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Was macht eigentlich ein Konzertmeister – ausser Geige spielen?
Camerata-Geiger Edouard Mätzener spricht mit Bogdan Božović, erstem Konzertmeister des Musikkollegiums Winterthur und Konzertmeister des Ensemble Resonanz, über eine Rolle, die weit über musikalische Präzision hinausgeht: über Führung ohne Worte, das Lesen eines Orchesters, die Zusammenarbeit mit Dirigent:innen und die Kunst, im richtigen Moment Verantwortung zu übernehmen.
Božović erzählt, warum Zuhören oft wichtiger ist als Reden, weshalb Vertrauen in einem Ensemble innerhalb weniger Minuten entstehen oder verloren gehen kann und wie viel Psychologie in einer Orchesterprobe steckt. Es geht um effizientes Proben, musikalische Freiheit, Klang und Körperspannung – aber auch um Tourleben, Selbstkritik, Kaffee, kaputte Fingernägel und die seltenen Konzertmomente, in denen plötzlich etwas entsteht, das über alles Geprobte hinausgeht.
Ein persönliches Gespräch über musikalische Führung, Zusammenarbeit und darüber, warum Kunst auch im professionellen Alltag nie zur Routine werden sollte.
Sharon Kam stand mit 16 zum ersten Mal als Solistin vor dem Israel Philharmonic Orchestra – unter Zubin Mehta. Im Gespräch mit Esther Hoppe erzählt sie von ihrem Werdegang, von den Eigenheiten ihres Instruments und davon, was das Reiseleben einer Solistin heute mit dem Musikeralltag zu Mozarts Zeiten verbindet – und was nicht. Anlass des Gesprächs: Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622, das Sharon Kam mit der Camerata Zürich am 27.06.2026 in der Tonhalle Zürich aufführte.
Warum inspiriert die Schweiz seit Jahrhunderten Künstler:innen aus aller Welt? Und wie werden Landschaften, Fossilien, Erinnerungen und Geschichte zu Musik?
In dieser Folge spricht Gustavo de Freitas, Direktor der Camerata Zürich, mit dem Schweizer Komponisten, Cellisten und Improvisator Alfred Zimmerlin über sein Werk Gezeiten der Zeit, das die Camerata Zürich am 27. Juni 2026 in der Tonhalle Zürich aufführt.
Ausgehend von seiner Kindheit am Jura-Südfuss erzählt Zimmerlin von Fossilien aus dem Jurameer, keltischen Wallanlagen, alten Stiftskirchen und der Idee der «Zeitsäule» – einer Sicht auf die Zeit, die sich nicht als Linie, sondern als Schichtung von Erfahrungen, Erinnerungen und gelebten Leben versteht.
Ein Gespräch über Landschaft als Gedächtnis, über Melodien aus aller Welt, über Mendelssohns «Schweizer» Sinfonie, Haydns unerschöpfliche Kreativität und die Frage, warum man manchmal lieber in der Gegenwart bleibt, als eine Zeitreise zu unternehmen.
Wie begeistert man Kinder für klassische Musik – ohne erhobenen Zeigefinger und ohne didaktische Floskeln?
In dieser Folge spricht Camerata-Bratschist Hugo Bollschweiler mit der Musikvermittlerin Evamaria Felder und der Primarlehrerin Yasmin Chaudri über den oft erstaunlich direkten Zugang von Kindern zu Musik und darüber, warum gerade Antonio Vivaldi bei jungen Menschen bis heute eine besondere Wirkung entfaltet.
Im Zentrum steht das aussergewöhnliche Vermittlungsprojekt Camerata@School – Vivaldi Recomposed: Primarschüler:innen entwickeln dabei gemeinsam mit Musiker:innen der Camerata Zürich ihre eigenen „Vier Jahreszeiten“, experimentieren mit Klängen, bauen Instrumente, komponieren, arbeiten mit grafischer Notation, sammeln Geräusche aus ihrem Alltag und planen Schritt für Schritt ein ganzes Konzert.
Warum reagieren Kinder oft unmittelbarer auf klassische Musik als Erwachsene? Wie spricht man über Musik, ohne sie zu „erklären“? Und wie schafft man musikalische Erlebnisse, die langfristig etwas auslösen?
Ein persönliches Gespräch über Neugier, Kreativität, Musikvermittlung und die Frage, wie nachhaltige kulturelle Teilhabe überhaupt entstehen kann.
Was verbindet musikalische und tänzerische Höchstleistungen? Und wann beginnt künstlerische Ausdruckskraft wirklich?
In Folge 7 des Camerata Zürich Podcasts spricht Edouard Mätzener mit Ballerina Giulia Tonelli über ihren ungewöhnlichen Weg in die professionelle Tanzwelt. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, was ein „Wunderkind“ im Tanz ausmacht – und welche Rolle Frühförderung, Disziplin und Durchhaltevermögen dabei spielen.
Dabei wird schnell klar: Höchstleistung entsteht nicht nur durch Technik, sondern durch eine tiefe innere Notwendigkeit, sich auszudrücken. Giulia Tonelli erzählt von ihrem persönlichen Zugang zur Kunst, von der Bedeutung von Bildung und Reflexion sowie von der Herausforderung, in einer Welt des permanenten Leistungsdrucks bei sich selbst zu bleiben.
Im Zentrum steht dabei die Verbindung von Musik und Bewegung: der Moment auf der Bühne, in dem Denken in den Hintergrund tritt und der Körper beginnt, Musik sichtbar zu machen.
Was passiert hinter den Kulissen eines Orchesters, lange bevor der erste Ton erklingt?
In dieser Folge spricht Pascal Druey, Stimmführer der 2. Violinen, mit Gustavo de Freitas, Direktor der Camerata Zürich, über die oft unsichtbare, aber entscheidende Arbeit eines Orchestermanagers hinter den Kulissen: über Kommunikation als Führungsinstrument, über Sprache als Brücke zwischen Kunst und Organisation und über die Polyphonie der vielen Stimmen, die nicht auf dem Notenpult liegen, sondern in Gesprächen, E-Mails, Sitzungen und Beziehungen entstehen.
Wie führt man ein Ensemble zwischen künstlerischem Anspruch und organisatorischer Realität? Und warum ist Zuhören manchmal wichtiger als Sprechen ?
Ein persönliches, reflektiertes Gespräch über Verantwortung, Vermittlung und die Kunst, Strukturen so zu gestalten, dass Musik entstehen kann.
In der fünften Folge des Camerata-Zürich-Podcasts ist die Cellistin Ditta Rohmann zu Gast – Solistin des Abo-Konzerts vom 10. Januar 2026. Gastgeberin Esther Hoppe, künstlerische Leiterin der Camerata Zürich, spricht mit ihr über musikalische Neugier, Vielseitigkeit und die Lust am Überschreiten von Grenzen.
Im Mittelpunkt steht Ditta Rohmanns intensive Beschäftigung mit Johann Sebastian Bach und Carl Philipp Emanuel Bach, ihre Sicht auf historische Aufführungspraxis sowie ihre Erfahrungen mit CD-Aufnahmen. Das Gespräch führt von barocker Mehrstimmigkeit und improvisatorischem Denken über die Rolle von Kadenzen bis hin zu Fragen des Hörens, Singens und musikalischen Vorstellens.
Weitere Themen sind das Zusammenspiel von Musik, Tanz und Theater, der Einfluss des Unterrichtens auf das eigene Musizieren sowie die Herausforderung, Tradition und persönliche Handschrift in Einklang zu bringen. Auch Einblicke in das Leben zwischen Konzertpodium, Hochschule und Familie finden in dieser Folge ihren Platz.
Ein offenes, persönliches Gespräch über Klang, Fantasie und die Freiheit, Musik immer wieder neu zu denken.
Klassik erleben. Persönlich. Nah.
Inspiriert vom Konzertprogramm "The Four Temperaments", das die Camerata Zürich zusammen mit dem Pianisten Ronald Brautigam im November 2025 in der Tonhalle Zürich aufgeführt hat, spricht Gustavo de Freitas, Direktor der Camerata Zürich, mit Edward Rushton, Komponist und Pianist, sowie der Psychologin Katrin Grosse über das faszinierende Konzept der vier Temperamente. Gemeinsam erkunden sie dieses uralte Konstrukt aus der antiken Medizin und beleuchten es aus einer musikalischen und psychologischen Perspektive.
Im Zentrum steht die Frage, wie Paul Hindemith diese Temperamente in seinem Werk The Four Temperaments musikalisch umgesetzt hat und ob seine Musik eher Emotionen (und Temperamente) beschreibt oder Emotionen auslöst. Ein Gespräch über Klang und Charakter, über Kategorien und Schubladen, über die überraschende Wirkung von Musik und darüber, warum wir Menschen das Bedürfnis haben, die Welt stets in Kategorien zu sortieren.
Klassik erleben. Persönlich. Nah.
In dieser Folge spricht Esther Hoppe, künstlerische Leiterin der Camerata Zürich, mit Ronald Brautigam, international gefeiertem Pianisten, über sein erstes Konzert als Artist in Residence bei der Camerata Zürich: seine besondere Beziehung zu Haydn und Hindemith, die Magie des Musizierens ohne Dirigent und die Kunst, zwischen historischem Hammerflügel und modernem Konzertflügel zu wechseln.
Ein persönliches Gespräch über Klangfarben, Temperamente, musikalischen Humor – und die Freude am gemeinsamen Musizieren.
Klassik erleben. Persönlich. Nah.
(Diese Podcast-Folge ist in englischer Sprache.)
Vom ersten Blick in die Noten bis zum Moment, in dem der letzte Ton verklingt – wie entsteht eigentlich ein Konzert bei der Camerata Zürich?
In dieser Folge spricht Edouard Mätzener, Violinist der Camerata Zürich, mit Alessandro D’Amico, Solobratschist des Ensembles, über die Energie der ersten Proben, die Magie des Moments auf der Bühne – und auch über kleine Missgeschicke, die hinter den Kulissen passieren.
Ein ehrliches Gespräch über Vorbereitung, Lampenfieber, künstlerische Verantwortung und die Liebe zur Musik – Klassik erleben. Persönlich. Nah.
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