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Wie entsteht Glaubwürdigkeit, wenn nicht mehr Menschen nach Antworten suchen, sondern Algorithmen sie zusammenfassen? Wer heute ChatGPT, Gemini oder Perplexity fragt, bekommt eine fertige Antwort statt einer Liste mit zehn Links. Marken, die in dieser Antwort nicht vorkommen, kommen auch in der Entscheidung nicht vor. In dieser Folge von How to Change spricht Nils Wigger mit Julian Gottke. Julian hat blinq gegründet, eine Kölner Software, die misst, wie KI-Modelle Marken wahrnehmen und welche Quellen sie dafür zitieren. Vorher hat er rund zehn Jahre in Marketing und PR gearbeitet, unter anderem für Klarna, Babbel und die Berlin Brands Group. Den GEO-Hype findet er selbst übertrieben, obwohl er ein Tool dafür baut.
Seine Firma blinq hat 250.000 KI-Antworten ausgewertet. Zwei Ergebnisse daraus:
Ein Gespräch über das Ende aufgeblähter Reichweiten-Reports, über Botschaften, die messbar ankommen, und über die Frage, wo Unternehmen anfangen sollen, wenn das Thema auf dem Tisch liegt.
Darüber haben wir gesprochen:
🧭 GEO entscheidet über die Kaufentscheidung: SEO wollte auf Seite eins bei Google. GEO will in die Antwort von ChatGPT, Perplexity und Google AI Overviews. Wer dort fehlt, fehlt beim Kunden.
👟 Ein Laufschuh erklärt den Glaubwürdigkeits-Filter: Am Beispiel eines Schuhs mit Carbonplatte zeigt Julian, wie ein Modell die Aussagen der Website mit Fachpresse, YouTube und Reddit abgleicht, bevor es ihn empfiehlt.
📊 Jede Branche hat andere Quellen: Beim Laufschuh zählt die Fachpresse, bei B2B-Software zu 85 Prozent die Unternehmenswebsite. Warum der Satz „Reddit ist wichtig" gefährlich ist und was stattdessen hilft: eigene Prompts anlegen und die Quellen lesen.
🧱 Struktur schlägt Storytelling: Drei Bullets über dem Text, FAQ darunter, eine Botschaft in jedem Artikel wiederholt. Was Maschinen gut finden, hilft gestressten Lesern genauso.
🔗 Die Studie zum Nachlesen: https://theblinq.de/llm-quellen-studie
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Dr. Leopold von Schlenk-Barnsdorf ist Gesellschafter und Aufsichtsrat der Schlenk SE – einem über 150 Jahre alten Hidden Champion aus Franken, dessen Metalleffektpigmente und ultradünne Metallfolien in fast jedem Autolack, Smartphone und in der Raumfahrt stecken. Er ist in fünfter Generation Teil der Unternehmerfamilie, hat über Geschäftsmodellinnovation in Familienunternehmen promoviert (inklusive 60 Interviews im eigenen Unternehmen – vom Azubi bis zum Aufsichtsrat) und fünf Jahre bei UnternehmerTUM in München das Ökosystem für Familienunternehmen mit aufgebaut.
In dieser Folge spricht er mit Nils Wigger darüber, wie Familienunternehmen den Einstieg ins Start-up- und VC-Ökosystem finden – und warum es dafür nicht den einen Weg gibt. Leopold erklärt, warum man das Risikoprofil der Familie vom Risikoprofil des Unternehmens trennen muss, warum ein Investment selten am Anfang steht und wieso gerade der Mittelstand für Deep-Tech-Start-ups der entscheidende Partner auf dem Weg vom Labor in die industrielle Skalierung ist. Wer verstehen will, wie Tradition und Innovation zusammen Transformation ergeben, sollte reinhören.
Wir reden über:
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„Momentan sieht man überall nur den Untergang. Wirtschaft schlecht, wir sind alle zu faul, Fußball läuft auch nicht." So fasst Peter Fintl die deutsche Stimmungslage zusammen – und erklärt dann, warum er ihr nicht glaubt. Fintl leitet seit elf Jahren bei Capgemini Engineering den Bereich Technologie und Innovation für Nord- und Zentraleuropa, hat sechs Jahre in China gelebt und kennt den globalen Technologiewettbewerb aus nächster Nähe. In dieser Folge von „How to Change" spricht er mit Nils Wigger über das, was in der Debatte regelmäßig fehlt: eine nüchterne Analyse dessen, wo Deutschland noch mitspielt – und eine These dazu, warum die nächste große Industriewelle ausgerechnet in eine deutsche Stärke läuft.
Diese Stärke heißt Regelungstechnik. Und die nächste Welle heißt Physical AI – Künstliche Intelligenz, die nicht mehr nur Text produziert, sondern in der realen Welt handelt, plant und mit menschlichen Kollegen zusammenarbeitet. Robotik, neu gedacht. Fintl erklärt, warum das kein Zufall ist und warum Deutschland hier Fahrer sein kann – wenn es will. Ein Gespräch über Transformation, China, Begeisterung und die Frage, was eigentlich fehlt: nicht Technologie, sondern Zukunftslust.
Um diese Themen geht es im Podcast:
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Vom klassischen „Spaltmaß-Deutschland“ direkt in das von Content überflutete, postfaktische Zeitalter : Jannis Johannmeier sorgt mit seinem provokanten Spiegel-Bestseller Propaganda for the Good für mächtig Gesprächsstoff. Während traditionelle Unternehmen und die Politik immer noch verzweifelt versuchen, die Menschen mit drögen Zahlen, Daten und Fakten zu überzeugen, setzt sein Buch auf ein radikaleres Werkzeug: die gezielte Orchestrierung von Emotionen, um überhaupt noch Gehör zu finden. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum rein rationale Kommunikation in einer überforderten Welt verpufft und wie wir eine neue, verbindende Zukunftserzählung für Wirtschaft und Gesellschaft gestalten müssen.
Jannis räumt auf mit dem Irrglauben, dass Fakten allein ausreichen, um Menschen zu bewegen. Er erklärt auf Basis neurowissenschaftlicher Erkenntnisse, warum das bewusste Denken im Vergleich zum Unbewussten im alltäglichen Content-Dschungel hoffnungslos unterlegen ist und wieso selbst die nobelste Wahrheit heutzutage genauso inszeniert und verkauft werden muss wie eine gut verpackte Lüge. Ein packendes Plädoyer für mehr Mut zu großen Visionen, mitreißendem Entertainment und einer Kommunikation, die den Menschen im Kern emotional packt, anstatt ihn mit Tabellen zu langweilen.
Wir reden über:
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Vom High-Tech-Mekka im Silicon Valley direkt in die europäische Realität der Energiekrise: Gilles Backhus baut mit Tensordyne den wohl heißesten Nvidia-Herausforderer. Während die Politik Milliarden in gigantische, stromhungrige Rechenzentren pumpen will, setzt das mit über 200 Millionen Euro finanzierte Startup auf radikale Effizienz. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum wir aktuell ein US-Wirtschaftsmodell importieren, das bei europäischen Strompreisen zum Scheitern verurteilt ist.
Gilles räumt auf mit dem blinden Fleck der deutschen KI-Debatte: der Token-Ökonomie (Tokenomics). Er erklärt, warum digitale Souveränität nicht durch die Größe eines Rechenzentrums entschieden wird, sondern durch die knallharte Metrik „Tokens pro Watt“. Ein Gespräch über den Irrsinn von 25-Cent-Strompreisen, logarithmische Mathematik und die Mission, gute KI für den europäischen Mittelstand bezahlbar zu machen.
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Vom Strategie-Vordenker bei Bertelsmann und dem Stanford-MBA direkt in das Herz der deutschen Industriegeschichte: Philipp Herrmann gestaltet mit der Bricks Startup Alliance die Zukunft des Ruhrgebiets. Gemeinsam mit Schwergewichten wie E.ON, RWE und Evonik baut er eine „Startup Factory“, die Forschung und Industrie radikal verzahnt. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum das Ruhrgebiet kein Subventionsempfänger, sondern ein Investment-Objekt mit globalem Anspruch ist.
Herrmann reflektiert über die Notwendigkeit von „Signifikanz“ – also technologischen Lösungen, die international einen kommerziellen Impact haben. Er erläutert, warum Deutschland mehr Radikalität in der Umsetzung und weniger politische Kompromisse braucht, um im technologischen Wettbewerb zu bestehen. Ein Gespräch über die Kraft des unternehmerischen Mutes und die Mission, das Ruhrgebiet wieder schlagkräftig zu machen.
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Vom Strategie-Berater bei Roland Berger zum Brückenbauer für den deutschen Mittelstand: Tobias Rappers leitet den Maschinenraum in Berlin – ein Ökosystem, in dem über 85 traditionsreiche Familienunternehmen wie Viessmann, Jägermeister oder STIHL die digitale Transformation gemeinsam anpacken. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger darüber, warum der Austausch von Fehlern und Erfahrungen unter „Gleichgesinnten“ wertvoller ist als jede klassische Unternehmensberatung.
Rappers beleuchtet die besonderen Stärken und Schwächen von Familiengeführten Betrieben: von der enormen langfristigen Beständigkeit und regionalen Verantwortung bis hin zur Gefahr, im „eigenen Saft“ zu schwimmen. Er erklärt das Konzept der „Rudelberatung“, warum Kommunikation der am meisten unterschätzte Faktor bei Veränderungsprozessen ist und wie man es schafft, selbst verschlossene Patriarchen für neue Impulse zu öffnen. Ein Gespräch über den wahren Motor der deutschen Wirtschaft und die Kraft der Schwarmintelligenz.
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Mit 22 Jahren gründet Andreas „Andy“ Loy das KI-Startup Konux, sammelt hunderte Millionen Dollar Risikokapital ein und baut das Unternehmen zu einem globalen Player aus. Doch der enorme Erfolg fordert seinen Preis: Kurz vor seinem 30. Geburtstag zwang ihn eine Herzdiagnose zum Rücktritt als CEO. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Nils Wigger über den Mut, ein Lebenswerk loszulassen, und die daraus gewonnene neue Perspektive auf Wirtschaft und Technologie.
Loy reflektiert über den Unterschied zwischen ego-getriebener Skalierung und nachhaltigem Unternehmertum. Er erläutert, warum europäische Werte bei der Entwicklung von KI ein entscheidender Standortvorteil sind und weshalb wir Technologie nutzen sollten, um den Menschen wieder in den Mittelpunkt zu rücken, statt ihn durch Effizienzmetriken zu ersetzen. Ein Gespräch über Krisen als Wendepunkte und das „7-Generationen-Prinzip“.
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Als Bastian Siebers im Oktober 2022 bei Flaconi startet, verbrennt das Unternehmen monatlich eine Million Euro. Sechs Monate später ist das Unternehmen profitabel. In dieser Folge von How to Change spricht er mit Oliver Stock und Nils Wigger über die Mechanik hinter diesem Erfolg.
Siebers räumt mit dem Klischee auf, dass E-Commerce-Wachstum keine Gewinne abwerfen muss. Er erklärt seine „Fitnessphase“, die Rückbesinnung auf die 4 Ps (Purchase, Pricing, Product, Promotion) und warum eine klare Hierarchie entscheidend für die Geschwindigkeit eines Teams ist. Ein Gespräch über die Rolle von Kultur, die Notwendigkeit von Disziplin und das Ende der „Schockstarre“ nach dem Corona-Boom.
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In einer Welt, in der Skalierung oft an personelle Grenzen stößt, entscheidet die technologische Radikalität über das unternehmerische Überleben. Marcel Pesch, Gründer der Academy4AI, führt ein Unternehmen, das die klassischen Regeln von Wachstum und HR komplett ignoriert. Bei How to Change spricht er mit Oliver Stock darüber, warum das Modell „Mitarbeiter-Aufbau“ ausgedient hat und wie er mit nur drei echten Köpfen ein Imperium steuert, das von 23 KI-Agenten befeuert wird.
Marcel erklärt, warum KI-Kompetenz heute so essenziell ist wie Englischkenntnisse, weshalb sein persönlicher Assistent „Hans Otto“ mehr als nur ein Chatbot ist und warum der Mensch im Zeitalter der Algorithmen zum strategischen Dirigenten aufsteigen muss. Ein Gespräch über den Mut zur radikalen Verschlankung, die Befreiung von operativen Fleißaufgaben und die Prognose für 2026 – das Jahr, in dem Agenten das Kommando übernehmen.
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Die Schlagzeilen sind voll von „Abstieg“ und „Stagnation“. Wir sagen: Bullshit. Transformation ist kein Drohszenario, sondern die wichtigste Gestaltungsaufgabe unserer Zeit. Im Business…
Podcast „How to Change“ räumt Nils Wigger mit der lähmenden „German Angst“ auf und bringen die Akteure zusammen, die den Wandel nicht nur beobachten, sondern gestalten: Mittelständler, die ihr Geschäftsmodell radikal neu denken, Wissenschaftler, Journalisten, Politiker. "How to Change" verzichtet dabei auf klassische Biografien und Eitelkeiten und zeigt konkrete Perspektiven auf – realistisch, pragmatisch und konsequent nach vorne gerichtet.
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