Büchergespräch

Büchergespräch

By kulturnewsArtsBooks
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Büchergespräch episodes

  • Sally Rooney: Normale Menschen
    Sally Rooney gilt ein bisschen als Aushängeschild der Millenial-Autor*innen. Aber warum eigentlich? Nachdem ihr erstes Buch „Gespräche mit Freunden“ viel Begeisterung ausgelöst hat und schnell zum Bestseller avancierte, ist nun ihr Zweitling „Normale Menschen“ in der deutschen Übersetzung erschienen. Der Plot des Buches ist erstmal wenig mehr als eine Liebesgeschichte, dafür findet Carsten aber die Weise, wie sie erzählt wird, besonders gelungen. Jonah haut die erste Beschreibung des Buches so gar nicht vom Hocker und fürchtet, dass hier eine alte Erzählung neu aufgewärmt wird. Kann Carsten ihn überzeugen?
    31 min
  • Marius Goldhorn: Park
    Millenial-Literatur, was ist das eigentlich? Carsten und Jonah beginnen ihre Untersuchung des vermeintlich neuen Genres mit Marius Goldhorns Debütroman „Park“. Carsten steht dem Ansatz des Autors eher skeptisch gegenüber und befürchtet, dass neben dessen Schwadronieren über iPhones, Popkultur und existentialistische Langeweile nur wenig übrig bleibt. Jonah kann ihm in diesem Punkt nicht wirklich widersprechen, aber findet gerade gegen Ende des Buches einige Passagen, die das Buch für ihn empfehlenswert machen.
    22 min
  • Jonas Eika: Nach der Sonne
    Eigentlich ist es ja zu spät im Jahr, um schon wieder Frühlingsgefühle zu entwickeln, doch Carsten ist völlig in love mit dem jungen Dänischen Autoren Jonas Eika und dessen Novellensammlung „Nach der Sonne“. Darin treffen kafkaesque Geschichten über kapitalistische Ausbeutungssysteme auf magisch-realistische Elemente, von denen man nicht so leicht sagen kann, ob sie jetzt eigentlich Dystopien oder Utopien sind. Jonah sorgt zuerst die fehlende Konkretheit bei einem so politischen Themenkomplex, doch Carsten liebt bei „Nach der Sonn“ gerade, dass das Buch nicht belehrt und Lösungsansätze auserzählt. Schon bald können die beiden Büchergespräch-Boys mit Jonas Eika zusammen die Welt der Gegenwart hinter sich lassen, und fühlen sich ganz und gar zu Hause in dem Vibe der fünf wahnwitzig-fantastischen Novellen. Kommt doch mit!
    33 min
  • Linus Giese: Ich bin Linus
    Eigentlich sind die Büchergespräch-Boys ja literarischer drauf, und Biografien langweiligen sie eher. Von daher ein gefährlicher Move von Jonah, ein Buch in den Podcast zu bringen, das zumindest zu großen Teilen autobiografisch ist. Gar nicht gefährlich allerdings, wenn dieses Buch aus der Feder des Literaturbloggers Linus Giese stammt, der mit „Ich bin Linus“ seine Lebensgeschichte erzählt. Da gibt es nicht nur sehr viel Erhellendes über die gelebten Realitäten von trans Menschen zu lernen, auch strotzt das Buch nur so vor berührenden Passagen, die dann auch Carsten überzeugen.
    24 min
  • Sebastian Janata: Die Ambassadorin
    Das Büchergespräch macht einen Abstecher in die Provinz: Carsten hat heute einen Roman aus einer völlig zu Recht vernachlässigten Gattung in seiner Reisetasche – einen Heimatroman. Nur gelingt es Sebastian Janata, dem Schlagzeuger der Band Ja, Panik, mit seinem Debütroman „Die Ambassadorin“, das sonst so piefige Genre des Heimatromans auf gleich mehreren Ebenen ins Hier und Jetzt zu holen. Da geht es nicht um Gemütlichkeit, sondern um Gender: Und spätestens da ist Jonah dann auch an Bord.
    21 min
  • Iván Repila: Der Feminist
    Kann ein Mann ein Feminist sein? Carsten und Jonah wissen, dass es für das Buch eines cis Manns zu dieser Frage nichts Dringlicheres gibt, als die Meinung zweier weiterer cis Männer, die zu allem Überfluss auch noch einen Podcast machen. Also eilen sie zur Rettung, um dem Diskurs um Iván Repilas Buch einen wichtigen Wortbeitrag beizusteuern. Doch was kann das Buch über einen namenlosen Journo, der sich nach der Begegnung mit einer linken Intellektuellen zum Vorzeigefeminist und Gesellschaftsdurchblicker mausert? Jonah ist eher nicht so überzeugt, bis das Buch im letzten Drittel plötzlich unfassbar weird wird. Da horcht dann auch Carsten auf …
    27 min
  • Victor Jestin: Hitze
    Passend zur Hitzewelle der letzten Wochen nehmen sich Carsten und Jonah in dieser Episode ein Sommerbuch vor, oder eher ein „Anti-Sommerbuch“, wie Carsten meint. Es geht um den Roman „Hitze“ von Victor Jestin, in dem der französische Autor den jungen Leonard in die Sommerhitze auf einen Campingplatz in Südfrankreich schickt. Dort steht ihm der Sinn aber so gar nicht nach Sommer, Sonne, Sonnenschein. Eher fühlt er sich wie ein Fremdkörper in einer Welt aus Euphorie, Schweiß und Sonnencreme. Mit dem Gefühl kann Carsten sich identifizieren, und auch Jonahs Erinnerungen an den Strandurlaub fallen eher weniger positiv aus. Der Grund für Leonards Abneigung ist jedoch schockierend: Zu Beginn seines Aufenthalts muss er mit ansehen, wie ein anderer Jugendlicher sich das Leben nimmt.
    27 min
  • John O‘Connell: Bowie‘s Bücher
    Kurz vor seinem Tod hat David Bowie eine Liste mit den 100 Büchern veröffentlicht, die ihn am meisten beeinflusst haben. Jetzt hat John O‘Conell über Bowies Bücher ein Buch geschrieben und sich darin jeweils auf ein paar Seiten jedem einzelnen angenähert. Jonah ist zumindest von Bowies Musik begeistert und auch Carsten ist alles andere als abgeneigt, allerdings befürchtet er, dass ihm das Buch nur wenig Neues liefert. Jonah macht den Test: An welche Bücher wird gedacht, wenn es um David Bowie geht? Und hat O‘Connell vielleicht doch ein paar Überraschungen in der Tasche?
    19 min
  • Amanda Lasker-Berlin: Elijas Lied
    Carsten und Jonah schnüren ihre Stiefel und gehen mit „Elijas Lied“ auf Wanderschaft. In Amanda Lasker-Berlins Debütroman treffen sich drei entfremdete Schwestern wieder, um gemeinsam eine Wanderroute auf einen Berg zurückzulegen. Dabei könnten die Figuren unterschiedlicher kaum sein: Elija, die älteste der drei Schwestern, wurde mit Trisomie 21 geboren, Noa arbeitet als Sexualbegleiterin für Pflegebedürftige – und Loth ist in die rechte Szene abgerutscht und lebt in einer patriotischen Hausgemeinschaft. Was für Jonah zunächst etwas konstruiert klingt, erweist sich schnell als eine wahnsinnig geschickte Geschichte, die alle Fallen vermeidet, in die Literatur über Rechtsradikalismus sonst so gerne tappt. Und als wäre das noch nicht genug, schreibt Amanda Lasker-Berlin neben Loth noch zwei andere Figuren in ihren Roman, die locker ihr eigenes Buch tragen könnten.
    29 min
  • Patti Smith: Im Jahr des Affen
    Heute treffen sich Carsten und Jonah in Schlafanzug und Schlüppi zum Büchergespräch und begeben sich auf die traumwandlerischen Spuren der Alleskönnerin Patti Smith. In ihrem neuesten Buch pendelt die Musikerin, Autorin, Fotografin und Dichterin zwischen autobiografischer Erzählung, psychedelischen Tagträumen, literarischen Anspielungen und politischen Analogien. 
    „Im Jahr des Affen“ verbindet auf etwas über 200 Seiten die politischen Geschehnisse des Jahres 2016 (Trumps Wahlsieg zum Beispiel) mit persönlichen Belangen der Autorin: Smith wird 70, zwei ihrer besten Freund*innen gehen von ihr. Überfrachtet? Fehlanzeige! Vielmehr wirkt das Ganze so beiläufig und locker, dass es teilweise schwer fällt, überhaupt am Ball zu bleiben. Ob dieses Büchergespräch zum ersten unfreiwilligen Sleepover-Podcast wird?
    20 min

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Als Literaturredakteur hat Carsten tagein tagaus andauernd mit Literatur zu tun. Fahnen sichten, lesen, lesen, lesen, schreiben. Da fehlt allerdings eins: drüber sprechen. Dazu hat sich Carsten seinen…