Mit dem Staatlichen Akademische Staatsorchester von Russland erarbeitet Jurowski eine neue Gesamtaufnahme der Symphonien von Sergej Prokofjew. Zum Auftakt hat er die bei uns kaum gespielten Symphonien Nummer 2 und 3 gewählt; "ein überzeugendes Plädoyer", sagt Fridemann Leipold.
Auf Fotos umgibt den 1990 gestorbenen kubanischen Pianisten die vornehm zurückhaltende Aura eines spanischen Granden, und genauso spielte er auch: nobel, gelassen und ohne Attitüde. Jetzt ist eine CD-Box mit Aufnahmen erschienen, die in Berlin beim damaligen RIAS entstanden sind. Oswald Beaujean lobt "Poesie und Sehnsucht" von Bolets Klavierspiel.
Graphische Kurven, mathematische Formeln, statistische Methoden - all das verwandelte Iannis Xenakis in Musik. Trotzdem klingen seine Orchesterwerke nie abstrakt, sondern gehen mit elementarer Wucht unter die Haut. Die CD präsentiert "drei Meilensteine der Moderne", wie Thorsten Preuß sagt.
73 Jahre alt ist Joachim Kühn inzwischen, aber hochgradig neugierig geblieben und auf der Suche nach Herausforderungen. Die beiden Partner seines "New Trio" sind über dreißig Jahre jünger als er. Und mit ihnen spielt er Stücke, die besonders gut ins Ohr gehen. "So wie dieser Pianist klingt immer noch keiner", sagt Roland Spiegel.
Das Ensemble "Die Freitagsakademie" überzeugt auf historischen Instrumenten durch ein energiegeladenes Zusammenspiel, das auch bei hohem Tempo fein ausbalanciert und blitzsauber intoniert ist. Geradezu mitreißend bringt es "die brillanten und humorvollen Seiten der Musik Telemanns zur Geltung", sagt Michael Schmidt.
Soeben wurde sie mit dem "Golden Globe" ausgezeichnet, jetzt ist sie auf CD erhältlich: Alexandre Desplats Musik zu dem Fantasyfilm "Das Flüstern des Wassers". Es ist eine fazinierende Partitur, die sich zwischen bedrohlich-finsteren Klängen und akkordeon-gesättigter frankphoner Behaglichkeit bewegt. Matthias Keller räumt ihr Oscar-Chancen ein.
Eine Auswahl beliebter und weniger bekannter Händel-Arien mit Franco Fagioli und "Il Pomo d'Oro". Der Countertenor und sein Ensemble sind "interpretatorisch absolut auf Zack" - findet Annika Täuschel.
Erst war er der Klavierlehrer von Marie-Antoinette, dann bejubelte er auf der Orgel der Kathedrale Notre-Dame die Französische Revolution. Claude Balbastre war eine schillernde Persönlichkeit. Dass er auch ein toller Komponist war, beweist nun Christophe Rousset.
Bei Augustin Hadelich werden Paganinis 24 Capricen Opus 1 zum schillernden Klangkaleidoskop, zum launigen Abenteuer für die Ohren, zum lustvollen Spiel mit Erwartungen. "Statt Fingerfertigkeits-Etüden begegnen uns hier temperamentvolle Charakterstücke", sagt Alexandra Maria Dielitz.
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