Die Genealogie in Genesis 10 offenbart Gottes souveräne Ordnung über die gesamte Menschheit nach der Sintflut, indem sie die Völker durch die Söhne Noahs – Sem, Ham und Japheth – strukturiert darstellt. Diese Liste ist nicht bloß historisch, sondern theologisch bedeutungsvoll: Sie zeigt die Herkunft aller Nationen, unterstreicht die Erbsünde und die Folgen des Sündenfalls, gleichzeitig aber auch Gottes Plan der Erlösung, der sich in der Verheißung von Genesis 3,15 bis hin zum universalen Heil in der Offenbarung und den Briefen des Neuen Testaments entfaltet. Besonders hervorgehoben wird die Rolle der Japhethiten als Heiden, die unter den Zelten Sems wohnen sollen, was auf die Einbeziehung aller Völker in das Volk Gottes hinweist, während die Söhne Hams, insbesondere Kanaan, aufgrund der Bundesverantwortung und der Strafe für Inzest und Bosheit in der Geschichte stehen. Nimrod, als Individuum, symbolisiert die menschliche Rebellion gegen Gott, die sich in der Stadt Babel manifestiert und letztlich zur Zerstreuung führt. Der Schwerpunkt liegt auf Gottes souveräner Führung der Geschichte, seiner Barmherzigkeit gegenüber allen Völkern – auch den Feinden – und der zukünftigen Einheit aller Nationen im Reich Christi, wobei die Anwendung für das heutige Leben in der Erinnerung an Gottes Souveränität, der Fürbitte für alle Völker und der Anerkennung des vielfältigen Erlösungsplans besteht, der jeden Menschen aus jeder Nation, Sprache und Nation in Christus einlädt. de