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CHEF:IN wird zum Magazin


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HAMBURG. Ein Jahr nach dem Launch der ersten Watch List wird CHEF:IN zur Medienmarke: Ab sofort ist das CHEF:IN Online-Magazin live. Unter chefin.watch erscheinen wöchentlich Porträts, Interviews, Reportagen und Rezepte aus der weiblich geprägten Spitzengastronomie — international, redaktionell unabhängig und mit dem Anspruch, tiefer zu gehen als Social Media und nahbarer zu sein als die klassischen Food-Magazine. „Die Watch Lists machen Namen sichtbar. Das Magazin erzählt die Geschichten dahinter", sagt Gründerin Denise Snieguolė Wachter. „Wir dokumentieren einen Wandel, der gerade passiert — und wir gestalten ihn mit."

Sechs Geschichten zum Auftakt

Der erste redaktionelle Aufschlag bündelt die thematische Bandbreite, mit der CHEF:IN künftig wöchentlich erscheinen wird: Im Editorial erklärt Gründerin Denise Snieguolė Wachter, warum eine einzige Zahl alles ausgelöst hat: Vier Prozent der ausgezeichneten Köche in Deutschland sind Frauen. „Das ist kein Trichter. Das ist ein Sieb. Und es wird enger mit jeder Stufe, die näher an die Spitze führt." Eine Reportage porträtiert drei Frauen, die auf der Hamburger Reeperbahn die Barszene neu definieren — Bettina Kupsa (The Chug Club), Constanze Lay (The Rabbithole) und Chloé Merz (COLLAB). Was sie verbindet, ist die Überzeugung, „dass hinter einem guten Drink mehr steckt als ein Rezept: eine Haltung."

Im Interview spricht Sommelière Anna Widmann (Ursprung, Schwäbische Alb) über Vereinbarkeit, Männerdominanz auf Weinmessen und das beste Mittel gegen Kater. „Frauen bekommen Kinder, und damit bist du oft erst mal raus. Wenn du kein starkes Umfeld hast, wird es schwierig." Ein zweites Interview führt nach Bangkok zu Pichaya „Chef Pam" Soontornyanakij (Potong), der ersten Asiatin, die als World's Best Female Chef ausgezeichnet wurde. Über die Frage, was es als Köchin schwerer macht, eine Frau zu sein, sagt sie: „Es ist das Schuldgefühl. Mutter sein und eine Familie haben."

Im Rezept zeigt Sterneköchin Sarah Hallmann (Hallmann & Klee, Berlin) ihre Hommage an Umami: ein Wagyu Vitello Tonnato mit reduziertem Dashi, fermentiertem Chili-Koji und Topinamburchips — eine Neuinterpretation des italienischen Klassikers, die für Hallmanns Küche steht: klar, reduziert, mit Tiefe. Ein Porträt zeichnet den Weg von Emma Betti nach, der neuen Chef Pâtissière des Tantris Maison Culinaire in München. Nach Stationen in Hongkong, Menton und Kyoto bringt sie eine eigene Handschrift mit: „Ich forme keine Dinge, benutze keine Cremes. Ich verwende so wenig Zucker wie möglich. Nach sechs Gängen möchte man etwas Leichteres."

Die redaktionelle Idee

Das Magazin gliedert sich in vier Säulen — Menschen, Handwerk, Wandel und Genuss — und arbeitet mit langen Lesestücken ebenso wie mit kürzeren Formaten. Die Fotografie hat denselben Stellenwert wie der Text. Partnerinhalte werden transparent gekennzeichnet; redaktionelle Unabhängigkeit ist gesetzt. Cornelia Poletto bleibt Botschafterin der Marke, Anja Wasserbäch (Stuttgarter Zeitung) Head of Jury.  Und im September 2026 finden in Hamburg die ersten CHEF:IN Awards statt — das erste Branchenevent in Deutschland, das ausschließlich weibliche Gastro-Expertise würdigt. Das Magazin wird die Vorbereitung und Verleihung redaktionell begleiten.

Zum CHEF:IN Mag

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