Das genomische Datenblatt ist kein Werbeversprechen, sondern ein technisches Entscheidungsinstrument. Dieser Beitrag erklärt, warum der RZG kein fixer Qualitätsstempel ist, sondern ein relativer Vergleichswert, der sich mit der genetischen Basis jährlich verschiebt. Im Mittelpunkt steht dabei der ZW²-Wert, der als aktuell präziseste Schätzung gilt, weil er Genomik, Abstammung und – sofern vorhanden – Nachkommeninformationen integriert. Der Text unterscheidet klar zwischen Leistungsindizes, die viele Merkmale bündeln, und genetischen Markern, die konkrete Eigenschaften oder Risiken anzeigen. Entscheidend ist: Das Datenblatt liefert eine ehrliche genetische Ausgangsbasis – die richtige Entscheidung entsteht erst durch fachliche Einordnung, Erfahrung und züchterische Zielklarheit.