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Am 16. April 1746 standen sich auf dem Drummossie Moor, wenige Kilometer östlich von Inverness, zwei Armeen gegenüber. Auf der einen Seite kämpften die Anhänger von Charles Edward Stuart, den die spätere Erinnerung als Bonnie Prince Charlie bekannt machte. Auf der anderen standen die Regierungstruppen unter William Augustus, dem Herzog von Cumberland.
Culloden war kein einfacher Kampf zwischen Schottland und England. In beiden Armeen dienten Schotten, und auch die Beweggründe der Jakobiten waren unterschiedlich. Manche kämpften für die vertriebene Dynastie der Stuarts, andere aus politischen, religiösen, regionalen oder persönlichen Gründen.
Um zu verstehen, wie es zu dieser Schlacht kam, beginnt die Folge im Jahr 1688. Sie führt über die Glorious Revolution, die gesetzlich geregelte protestantische Thronfolge, die Union von England und Schottland sowie die jakobitischen Aufstände von 1689, 1715 und 1719.
Im Mittelpunkt steht anschließend der letzte große jakobitische Feldzug: die Landung Charles Edward Stuarts, Glenfinnan, der Sieg bei Prestonpans, der Vormarsch bis Derby, der Rückzug nach Schottland und die letzten erschöpfenden Stunden vor der Schlacht von Culloden.
Die Folge betrachtet außerdem die Gewalt nach dem Sieg, die Gefangenen, Hinrichtungen und Transporte sowie die Gesetze, mit denen die britische Regierung ihre Kontrolle über die Highlands ausweitete. Dabei wird auch eingeordnet, warum Culloden nicht allein für den späteren gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel in den Highlands verantwortlich gemacht werden kann.
Ich selbst war bereits auf dem Schlachtfeld. Einige meiner dort aufgenommenen Bilder findet ihr passend zu dieser Folge auf meinem Instagram-Kanal.
Im letzten Teil verlassen wir die belegbare Geschichte und wenden uns der späteren Überlieferung zu. Dazu gehören:
Inhaltswarnung:
Bilder und weitere Inhalte:
Eigene Bilder von meinem Besuch in Culloden findet ihr auf Instagram:
Auf YouTube findet ihr Trailer, Shorts und weitere Inhalte rund um den Podcast:
Transparenzhinweis:
Quellen
Zeitgenössische Quellen und Quellensammlungen:
Gesetzestexte:
Institutionen und weiterführende Seiten:
Sagen, Volksglauben und Spuküberlieferungen:
Outlander und moderne Erinnerungskultur:
Danke, dass ihr mit mir durch die Schatten reist. Bleibt wachsam für die Geschichten hinter den Geschichten.
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Überwachsene Tempel und verlassene Paläste erzählen vom Ende einer Stadt. Über das weitere Leben ihrer Bewohner verraten sie auf den ersten Blick wenig. Genau dort setzt diese Folge an.
Auf euren Wunsch hin beschäftige ich mich mit den Maya, den Mexica – häufig als Azteken bezeichnet – und den Inka. Hinter diesen Namen stehen unterschiedliche Gesellschaften, deren Geschichte sich über Jahrtausende und weite Teile Mittel- und Südamerikas erstreckt.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
• Die Maya-Städte El Mirador, Tikal und Calakmul und die Krisen ihrer Königreiche.
INHALTSHINWEIS
EURE GEDANKEN ZUR FOLGE
Welche Vorstellung hattet ihr von den Maya, Azteken und Inka, bevor ihr diese Folge gehört habt?
Instagram: @chronik.der.schatten_podcast
STIMME, PRODUKTION UND RECHTE
Recherche, Skript, Stimme, Aufnahme, Schnitt und Produktion: Antje
Stimme und Stimmrechte: Antje
Die Stimme dieser Folge ist meine eigene und wurde nicht künstlich erzeugt. Sämtliche Rechte an den Sprachaufnahmen liegen bei mir. Eine Nutzung zur Nachbildung oder künstlichen Erzeugung meiner Stimme ist ohne meine ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet.
QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LITERATUR
Eine Auswahl aus dem Quellenverzeichnis zur Folge. Die verlinkten Angebote sind überwiegend englischsprachig.
Maya: Geschichte, Schrift und Gegenwart
• Smithsonian, National Museum of the American Indian: Living Maya Time – The Maya. Zur Geschichte und Gegenwart der Maya, zu ihren Sprachen und kulturellen Traditionen.
• SLUB Dresden: Die Maya-Handschrift in der SLUB Dresden. Informationen zum Dresdner Kodex, seinen Inhalten und seiner Entzifferung.
• Michael D. Coe: Breaking the Maya Code. 3. Auflage, Thames & Hudson, 2012.
• Grant D. Jones: The Conquest of the Last Maya Kingdom. Stanford University Press, 1998. Zur Geschichte der Itzá und der Eroberung ihres Königreichs.
Mexica, Tenochtitlan und die Eroberung Mexikos
• Camilla Townsend: Fifth Sun: A New History of the Aztecs. Oxford University Press, 2019.
• Camilla Townsend: No One Said It Was Quetzalcoatl: Listening to the Indians in the Conquest of Mexico. History Compass, 2003. Zur Erzählung, Moctezuma habe Cortés für einen zurückkehrenden Gott gehalten.
• Getty Research Institute: Digital Florentine Codex. Digitale Edition des Florentiner Kodex mit Nahuatl- und spanischsprachigen Texten sowie Illustrationen. Für die Eroberung Mexikos ist besonders Buch 12 relevant.
• Metropolitan Museum of Art: Tenochtitlan, 2004. Zur Hauptstadt der Mexica.
Inka, Anden und Machu Picchu
• Terence N. D’Altroy: The Incas. 2. Auflage, Wiley-Blackwell, 2014.
• UNESCO World Heritage Centre: Qhapaq Ñan, Andean Road System. Zum ausgedehnten andinen Wegenetz.
• UNESCO World Heritage Centre: Historic Sanctuary of Machu Picchu. Zur Anlage und ihrer historischen Bedeutung.
Forschungsarbeiten zu Landschaft, Klima und Bevölkerung
• Marcello A. Canuto und weitere Forschende: Ancient Lowland Maya Complexity as Revealed by Airborne Laser Scanning of Northern Guatemala. Science, 2018. Die in der Folge erwähnte LiDAR-Untersuchung zu Siedlungen, Landwirtschaft und Infrastruktur.
• Daniel H. James und weitere Forschende: Classic Maya Response to Multiyear Seasonal Droughts in Northwest Yucatán, Mexico. Science Advances, 2025. Zu mehrjährigen Dürren und den unterschiedlichen Entwicklungen einzelner Maya-Zentren.
• Benjamin Gwinneth, Kevin Johnston, Andy Breckenridge und Peter M. J. Douglas: Evidence for Highly Variable Land Use but a Stable Climate in the Southwest Maya Lowlands. Biogeosciences, 2025. Eine regionale Untersuchung, die zeigt, weshalb sich nicht jeder Bevölkerungsrückgang mit einer örtlichen Dürre erklären lässt.
• Alexander Koch, Chris Brierley, Mark M. Maslin und Simon L. Lewis: Earth System Impacts of the European Arrival and Great Dying in the Americas after 1492. Quaternary Science Reviews, 2019. Zur möglichen Verbindung zwischen dem kolonialen Bevölkerungseinbruch, Wiederbewaldung und Veränderungen des atmosphärischen CO₂.
ZUR EINORDNUNG DER QUELLEN
Archäologische Funde, Inschriften und kolonialzeitliche Berichte zeigen unterschiedliche Ausschnitte der Geschichte. Berichte spanischer Eroberer waren von eigenen Interessen geprägt. Auch indigene Überlieferungen wurden vielfach erst unter kolonialen Bedingungen niedergeschrieben. Bevölkerungs- und Opferzahlen bleiben häufig Schätzungen. Die in der Folge besprochenen Klimauntersuchungen beziehen sich auf bestimmte Regionen und lassen sich nicht pauschal auf die gesamte Maya-Welt übertragen.
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Henry Hudson sucht einen kürzeren Seeweg nach Asien. Vier Reisen führen ihn zwischen 1607 und 1611 immer wieder an die Grenzen dessen, was seine Schiffe und Mannschaften bewältigen können. Die letzte endet mit einer Meuterei. Hudson, sein Sohn John und sieben weitere Männer bleiben in einem kleinen Boot zurück.
Inhaltshinweis
Die Geschichte hinter den Berichten
Ein großer Teil der Schilderungen über Hudsons letzte Fahrt stammt von Männern, die nach der Meuterei nach England zurückkehrten. Besonders wichtig ist der Bericht von Abacuk Pricket. Er war selbst an Bord und musste später sein Verhalten erklären. Seine Darstellung ist deshalb eine wertvolle Quelle, aber keine unabhängige Sicht auf das Geschehen.
Eure Gedanken zur Folge
Was glaubt ihr: Welche Rolle spielten Hunger und Überlebensangst bei der Meuterei – und welche die persönlichen Konflikte an Bord? Schreibt mir eure Gedanken auf Instagram unter @chronik.der.schatten_podcast.
Dort findet ihr auch Einblicke in meine Recherche, die Arbeit am Podcast und kommende Folgen. Auf YouTube könnt ihr „Chronik der Schatten – hinter den Geschichten“ ebenfalls hören und mit mir in den Kommentaren ins Gespräch kommen. Außerdem auf Spotify und Podimo.
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STIMME, PRODUKTION UND RECHTE
Recherche, Skript, Stimme, Aufnahme, Schnitt und Produktion: Antje
Stimme und Stimmrechte: Antje
Die Stimme dieser Folge ist meine eigene und wurde nicht künstlich erzeugt. Sämtliche Rechte an den Sprachaufnahmen liegen bei mir. Eine Nutzung zur Nachbildung oder künstlichen Erzeugung meiner Stimme ist ohne meine ausdrückliche Zustimmung nicht gestattet.
Quellen und weiterführende Literatur
Zeitgenössische Berichte und historische Editionen:
• Abacuk Pricket: „A Larger Discourse of the Same Voyage“, veröffentlicht in Samuel Purchas’ Hakluytus Posthumus, or Purchas His Pilgrimes (1625). Zentraler Bericht eines Überlebenden über die Reise von 1610/11; bei Aussagen zu Motiven und Verantwortung ist Prickets eigene Beteiligung zu berücksichtigen.
• G. M. Asher (Hrsg.): Henry Hudson the Navigator: The Original Documents in Which His Career Is Recorded. Hakluyt Society, London, 1860. Sammlung früher Reiseberichte und Dokumente zu Hudsons Fahrten.
• Thomas A. Janvier: Henry Hudson: A Brief Statement of His Aims and His Achievements. 1909. Enthält im zweiten Teil historische Vernehmungs- und Verfahrensunterlagen zur Meuterei. Die wertende Sprache des Autors ist von den wiedergegebenen Dokumenten zu unterscheiden.
• Robert Juet: Journal der Reise von 1609. Zeitgenössische Aufzeichnungen zur Fahrt der Halve Maen, zugänglich in einer historischen Druckausgabe der Library of Congress.
Historische Einordnung und regionale Perspektiven:
• Dictionary of Canadian Biography: „Hudson, Henry“. Biografische Darstellung seiner Reisen und der letzten Expedition.
• Dictionary of Canadian Biography: „Bylot, Robert“. Zu Bylots Beteiligung an Hudsons letzter Fahrt und seinen späteren Expeditionen.
• Royal Museums Greenwich: „Henry Hudson North-West Passage expedition 1610–11“. Überblick über die letzte Reise. Die dortige knappe Erklärung des Meutereiauslösers wird in der Folge anhand der überlieferten Aussagen differenziert betrachtet.
• Princeton University Library: „Hudson“. Historische Karten und Einordnung der Suche nach der Nordwestpassage.
• Cree Nation of Waskaganish: „Initial European Contact“. Regionale Geschichtsdarstellung zum frühen europäischen Kontakt in der James Bay.
Spätere Reisen, Überlieferungen und Nachwirkungen:
• Dictionary of Canadian Biography: „Vignau, Nicolas de“. Hintergrund zu den Behauptungen, denen Samuel de Champlain 1613 nachging.
• Royal Museums Greenwich: „Thomas James North-West Passage expedition 1631–32“. Zur späteren Expedition und Überwinterung in der James Bay.
• Dorothy Harley Eber: Encounters on the Passage: Inuit Meet the Explorers. University of Toronto Press, 2008. Weiterführende Literatur zu mündlichen Überlieferungen der Inuit über Begegnungen mit europäischen Seefahrern. Solche Überlieferungen sind kein gesicherter Nachweis für Hudsons Überleben.
• Washington Irving: „Rip Van Winkle“ (1819). Literarische Verarbeitung mit Hendrick Hudson und seiner geisterhaften Mannschaft.
• Reuters, 27. Mai 2025: „Canada’s Hudson’s Bay retail chain to terminate more than 8,300 workers by Sunday“. Zur angekündigten Schließung der Kaufhäuser und den Entlassungen im Zuge der Liquidation.
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Rheinkilometer 555, rechtes Ufer: ein Schieferfelsen, eine enge Flusskurve und eine Passage, die Schiffer über Jahrhunderte vor besondere Herausforderungen stellte. Um diesen realen Ort hat sich eine Geschichte gelegt, die heute fast untrennbar mit ihm verbunden ist.
Die Loreley mit dem goldenen Haar scheint aus einer weit zurückliegenden Vergangenheit zu stammen. Tatsächlich lässt sich die Entstehung dieser Frauengestalt ungewöhnlich genau verfolgen. Vor Clemens Brentanos Ballade „Zu Bacharach am Rheine“ von 1801 ist sie nicht belegt. Wenige Jahrzehnte später galt sie bereits als alte Rheinlegende.
In dieser Folge trenne ich zwischen historischen Befunden, literarischen Texten, späteren Überlieferungen und modernen Deutungen. Ich gehe der Frage nach, welche Geschichten schon vor Brentano mit dem Felsen verbunden waren, wie Reiseführer und Dichter die neue Figur weiterentwickelten und weshalb Heinrich Heines Loreleylied schließlich wie überliefertes Volksgut wirkte.
INHALTSWARNUNG
MEHR VON CHRONIK DER SCHATTEN
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QUELLEN UND WEITERFÜHRENDE LITERATUR
Onlinequellen zuletzt geprüft am 29. August 2026. Literarische Handlungen wurden nach den Originaltexten wiedergegeben. Aktuelle Angaben beruhen möglichst auf amtlichen oder institutionellen Quellen. Wo Quellen voneinander abweichen, wurde auf scheinpräzise Angaben verzichtet.
LITERARISCHE PRIMÄRQUELLEN
Clemens Brentano: Godwi oder Das steinerne Bild der Mutter. Ein verwilderter Roman von Maria, Band 2, Bremen 1801; darin „Zu Bacharach am Rheine“.
Freies Deutsches Hochstift: Werkhinweise zu Brentanos Godwi.
Clemens Brentano: Die Rheinmärchen, entstanden etwa zwischen 1810 und 1812, erstmals 1846 herausgegeben.
Alois Wilhelm Schreiber: Handbuch für Reisende am Rhein, Ausgabe von 1812; erweiterte zweite Ausgabe 1818.
Joseph von Eichendorff: „Waldgespräch“, entstanden um 1812, veröffentlicht 1815 in Ahnung und Gegenwart.
Otto Heinrich Graf von Loeben: „Der Lurleyfels“, 1821.
Heinrich Heine: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten“, Erstdruck 1824; später in „Die Heimkehr“ und im Buch der Lieder von 1827.
Mark Twain: A Tramp Abroad, 1880.
Guillaume Apollinaire: „La Loreley“, in: Alcools, 1913.
FORSCHUNG ZUR LORELEY UND IHRER WIRKUNG
Katrin Kober: „Zur Loreley-Sage“, Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz.
Arno Pielenz und Christian Liedtke: „Die Wehrmacht singt die ‚Loreley‘“, in: Heine-Jahrbuch 2013. Forschungsstand zur Formel „Dichter unbekannt“.
Klassik Stiftung Weimar: „Die Loreley – Ein frühes Lied Franz Liszts nach Heinrich Heine“.
Peter Lentwojt: Die Loreley in ihrer Landschaft. Romantische Dichtungsallegorie und Klischee, Frankfurt am Main 1998.
Mario Kramp und Matthias Schmandt (Hrsg.): Die Loreley. Ein Fels im Rhein. Ein deutscher Traum, Mainz 2004.
Rotraud Ehrenzeller-Favre: Die Loreley in Sage und Dichtung, Zürich 1948.
Richard M. Dorson: „Folklore and Fake Lore“, in: The American Mercury, 1950.
Hans Moser: „Vom Folklorismus in unserer Zeit“, in: Zeitschrift für Volkskunde, 1962.
Eric Hobsbawm und Terence Ranger (Hrsg.): The Invention of Tradition, Cambridge 1983.
GEOLOGIE, ARCHÄOLOGIE UND WELTERBE
Ortsgemeinde Bornich: „Geologie“ – Entstehung des Rheinischen Schiefergebirges und des Mittelrheintals.
regionalgeschichte.net: „Der Loreleyfelsen in St. Goarshausen“ – archäologische Befunde, mittelalterliche Belege und Kulturdenkmal.
Geschichtsquellen des deutschen Mittelalters: Nachweis der Vita sancti Goaris.
regionalgeschichte.net: „Zur Geschichte von St. Goar“.
UNESCO World Heritage Centre: „Upper Middle Rhine Valley“, Eintragung 2002, Kriterien II, IV und V.
UNESCO World Heritage Committee: Entscheidung 37 COM 7B.75 von 2013 zur Sommerrodelbahn.
KuLaDig: „Freilichtbühne Loreley“ – Planung, Bau und Nutzungsgeschichte.
SCHIFFFAHRT, UNFÄLLE UND GEGENWART
Elektronischer Wasserstraßen-Informationsservice des Bundes: Rheinschifffahrtspolizeiverordnung § 12.02, Wahrschau und Lichtsignale zwischen Oberwesel und St. Goar.
Zentralkommission für die Rheinschifffahrt: Untersuchungsberichte zur Havarie des Tankmotorschiffs Waldhof vom 13. Januar 2011.
Köln-Düsseldorfer Deutsche Rheinschiffahrt: Umbenennung der früheren MS Loreley in MS RheinVision nach dem Umbau 2024.
Loreleystadt St. Goarshausen: „Loreleystatue“.
Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft: BUGA Oberes Mittelrheintal 2029 – Zeitraum, Budget und räumlicher Umfang.
BUGA 2029: Übersicht der BUGA-Parks.
Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz: Beschluss vom 29. November 2012, Aktenzeichen 1 B 11201/12.OVG, zum Eilantrag gegen die Sommerrodelbahn.
URHEBERRECHTLICHER HINWEIS
Die in der Folge vollständig wiedergegebene Fassung von Heinrich Heines Loreleygedicht sowie die verwendeten historischen Originaltexte sind in Deutschland gemeinfrei. Nach § 64 UrhG erlischt das Urheberrecht grundsätzlich siebzig Jahre nach dem Tod des Urhebers:
Moderne Übersetzungen, Notenausgaben, Tonaufnahmen, Fotografien, Filmaufnahmen und Bearbeitungen können unabhängig vom gemeinfreien Ausgangswerk weiterhin geschützt sein. Aus Sylvia Plaths „Lorelei“ wird deshalb nicht zitiert. Die Nennung von Werktiteln, historischen Tatsachen und Quellen ist urheberrechtlich unproblematisch. Dieser Hinweis ist eine redaktionelle Einordnung und keine individuelle Rechtsberatung.
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Kooperation mit Streamkaffee:
Über diese Folge:
Zwischen dem 31. August und dem 9. November 1888 wurden im Osten Londons fünf Frauen getötet:
Ihre Fälle wurden später unter der Bezeichnung „kanonische Fünf“ zusammengefasst. Ein einzelner Täter für alle fünf Fälle ist bis heute nicht bewiesen.
Die Folge folgt den erhaltenen Akten und zeitgenössischen Berichten. Sie erzählt von den Lebenswegen der Frauen, den Ermittlungen der Metropolitan Police und der City of London Police, den sogenannten Ripper-Briefen, der Kreideschrift in der Goulston Street und den Männern, die im Laufe der Jahrzehnte als Verdächtige genannt wurden.
Weitere Themen sind die modernen Untersuchungen eines Catherine Eddowes zugeschriebenen Tuchs, die wissenschaftlichen Einwände gegen die daraus abgeleiteten DNA-Behauptungen und die Frage, weshalb der Fall bis heute immer neue vermeintliche Lösungen hervorbringt.
Im letzten Teil geht es um die Geschichte hinter „From Hell“: Stephen Knights Verschwörungserzählung, die Graphic Novel von Alan Moore und Eddie Campbell und die Verfilmung aus dem Jahr 2001 mit Johnny Depp.
Achtung Inhaltswarnung:
Diese Folge behandelt Tötungsdelikte, körperliche Verletzungen, Armut, Alkoholabhängigkeit, Antisemitismus, psychische Erkrankungen, historische Diskriminierung und die Unterbringung von Menschen in Arbeitshäusern und psychiatrischen Einrichtungen.
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Stimmen- und Rechtehinweis:
Sämtliche Rechte an meiner Stimme und den Sprachaufnahmen dieser Folge liegen bei mir. Jede Nutzung, Bearbeitung, Verviältigung oder synthetische Nachbildung meiner Stimme bedarf meiner ausdrücklichen Zustimmung.
Quellen und Literatur:
Erhaltene Akten und zeitgenössische Berichte:
Metropolitan Police, Aktenbestand „Whitechapel Murders“, The National Archives, Kew, insbesondere MEPO 3/140, MEPO 3/141, MEPO 3/3153 sowie HO 144/220–221.
Zeitgenössische Berichte über die gerichtlichen Leichenschauen zu Mary Ann Nichols, Annie Chapman, Elizabeth Stride, Catherine Eddowes und Mary Jane Kelly, vor allem aus The Daily Telegraph und The Times aus dem Jahr 1888. Für Mary Jane Kelly: The Daily Telegraph, 13. November 1888 – Inquest transcript.
Donald Swanson, Bericht über den Stand der Whitechapel-Ermittlungen an das Home Office, 19. Oktober 1888.
Thomas Bond, ärztlicher Bericht an Robert Anderson, 10. November 1888.
Thomas Arnold und Charles Warren, Berichte zur Kreideschrift in der Goulston Street, 6. November 1888.
Melville Macnaghten, Memorandum vom 23. Februar 1894. Die verschiedenen Fassungen sind hier als Transkriptionen zugänglich.
Melville L. Macnaghten: Days of My Years, London 1914.
John Littlechild, Brief an George R. Sims, 23. September 1913, veröffentlicht und eingeordnet unter anderem bei Stewart P. Evans und Keith Skinner.
Robert Anderson: The Lighter Side of My Official Life, London 1910.
Donald Swansons handschriftliche Randnotizen in seinem persönlichen Exemplar von Andersons Memoiren, öffentlich bekannt seit 1987.
Charles Booth: Life and Labour of the People in London sowie die Booth’schen Armutskarten, London 1889 ff. Online zugänglich über The National Archives und das LSE Booth Archive.
Zeitgenössische Ausgaben von The Times, The Star, The Illustrated Police News und East London Observer aus den Monaten August bis November 1888.
George Bernard Shaw: „Blood Money to Whitechapel“, Leserbrief in The Star, 24. September 1888.
City Press, 6. Oktober 1888, zur Belohnung der Corporation of London.
Hansard, Unterhaus, 13. November 1888, zur Annahme und öffentlichen Bekanntgabe von Charles Warrens Rücktritt.
The Times, 17. März 1903, zum Prozess gegen George Chapman wegen des Mordes an Maud Marsh.
Korrespondenz Königin Victorias mit Premierminister Lord Salisbury aus dem November 1888, abgedruckt unter anderem bei Stewart P. Evans und Keith Skinner.
Housing of the Working Classes Act 1890 und Public Health Acts Amendment Act 1890, jeweils in der ursprünglichen Fassung.
Bücher und Forschung:
Hallie Rubenhold: The Five. The Untold Lives of the Women Killed by Jack the Ripper, Doubleday, London 2019. Das Buch wurde 2019 mit dem Baillie Gifford Prize for Non-Fiction ausgezeichnet.
Drew Gray: „‘The Five’ by Hallie Rubenhold review“, History Today, Band 69, Heft 5, Mai 2019.
Philip Sugden: The Complete History of Jack the Ripper, London 1994/2002.
Paul Begg: Jack the Ripper. The Definitive History, London 2003.
Paul Begg, Martin Fido und Keith Skinner: The Complete Jack the Ripper A–Z, London 2010.
Donald Rumbelow: The Complete Jack the Ripper, London 1975/2004.
Stewart P. Evans und Keith Skinner: The Ultimate Jack the Ripper Sourcebook, London 2000.
Andrew Cook: Prince Eddy. The King Britain Never Had, 2006.
Matthew Sturgis: Walter Sickert: A Life, 2005.
Stephen Knight: Jack the Ripper. The Final Solution, London 1976. Das Buch zeigt, wie die später für „From Hell“ wichtige Verschwörungserzählung verbreitet wurde. Für ihren Wahrheitsgehalt liefert es keinen verlässlichen Beleg.
Andrea Nini: „An authorship analysis of the Jack the Ripper letters“, Digital Scholarship in the Humanities 33 (3), 2018, Seiten 621–636.
Woher die Verschwörungserzählung stammt:
BBC, Dokumentarreihe Jack the Ripper, 1973.
The Sunday Times, 18. Juni 1978, über Joseph Gormans damalige Bezeichnung seiner Geschichte als Schwindel. Seine späteren und erneut abweichenden Darstellungen werden unter anderem bei Donald Rumbelow sowie Stewart P. Evans und Keith Skinner eingeordnet.
Die Diskussion um das Tuch und die DNA:
Jari Louhelainen und David Miller: „Forensic Investigation of a Shawl Linked to the ‘Jack the Ripper’ Murders“, Journal of Forensic Sciences 65 (1), 2020, Seiten 295–303; online veröffentlicht am 12. März 2019.
D. Kim Rossmo: Kommentar zur Studie, Journal of Forensic Sciences 65 (1), 2020, Seiten 330–333.
Expression of Concern, Journal of Forensic Sciences, 12. August 2024.
Russell Edwards: Naming Jack the Ripper, London 2014. Das Buch enthält die von Edwards vertretene Herkunftsgeschichte des Tuchs und seine damaligen Aussagen zur DNA-Untersuchung.
Drew Gray, University of Northampton, 4. März 2025, zur erneuerten Behauptung, Aaron Kosminski sei als Täter identifiziert worden.
A&E, aktualisiert am 12. August 2026, zum Stand der Forderung nach einer neuen gerichtlichen Leichenschau. Eine fachbegutachtete Bestätigung der DNA-These liegt damit nicht vor.
Science, 15. März 2019, über die offenen Fragen zur Herkunft des Tuchs, mögliche Kontaminationen und die Aussagekraft der Untersuchung.
From Hell: Comic und Film:
Alan Moore und Eddie Campbell: From Hell. Being a Melodrama in Sixteen Parts, erschienen zwischen 1989 und 1996; Anhang The Dance of the Gull Catchers, 1998; Gesamtausgabe 1999.
American Film Institute: From Hell (2001), zu Besetzung, Produktion und Laufzeit.
Box Office Mojo: From Hell, zum weltweiten Einspielergebnis.
Erinnerung und öffentliche Wahrnehmung:
University of Leicester, 2017, zur schwierigen Identifizierung Mary Jane Kellys und zur Lage ihres Grabes.
Museums Association, 12. August 2015, zur Eröffnung des Jack the Ripper Museum und den damaligen Protesten.
BBC History Magazine/HistoryExtra und The Independent, 23. Januar 2006, zur Leserumfrage von 2006. Die Abstimmung war nicht repräsentativ.
Wichtig für die Einordnung:
Der Fall wurde nie aufgeklärt. Die in der Folge genannten Männer tauchten in zeitgenössischen Ermittlungen, späteren Erinnerungen oder nachträglich entwickelten Theorien als Verdächtige auf. Ihre Nennung bedeutet keine Feststellung ihrer Täterschaft.
Einige Angaben wurden erst Jahre oder Jahrzehnte nach den Ereignissen niedergeschrieben. Andere widersprechen überprüfbaren Daten oder wurden von den ursprünglichen Erzählern später verändert. Diese Unterschiede werden in der Folge jeweils kenntlich gemacht.
Bei den neueren DNA-Behauptungen und den Arbeiten lebender Autorinnen, Autoren und Forschender beziehe ich mich auf ihre veröffentlichten Aussagen sowie auf die dazu erschienene fachliche Kritik.
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Am 15. April 1954 brechen zehn Schüler und vier erwachsene Begleitpersonen von Obertraun zu einer Wanderung ins Dachsteinmassiv auf. Eine Lehrerin entscheidet sich während des Aufstiegs zur Umkehr. Die übrigen dreizehn Menschen werden später von zwei Arbeitern der Materialseilbahn gesehen. Danach verliert sich ihre Spur im Schneesturm.
Diese Folge folgt dem Weg der Heilbronner Gruppe vom Aufbruch über die Schönbergalm bis ins offene Gelände des Dachsteinplateaus. Sie erzählt von den ersten Suchversuchen, der wochenlangen Bergungsaktion und den Spuren, anhand derer die letzten Stunden der Gruppe rekonstruiert wurden.
Auch die Frage nach Verantwortung gehört zu dieser Geschichte. Warum wurde die Route geändert? Welche Warnungen sind zuverlässig überliefert? Wurde das Wetter unterschätzt? Dabei werden die unterschiedlichen Einschätzungen des Filmemachers Hajo Baumgärtner, des Heilbronner Stadtarchivars Christhard Schrenk, ehemaliger Schüler und einer Angehörigen voneinander getrennt dargestellt.
Inhaltswarnung:
Quellen
Dokumentationen und zeitgenössisches Material:
Weiterführende Literatur:
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Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir.
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Robin Hood gehört zu den bekanntesten Sagengestalten Europas. Ob hinter dem Namen eine historische Person stand, ist bis heute ungeklärt.
Die frühesten erhaltenen Balladen zeigen einen Geächteten, der sich deutlich von späteren Darstellungen unterscheidet. Robin ist dort ein Yeoman und kein enteigneter Graf. Sein König heißt Edward. Maid Marian, Bruder Tuck und Richard Löwenherz spielen in dieser frühen Überlieferung noch keine Rolle.
Die Folge beginnt mit einer Nacherzählung zentraler Motive aus den ältesten Robin-Hood-Texten. Anschließend führt die Spur in das mittelalterliche Forstrecht, die Praxis der Ächtung und englische Gerichtsakten des 13. Jahrhunderts. Spätere Chronisten, Dorffeste, Theaterstücke, Romane und Filme veränderten die Figur immer weiter.
In dieser Folge geht es unter anderem um:
Historische Einordnung:
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Ein besonderes Dankeschön geht an Luke in den USA, der einige der Funksprüche für diese Folge eingesprochen hat. So führt diese Folge eine kleine Verbindung über den Atlantik – bis dorthin, wo die Titanic einst ankommen sollte. Ihr findet ihn auf Instagram unter: https://www.instagram.com/leonlagrey/
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Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir.
Quellen und Recherchegrundlage:
Diese Folge basiert auf historischen Untersuchungsberichten, Zeugenaussagen, Schiffsdokumenten, zeitgenössischen Berichten und moderner Titanic-Forschung. Besonders wichtig waren dabei die Protokolle und Abschlussberichte der amerikanischen Senatsuntersuchung von 1912 sowie der britischen Wreck Commissioner’s Inquiry unter Lord Mersey. Beide Untersuchungen sind heute unter anderem über das Titanic Inquiry Project zugänglich.
Für technische Details, Passagier- und Besatzungsdaten, Funkverkehr, Rettungsbootfragen und die Einordnung einzelner Aussagen wurden außerdem Fachportale und Datenbanken wie Encyclopedia Titanica, das Maritime Museum of the Atlantic in Halifax, Unterlagen zur International Ice Patrol sowie Veröffentlichungen zu Harland & Wolff, White Star Line und RMS Titanic Inc. herangezogen.
Zu den wichtigsten Sekundärquellen gehören unter anderem Werke von Walter Lord, Robert D. Ballard, Richard Howells, Mark Chirnside, Frances Wilson, Tim Maltin sowie moderne technische Neubewertungen wie A Centennial Reappraisal und Materialanalysen zu Stahl und Nieten, unter anderem von Tim Foecke und Jennifer Hooper McCarty.
Einzelne Originalworte in der Folge – etwa Funksprüche der Californian und Titanic, Frederick Fleets Meldung „Iceberg right ahead“, Harold Brides Erinnerung an den SOS-Funkspruch sowie Auszüge aus Esther Harts Brief vom 14. April 1912 – wurden nur dort verwendet, wo sie durch Untersuchungsprotokolle, überlieferte Funklisten oder dokumentierte Briefe belegbar sind. Szenische Elemente, für die keine wörtliche Originalquelle erhalten ist, wurden im Skript ausdrücklich als atmosphärische Rekonstruktion gekennzeichnet.
Für spätere Entwicklungen wurden außerdem Quellen zum Wrackfund von 1985, zur Bergung und Ausstellung von Artefakten, zur Debatte um die Titanic als Grabstätte sowie offizielle Untersuchungen und Berichte zur Implosion des Tauchboots Titan berücksichtigt.
Hinweis: Zahlen zu Passagieren, Überlebenden und Todesopfern schwanken je nach Quelle leicht. In der Folge werden deshalb bewusst gerundete Werte, Spannen oder die am breitesten gestützten Angaben verwendet. Mythen, Legenden, Theorien und nicht eindeutig belegbare Überlieferungen werden in der Folge klar als solche eingeordnet.
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Drei Brüder, die zunächst den Stern trugen und später selbst von Gesetzeshütern verfolgt wurden: Die Geschichte der Dalton-Bande gehört zu den bekanntesten Erzählungen des amerikanischen Westens.
Frank Dalton galt als angesehener Deputy US Marshal. Nach seinem gewaltsamen Tod übernahmen seine jüngeren Brüder Grat und Bob Aufgaben im Gesetzesdienst. Auch Emmett Dalton begleitete sie als Wächter und Posse-Mann. Dabei lernten die Brüder die Zuständigkeitsprobleme und Schwachstellen der Behörden im Grenzgebiet zwischen Kansas, dem Oklahoma-Territorium und dem damaligen Indianerterritorium aus nächster Nähe kennen.
Vorwürfe wegen Whiskeyhandels und Pferdediebstahls, der missglückte Zugüberfall bei Alila in Kalifornien und das Gefühl, vom Rechtssystem ungerecht behandelt zu werden, leiteten den Bruch mit ihrem bisherigen Leben ein. Bob, Grat und Emmett Dalton wurden zu Gejagten. Gemeinsam mit Männern wie Bill Doolin, George „Bitter Creek“ Newcomb, Charlie Bryant, Dick Broadwell und Bill Powers entstand eine Bande, die mehrere Züge überfiel und den Behörden immer wieder entkam.
Nach den Überfällen bei Wharton, Leliaetta, Red Rock und Adair stiegen die ausgesetzten Belohnungen. Die Jagd auf die Bande wurde immer enger. Bob Dalton entwickelte daraufhin einen letzten Plan: Zwei Banken sollten gleichzeitig und am helllichten Tag ausgeraubt werden. Als Tatort wählte er ausgerechnet Coffeyville in Kansas, die frühere Heimat der Brüder.
Am Morgen des 5. Oktober 1892 ritten Bob, Grat und Emmett Dalton gemeinsam mit Bill Powers und Dick Broadwell in die Stadt. Trotz falscher Bärte wurden sie erkannt. Während sich die Männer auf die First National Bank und die C. M. Condon & Company Bank aufteilten, bewaffneten sich Einwohner im nahe gelegenen Eisenwarenladen.
Innerhalb von etwa zwölf Minuten entwickelte sich ein heftiger Schusswechsel. Stadtmarshal Charles Connelly, Lucius Baldwin, George Cubine und Charles Brown wurden getötet. Aufseiten der Bande starben Bob und Grat Dalton, Bill Powers und Dick Broadwell. Emmett Dalton wurde von zahlreichen Kugeln und Schrotladungen getroffen, überlebte jedoch.
1893 wurde Emmett wegen Mordes zweiten Grades zu lebenslanger Haft verurteilt. Nach rund vierzehn Jahren kam er zunächst auf Bewährung frei und wurde wenig später begnadigt. Er zog nach Kalifornien, arbeitete als Bauunternehmer und Immobilienmakler, veröffentlichte Bücher und beteiligte sich an filmischen Darstellungen seiner eigenen Geschichte.
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Weitere verwendete Audioelemente, Sounds oder Medien stammen gegebenenfalls aus PowerDirector 365. Auch hierfür lag mir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung die erforderliche Lizenz vor.
Alle Rechte an der konkreten Zusammenstellung, Bearbeitung und Einbindung in diese Episode liegen bei mir, soweit rechtlich zulässig und soweit nicht anders gekennzeichnet.
Hinweis zur Verwendung künstlicher Intelligenz
Das Titelbild sowie der Gesang und die musikalische Umsetzung der Titelmusik wurden mithilfe generativer künstlicher Intelligenz erstellt. Der Liedtext stammt vollständig von mir.
Quellenverzeichnis:
Primär- und zeitgenössische Quellen / zeitgenössische Berichterstattung:
Rechtlicher Hinweis zur Verwendung: Dieses Skript gibt ausschließlich historische, gemeinfreie Ereignisse sowie öffentlich dokumentierte Forschungsstände wieder. Es enthält keine wörtlichen Übernahmen aus den genannten Quellen, sondern eigenständige Formulierungen. Die handelnden Personen sind seit über einem Jahrhundert verstorben. Klar als Legende oder Überlieferung gekennzeichnete Inhalte erheben keinen Anspruch auf Tatsachenbehauptung.
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In dieser Folge reisen wir nach Grönland – nach Kalaallit Nunaat. Es geht um eine Geschichte, über die lange kaum öffentlich gesprochen wurde: die sogenannte Spiralkampagne.
Ab den 1960er-Jahren wurden tausenden grönländischen Mädchen und Frauen Spiralen eingesetzt. In vielen dokumentierten Fällen geschah das ohne ausreichende Aufklärung, ohne wirksame Einwilligung, ohne Wissen der Eltern oder gegen den Willen der Betroffenen. Viele der Mädchen waren minderjährig, einige erst zwölf, dreizehn oder vierzehn Jahre alt.
Diese Folge erzählt die Geschichte hinter diesem dänisch-grönländischen Kapitel: von der Kolonialgeschichte Grönlands über die Modernisierungsprogramme nach dem Zweiten Weltkrieg, die sogenannten Experimentkinder von 1951, die Bevölkerungspolitik der 1960er-Jahre, die Berichte der Betroffenen, das jahrzehntelange Schweigen, die DR-Recherche von 2022, die unabhängige Untersuchung, die offizielle Entschuldigung Dänemarks und die spätere Entschädigungsregelung.
Es ist eine Geschichte über Macht, Medizin, koloniales Denken und darüber, was passieren kann, wenn Menschen nicht mehr als einzelne Personen mit Rechten gesehen werden, sondern als Zahlen in einer Planungstabelle.
Inhaltswarnung:
Hinweis zur Einordnung:
Kapitel dieser Folge:
• Ankommen in Kalaallit Nunaat
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