In unserem ersten Podcast erfährst du 5 Regeln der guten Kommunikation. Denn Teamarbeit lebt vom Informationsaustausch, von der Kommunikation untereinander und zu anderen Teams.
Regel Nummer 1 lautet: Zeit nehmen
Hand aufs Herz: wie oft hast du schon schnelle Anweisungen von Tür zu Tür gegeben? Oder – angepasst an unsere aktuelle Zeit des Corona-Virus – per Mail. Natürlich gibt es Situationen, in denen das absolut in Ordnung ist. Aber es soll bitte nicht zur Gewohnheit werden. Das gleiche gilt, wenn dich ein Kollege an deinem Schreibtisch anspricht. Bist du dann wirklich ganz bei deinem Kollegen oder wandert dein Auge auf den Bildschirm, weil gerade eine Mail eintrifft? Denk also daran: dein Gegenüber hat es verdient, dass du ihm oder ihr deine volle Aufmerksamkeit schenkst.
Die 2. Regel hört sich noch einfacher an als die erste. Sie lautet: Zuhören
Zuhören ist meines Erachtens die Königsdisziplin im Umgang miteinander. Es ist aber auch gleichzeitig die schwerste. Wenn dein Gesprächspartner bei Adam & Eva anfängt, um dann nach gefühlten 20 Minuten endlich auf den Punkt zu kommen, liegt deine Aufmerksamkeit und damit das echte Zuhören irgendwo bei Null. Hast du auch Kollegen, die deine Sätze für dich beenden oder schon mitten in deiner Mitteilung eingreifen, weil sie meinen zu wissen, was du denkst oder sagen willst? Kein angenehmes Gefühl, oder? Man selbst verliert den Faden und fühlt sich auf Dauer auch nicht sehr ernst genommen und respektiert.
Die 3. Regel ist definitiv die einfachste: Fragen stellen
Wenn du das nächste Mal eine Anweisung oder einen Arbeitsauftrag weitergibst, frage doch einfach mal: „Haben Sie Fragen?“ Oder wenn ihr eine Duz-Kultur im Unternehmen habt: „Hast du Fragen?“ Oder auch „Wo siehst du Probleme?“ „Brauchst du eventuell Unterstützung?“ Damit zeigst du Interesse daran, deinen Kollegen oder Mitarbeitern die Umsetzung ihrer Arbeit zu ermöglichen. Wenn du Fragen nach Unterstützung u. ä. stellst, zeigst du, dass sie sich rechtzeitig an dich wenden können, wenn im Verlauf der Aufgabenerledigung Probleme auftauchen sollten. Du gibst ihnen Sicherheit und ermöglichst gleichzeitig ein angenehmes Arbeitsklima.
Regel Nummer 4 lautet: Wertschätzung zeigen
Wenn wir von unseren Mandanten beauftragt werden, einen Veränderungsprozess wie beispielsweise die Implementierung eines Employer Brandings zu begleiten, starten wir nahezu immer mit einer Mitarbeiterbefragung, um einen ersten Eindruck von der gelebten Unternehmenskultur zu bekommen. Dabei bin ich immer wieder überrascht, wie stark die Mitarbeiter eine mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit oder ihrer Persönlichkeit wahrnehmen. Natürlich sind auch Stress oder Unterforderung Situationen, die dafür sorgen können, dass man unzufrieden mit seinem Job ist. Aber hin und wieder ein Lob oder eine Anerkennung für die geleistete Arbeit zu bekommen, kann doch eigentlich nicht so schwer sein? Gerade Abteilung wie HR oder alle, die in der Verwaltung tätig sind, können hiervon ein Lied singen. Sie gelten oft als die „unproduktive“ Abteilung. An dieser Stelle möchte ich einmal eine Lanze brechen für diese wertvollen Mitarbeiter: schaut mal genauer hinter die Kulissen, dann wird ganz schnell klar, dass wir ohne sie ziemlich verloren wären. Und wie können wir hinter die Kulissen schauen? Richtig! Schaut euch Regeln 1 bis 3 an: Indem wir uns die Zeit nehmen, ihnen zuhören und Fragen stellen.
Und all das führt uns zu Regel Nummer 5: im Dialog sein
Denn Kommunikation ist keine Einbahnstraße. Niemand möchte nur tagtäglich Mitteilungen bekommen. Nur in einem Dialog kann sich Vertrauen entwickeln.