Die strukturellen Gründe für die schlechte Diskussionskultur und eine Bottom-Up-Lösung (individuelles und kollektives Handeln).
Wenn es um kontroverse Themen wie Energiepolitik, Wehrpflicht oder Linux-Distributionen geht, ist die Diskussionskultur im digitalen Raum in weiten Teilen sehr schlecht. Debatten über solche Themen haben ein hohes Risiko zu eskalieren – oder schon vorher ergebnislos abzubrechen.
Frustrierende Diskussionserfahrungen senken zudem die Bereitschaft, zukünftig Zeit und Mühe in sachliche Diskussionen zu investieren. Gleichzeitig ist die Bedeutung des digitalen Raumes für die Meinungsbildung und damit auch für die politisch und gesellschaftlich relevanten Entscheidungsfindungen stark gewachsen. Kein Wunder also, dass unser demokratisches System oft keine gute Ergebnisse abliefert.
Doch das muss nicht so bleiben: Die (digitale) Diskussionskultur lässt sich verbessern und damit die Wirkmacht für Scheinargumente und Ablenkungspolemik massiv reduzieren. Dafür braucht es einerseits eine gute Kombination sozialer und technischer Innovationen und andererseits eine Community, die die Meta-Ebene "Diskussionskultur" entsprechend berücksichtigt.
Der Vortrag analysiert die strukturellen Gründe der aktuellen Misere, erklärt was das ganze mit **Fraktalen** zu tun hat und stellt einen möglichen Ausweg vor, der sich nicht in Appellen an die Allgemeinheit oder Forderungen an Politik und Wirtschaft erschöpft, sondern auf individuelles und kollektives Handeln abzielt und damit sehr anschlussfähig für (Netz-) Aktivismus ist.
Vertieft wird dieser Bottom-Up-Ansatz durch einen anschließenden Workshop zur Tool-gestützten regelbasierten Diskussion kontroverser Thesen.
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about this event: https://talks.datenspuren.de/ds26/talk/UV3LSA/