
Sign up to save your podcasts
Or


Hallo und Willkommen zur Episode. In der Beschreibung der Episode ist ein gratis Transkript.
Heute sprechen wir über das dritte Kapitel von „Der kleine Prinz
„Aber das Bild ist bestimmt nicht so bezaubernd (bezaubernd: enchanting/charming / 迷人的) wie das Modell. Ich kann nichts dafür. Ich war im Alter von sechs Jahren von den großen Leuten aus meiner Malerlaufbahn geworfen worden und hatte nichts zu zeichnen gelernt als geschlossene und offene Riesenschlangen.
Ich schaute mir die Erscheinung (die Erscheinung: the apparition/appearance / 幻影/出现的人) also mit großen, staunenden Augen an. Vergeßt nicht, daß ich mich tausend Meilen abseits jeder bewohnten Gegend befand. Auch schien mir mein kleines Männchen nicht verirrt (verirrt sein: to be lost / 迷路的), auch nicht halbtot vor Müdigkeit, Hunger, Durst oder Angst. Es machte durchaus nicht den Eindruck eines mitten in der Wüste verlorenen Kindes, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend. Als ich endlich sprechen konnte, sagte ich zu ihm:
»Aber... was machst denn du da?« Da wiederholte es ganz sanft, wie eine sehr ernsthafte Sache: »Bitte... zeichne mir ein Schaf...«
Wenn das Geheimnis zu eindrucksvoll ist,(eindrucksvoll: impressive/overwhelming / 震撼的/印象深刻的) wagt man nicht zu widerstehen (widerstehen: to resist / 抵御/拒绝). wagt man nicht zu + Infinitiv 结构,表示“不敢去做某事”
So absurd (absurd: absurd/ridiculous / 荒诞的) es mir erschien - tausend Meilen von jeder menschlichen Behausung und in Todesgefahr -, ich zog aus meiner Tasche ein Blatt Papier und eine Füllfeder. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor allem Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik studiert hatte, und mißmutig (mißmutig: grumpy/sullen / 不高兴地/郁闷地) sagte ich zu dem Männchen, daß ich nicht zeichnen könne. Es antwortete: »Das macht nichts. Zeichne mir ein Schaf.«
Da ich nie ein Schaf gezeichnet hatte, machte ich ihm eine von den einzigen zwei Zeichnungen, die ich zuwege brachte. Die von der geschlossenen Riesenschlange. Und ich war höchst verblüfft (verblüfft: amazed/astonished / 惊讶的), als ich das Männchen sagen hörte: »Nein, nein! Ich will keinen Elefanten in einer Riesenschlange. Eine Riesenschlange ist sehr gefährlich und ein Elefant braucht viel Platz. Bei mir zu Hause ist wenig Platz. Ich brauche ein Schaf. Zeichne mir ein Schaf.«
Also habe ich gezeichnet. »Nein! Das ist schon sehr krank (krank: sick/ill / 生病的). Mach ein anderes.« Ich zeichnete. Mein Freund lächelte artig und mit Nachsicht (die Nachsicht: forbearance/indulgence / 宽容/包容): »Du siehst wohl... das ist kein Schaf, das ist ein Widder (Widder: ram / 公羊). Es hat Hörner...«
Ich machte also meine Zeichnung noch einmal. Aber sie wurde ebenso abgelehnt (ablehnen: to reject/refuse / 拒绝/否决) wie die vorigen: »Das ist schon zu alt. Ich will ein Schaf, das lange lebt.«
Mir ging die Geduld aus, es war höchste Zeit, meinen Motor auszubauen, so kritzelte ich diese Zeichnung da zusammen und knurrte (knurren: to growl/grumble / 嘟囔/发牢骚) dazu: »Das ist die Kiste. Das Schaf, das du willst, steckt da drin.« Und ich war höchst überrascht, als ich das Gesicht meines jungen Kritikers aufleuchten (aufleuchten: to light up / 亮起来) sah: »Das ist ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Meinst du, daß dieses Schaf viel Gras braucht?« [...] So machte ich die Bekanntschaft des kleinen Prinzen.“
„So endet der zweite Teil von Kapitel 3. Kurz zusammengefasst: Der Pilot versucht widerwillig, dem kleinen Prinzen ein Schaf zu zeichnen, scheitert aber mehrfach an dessen hohen Erwartungen. Erst als er frustriert eine einfache Kiste zeichnet, ist der Prinz glücklich, denn in der Kiste kann er sich sein perfektes Schaf vorstellen. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor zeigt, dass man mit der Fantasie die Realität überwinden kann. Morgen lese ich den nächsten Abschnitt von Kapitel 4. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“
By SherryHallo und Willkommen zur Episode. In der Beschreibung der Episode ist ein gratis Transkript.
Heute sprechen wir über das dritte Kapitel von „Der kleine Prinz
„Aber das Bild ist bestimmt nicht so bezaubernd (bezaubernd: enchanting/charming / 迷人的) wie das Modell. Ich kann nichts dafür. Ich war im Alter von sechs Jahren von den großen Leuten aus meiner Malerlaufbahn geworfen worden und hatte nichts zu zeichnen gelernt als geschlossene und offene Riesenschlangen.
Ich schaute mir die Erscheinung (die Erscheinung: the apparition/appearance / 幻影/出现的人) also mit großen, staunenden Augen an. Vergeßt nicht, daß ich mich tausend Meilen abseits jeder bewohnten Gegend befand. Auch schien mir mein kleines Männchen nicht verirrt (verirrt sein: to be lost / 迷路的), auch nicht halbtot vor Müdigkeit, Hunger, Durst oder Angst. Es machte durchaus nicht den Eindruck eines mitten in der Wüste verlorenen Kindes, tausend Meilen von jeder bewohnten Gegend. Als ich endlich sprechen konnte, sagte ich zu ihm:
»Aber... was machst denn du da?« Da wiederholte es ganz sanft, wie eine sehr ernsthafte Sache: »Bitte... zeichne mir ein Schaf...«
Wenn das Geheimnis zu eindrucksvoll ist,(eindrucksvoll: impressive/overwhelming / 震撼的/印象深刻的) wagt man nicht zu widerstehen (widerstehen: to resist / 抵御/拒绝). wagt man nicht zu + Infinitiv 结构,表示“不敢去做某事”
So absurd (absurd: absurd/ridiculous / 荒诞的) es mir erschien - tausend Meilen von jeder menschlichen Behausung und in Todesgefahr -, ich zog aus meiner Tasche ein Blatt Papier und eine Füllfeder. Dann aber erinnerte ich mich, daß ich vor allem Geographie, Geschichte, Rechnen und Grammatik studiert hatte, und mißmutig (mißmutig: grumpy/sullen / 不高兴地/郁闷地) sagte ich zu dem Männchen, daß ich nicht zeichnen könne. Es antwortete: »Das macht nichts. Zeichne mir ein Schaf.«
Da ich nie ein Schaf gezeichnet hatte, machte ich ihm eine von den einzigen zwei Zeichnungen, die ich zuwege brachte. Die von der geschlossenen Riesenschlange. Und ich war höchst verblüfft (verblüfft: amazed/astonished / 惊讶的), als ich das Männchen sagen hörte: »Nein, nein! Ich will keinen Elefanten in einer Riesenschlange. Eine Riesenschlange ist sehr gefährlich und ein Elefant braucht viel Platz. Bei mir zu Hause ist wenig Platz. Ich brauche ein Schaf. Zeichne mir ein Schaf.«
Also habe ich gezeichnet. »Nein! Das ist schon sehr krank (krank: sick/ill / 生病的). Mach ein anderes.« Ich zeichnete. Mein Freund lächelte artig und mit Nachsicht (die Nachsicht: forbearance/indulgence / 宽容/包容): »Du siehst wohl... das ist kein Schaf, das ist ein Widder (Widder: ram / 公羊). Es hat Hörner...«
Ich machte also meine Zeichnung noch einmal. Aber sie wurde ebenso abgelehnt (ablehnen: to reject/refuse / 拒绝/否决) wie die vorigen: »Das ist schon zu alt. Ich will ein Schaf, das lange lebt.«
Mir ging die Geduld aus, es war höchste Zeit, meinen Motor auszubauen, so kritzelte ich diese Zeichnung da zusammen und knurrte (knurren: to growl/grumble / 嘟囔/发牢骚) dazu: »Das ist die Kiste. Das Schaf, das du willst, steckt da drin.« Und ich war höchst überrascht, als ich das Gesicht meines jungen Kritikers aufleuchten (aufleuchten: to light up / 亮起来) sah: »Das ist ganz so, wie ich es mir gewünscht habe. Meinst du, daß dieses Schaf viel Gras braucht?« [...] So machte ich die Bekanntschaft des kleinen Prinzen.“
„So endet der zweite Teil von Kapitel 3. Kurz zusammengefasst: Der Pilot versucht widerwillig, dem kleinen Prinzen ein Schaf zu zeichnen, scheitert aber mehrfach an dessen hohen Erwartungen. Erst als er frustriert eine einfache Kiste zeichnet, ist der Prinz glücklich, denn in der Kiste kann er sich sein perfektes Schaf vorstellen. Mir hat besonders gefallen, wie der Autor zeigt, dass man mit der Fantasie die Realität überwinden kann. Morgen lese ich den nächsten Abschnitt von Kapitel 4. Vielen Dank fürs Zuhören! Bis morgen!“