cultural citizenship - on ear

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By Zarah Mayer, Anna Raymann, Susann Schütz, Katja Zellweger, Laura Tonsch, Quirin Streuli, Noemi Hermann, Magdalena PlöchlSociety & CultureScienceSocial SciencesEducation
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cultural citizenship - on ear episodes

  • Die Folge mit der Überlebenden eines Gewaltverbrechens
    Iris war auf dem Heimweg, als ein unbekannter Mann sie nachts auf der Straße in Biberach niederschlug und lebensgefährlich verletzte. Die junge Frau aus Ulm überlebte. Sieben Jahre später berichtet sie von der Nacht, die ihr Leben veränderte, und der Suche nach dem Täter.
    Sie spricht über ihre Erinnerungen an die Tatnacht, darüber, welche Folgen sie erlitt und wie sie damit umging. Und sie erklärt, warum sie überhaupt öffentlich darüber spricht, was sie erlebt hat.
    45 min
  • Die Folge über Verschwörungstheorien
    Die Illuminaten und die Juden wollen die Weltherrschaft an sich reißen, außerirdische Reptiloiden haben das schon längst getan, 9/11 war von der amerikanischen Regierung initiiert, das Coronavirus existiert gar nicht, die Mondlandung hat im Foto-Studio stattgefunden und die Erde ist flach: Verschwörungstheorien sind mal harmlos und amüsant, mal brandgefährlich, rassistisch oder antisemitisch.
    Professor Michael Butter, einem der führenden Experten für Verschwörungstheorien in Deutschland, spricht über die Faszination, die Gefahr und die Entwicklung von Verschwörungstheorien, erzählt von einer Tante, mit der er deshalb kaum noch reden kann und davon, wie klug es ist, in einer links-liberalen Stadt über das Impfen zu sprechen.
    1 hr 3 min
  • Die Folge mit dem Restaurantkritiker
    Erich Nyffenegger ist der Restaurantkritiker von Schwäbische.de - und dieser Job zählt zu den außergewöhnlichsten Aufgaben der Schwäbischen Zeitung. Aber wie arbeitet der Restauranttester überhaupt? Was qualifiziert ihn, das Essen von Köchen in der ganzen Region zu bewerten? Was ist eine entfesselte Sauce? Wo würde er jederzeit immer guten Gewissens essen? Und wer kocht eigentlich bei ihm zuhause?
    Die Episode mit Erich Nyffenegger war eine der ersten - und eine der beliebtesten. Deshalb holen wir sie für eine Wiederholung aus dem Archiv.
    1 hr 15 min
  • Die Folge über die Hingerichteten vom Bodensee
    Die Überreste eines Galgens, die Skelette von mindestens zehn Menschen, übel zugerichtet und stumme Zeugen einer grausigen Zeit: Die archäologischen Funde, die im Frühjahr zwischen Konstanz und Allensbach am Ufer des Bodensees aufgetaucht sind, sorgen deutschlandweit für Aufruhr. Dr. Jürgen Hald, der Leiter der Ausgrabung, verrät, was nach dem Freilegen der Gräber geschieht, was man über die Opfer weiß und wie es nach dem Labor mit den Knochen weitergehen wird - und er gibt ein wenig Einblick in seinen Beruf.
    53 min
  • Die Folge mit Biermösl-Blosn-Chef Hans Well
    Hans Well ist der Sohn eines Lehrers vom Lande, hatte 14 Geschwister und wuchs mit einer politischen Stimmung auf, in der die Nähe zum Nationalsozialismus noch spürbar war. Aber es war auch ein Elternhaus, in dem eine musikalische Ausbildung so wichtig war wie Mathematik und Deutsch.
    Aus dem Lehrersohn wurde ein äußerst politischer Mensch: Gemeinsam mit zwei Brüdern gründete Hans Well die Biermösl Blosn, das Jahrzehntelang als Stachel im Fleisch der CSU war und weit über die Grenzen Süddeutschlands hinaus Aufmerksamkeit erregte.
    Im Podcast berichtet er von kleineren und größeren Skandalen, wie es zur Verbannung aus dem Bayerischen Rundfunk kam, warum für die Biermösl Blosn das Ende kam und wie es sich anfühlt, jetzt mit den eigenen Kindern über Digitalisierung und Politik zu singen.
    1 hr 11 min
  • Die Folge mit dem schwulen Fußballer
    Benjamin Näßler gilt als der schönste schwule Mann Deutschlands: Er hat Ende Dezember die Wahl zum Mr. Gay Germany gewonnen. Dafür reichte es nicht, dass der gebürtige Bad Saulgauer athletisch ist und in Badehosen auf einem Laufsteg eine gute Figur macht: Eine Kampagne, die jeder Teilnehmer erarbeiten musste, war Teil des Wettbewerbs. Benjamin Näßler entschied sich ein Problem zu thematisieren, von dem er selbst jahrelang betroffen war und das mit der Oberflächlichkeit von Schönheitswettbewerben wenig zu tun hat: Unbehagen, Ablehnung und offener Hass gegenüber Schwulen im Fußball.
    Dass er schwul ist, wusste er schon, als er noch in Bad Saulgau lebte und in heimischen Vereinen Fußball spielte. Doch sich bei den Kumpels und Trainern zu outen, kam für ihn nicht in Frage. Auf deutschen Fußballplätzen, auch im Südwesten, in der Kabine und beim Bier nach dem Spiel fallen bis heute Sprüche, die offen schwulenfeindlich sind: "schwul" ist dort eine Beschimpfung, egal ob es um einen missglückten Pass, einen foulenden Spieler der Gegenseite oder einen Trinkspruch geht. "Man hat sich zugeprostet mit einem Getränk, und dann kam des Öfteren der Spruch: 'Absetzen, sonst gibt's schwule Kinder", erinnert sich Näßler an eine typische Situation. "Für mich war das ein ausschlaggebender Grund zu sagen: Dann oute ich mich lieber nicht, weil ich nicht weiß, wie die drauf sind." Er wollte nicht riskieren, von Teamkameraden und den Zuschauern verachtet zu werden, weil er Männer liebt.
    Während in der Kunst- und Musikszene und selbst in der Bundespolitik Homosexualität längst deutlich entspannter wahrgenommen wird, ist sie im Männerfußball nach wie vor ein Tabu. "Wir haben in Deutschland 36 Profivereine mit jeweils 25 Spielern, also mehr als 600 hauptberufliche Fußballer, von denen offiziell keiner schwul ist", zählt Näßler auf.
    Selbst wenn der Anteil von Homosexuellen unter Fußballern vielleicht etwas geringer sei - es gebe auf jeden Fall den ein oder anderen, zumal immer wieder Gerüchte die Runde machen. Für Schwule seien das Versteckspiel und das Verheimlichen von einem Teil ihrer Selbst in der Öffentlichkeit oft das kleinere Übel. "Aber es ist schon sehr schade, dass man, nur weil man sehr gut Fußball spielen kann, sich nicht auf das konzentrieren kann, was einen ausmacht. Und das ist seine Persönlichkeit."
    Im Podcast spricht Benjamin Näßler über das Versteckspiel als kleineres Übel, über die Vorbildfunktion und gekauften Freundinnen von Promi-Fußballern und darüber, dass auch Schwule nicht automatisch jeden anderen Mann attraktiv finden. Er erzählt von seinen Erfahrungen und erklärt, warum es einen großen Unterschied zwischen Homophobie in der Bundesliga und in den unteren Klassen gibt.
    57 min
  • Die Folge mit der Verlobten des verurteilten Mörders
    Michael sitzt seit 28 Jahren wegen zweifachen Mordes im Todestrakt eines Gefängnisses in Nevada. Clara will ihn heiraten: Die 35-Jährige, die in der Nähe des Bodensees lebt, hat seit einigen Monaten Kontakt zu ihm, vier Mal hat sie ihn getroffen. Verlobt haben sie sich schon, bevor sie sich zum ersten Mal persönlich gegenüber standen.
    Ob er die Taten begangen hat, weiß Clara nicht. Michael sagt, er habe die Frauen nicht getötet. Aber Clara glaubt ohnehin nicht an Schuld oder Verantwortung, sondern daran, dass alles, was der Mensch tut, durch die Kombination von Genen, Erziehung und Umfeld bestimmt wird.
    Im Podcast spricht sie über Strafe und Verantwortung, über Urteile und Verurteilung, über Norm und Normalität.
    50 min
  • Die Folge über Kinder und Eltern im Hausarrest
    Eltern und Kinder im Ausnahmezustand: Dank Corona hat die ganze Familie Hausarrest. Was das für Kinder bedeutet und wie Eltern gelassen bleiben, darum geht es in dieser Episode, diesmal mit Mathias Voelchert, Gründer des Family-Lab in Deutschland.
    Eltern und Kinder im Ausnahmezustand: Dank Corona hat die ganze Familie Hausarrest. Mütter und Väter versuchen, Arbeit, Kinder und Haushalt unter einen Hut zu bringen, während der Alltag anders ist als je zuvor - und in vielen Fällen kommen nun auch noch Zukunftsängste hinzu. Auch Kinder und Jugendliche müssen derzeit auf Gewohnheiten und Freiheiten verzichten: Keine Schule, keine Treffen mit Freunden, kein Vereinsleben.
    Platz, Geld und gute Lehrer
    Dabei sind die Voraussetzungen so unterschiedlich wie die Familien selbst: Familien, die stabile Beziehungen, aber auch Platz und keine Existenzängste haben, können derzeit gelassener mit der Situation umgehen als jene, die beispielsweise nicht das Geld haben, um die technischen Anforderungen für digitalen Schulunterricht bereitstellen zu können.
    Und wie gut der Unterricht zuhause vor und nach den Osterferien funktioniert, ist extrem abhängig von den Lehrerinnen und Lehrern: Während die einen Konferenzschalten und Erklärvideos anbieten, schicken andere kommentarlos einen Satz Arbeitsblätter per E-Mail herum und überlassen den Rest den Eltern.
    Nehmen die Kinder Schaden?
    In vielen Familien ist nach einigen Wochen Ausgehbeschränkung die Unsicherheit groß: Schadet es der Tochter und dem Sohn, wenn sie wochenlang keine anderen Kinder sehen? Wie wichtig ist es, dass Jugendliche jetzt Mathe und Englisch pauken - und was, wenn die Eltern sich nicht wohl damit fühlen, plötzlich als Lehrer zu fungieren? Wie viel Zeit am Bildschirm, bei Netflix und Youtube, ist zu viel?
    Mathias Voelchert, in Ravensburg geboren und aufgewachsen, ist der Gründer des deutschen Ablegers des Family-Lab, eine Familienwerkstatt, in der Pädagogen und Eltern beraten werden, um Kinder gleichwürdig zu behandeln und sie zu verstehen. Er gibt im Podcast Denkanstöße, ruft zur Gelassenheit auf und rät Eltern, "elastisch" zu sein - und ihren Kindern mehr Verantwortung zu geben.
    57 min
  • Die Folge über Freiheit, Sicherheit und Daten
    Jahre, sogar Jahrzehnte lang war Deutschland in Sachen Digitalisierung zurückhaltend: Während in anderen Nationen bargeldloses Bezahlen selbst auf dem Wochenmarkt Standard ist, zahlen viele Deutsche noch immer lieber in bar. Arbeiten im Home-Office? Lieber nicht: Wie soll man sicher sein, dass der Mitarbeiter Datenschutz und Arbeitszeiten einhält?
    Und auf dem Land warten bis heute viele Menschen auf schnelles Internet, weil sich der Ausbau für die Telekommunikations-Unternehmen nicht rechnet.
    In den vergangenen Wochen hat sich viel geändert - ein großer Teil des Alltags muss plötzlich digital stattfinden. Und plötzlich ging ganz schnell, was sonst Jahre dauerte. Beim Bäcker zahlt man kontaktlos, eine App ermittelt, wer mit wem Kontakt hatte und neue, teils stark einschränkende Gesetze sind in Windeseile verabschiedet.
    Ann Cathrin Riedel, Expertin für Digitalisierung und Netzpolitik, spricht im Podcast mit Andrea Pauly darüber, welche Neuerungen problematisch sind und wo besondere Vorsicht notwendig ist.
    Dabei geht es unter anderem um das Sammeln von Handydaten: Haben diese Daten einen Mehrwert? Können sie anonymisiert werden? Und wer kontrolliert das? „Da fehlt mir absolut die Transparenz, wer wann worauf guckt", sagt Ann Cathrin Riedel.
    Zudem führe die Ausnahmesituation zu neuen Gefahren: "Wir sind alle im Angstmodus. Das wird von Kriminellen ausgenutzt", sagt sie. Phishing-Mails, falsche Passwortabfragen und gefälschte Rechnungen nehmen in diesen Tagen zu.
    Welche Änderungen nachhaltig sein werden, wie sie selbst mit der aktuellen Situation umgeht und wie die Menschen digital von der Coronakrise profitieren können - das alles ist im Gespräch zu hören.
    49 min
  • Die Folge darüber, wie wir die Isolation überstehen
    So etwas hat die Gesellschaft noch nie erlebt: Die ganze Welt ist von einem Virus bedroht, der Alltag mit seinen Strukturen und Sicherheiten ist nicht mehr wie er war. Menschen auf der ganzen Welt bleiben zuhause - oft allein, oft ohne die Sicherheit von Job und Einkommen, oft einsam, und manchmal auch mit Menschen, denen man lieber aus dem Weg gehen möchte.
    Das Corona-Virus sei nicht nur für die Lunge gefährlich, sondern könne auch schwere seelische Leiden auslösen, sagt der Lindauer Psychologe, Psychiater und Psychotherapeut Dr. Christian Peter Dogs.
    Alle sind betroffen, niemand weiß, wie die Zukunft aussieht. Und das ist genau der Punkt: Aus psychologischer Sicht sei es nicht hilfreich, vom Schlimmsten auszugehen, sagt Dogs. Um stabil durch die Krise zu kommen, brauchen die Menschen Hoffnung, Zuversicht, Optimismus.
    Im Podcast erklärt Dogs, wie es möglich ist, in der Isolation psychisch möglichst gesund zu bleiben. Er spricht darüber, welche Auswirkungen die Situation auf zerstrittene Paare, auf Alleinstehende, aber auch auf Menschen mit psychischen Erkrankungen hat - und warum es vielleicht sogar die Einsamen sind, die es am besten hinbekommen, die nächsten Wochen oder sogar Monate zu überstehen.
    Vor allem aber gibt er ganz praktische Tipps, mit welchen Strategien und Gedanken die Menschen durch den Tag, die Woche und die Isolation kommen können.
    1 hr 2 min

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