"Abbado Rediscovered": Hinter dem Titel dieses Albums verbirgt sich ein Konzertmitschnitt mit Claudio Abbado und den Wiener Philharmonikern von 1971, der erst jetzt gehoben wurde. Abbado dirigierte damals Werke von Schubert: die italienisch leichte Fünfte Symphonie und die abgründige "Unvollendete".
Auf seiner aktuellen CD widmet sich Jean-Efflam Bavouzet drei Mozart-Werken , die alle im Jahr 1784 entstanden: zwei klavierkonzerte und das Bläserquintett. Der französische Pianist spielt rhythmisch federnd, mit prägnanter Artikulation und heiterer Leichtigkeit. Mozart klingt hier delikat-französisch, nach logischer und zugleich lichtdurchfluteter Klarheit.
Von zarten Bläsersoli bis zu polyphon komplexen Strukturen ist alles vorhanden in Joseph Marx‘ hochindividueller "Naturtrilogie", die von den Bochumer Symphonikern unter Steven Sloane mit großartigem Klangsinn interpretiert wird. Am Ende wird es gar mystisch-orgiastisch wie bei Skrjabin: Die abschließende Frühlingsmusik empfindet das kraftvolle Wiedererwachen der Natur.
Eine hochspannende Neueinspielung von Vivaldis fantasiesprühender , im byzantinischen Umfeld angesiedelten Oper. Die Sänger sind alle großartig und jede Sekunde der Aufnahme wert. Dirigent Ottavio Dantone und das Orchester Accademia Bizantina bestechen durch plausible Tempi und plastische Artikulation.
Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach, Antonio Vivaldi, Charles Avison, Jean-Henry D'Anglebert, Jean-Baptiste Lully | Café Zimmermann, Céline Frisch
Francesca Boncompagni, Sopran | Accademia Ottoboni; Marco Ceccato, Cello und Leitung; Teresa Ceccato, Violine; Anna Fontano, Cembalo; Francesco Romano, Theorbe und Gitarre
Schuberts Musik intoniert das Schöne im Schrecklichen und das Schreckliche im Schönen mit einer Intensität, der man sich kaum entziehen kann. Besonders wenn mit einer so innerlichen Glut musiziert wird, wie vom Chiaroscuro Quartet. Ein anrührender, ein besinnlicher Hörgenuss für besinnliche Tage.
All diesen Konzerten geigerisch und musikalisch überzeugend gewachsen ist der italienische Barock-Virtuose und manchmal auch Violin-Rebell Fabio Biondi mit seinem immer wieder faszinierend schlagkräftigen Ensemble Europa Galante. Biondi flitzt durch die flotten Bravour-Passagen, reibt sich an Dissonanzen und ungewöhnlichen Harmonien.
5 min
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