Chefsache – der GZ-Podcast

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Chefsache – der GZ-Podcast episodes

  • Chefsache #29 Oliver Schwegmann, CEO der Berentzen-Gruppe
    In unserer 29. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht es um das Thema "Neuausrichtung". Unser Studiogast, Oliver Schwegmann muss als CEO den Tanker, die Berentzen-Gruppe, wieder auf Kurs bringen, nachdem vor allem das Kerngeschäft mit alkoholischen Getränken seit geraumer Zeit in raue See geraten ist.  Gründe dafür gibt es viele: Die GenZ schwört dem Alkohol weitestgehend ab, was es in dieser Ausprägung auch noch nicht gegeben hat. Und politisch hat der Konsum von Alkohol seit jeher einen schwierigen Stand. Doch so richtig kritisch ist es um die geisthaltigen Getränke erst geworden, seitdem die Weltgesundheitsorganisation und die Deutsche Gesellschaft für Ernährung Alkohol vom ersten Schluck an als krebserregend erklärt haben. Auch wenn die Behauptungen jeglicher Grundlage entbehren, wie der wissenschaftliche Beirat der Deutschen Weinakademie darlegen konnte. Das Alkohol-Bashing nahm in der breiten Öffentlichkeit seinen unheilvollen Lauf. Viele Alkoholhersteller, die aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Situation ohnehin zu kämpfen hatten, wurden auf diese Weise mit einer weiteren Absatzhürde konfrontiert.  Mit der neuen Konzernstrategie "Berentzen Evolve 2030" möchte Schwegmann nun die Wende für mehr Wachstum einläuten. Als ob der Top-Manager nicht schon wüsste, dass ein verändertes Konsumverhalten und ökonomische Gründe für die derzeitigen Herausforderungen stehen, hat Schwegmann zusätzlich Analyse betrieben. Gemeinsam mit einem renommierten Trendforschungsinstitut hat er versucht herauszufinden, wie sich die Gesellschaft insgesamt und der Konsummarkt im Speziellen in den nächsten 5 Jahren weiterentwickeln wird.  Auf dieser Basis hat der Berentzen-Manager die für die Unternehmensgruppe relevanten Trends identifiziert sowie konkrete Auswirkungen und Ableitungen für das neue Geschäftsmodell definiert. Der Vorstandssprecher hat aber auch herausgefunden, dass ein Leben ganz ohne Alkohol nicht wirklich vom Verbraucher gewollt ist. Er hat im Spirituosensegment sogar "Potenziale für weiteres Umsatzwachstum" ausgemacht. Alles in allem soll der Umsatzanteil der nicht-alkoholischen Produkte innerhalb der Berentzen-Gruppe deutlich zunehmen. Von einer neuen AfG-Marke ist sogar die Rede. Auch die Ausweitung des Geschäftes mit Fruchtpressen der Marke Citrocasa durch neue Maschinengenerationen ist Bestandteil der neuen Konzernstrategie.  Und dann war da doch noch die gerichtliche Auseinandersetzung mit der Paulaner Brauereigruppe. Alles nur, weil die Mio Mio Cola + Orange Mische mit ihrem Tapetenmuster auf dem Flaschen-Etikett zum Verwechseln ähnlich aussehen soll wie die Paulaner Spezi. Meinen zumindest die Münchener, die bislang jede gerichtliche Auseinandersetzung diesbezüglich gewinnen konnten.  Ob Schwegmann sich immer noch im Recht fühlt - hören Sie rein!
    38 min
  • Chefsache #28 Jörg Biebernick, CEO der Paulaner Brauerei Gruppe
    In unserer 28. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht es um das Thema "Recht auf Spezi". Seitdem der Cola-Orangen-Mix  boomt, wollen viele Getränke-Hersteller am Markterfolg dieser Getränkekategorie partizipieren. Insbesondere am Triumph von Marktführer Paulaner Spezi, wie uns Jörg Biebernick, der CEO der Paulaner Brauerei Gruppe, im Gespräch bestätigen kann.  Das Spezi-Geschäft lohnt sich: Innerhalb der Erfrischungsgetränke-Kategorie sind Cola- und Cola-Mixes nach wie vor das meistgetrunkene Segment. Und da kommt es vor allem auf den richtigen Mix an. Der heißt nach wie vor Cola + Orange. Mit einem satten Wertzuwachs von 14 Prozent im Lebensmitteleinzelhandel legte die Kategorie laut Marktforschung im Jahr 2024 fulminant zu. Der Absatzzuwachs von 7,6 Prozent zeigt außerdem: Da geht noch was.  Keine Sorgen hat vor allem der Platzhirsch, die Paulaner Brauerei. Im vergangenen Jahr ist Paulaner Spezi um mehr als 30 Prozent im Vergleich zu 2023 von der Menge her gewachsen. Man sei somit laut Biebernick klarer Marktführer im Cola-Mix-Markt. „Die Nachfrage ist auch außerhalb Bayerns immer weiter gestiegen“, triumphiert der weltgewandte Manager. So habe man in den letzten Jahren auch die Distribution von Paulaner Spezi sukzessive ausgebaut. „Dabei haben wir nie aktiv mit einer klassischen großen Werbekampagne geworben“, weist der FMCG-Profi auf den gefragten Selbstläufer hin.  Doch der Erfolg hat viele Väter, und da liegt das Problem, wenigstens vor kurzem noch: Geht es nach dem Willen des Erfinders der Original Spezi, der Brauerei Riegele, dürften nur die Augsburger den Markennamen nutzen. Deswegen reichten sie im Mai 2021 Klage gegen Paulaner ein. Die Münchner hatten jedoch eine Vereinbarung aus dem Jahr 1974, die ihnen die Nutzung des Namens erlaubte. Das Landgericht München gab Paulaner Recht und bestätigte die Gültigkeit dieser alten Vereinbarung. Doch seit dem Jörg Biebernick 2023 den Job bei Paulaner angetreten hat, führt er im Namen der Brauerei mit zahlreichen anderen Unternehmen juristische Auseinandersetzungen, um die Marke Paulaner Spezi zu verteidigen. Wenn nötig, auch vor Gericht. Im Mittelpunkt des Zwistes steht die Fünf-Farben-Welle als Logo, die sich aus Sicht von Biebernick bestimmte Mitbewerber zu Unrecht zu eigen machen. Konkret geht es vor allem um die Frage, ob bei der Farbgebung eine Verwechslungsgefahr besteht. Oder anders gefragt: Wann ist eine Farbe eine Marke? "Letztlich dann, wenn sie als Herkunftsnachweis verstanden wird“, sagt Bierbernick. Sprich: Wenn Menschen eine bestimmte Farbgebung eindeutig mit einer Marke, einem Produkt assoziieren. Im Fall von Paulaner Spezi ist das die Fünf-Farben-Welle in gelb, orange, rot, pink und lila. Dass es sich dabei keineswegs um eine banale Frage handelt, macht schon der Streitwert deutlich: Er liegt bei kolportierten 250 000 Euro.  Nun ist Jörg Biebernick kein Unmensch. Er lässt ja mit sich reden. Neulich hat er sich nach einem freundlichen Telefonat mit der Familie Priller von der Brauerei Riegele auf ein gutes Bier in Augsburg zum Gespräch getroffen. Und siehe da, die beiden Inhaber der Marke Spezi haben eine Vereinbarung getroffen, die der Münchner Traditionsbrauerei erlaubt, ihr Cola-Mix Getränk künftig auch international unter dem Namen Paulaner Spezi auf den Markt zu bringen. So geht's auch.  Und weil es gerade so gut läuft, schob die Paulaner Brauerei Gruppe neben Spezi und der Limo nun die Paulaner Cola auf den Markt. Wenn der LinkedIn-Account der Getränke Zeitung mit mehr als 300 Likes ein Markt-Seismograph ist, könnte das die nächste AfG-Rakete aus München sein, die zündet. Ganz nach dem Motto: Gut, besser, Paulaner Cola!
    38 min
  • Chefsache #27|Michael Weiß, Inhaber Meckatzer Löwenbräu
    In unserer 27. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht es um das Thema "Wertschöpfung". Genauer gesagt, wie man mit Bier vernünftig Geld verdienen kann. Dieses Vorhaben hat sich Michael Weiss, Inhaber und Brauer von Meckatzer Löwenbräu auf die Fahnen geschrieben, seitdem er vor gut 40 Jahren ins elterliche Unternehmen eingestiegen ist.  Wer in der Getränkebranche arbeitet und vor allem die Brauereiszene kennt, der kennt auch Michael Weiss. Der 70-jährige übernahm die Leitung der Meckatzer Löwenbräu in jungen Jahren, nach dem plötzlichen Tod seines Cousins Benedikt Weiß, und prägte sie seither maßgeblich. Unter seiner Führung entwickelte sich die Brauerei zu einer der bekanntesten Privatbrauereien im Heimatgebiet Allgäu, Bodensee und Oberschwaben – und darüber hinaus. Von 2001 bis 2012 war er Präsident des Bayerischen Brauerbundes. Mit seinem Einsatz für Forschung, hochwertige Rohstoffe und bewussten Genuss trieb er Innovationen wie das Konzept des Slow Brewing voran, dem sich die Meckatzer Löwenbräu als erste Mitgliedsbrauerei anschloss. Jüngst trat seine Brauerei sogar dem Verband Deutscher Prädikatsweingüter (VDP) bei. Mehr Premium geht kaum.  Weiß beobachtet mit Sorge, was sich seit längerer Zeit in seiner geliebten Branche abspielt. Nur kann er trotz der dramatischen Hektoliter-Rückgänge keinerlei Verhaltensänderung der Marktteilnehmer feststellen. Im Gegenteil: Alle spielen seiner Meinung nach das altbekannte und letztlich für alle Marktteilnehmer unsinnige Spiel weiter, an der Preisschraube nach unten zu drehen. Nur eben mit noch mehr Tempo und Wucht. Seiner Meinung nach machen es sich die Hersteller viel zu leicht, indem sie die Schuld auf den Handel schieben und dessen Einkaufsmacht beklagen. Doch der Handel spiele den Ball zurück und würde auf die Verlockungen der Hersteller verweisen, die ihre Absätze durch zum Teil absurde Werbekosten-Zuschüsse - kurz WKZ retten wollen. Spricht man die Höhe der Ladenpreise an, die inflationsbereinigt etwas halb so hoch sind wie vor 30 Jahren, so werde nach seiner Ansicht auf die knappen Kassen der Verbraucher verwiesen. Kann es aber nicht sein, dass die Gründe für den erschreckenden Rückgang ganz woanders zu suchen sind und mit dem verfügbaren Einkommen nur am Rande zu tun haben?, fragt Weiß. Die Erklärungen für die Konsumentenhaltung gingen in Richtung demografischer Wandel, dem fehlenden Alkoholkonsum von Menschen mit Migrationshintergrund, dem steigenden Gesundheitsbewusstsein und vielen anderen Gründen. Mit Geldknappheit habe das nach Ansicht der "Slow Brewers" wirklich nur am Rande zu tun.  Weiß moniert: "Wir stellen alle fest, dass Bier immer mehr zu einem austauschbaren Convenience-Produkt verkommt und beklagen die fehlende Markentreue der Verbraucher. Ich vertrete ja die These, dass kein Verbraucher untreu zur Welt kam, sondern durch das unselige Verhalten vieler Hersteller und Händler zur Untreue erzogen wurde." Wer soll denn einer Marke treu bleiben, die sich permanent in den Aktionen anbiedere, wettert Weiß. Sein Appell: Es braucht einen zumindest kleinen „Schmerz“ in Form eines für ein wirkliches Premiumprodukt angemessenen Preises, mit dem der Kauf eines Kasten Biers verbunden sei. Wie soll etwas vom Konsumenten geschätzt werden, wenn es vom Preis her keinen Wert hat, sinniert der 70-Jährige. Fazit von Weiß: Es wird nie eine Lösung geben, die für alle passt. Letztlich geht es vor allem darum, den Marktteilnehmern Mut zu machen, einen eigenbestimmten Weg zu gehen. Einen Weg, den die Generation Z gleichermaßen gut findet wie die Stammverwender. Dies sei laut Weiß eine Frage des Images und auch der Positionierung von Bier. Brauereien hätten es verstanden mit Marken wie Pülleken, Astra oder Flensburger, Bier zu einem Lifestyle-Produkt zu machen. Bier könne so viel mehr sein, sagt der 70-Jährige.  Gut gebrüllt Löwe? Hören sie selbst.
    51 min
  • Chefsache #26 |Leon Semunovic, Generalbevollmächtigter GES
    In unserer 26. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht es um das Thema "Unabhängigkeit". Diese hat Leon Semunovic zur absoluten Chefsache erklärt hat. Er ist seit Januar 2025 Generalbevollmächtigter der Genossenschaft des Großeinkaufsring des Süßwaren- und Getränke­handels - GES.  Ein ganz besonderes Jahr:Denn die GES feiert in diesen Tagen ihr 75-jähriges Bestehen.  Darauf sind die Geschäftsführung um Ulrich Berklmeir und Holger Dorn mit Leon Semunovic sowie die mehr als 800 Mitglieder ziemlich stolz. Semunovic nennt mehrere Gründe dafür, dass die GES etwas ganz Besonderes ist: Zum einen habe die Verbundgruppe im Jubiläumsjahr einen Rekord beim Regulierungsumsatz erzielt. Zum anderen wurde mit der GESKOPA ein leistungsfähiger, und selbstverständlich unabhängiger Verbund für die Gastronomievermarktung gegründet. Diesem sind ausschließlich mittelständische Unternehmen angeschlossen, an denen keine Organisationen des Lebensmittelhandels oder Hersteller beteiligt sind.  Unabhängigkeit bedeutet für Semunovic auch, ein umfassendes Leistungsspektrum ohne in die Selbständigkeit der  Mitglieder einzugreifen. Man ist nicht nur mit seinen 800 Genossen in allen Regionen von Deutschland vertreten. Sondern man steht auch mit mehr als 1.000 Vertragslieferanten in partnerschaftlichen Geschäftsbeziehungen.  Auf was der Generalbevollmächtigte besonders stolz ist: Dass über 90 Prozent der größten Getränkefachgroßhändler Deutschlands Mitglied bei der GES sind. Nebenbei ist auch die Bedeutung im Getränkefachmarktbereich nicht gerade klein: Denn auch 90 Prozent der größten filialisierten Getränkefachmärkte in Deutschland gehören der GES.  Apropos Mitglieder: Mit ihnen hat die GES absolute Marktrelevanz beim Vertrieb von Markenartikeln im Außer-Haus-Bereich. Den absoluten Coup landete die GES im Jahr 2022 mit der fast vollständigen Übernahme von Horst Lehmann Getränke aus Potsdam. "Damit haben wir eine herausragende und strategisch bedeutende Marktposition im Gastronomiegeschäft der Hauptstadt Berlin", sagt Semunovic.  Man hat durch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage die notwendigen Spielräume, um in die Zukunft der Mitglieder zu investieren. Dieser Vorteil garantiere zugleich langfristige Konzernunabhängigkeit für die GES und eben der Mitglieder.  Wer sich davon persönlich überzeugen möchte, der darf die im September stattfindende PRO FachHANDEL und die exklusive Geburtstagsparty auf keinen Fall versäumen. Interessenten sind herzlich eingeladen, das Gelände der Messer Nürnberg zu besuchen. Auf die nächsten 75 Jahre!
    29 min
  • Chefsache #25 |Andreas Vogel, Geschäftsführer GEVA
    In unserer 25. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht's darum, wie man es schafft als Top-Manager nach gut 35 Jahren Vollgas wieder runter vom Pedal zu gehen. Sozusagen von 100 auf 0. Oder sollte man doch besser erst mal auf Tempo 30 oder 40 runterfahren, um "abzutrainieren", wie es beispielsweise Hochleistungssportler tun?
     
    Diese Frage, wie man vernünftig als aktiver Manager den Ausstieg aus dem Berufsleben vorbereitet, hat uns kein geringerer als Andreas Vogel erläutert, Noch-Geschäftsführer bei der Gesellschaft für Einkauf, Verkaufsförderung und Absatz von Gütern - kurz GEVA. Sein Vertrag läuft noch bis Ende August dieses Jahres, dann wird er von seinem Geschäftsführer-Kollegen Gregor Lex endgültig abgelöst.
     
    Was kommt danach, wenn man dann doch schneller als gedacht, den dritten und letzten Lebensabschnitt vor sich hat. Das haben wir Andreas Vogel gefragt, der sich glücklicher- und löblicherweise schon lange vor seinem Ausstieg aus dem Managerleben Gedanken darüber gemacht hat.
     
    Andreas Vogel nimmt uns mit auf seine ganz persönliche und berufliche Management-Reise. Auf diesem spannenden und zum Teil auch disruptiven Weg wurde deutlich, dass das Urgestein aus der Getränkebranche im Grunde seines Herzens durch und durch ein Brauer ist. Wer mal bei der Dortmunder Actien Brauerei sein Handwerk erlernt hat und dann bei der Entstehung der Radeberger Gruppe aktiv seinen Teil beitragen durfte, der hat nicht nur Bier im Blut. Der weiß auch wie kaum ein Zweiter, was die deutsche Brauer-Seele bis heute durchgemacht hat.
     
    Der Abnutzungskampf, wenn man den Strukturwandel der deutschen Brauwirtschaft so umschreiben möchte, hat schon Anfang der 1990er Jahre begonnen. Genau dann also, als Andreas Vogel seine Karriere startete. Bis die charismatische und eloquente Führungskraft im Jahr 2007 für sich die Reißleine zog - und den Einstieg bei der GEVA fand. Plötzlich hatte Vogel als Geschäftsführer für die GEVA als zentrale Drehscheibe für Hersteller, Fachgroßhandel und Gastronomie die Interessen von über 100 Gesellschaftern in ganz Deutschland zu balancieren.
    Und er musste ebenso die mehr als 300 Vertragslieferanten aus der Welt der Getränke jonglieren. Sein Job war es auch, als Chef der Verbundgruppe und als Dienstleister die Vorteile der insolvenzgeschützten Zentralregulierung zu Gunsten seiner Mitglieder zu monetarisieren. Was ihm bis zum letzten Tag gelingen wird, so viel steht fest. Und ganz nebenbei hat der Branchen-Dino seit 2017 auch noch als Vorstand beim Verband des Deutschen Getränke-Einzelhandels erfolgreich die Zukunft der filialisierten Getränkefachmärkte gestaltet und geprägt.
     
    Was soll jetzt noch kommen, fragte sich auch Andreas Vogel. Und wie steigt man jetzt aus, aus dem aktiven Berufsleben, nachdem er sich so viele Meriten verdient hat. In Kurzform: nur keine Vollbremsung.
     
    Alle Weiteren Downsizing-Tipps wird Andreas Vogel nun im folgenden Podcast geben.

    Viel Spaß beim Einstieg in den Ausstieg!
    44 min
  • Chefsache #24 |Christian Rasch, Alleinvorstand der Staatsbrauerei Rothaus
    In unserer 24. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" geht's darum, wie man als Brauerei bis zum Jahr 2030 zu 100 Prozent klimaneutral werden kann. Einerseits. Und wie man andererseits ebenso zu 100 Prozent Energie-Autark sein kann. Wohl gemerkt: als Brauerei, die, wie der fachkundige Branchenkenner weiß, extrem energieintensiv ist. Nicht mehr und nicht weniger hat sich die Staatsbrauerei Rothaus AG zum Ziel gesetzt, genauer genommen Christian Rasch. Er ist seit 12 Jahren der Alleinvorstand, der auf 1.000 Meter Höhe gelegenen Schwarzwaldbrauerei mit Sitz in Rothaus, die im Übrigen zu 100 Prozent dem Bundesland Baden Württemberg gehört.  Rasch ist bereit, bis 2030 gut 40 Millionen Euro in die Nachhaltigkeit seines Unternehmens zu investieren. Natürlich nicht zum Selbstzweck, da ist Rasch ganz Schwabe: es muss sich lohnen. Was es tut.  Beispiele gefällig?  Bereits im Jahr 2022 erfolgte die Installation einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1.560 Kilowatt-Peak auf den Dachflächen der Brauerei. Hierdurch seien laut Rasch im Jahr 2023 circa ein Fünftel der benötigten Energie durch regenerativen Eigenstrom erzeugt worden. Den darüber hinaus benötigten Strom bezieht die Brauerei bereits seit Jahren aus regional erzeugtem Ökostrom. Auch aus dem Betrieb der Kläranlage weiß der im südbadischen Lörrach geborene Hotelbetriebswirt Kapital zu schlagen. Durch die Erweiterung um eine anaerobe Stufe im Jahr 2023 erreicht diese eine Einsparung von 100.000 Liter Heizöl pro Jahr. Was einer CO2-Einsparung von 270 Tonnen im Jahr entspricht. Absolutes Highlight ist aber unbestritten die Umstellung des Flottenbetriebs von Pkw und Lkw auf E-Mobilität. Sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anfangs voller Skepsis gewesen, ist diese einer regelrechten Euphorie gewichen. Mittlerweile wird sich im positiven Sinne darum gekappelt, wer einen von den fünft eActros von Mercedes für die Bier-Auslieferung fahren darf. Raschs Ziel ist, vor Ort nachhaltig als Unternehmen zu agieren, ohne "Greenwashing" zu betreiben, wie er sagt. Zugegeben, das ist schon ein wenig kühn. Doch der Brauerei-Chef lässt Taten sprechen: So pflanze Rothaus weder Bäume im Urwald, noch nutze es Zertifikate als CO2-Kompensation, macht der ehemalige Radeberger-Manager deutlich. Wichtig sei ihm, so Rasch, die Qualität der Zäpfle-Bierrange trotz Klimawandel zu gewährleisten und aufrecht zu halten. Der Gerstensaft verteuere sich auch durch die mehr als 40-Umweltmaßnehmen nicht, verspricht Rasch. Im Gegenteil, auf dem Weg zur absoluten Energie-Autonomie spare man mittlerweile sogar Strom ein. Raschs Formel: Energie, die wir nicht verbrauchen, kostet nichts. Raschs Wunsch: Trinkt Rothaus-Bier für ein besseres Klima.  Ganz nach dem Rothaus-Motto: Immer mit der Ruhe.
    58 min
  • Chefsache #23 |Alexandra Demuth, Geschäftsführerin Katlenburger Kellerei
    In unserer 23. Folge des GZ-Podcasts "Chefsache" gibt es ein Jubiläum zu feiern: und zwar 100 Jahre Katlenburger. Wir sprechen mit Alexandra Demuth darüber, die als Geschäftsführerin seit gut einem Jahr mitten in den festlichen Vorbereitungen steckt - und somit den 100. Geburtstag von Deutschlands größtem Fruchtweinhersteller zur absoluten Chefsache erklärt  hat.  Schließlich sollen nach Vorstellung der 39-Jährigen die nächsten 100 Jahre der Fruchtweinmacher folgen. Die Urenkelin des Gründers Dr. Willy Demuth führt die Kellerei in der 4. Generation seit Juli 2021 als erste weibliche Geschäftsführerin. Zuerst im Duo mit Ihrem Onkel Klaus Demuth, bis er Ende 2023 auf eigenen Wunsch aus dem Unternehmen  ausschied, um sich stärker auf die Geschäfte der Schwesterfirma Dr. Demuth Derisol Lackfarben zu konzentrieren. Ins Unternehmen eingetreten ist Alexandra Demuth aber schon im Jahr 2018 als Head of Marketing.  Für die Managerin ist es eine Ehre, die Verantwortung für diese besondere Firma zu übernehmen und die Traditionen fortzuführen, sagt sie. Seitdem beschreitet sie neue Wege, um Katlenburger erfolgreich in die Zukunft zu begleiten. Die kommenden 100 Jahre sollen weiterhin mit einem innovativen Ansatz und dem Mix aus Tradition und Trend beschritten werden. Der Leitgedanke „Tradition trifft Trend“ wird gerne auch mal auf die Spitze getrieben. So wie mit der Neupräsentation des ersten vollständig durch künstliche Intelligenz (KI) entwickelten Ready-to-Drink Cocktails in Europa. Die Innovation feierte auf der ProWein im vergangenen Jahr Ihre Premiere. Auf der diesjährigen Weltleitmesse für Wein und Spirituosen galt es dieses Mal mit dem Neuprodukt "Bee Brew" ein dunkles Geheimnis zu lüften. Was sich im Nachhinein als eine geschmacksexplosive Komposition aus Honigwein und einer intensiven Aromatik von Cold-Brew-Kaffee entpuppte. Katlenburger-Chefin Alexandra Demuth ist ein absoluter Freigeist, der es liebt, wie mit dem Frucht- und Honigwein innovativ zu überraschen. Innovativ heißt für die 39-Jährige auch mal kooperativ über den Tellerrand zu schauen, wie mit Almdudler. Heraus kamen dabei der Almspritz, ein prickelnder Frucht- Secco mit einer Note von Alpenkräuterlimonade oder der AlmWinter, ein Fruchtglühwein. Das erfolgreichste Produkt aber, man glaubt es kaum, ist das Geschäft mit der Bowle, offenbart Demuth. Ob nun Erdbeer-, Mai- oder Waldmeisterbowle - das Sortiment ist für die Katlenburger Kellerei das Brot- und Buttergeschäft.  Die Ideen, aus Naturprodukten etwas Kreatives und Schmackhaftes zu kreieren, scheinen dem Unternehmen nicht auszugehen. Wenn man sich überlegt, dass im Gründungsjahr 1925 aus dem zufällig gegorenen Apfelsaft der erste Bestseller wurde, nämlich ein Apfelschaumwein, muss einem vor der Zukunft des Unternehmens nicht bange werden. Wie die Katlenburger Kellerei den 100. Geburtstag in diesem Jahr feiern möchte und mit welchen Ideen Alexandra Demuth ihre Kunden nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa überraschen möchte, verrät sie hier exklusiv im GZ-Podcast "Chefsache".  Hier gibt's Fruchtweinkultur vom Feinsten zu hören!
    47 min
  • Chefsache #22 |Christoph Bühler, Finkbeiner Getränke-Fachmärkte - Marian Kopp, geschäftsführender Vorstand der Lauffener Weingärtner
    In unserer 22. Folge des GZ-Podcasts "Chefsache" haben wir ein absolutes Novum: Erstmals haben wir einen Getränkefachhändler und einen Hersteller vor den Mikrofonen. Fangen wir mit Christoph Bühler an, er ist Geschäftsführer der Neuen Getränke Welt der Finkbeiner Getränkefachmärkte, wo er seit gut 15 Jahren tätig ist. Aktuell verantwortet Christoph den kompletten Einkauf und Vertrieb.  Kommen wir zu Marian Kopp. Er ist seit gut einem Vierteljahrhundert in der Weinbranche tätig und hat sich im Lauf der Zeit bei Unternehmen wie Racke, Golden Kaan, The Donum Estate, den Niederkirchener Weinmachern, Deutsches Weintor, im Weingut Reichsrat von Buhl sowie seit 11 Jahren bei den Lauffener Weingärtnern als geschäftsführender Vorstand einen Namen gemacht. Zudem ist Marian Mitglied in der Fördergemeinschaft für Qualitätsprodukte aus Baden-Württemberg sowie Aufsichtsratsmitglied beim Deutschen Weininstitut. Mehr Wein-Expertise geht kaum. Es erklärt sich fast von selbst, das Christoph und Marian für den heutigen GZ-Podcast den Wein zur absoluten "Chefsache" erklärt haben. Christoph hat, wie er sagt, "Lunte gerochen", als er plötzlich merkte: Wenn man Wein im Getränke-Abholmarkt aus der Schmuddelecke holt, ihn mehr ins Zentrum des Marktes rückt, attraktiv und ansprechend präsentiert, dann geht was. Das allein genügt aber nicht, um die Absatzanteile der Kategorie Wein weiter zu steigern. Christoph hat auch erkannt, dass es dazu eines profilierten Sortimentes und einer warenkundlichen Kenntnis bedarf, um Kunden bei der Stange zu halten.  Marian wiederum ist genau deshalb auf die Getränkefachmärkte von Finkbeiner im Raum Ulm aufmerksam geworden, weil das Unternehmen das Potenzial erkannt hat, dass es bei Wein zu heben lohnt. Bewegen sich die GAMs, also die Getränke-Abholmärkte, bei einem Absatzvolumen zwischen 7 und 9 Prozent, seien aus seiner Sicht in diesem Vertriebskanal zwischen 15 und 20 Prozent möglich. Wenn man die richtige Auswahl an "Schnelldrehern"  ins Sortiment aufnimmt und die richtige Preisgestaltung am Point of Sale vornimmt.  Welches die richtigen "Schnelldreher" mit den optimalen Preisen sind und wie Marian zwischen GAM und Hersteller eine Win-Win-Situation kreiert, hören Sie nun in dieser Episode. Es lohnt sich. Denn das Leben ist zu kurz, um schlechten Wein zu trinken!
    1 hr 2 min
  • Chefsache #21 |Jörn Schumann - Geschäftsführer Marketing & Vertrieb, Flensburger Brauerei
    In der 21. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" haben wir Jörn Schumann am Mikrofon. Der Geschäftsführer für Marketing und Vertrieb stieg im Juli 2021 in die Flensburger Brauerei ein, wo er zuvor als Marketing Direktor tätig gewesen war. Anfang 2024 löste er den langjährigen Geschäftsführer Andreas Tembrockhaus ab. Schumann hat das Thema Unabhängigkeit zur absoluten Chefsache erklärt. Für den Marketing-Profi ist die Eigenständigkeit des Unternehmens das Pfund, mit dem er bei der Zielgruppe wuchern kann. Er ist fest davon überzeugt, dass die Flensburger Brauerei auch deshalb beim Verbraucher ein so hohes Ansehen genießt, weil sie eben nicht konzerngebunden ist. Auch ist er davon überzeugt, dass das Unternehmen deshalb so kreativ ist, weil es nicht über unendliche finanzielle Mittel verfügt wie Großkonzerne. Bei Flensburger fragen sich alle Beteiligten vor einer Investition, ob sie persönlich das Geld für ein bestimmtes Vorhaben ausgeben würden oder besser nicht. Anders gesprochen: Man gehe bei Flensburger nicht mit Kraft, sondern mit Hirn durch die Tür, sagt Schumann augenzwinkernd. In dem Unternehmen ist man auch davon überzeugt, dass man kein Bier verkauft, sondern "Spaß in Flaschen". Mit dieser Philosophie hält man sich viele Optionen bei der Positionierung von Getränken offen, egal ob es die Konsumenten mittleren Alters sind oder die sogenannte GenZ (18 +).  Nur mit dieser Art von Unabhängigkeit und Denke sei es laut Schumann möglich, Neuheiten wie die "Küstenlimo" oder das "Strandlager" zu kreieren. Flensburger bürstet vor allem mit dem Strandlager in zweierlei Hinsicht gegen den Strich: Dass neue Lager-Bier hat einen Alkoholgehalt von 6,2 Prozent, was im Wortsinne bockstark ist. Darüber hinaus erlaubt sich die Brauerei von der Bierstilistik eben nicht einfach nur auf den allgemeinen Hellbier-Zug aufzuspringen, sondern das Strandlager als naturtrübes, kupferfarbenes Märzen an den Start zu bringen. Während in Österreich das Märzen zu den beliebtesten Biersorten zählt, hat es hierzulande einen Volumenanteil von unter 3 Prozent. Für Schumann aber ist nur ausschlaggebend, was dem Konsumenten schmeckt - "und das machen wir einfach", sagt der Brauer-Chef.  Auch wundert sich Schumann über die seiner Meinung nach absolute "Hektoliter"-Hörigkeit in der Braubranche. Er nimmt bewusst Volumenrückgänge in Kauf, wenn die Flensburger Pils-Kiste 15,99 Euro kostet. Er müsse schließlich Rechnungen in Euro und nicht in Hektos bezahlen.  Schumann sieht die Brauerei strategisch und mit dem neuen Sudhaus für die nähere Zukunft gut aufgestellt. Schließlich bezeichnet er sich nicht umsonst als "Ploptimist".  Auf zum Schnack mit Jörn!
    48 min
  • Chefsache #20 |Peter Schmitz - Director ProWein, Messe Düsseldorf
    In der 20. Episode des GZ-Podcasts "Chefsache" haben wir Peter Schmitz am Mikrofon. Der langjährige Leiter des internationalen Auftragsgeschäfts der Messe Düsseldorf hat seit Februar 2023 die Funktion des Directors inne und ist somit für das gesamte, weltweite ProWein-Portfolio verantwortlich. Schmitz hat das Thema "Das nächste Level Wein" zur absoluten Chefsache erklärt. Der 61-Jährige macht gar keinen Hehl daraus, dass die weltweit bedeutendste Leitmesse für Wein und Spirituosen  neue Wege gehen muss, um den neuen Anforderungen und Kundenwünschen noch mehr gerecht zu werden, als dies ohnehin der Fall war. Nicht umsonst hat die ProWein 2025 sich unter Schmitz' Führung kein geringeres Motto als „Discover the Taste of Tomorrow“ auf die Fahnen geschrieben. Die ProWein soll sowohl national wie auch international zum absoluten Trendsetter im Wein- und Spirituosenbereich werden. Dafür hat der erfahrene Messe-Manager einiges vor: Die ProWein präsentiert sich in einem frischen, modernen Look und einem neuen Hallenlayout. Ein exklusives Rahmenprogramm soll laut Schmitz "durch ein geschärftes ProWein Forum" mit aktuellen Business-Themen noch attraktiver werden und den Austausch innerhalb der Branche weiter fördern. Nach dem Motto "Wir haben verstanden" hat Peter Schmitz auf den wachsenden Kostendruck für Aussteller und Besucher reagiert. Das gilt vor allem in Bezug auf die Hotelpreise. So soll in Zusammenarbeit mit einem Dienstleister eine neue Hotel-Buchungsplattform für die ProWein dafür sorgen, Zugriff auf zahlreiche Zimmerkontingente in Messenähe zu attraktiven Preisen zu erhalten. Bereits jetzt zeigt sich im Vorfeld laut Schmitz, dass die ProWein auf dem allerbesten Wege ist, auch 2025 zum Gipfeltreffen der internationalen Wein- und Spirituosenbranche zu werden. Auf Austellerseite haben mehr als 60 Nationen mit Weinen und Spirituosen ihr Kommen nach Düsseldorf angemeldet. Welche Ideen der ProWein-Director und sein Messeteam sich außerdem haben einfallen lassen, um mit der Leitmesse zum absoluten Trendsetter für Wein und Spirituosen zu werden, verrät Peter Schmitz hier exklusiv im Gespräch.  Viel Spaß bei der Weinreise!
    29 min

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„Chefsache – der GZ-Podcast“ ist eine Gesprächsreihe, in der Chefs zum Einstieg immer die obligatorische Frage gestellt bekommen: „Was haben Sie als Letztes innerhalb des Unternehmens zur Chefsache…