Autor: Pfister, Sandra
Sendung: Campus & Karriere
Hören bis: 19.01.2038 04:14
Das Bildungsmagazin
Lernen wie in der Dorfschule
Jahrgangsübergreifendes Lernen - Vorteil für Schüler, Überforderung für Lehrende?
Die einen können schon im Zahlenraum bis 20 rechnen, die anderen noch nicht einmal einen Stift halten -
beim jahrgangsübergreifenden Lernen sitzen Kinder zusammen in einer Klasse, die unterschiedlich alt und
unterschiedlich leistungsstark sind. Sie sollen voneinander lernen, nicht nur vom Lehrer. Jüngere nutzen die
Älteren als Lernhelfer; die Älteren sollen lernen, Rücksicht auf Jüngere zu nehmen oder ein Thema zu durchdringen,
indem sie es anderen beibringen. Die Idee kommt ursprünglich aus der Reformpädagogik, erlebte seit der
Jahrtausendwende eine Konjunktur, ist aber seit einigen Jahren eher wieder auf dem Rückzug.
Campus & Karriere fragt: Warum haben sich viele Grundschulen wieder von dem Konzept verabschiedet?
Ist es für viele Lehrer abschreckend, weil sie damit nicht vertraut sind? Überfordert jahrgangsübergreifender
Unterricht zu viele Kinder? Wie fällt die wissenschaftliche Bilanz aus?
Gesprächsgäste sind:
Sandra Grosser, Schulleiterin der Käthe Kollwitz Grundschule in Berlin, die 2012 wieder auf jahrgangshomogenen Unterricht umgestellt hat (Studio Berlin)
Meike Munser-Kiefer, Prof. für Pädagogik / Grundschulpädagogik, Uni Regensburg (tel.)
Karin Petzold, Grundschullehrerin und Leiterin des Vorstandsbereichs Schule im GEW-Landesverband Berlin (Studio Berlin)
Hildegard Bentele, Bildungspolitische Sprecherin der CDU-Fraktion in Berlin (aufgez. Telefon-Interview)
Ursula Carle, Professorin für Elementar- und Grundschulpädagogik, Uni Bremen (aufgez. Interview)
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Fast zurück auf Los
In Berlin haben sich die meisten Schulen wieder vom
jahrgangsübergreifenden Lernen (JüL) verabschiedet.
Am Mikrofon: Sandra Pfister.