Wie bleiben Wohlfahrtsverbände zukunftsfähig – in Zeiten von Pandemie, Cyberattacken, wirtschaftlichem Druck und gesellschaftlicher Transformation? Prof. Dr. Hermann Sollfrank, Vorstand des Diözesan-Caritasverbands München und Freising, beschreibt in dieser Folge sehr offen, wie sein Verband bewusst entschieden hat, auf Krisen nicht mit Rückzug, sondern mit Entwicklung zu reagieren. Sollfrank schildert den strategischen Weg des Verbands: weg von starren Jahresbudgets hin zu rollierender Planung, hin zu mehr Adaptionsfähigkeit, klareren Entscheidungslogiken und einer Struktur, die sich an den Bedürfnissen von Menschen orientiert statt an klassischen Sektorgrenzen. Zentrale Stichworte sind Beyond Budgeting, Subsidiarität, soziokratische Entscheidungsprinzipien und die bewusste Verbindung von Geschäftsfeldern, Regionen und Managementverantwortung. Deutlich wird: Transformation ist kein Projekt, sondern ein fortlaufender Lernprozess. Es geht um Sichtbarkeit im Sozialraum, neue Formen von Kooperation, Netzwerkarbeit – und um Führung, die in komplexen Situationen Entscheidungen ermöglicht, statt sie zu blockieren.
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