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Welche vermeintlich unausgesprochenen Codes gibt es in der Kunst-Szene? Und wie könnte ein anderer Umgang mit der Kunst aussehen? Um das herauszufinden, trifft Stefanie Grube Kunstschaffende, Galeristen, Kuratorinnen und Kunstinteressierte, die alle dieses Unbehagen mit der Kunst kennen und unterschiedliche Ideen haben, wie die Kunst-Szene zugänglicher und niedrigschwelliger werden könnte.
Autorin: Stefanie Grube
Redaktion: Tobias Nagorny
Produktion: Radio Bremen 2024
Der 14-jährige Petr Ginz beginnt 1942 ein Magazin herauszugeben – im Kinderheim des Ghetto Theresienstadt. Seine Autoren sind die anderen Jungen des Heims. In "Vedem" veröffentlichen sie Essays, die neusten Fußballergebnisse und lustige Zitate genauso wie Gedichte und Reportagen aus dem Krematorium.
Jeden Freitag lesen sie einander im Verborgenen ihre neuesten Texte vor. Und zugleich hoffen sie jedes Mal, wenn ein neuer Zug zu den Konzentrationslagern im Osten aufbricht, dass niemand aus "Heim 1" auf der Liste steht. Neben Historikerinnen und Familienmitgliedern der Jugendlichen von damals kommt auch Sidney Taussig zu Wort, der einzige verbliebene Überlebende aus "Heim 1". Eine Erzählung über Überlebenswillen, Menschlichkeit und die Kraft der Kunst in den dunkelsten Momenten der Geschichte.
Eine Doku von Jakob Schmidt und Jannis Funk
Produktion: Radio Bremen/Deutschlandfunk/Westdeutscher Rundfunk 2024
Bis heute ist Bertolt Brecht präsent in den Erinnerungen von Manfred Wekwerth, Käthe Reichel, Ernst Schumacher, Gisela May, Regine Lutz und Marianne Kesting, für deren Leben er eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden Feature-Autoren Walter Weber und Michael Augustin haben mit Menschen gesprochen, die Brecht begegnet sind, und sie konnten historisches Rundfunkmaterial auswerten.
In Italien ist der Bremer Rudolf Jacobs ein Held des Widerstands. Der Wehrmachtssoldat und Seeoffizier war Ende des Zweiten Weltkrieges in La Spezia stationiert. Im Jahr 1944 desertierte er und schloss sich den italienischen Partisanen an. Die Spurensuche führt zu ehemaligen Partisanen, in italienische und deutsche Archive und zu Rudolf Jacobs Sohn.
Es ist eine Musical-Revolution und seit Jahren das begehrteste Theaterticket in New York. Hamilton von Lin-Manuel Miranda hat mehr als 50 Auszeichnungen und Theaterpreise bekommen, darunter elf Tony-Awards und den Pulitzer-Preis. Jetzt wird das Musical erstmals in einer deutschen Version in Hamburg aufgeführt. Die Doku zeichnet den jahrelangen Prozess nach, wie aus dem US-Erfolgshit eine deutsche Musical-Produktion geworden ist.
Der Tourismus in den Himalaya-Bergen ist ein entscheidender Wirtschaftsfaktor in Nepal, einem Land, das die Weltbank immer noch zu den ärmsten Nationen zählt. Durch die Covid-Pandemie brach der Tourismussektor fast komplett zusammen. 2022 – beginnend mit der Frühjahrssaison sollte der Tourismus in Nepal wieder durchstarten. Wie die sich die Lage wirklich darstellte, hat unser Autor Peter Meier-Hüsing erkundet, der ebenfalls zu einem lange geplanten Trek nach Nepal startete.
Die Hörkassette, das rauschende kleine Magnetband, ist eigentlich längst abgelöst worden – durch CDs, MP3 und Streaming. Die "Generation Kassette" hat mittlerweile selbst Kinder, hört aber immer noch. Sie saßen damals in Schlafanzügen auf Böden von Kinderzimmern und hörten Benjamin Blümchen, TKKG, Hanni und Nanni oder die Drei Fragezeichen. Autor Florian Bänsch hat sich auf die Suche nach der Faszination für die Stimmen unserer Kindheit gemacht. Er spricht mit Fans, Kommunikationswissenschaftlern und den Stimmen selbst. Einige davon hat er im Herz der deutschen Kinderhörspielproduktion getroffen: im Europa-Tonstudio in Hamburg.
Am 30. Oktober 1961 wurde das Anwerbeabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Türkei beschlossen. In der Folge kamen bis 1973 rund 640.000 türkische Arbeitskräfte nach Deutschland. Eher unbekannt ist, dass rund 140.000 von ihnen Frauen waren, die sich alleine auf den Weg machten, um in Deutschland vor allem in Fabriken Geld zu verdienen. Einige dieser Frauen arbeiteten in Bremen in der Schokoladenfabrik Hachez. Das Feature erzählt, wie diese Frauen es alleine schafften, die Herausforderungen dieser harten Anfangszeit zu bewältigen, um später in Bremen sesshaft zu werden.
Das Feature "Verordnetes Glück in Bhutan – Unterwegs im entlegenen Himalaya-Staat" von Anja Steinbuch und Michael Marek ist mit dem "Columbus Radiopreis 2020" in Silber für "Hintergrund und Recherche" ausgezeichnet worden. Die Co-Produktion von Bremen Zwei mit hr2 und BR2 wurde im Juli 2020 gesendet. Vergeben wird der Preis von der Vereinigung deutscher Reisejournalisten.
Darum geht es in dem Feature:
Abgeschirmt von den höchsten Bergen des Himalaya liegt dieses kleine Land – fast so, als wolle es sich vor der Welt verstecken. Bhutan ist eigentlich ein Lehrbeispiel für die behutsame Öffnung eines Landes gegenüber westlichen Einflüssen. Erst im Jahr 1999 wurde das Fernsehen in Bhutan eingeführt, wenige Jahre später kamen das Internet und Smartphones dazu. Auch immer mehr Touristen besuchen das buddhistische Land. Dieser Wandel verändert zunehmend den traditionellen und religiösen Alltag – vor allem der jüngeren Bhutaner. Schafft das Land diesen Spagat zwischen Vergangenheit und Zukunft?
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