz der Ergebnisse

    Andreas Ludwig (TSG Stotternheim): Das Ergebnis ist schon sehr kurios. Ich habe mit vielen gesprochen, nur haben alle für einen Abbruch gestimmt. Aber gut. Thüringen ist groß. Die Altersklassen im Nachwuchs werden bestraft. Der TFV hat seinen Willen. Ich bin auch für Transparenz der Abstimmung!

    Jens Ahlgrimm (SC 1903 Weimar): Trotzdem wundert mich die Abstimmung, da ich, egal woher, nur die Möglichkeit eines Abruchs der Saison zu hören bekomme. Ich kenne bis jetzt keinen Verein, der die Saison weiter spielen möchte.

    Eric Daniel Cantona: Oh je, oh je… da sind sie wieder – die verschwörungstheoretiker und die “ich habe hundert Leute gefragt”alias Familien Duell Umfrageersteller / weil das Ergebnis nicht so ist, wie sie es sich vorstellen wird hier munter raus beleidigt, beschimpft etc. pp…

    Thüringer Fußball-Verband e.V. – TFV: Die Abstimmung kann von Vereinsvertretern in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

    Die Entscheidung

    Die Abstimmung der Vereine über den mehrheitlichen Vorschlag des Vorstandes zum Spielbetrieb vom 02.05.20 ist beendet. Von den 737 aktiven Vereinen haben 81 Prozent teilgenommen, wobei jeder Verein nur eine Stimme hatte. Nach gründlicher Überprüfung stellte sich heraus, dass 585 Stimmen gültig sind. Von denen sind 340 (58,12%) Vereine dem TFV-Vorschlag gefolgt. Der sah bekanntlich vor, das Spieljahr 2019/20 bis zum 31.08.20 auszusetzen und, wenn es die behördlichen Verordnungen erlauben, ab 01.09.20 fortzusetzen. 245 Vereine (41,88%) waren dagegen. (tfv-erfurt.de)

    Warum nicht wie in Sachsen?

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): in jedweder Hinsicht die optimale Lösung [Anm. d. Red.: Sachsen]. Da gibts nichts dran zu meckern. Aber anstatt sich ein Beispiel an einem (starken) Verband zu nehmen, muss man hier sein eigenes Süppchen kochen und den Vereinen in selbige spucken.

    Identische Lösung für alle Bereiche

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Wie dem auch sei, ich erachte es als wichtig, dass für die Kinder- und Jugendmannschaften die gleiche Lösung gelten muss, wie im Männerbereich.

    Folgen für den Männer- und Nachwuchsfußball
    Überregionale Wettbewerbe

    TFV-Präsidium: Einig war sich die Runde darin, dass es auf dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine „Insellösungen“ geben und dann für alle Kreise auch einheitliche Festlegungen gelten sollten (TFV, 31. März 2020).

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/von-der-sitzung-des-erweiterten-praesidiums-gremium-ist-auch-in-zeiten-von-corona-handlungsfaehig/

    Die U15 des FC Rot-Weiß führt souverän ihre Verbandsliga-Staffel an, würde eigentlich in die Regionalliga der nächsthöheren Altersklasse U17 aufsteigen. Doch das ginge nicht, denn diese vom Nordostdeutschen Fußballverband organisierte Liga wird bereits in die Saison 2020/21 gestartet sein, während eben diese in Thüringen wegen einer Verlängerung der unterbrochenen Spielzeit ausfallen würde.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/fc-rot-weiss-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchsbereich-id229087295.html

    Folgen für den Nachwuchsfußball
    Kein Nachteil

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Es kann nie ein Nachteil für ein Kind sein, ein Jahr länger in der jüngeren Akl zu verweilen.

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): Unfassbar sprachlos… man nimmt der Jugend eine komplette Jahrgangsstufe… Einige könnten zu den Männern, andere freuen sich endlich aufs Großfeld zu können usw

    Wegzug insbesondere in Grenzgebieten

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): Wir sind direkt an der sächsischen Grenze….dort wird dann Woche für Woche gespielt… da haut mir doch die Hälfte der Jungs ab

    Psyche der Kinder

    Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode): Schade, dass sich augenscheinlich bei der Entscheidungsfindung für den Nachwuchsbereich wirklich niemand Gedanken gemacht hat, wie die Gemütslage bei vielen Kindern momentan aussieht. Seit Wochen beschulen sie sich selbst, Freunde sehen fällt aus, Training fällt aus etc.. Und jetzt kommt die nächste “Bestrafung” für etwas, was sie nicht verschuldet haben. Erzählen Sie bitte mal den Eltern, wie sie den Kindern das alles nach den ganzen Verboten in der letzten Zeit noch erklären sollen, wenn selbst ihr geliebter Fußball jetzt alles auf den Kopf stellt? Und ganz ehrlich, den meisten Kindern ist es jetzt wirklich egal, wer Erster ist oder nicht. Sie wollen einfach nur wieder Fußball spielen und das mit Freude.

    Wie geht es weiter?
    Beschwerde SC 1903 Weimar

    Der SC 1903 Weimar stimmte gegen eine Fortsetzung der Saison und wird nun entsprechend „Rechtsmittel der Beschwerde gegen den TFV-Vorstandsbeschluss vom 05.05.2020 und Antrag auf Durchführung eines außerordentlichen Verbandstag beim TFV stellen.“ Ziel der Beschwerde ist es die Frage eines möglichen Saisonabbruchs neu zu diskutieren. „Als Verein betrachten wir die aktuelle Entscheidung als nicht hinnehmbar und als Affront gegenüber der jahrelangen sehr guten Arbeit in den Altersklassen des SC 1903 Weimar, inkl. der beiden Männermannschaften“, heißt es in der offiziellen Begründung der Lindenberger.

    https://www.fupa.net/berichte/sc-1903-weimar-sc-1903-weimar-legt-beschwerde-beim-tfv-ein-2653791.html

    Vereinsbündnis in Jena-Saale-Orla

    „Wir haben uns entschlossen Beschwerde einzulegen, was laut Satzung möglich ist und der einzige Weg aktuell scheint. Wir haben ein Satzungsvergehen festgestellt und lassen dies aktuell juristisch prüfen“, sagt André Lorbeer – Stellvertretender Abteilungsleiter und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Jena Zwätzen gegenüber FuPa Thüringen. Mit der Beschwerde steht der mitgliederstarke Jenaer Verein, der drei Männermannschaften und zahlreiche Jugendteams unterhält, nicht alleine da. Aktuell unterstützen 15 Vereine diesen Zusammenschluss, wobei schon acht Vereine auch von Vorstandsebene offiziell als Bündnispartner genannt werden können.

    Petition

    Wir fordern einen Saison-Abbruch 2019/2020 und eine komplette neue Saison 2020/2021 für den Thüringer Nachwuchs im Fußball.

    https://www.openpetition.de/petition/online/thueringer-fussballer-und-vereine-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchs

    Musik

    Wir danken eddy für den Song „Though the Tunnels“ (https://www.freemusicarchive.org/music/eddy/srs_1647), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Podcastempfehlungen

    #77 | Drei Trainer – drei Meinungen
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/77-drei-trainer-drei-meinungen/

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/

    1 hr 29 min
  • Die TFV-Entscheidung in der Diskussion

    Historisches passiert derzeit im Thüringer Fußball. Der Beschluss des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) die Saison 2019/2020 nach dem Sommer fortzuführen, verursacht heftigen Widerstand. Erstmals gibt es eine Online-Petition mit der Forderung die Saison abzubrechen und diese stößt mit über 2220 Unterschriften auf breite Zustimmung. Die aktuelle Situation sollte im Podcast-Format „FuPaFunk“ gemeinsam mit dem TFV besprochen und diskutiert werden. Leider blieb die Anfrage an den TFV-Pressesprecher und die -Geschäftsstelle unbeantwortet. So konnte der Wunsch vieler Fußballer und Eltern nach einem Dialog mit den Verbandsverantwortlichen zumindest in diesem Podcast nicht erfüllt werden. Doch auch ohne Verband diskutierten Tobias Busse (Trainer des Thüringenligisten FC An der Fahner Höhe). Marco Nagy (Abteilungsleiter beim SV Jena-Zwätzen), Jan Genseke (Vorstandmitglied bei der BSG Wismut Gera) und Felix Böhm (Redakteur bei FuPa Thüringen) die Entscheidung des Verbandes und deren Folgen aus unterschiedlichen Perspektiven.

    Links und Zitate zum Podcast
    Grundsätzlich Fußball und Corona
    Rolle des Fußballs und der Verbände in der Corona-Krise

    DFL: Die Bilder von Salomon Kalou aus der Kabine von Hertha BSC sind absolut inakzeptabel. Hierfür kann es keine Toleranz geben – auch mit Blick auf Spieler und Klubs, die sich an die Vorgaben halten, weil sie die Ernsthaftigkeit der Situation erfasst haben.”

    https://www.kicker.de/775007/artikel/der_fall_kalou_wo_hertha_wirklich_die_vorgaben_missachtete

    Jens Lehmann: „Solange die Symptome nicht so schlimm sind, denke ich, müssen die Spieler damit zurechtkommen …  ich denke also, für junge, gesunde Menschen mit einem starken Immunsystem ist das keine so große Sorge … aber gefährdete Menschen müssen natürlich aufpassen. Es hilft wahrscheinlich auch, einigermaßen gesund zu leben.“

    Sportmediziner Bloch: Wir können nicht abschätzen, wie hoch die Gefahr tatsächlich ist.“- „Das betrifft wie gesagt nicht nur die Lunge, sondern das Herz kann auch durchaus betroffen sein.“- „Auch wenn jemand symptomlos ist, empfehlen wir zwei Wochen Pause.“- „Ich habe ein bisschen Angst davor, dass tatsächlich ein Spieler in diesem Spielbetrieb infiziert ist.“

    https://video.tagesspiegel.de/sportmediziner-bloch-fuhlt-sich-nicht-wohl-mit-liga-neustart.html?do=read

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „Es ist offensichtlich, dass die ALLESAMT ABSTIEGSGEFÄHRDETen 3. Liga-Vereine im Osten ihre Beziehungen zur Landes- und Kommunalpolitik nutzen möchten, um einen Saisonabbruch und somit den Klassenerhalt auf nichtsportlichem Wege zu schaffen. Dem muss meines Erachtens nach dringend Einhalt geboten werden, zur Not auch durch konsequenten Lizenzentzug. SV Waldhof Mannheim 07 möchte “am grünen Tisch” aufsteigen und dort wurde sogar gegen jegliche Moral das tragische Ableben eines Spielervaters dafür instrumentalisiert. Hier munkelt man in der Branche von einer anderen Todesursache genauso wie über die jünsten Infektionsvorgänge beim Tabellenletzten der 2.Bundesliga, der SG Dynamo Dresden , an die unbefleckte Empfängnis erinnern…

    Christoph Nowak, Erster Vorsitzender bei SSV Dillingen: „…mit welchen (politischen) Mitteln und Seilschaften so manche Vereine aus der 3. Liga, hier der FC Carl Zeiss Jena  die in sportlicher Not oder einer komfortablen Situation sind, auf einen Saisonabbruch hinarbeiten, ist meiner Ansicht nach schon sehr dreist und gegen jeden Fairplay-Gedanken! Die territoriale Ansiedlung der meisten besagten Vereine ist natürlich rein zufällig…

    Sportbild und SG Dynamo Dresden: “Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung ‘Streik’ ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden.“

    “Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht.“

    “Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen.”

    Richtig ist und dazu stehen wir als Mannschaft: Wir haben in der von der „Sport Bild“ aufgegriffenen Mannschaftssitzung am vergangenen Samstag viele Fragen gestellt, die uns seit Wochen bewegen, auf die wir aber bis heute keine Antworten bekommen haben.

    https://www.dynamo-dresden.de/saison/news/newsdetails/fakt-ist-ein-streik-stand-niemals-zur-diskussion.html

    Die Entscheidungsfindung beim TFV
    Zeitdauer für Entscheidungsfindung

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): hartes Brot, Abstimmung (nur zwei(!) Tage nach einer Videokonferenz) hin oder her.

    Michael Dietl (Glück-Auf Nachwuchsakademie Gera): Besonders die jetzt an den Tag gelegte Schnelligkeit, eine Entscheidung herbeizuführen kann ich nicht nachvollziehen. Bisher wurde immer auf die noch offenen Entscheidungen der Politik verwiesen, wovon plötzlich keine Rede mehr ist.

    Umfrage notwendig?

    Lars Sänger (MDR, Sportfreunde Marbach): Wozu braucht ein Verband eine Umfrage? Entscheidung treffen und fertig. Fakt ist, dass der jetzige Stand, also der Vor-Corona-Stand, ein real erzielter, sportlicher Stand ist. Wer vorne steht, soll aufsteigen und tut das mit Recht nach mehr als der Hälfte der Saison. Und umgekehrt. Was jetzt kommt: Spieler in höchst unterschiedlichem Zustand treten gegeneinander an. Indiskutabel und ungerecht.

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Ganz abgesehen davon halte ich es auch nicht für den richtigen Weg sich als Verband hier seiner Verantwortung zu entziehen und das Ganze basisdemokratisch abstimmen zu lassen. So kann ich mich bei jeder unbequemen Entscheidung aus dem Staub machen und die Hände hoch nehmen: “So hat die Merhheit entschieden.” Wenn wir uns für sämtliche Dinge die Legitimation aller Vereine einholen wollen, dann frage ich mich was überhaupt die Aufgabe eines Landesverbandes ist?

    „Bei meinem Votum hatte ich den Nachwuchs mit seinen Besonderheiten wie offenbar viele andere auch, nicht auf dem Schirm“, sagt der KFA-Vorsitzende Klaus Hübschmann.

    Kritik an der Art und Weise der Abstimmung

    Soccer City e.V.: Keinerlei qualitative Betrachtung der Abstimmungsergebnisse (Breitensport vs. Leistungssport; 737 aktive Vereine, davon ca. 650 Vereine auf Kreisebene und ca. 80 überregional aktive Vereine).

    Soccer City e.V.: Keinerlei Gewichtung der Stimmen (eine Stimme je Verein egal ob 1 Mannschaft am Spielbetrieb oder – wie im Falle des JFV – 13).

    Sven Harnisch (Soccer City e.V.): Demokratie hieße auch, dass die Stimmen Gewichtungen fänden und nicht verzerrt dargestellt werden. Ein kleiner Verein mit wenig Mitglieder und z.B. nur einer Mannschaft hat das gleiche Stimmrecht wie ein Großverein, der alle Altersklassen besetzt und noch drei Männermannschaften stellt. Natürlich ergibt die Wahl nicht das Stimmungsbild. Im Bundesrat hat ja Thüringen auch nicht den gleichen Stimmanteil wie bevölkerungsreiche Länder, weil es doch gar nicht die Verhältnisse widerspiegelt.

    Transparenz der Ergebnisse

    Andreas Ludwig (TSG Stotternheim): Das Ergebnis ist schon sehr kurios. Ich habe mit vielen gesprochen, nur haben alle für einen Abbruch gestimmt. Aber gut. Thüringen ist groß. Die Altersklassen im Nachwuchs werden bestraft. Der TFV hat seinen Willen. Ich bin auch für Transparenz der Abstimmung!

    Jens Ahlgrimm (SC 1903 Weimar): Trotzdem wundert mich die Abstimmung, da ich, egal woher, nur die Möglichkeit eines Abruchs der Saison zu hören bekomme. Ich kenne bis jetzt keinen Verein, der die Saison weiter spielen möchte.

    Eric Daniel Cantona: Oh je, oh je… da sind sie wieder – die verschwörungstheoretiker und die “ich habe hundert Leute gefragt”alias Familien Duell Umfrageersteller / weil das Ergebnis nicht so ist, wie sie es sich vorstellen wird hier munter raus beleidigt, beschimpft etc. pp…

    Thüringer Fußball-Verband e.V. – TFV: Die Abstimmung kann von Vereinsvertretern in der Geschäftsstelle eingesehen werden.

    Die Entscheidung

    Die Abstimmung der Vereine über den mehrheitlichen Vorschlag des Vorstandes zum Spielbetrieb vom 02.05.20 ist beendet. Von den 737 aktiven Vereinen haben 81 Prozent teilgenommen, wobei jeder Verein nur eine Stimme hatte. Nach gründlicher Überprüfung stellte sich heraus, dass 585 Stimmen gültig sind. Von denen sind 340 (58,12%) Vereine dem TFV-Vorschlag gefolgt. Der sah bekanntlich vor, das Spieljahr 2019/20 bis zum 31.08.20 auszusetzen und, wenn es die behördlichen Verordnungen erlauben, ab 01.09.20 fortzusetzen. 245 Vereine (41,88%) waren dagegen. (tfv-erfurt.de)

    Warum nicht wie in Sachsen?

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): in jedweder Hinsicht die optimale Lösung [Anm. d. Red.: Sachsen]. Da gibts nichts dran zu meckern. Aber anstatt sich ein Beispiel an einem (starken) Verband zu nehmen, muss man hier sein eigenes Süppchen kochen und den Vereinen in selbige spucken.

    Identische Lösung für alle Bereiche

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Wie dem auch sei, ich erachte es als wichtig, dass für die Kinder- und Jugendmannschaften die gleiche Lösung gelten muss, wie im Männerbereich.

    Folgen für den Männer- und Nachwuchsfußball
    Überregionale Wettbewerbe

    TFV-Präsidium: Einig war sich die Runde darin, dass es auf dem Gebiet des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) keine „Insellösungen“ geben und dann für alle Kreise auch einheitliche Festlegungen gelten sollten (TFV, 31. März 2020).

    https://tfv-erfurt.de/nc/news/detail/news/von-der-sitzung-des-erweiterten-praesidiums-gremium-ist-auch-in-zeiten-von-corona-handlungsfaehig/

    Die U15 des FC Rot-Weiß führt souverän ihre Verbandsliga-Staffel an, würde eigentlich in die Regionalliga der nächsthöheren Altersklasse U17 aufsteigen. Doch das ginge nicht, denn diese vom Nordostdeutschen Fußballverband organisierte Liga wird bereits in die Saison 2020/21 gestartet sein, während eben diese in Thüringen wegen einer Verlängerung der unterbrochenen Spielzeit ausfallen würde.

    https://www.thueringer-allgemeine.de/sport/fc-rot-weiss-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchsbereich-id229087295.html

    Folgen für den Nachwuchsfußball
    Kein Nachteil

    Thomas Fiedler (FSV Wacker 03 Gotha): Es kann nie ein Nachteil für ein Kind sein, ein Jahr länger in der jüngeren Akl zu verweilen.

    Marcel Waldau (FC Carl Zeiss Jena): Unfassbar sprachlos… man nimmt der Jugend eine komplette Jahrgangsstufe… Einige könnten zu den Männern, andere freuen sich endlich aufs Großfeld zu können usw

    Wegzug insbesondere in Grenzgebieten

    Stefan Jung (SV Blau-Weiß Auma): Wir sind direkt an der sächsischen Grenze….dort wird dann Woche für Woche gespielt… da haut mir doch die Hälfte der Jungs ab

    Psyche der Kinder

    Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode): Schade, dass sich augenscheinlich bei der Entscheidungsfindung für den Nachwuchsbereich wirklich niemand Gedanken gemacht hat, wie die Gemütslage bei vielen Kindern momentan aussieht. Seit Wochen beschulen sie sich selbst, Freunde sehen fällt aus, Training fällt aus etc.. Und jetzt kommt die nächste “Bestrafung” für etwas, was sie nicht verschuldet haben. Erzählen Sie bitte mal den Eltern, wie sie den Kindern das alles nach den ganzen Verboten in der letzten Zeit noch erklären sollen, wenn selbst ihr geliebter Fußball jetzt alles auf den Kopf stellt? Und ganz ehrlich, den meisten Kindern ist es jetzt wirklich egal, wer Erster ist oder nicht. Sie wollen einfach nur wieder Fußball spielen und das mit Freude.

    Wie geht es weiter?
    Beschwerde SC 1903 Weimar

    Der SC 1903 Weimar stimmte gegen eine Fortsetzung der Saison und wird nun entsprechend „Rechtsmittel der Beschwerde gegen den TFV-Vorstandsbeschluss vom 05.05.2020 und Antrag auf Durchführung eines außerordentlichen Verbandstag beim TFV stellen.“ Ziel der Beschwerde ist es die Frage eines möglichen Saisonabbruchs neu zu diskutieren. „Als Verein betrachten wir die aktuelle Entscheidung als nicht hinnehmbar und als Affront gegenüber der jahrelangen sehr guten Arbeit in den Altersklassen des SC 1903 Weimar, inkl. der beiden Männermannschaften“, heißt es in der offiziellen Begründung der Lindenberger.

    https://www.fupa.net/berichte/sc-1903-weimar-sc-1903-weimar-legt-beschwerde-beim-tfv-ein-2653791.html

    Vereinsbündnis in Jena-Saale-Orla

    „Wir haben uns entschlossen Beschwerde einzulegen, was laut Satzung möglich ist und der einzige Weg aktuell scheint. Wir haben ein Satzungsvergehen festgestellt und lassen dies aktuell juristisch prüfen“, sagt André Lorbeer – Stellvertretender Abteilungsleiter und Verantwortlicher für die Öffentlichkeitsarbeit beim SV Jena Zwätzen gegenüber FuPa Thüringen. Mit der Beschwerde steht der mitgliederstarke Jenaer Verein, der drei Männermannschaften und zahlreiche Jugendteams unterhält, nicht alleine da. Aktuell unterstützen 15 Vereine diesen Zusammenschluss, wobei schon acht Vereine auch von Vorstandsebene offiziell als Bündnispartner genannt werden können.

    Petition

    Wir fordern einen Saison-Abbruch 2019/2020 und eine komplette neue Saison 2020/2021 für den Thüringer Nachwuchs im Fußball.

    https://www.openpetition.de/petition/online/thueringer-fussballer-und-vereine-fuer-saisonabbruch-im-nachwuchs

    Musik

    Wir danken eddy für den Song „Though the Tunnels“ (https://www.freemusicarchive.org/music/eddy/srs_1647), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Ebenfalls danken wir Cambo für ihren Song „Coffee“ (https://www.freemusicarchive.org/music/Cambo/Chilled_Beats), der aufgrund der Lizens CC BY 4.0 | https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/ im Podcast verwendet wird.

    Podcastempfehlungen

    #77 | Drei Trainer – drei Meinungen
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/77-drei-trainer-drei-meinungen/

    #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung
    https://podcast.brennpunkt-orange.de/78-die-stimmen-zur-verbandsentscheidung/



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    1 hr 29 min
  • Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    Einen historischen Beschluss fasste der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am 5. Mai in einer Videokonferenz. Die Saison 2019/20 wird bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Unter Berücksichtigung der behördlichen Verordnungen soll die Spielzeit ab dem 1. September 2020 fortgesetzt. werden. Damit folgte der Vorstand letztendlich dem Ergebnis der Abstimmung der Vereine, von denen sich 58% für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten.

    Trotz des mehrheitlichen Votums sorgt die Entscheidung des TFV weiterhin für viel Unruhe. Insbesondere in den Nachwuchsabteilungen der Vereine ist die öffentlich wahrnehmbare Ablehnung sehr groß. FuPa Thüringen und BRENNPUNKT-ORANGE.DE haben daher die Verantwortlichen im Thüringer Fußball nach ihren Argumenten befragt. Die folgenden Sportfreunde haben Position bezogen und sind im Format “FuPa Funk” zu hören: Stefan Jung (SV Blau Weiß Auma), Stefan Staskewitsch (SG Traktor Teichel), Thomas Schorcht (SV Empor Buttstädt), Thomas Offerle (FSV Floh-Seligenthal), Marco Nagy (SV Jena-Zwätzen), Christoph Rodenstock (1. SC Heiligenstadt), Benno Harbauer (FSV 1996 Preußen Bad Langensalza), Daniel Bottner (BSG Chemie Kahla), Lars Fabig (SV 09 Arnstadt), Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode), Christian Rott (FC Thüringen Weida), Norman Wohlfeld (SOCCER City eV), Olaf Wenzel (JFC Gera), Michael Pfaff (FSV Rot-Weiß Breitungen), Adi Volbert (SV BW Neustadt/Orla) , André Thüne (SV Germania Wüstheuterode), Jan Genseke (BSG Wismut Gera), Julian Gasanov (SV Osterland Lumpzig), Ronny Röhr (1. FC Sonneberg 2004), Melanie Lewin (SG Gera), Günter Both (KFA Südthüringen) und Arne Wiegand (BSV Eintracht Sondershausen).




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    1 hr 6 min
  • #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    Einen historischen Beschluss fasste der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am 5. Mai in einer Videokonferenz. Die Saison 2019/20 wird bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Unter Berücksichtigung der behördlichen Verordnungen soll die Spielzeit ab dem 1. September 2020 fortgesetzt. werden. Damit folgte der Vorstand letztendlich dem Ergebnis der Abstimmung der Vereine, von denen sich 58% für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten.

    Trotz des mehrheitlichen Votums sorgt die Entscheidung des TFV weiterhin für viel Unruhe. Insbesondere in den Nachwuchsabteilungen der Vereine ist die öffentlich wahrnehmbare Ablehnung sehr groß. FuPa Thüringen und BRENNPUNKT-ORANGE.DE haben daher die Verantwortlichen im Thüringer Fußball nach ihren Argumenten befragt. Die folgenden Sportfreunde haben Position bezogen und sind im Format “FuPa Funk” zu hören: Stefan Jung (SV Blau Weiß Auma), Stefan Staskewitsch (SG Traktor Teichel), Thomas Schorcht (SV Empor Buttstädt), Thomas Offerle (FSV Floh-Seligenthal), Marco Nagy (SV Jena-Zwätzen), Christoph Rodenstock (1. SC Heiligenstadt), Benno Harbauer (FSV 1996 Preußen Bad Langensalza), Daniel Bottner (BSG Chemie Kahla), Lars Fabig (SV 09 Arnstadt), Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode), Christian Rott (FC Thüringen Weida), Norman Wohlfeld (SOCCER City eV), Olaf Wenzel (JFC Gera), Michael Pfaff (FSV Rot-Weiß Breitungen), Adi Volbert (SV BW Neustadt/Orla) , André Thüne (SV Germania Wüstheuterode), Jan Genseke (BSG Wismut Gera), Julian Gasanov (SV Osterland Lumpzig), Ronny Röhr (1. FC Sonneberg 2004), Melanie Lewin (SG Gera), Günter Both (KFA Südthüringen) und Arne Wiegand (BSV Eintracht Sondershausen).




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    1 hr 6 min
  • #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    Einen historischen Beschluss fasste der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am 5. Mai in einer Videokonferenz. Die Saison 2019/20 wird bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Unter Berücksichtigung der behördlichen Verordnungen soll die Spielzeit ab dem 1. September 2020 fortgesetzt. werden. Damit folgte der Vorstand letztendlich dem Ergebnis der Abstimmung der Vereine, von denen sich 58% für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten.

    Trotz des mehrheitlichen Votums sorgt die Entscheidung des TFV weiterhin für viel Unruhe. Insbesondere in den Nachwuchsabteilungen der Vereine ist die öffentlich wahrnehmbare Ablehnung sehr groß. FuPa Thüringen und BRENNPUNKT-ORANGE.DE haben daher die Verantwortlichen im Thüringer Fußball nach ihren Argumenten befragt. Die folgenden Sportfreunde haben Position bezogen und sind im Format “FuPa Funk” zu hören: Stefan Jung (SV Blau Weiß Auma), Stefan Staskewitsch (SG Traktor Teichel), Thomas Schorcht (SV Empor Buttstädt), Thomas Offerle (FSV Floh-Seligenthal), Marco Nagy (SV Jena-Zwätzen), Christoph Rodenstock (1. SC Heiligenstadt), Benno Harbauer (FSV 1996 Preußen Bad Langensalza), Daniel Bottner (BSG Chemie Kahla), Lars Fabig (SV 09 Arnstadt), Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode), Christian Rott (FC Thüringen Weida), Norman Wohlfeld (SOCCER City eV), Olaf Wenzel (JFC Gera), Michael Pfaff (FSV Rot-Weiß Breitungen), Adi Volbert (SV BW Neustadt/Orla) , André Thüne (SV Germania Wüstheuterode), Jan Genseke (BSG Wismut Gera), Julian Gasanov (SV Osterland Lumpzig), Ronny Röhr (1. FC Sonneberg 2004), Melanie Lewin (SG Gera), Günter Both (KFA Südthüringen) und Arne Wiegand (BSV Eintracht Sondershausen).

    1 hr 6 min
  • #78 | Die Stimmen zur Verbandsentscheidung

    Einen historischen Beschluss fasste der Vorstand des Thüringer Fußball-Verbandes (TFV) am 5. Mai in einer Videokonferenz. Die Saison 2019/20 wird bis zum 31. August 2020 ausgesetzt. Unter Berücksichtigung der behördlichen Verordnungen soll die Spielzeit ab dem 1. September 2020 fortgesetzt. werden. Damit folgte der Vorstand letztendlich dem Ergebnis der Abstimmung der Vereine, von denen sich 58% für eine Fortsetzung der Saison ausgesprochen hatten.

    Trotz des mehrheitlichen Votums sorgt die Entscheidung des TFV weiterhin für viel Unruhe. Insbesondere in den Nachwuchsabteilungen der Vereine ist die öffentlich wahrnehmbare Ablehnung sehr groß. FuPa Thüringen und BRENNPUNKT-ORANGE.DE haben daher die Verantwortlichen im Thüringer Fußball nach ihren Argumenten befragt. Die folgenden Sportfreunde haben Position bezogen und sind im Format “FuPa Funk” zu hören: Stefan Jung (SV Blau Weiß Auma), Stefan Staskewitsch (SG Traktor Teichel), Thomas Schorcht (SV Empor Buttstädt), Thomas Offerle (FSV Floh-Seligenthal), Marco Nagy (SV Jena-Zwätzen), Christoph Rodenstock (1. SC Heiligenstadt), Benno Harbauer (FSV 1996 Preußen Bad Langensalza), Daniel Bottner (BSG Chemie Kahla), Lars Fabig (SV 09 Arnstadt), Anja Hauptmann (SV Glückauf Bleicherode), Christian Rott (FC Thüringen Weida), Norman Wohlfeld (SOCCER City eV), Olaf Wenzel (JFC Gera), Michael Pfaff (FSV Rot-Weiß Breitungen), Adi Volbert (SV BW Neustadt/Orla) , André Thüne (SV Germania Wüstheuterode), Jan Genseke (BSG Wismut Gera), Julian Gasanov (SV Osterland Lumpzig), Ronny Röhr (1. FC Sonneberg 2004), Melanie Lewin (SG Gera), Günter Both (KFA Südthüringen) und Arne Wiegand (BSV Eintracht Sondershausen).



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    1 hr 6 min

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