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Piratinnen, Nomaden oder Trinkerinnen hat Ulrike Ottinger schon in ihren Filmen auftreten lassen. Nun kommt "Die Blutgräfin" dazu, eine barocke Vampirsatire mit Isabelle Huppert und Birgit Minichmayr in den Hauptrollen.
Ottinger hat rund 30 Filme gedreht, etwa 50 Ausstellungen konzipiert und Opern und Theaterstücke inszeniert. Gerade probt sie an einem Berliner Theater ein Stück über eine alte Dame, die eine Revolution anstiftet.
Im Gespräch mit Frank Meyer erzählt Ulrike Ottinger, wie sie selbst gegen Grenzen revoltiert hat, sei es in der Kunst oder im Leben.
Seyran Ateş polarisiert: Für die einen ist sie eine Heldin der Emanzipation, für andere eine Verräterin des Islam. Als Tochter türkisch-kurdischer Gastarbeiter erkämpfte sie sich ihre Freiheit zuerst gegen patriarchale Vorstellungen in ihrer Familie, dann gegen die Vertreter großer Islamverbände in Deutschland.
Seit sich die Rechtsanwältin öffentlich gegen Zwangsheiraten einsetzt, erhält sie Morddrohungen und steht unter Personenschutz. Diese Maßnahme wurde noch verstärkt, als sie in Berlin die erste liberale Moschee gründete, in der Männer und Frauen gemeinsam beten dürfen und queere Muslime willkommen sind.
Im Gespräch mit Matthias Bertsch erzählt Seyran Ateş, was Freiheit für sie bedeutet und wie sich das Verhältnis zu ihren Eltern verändert hat.
Katrin Schlösser hat die ersten 26 Jahre ihres Lebens in der DDR gelebt, danach im wiedervereinigten Deutschland. Die Erfahrung, die Perspektive zu wechseln, begleitet sie schon lange, privat und professionell, vor und hinter der Kamera: Sie produzierte Dokumentarfilme und Spielfilme wie "Du bist nicht allein" oder "Sonnenallee". Ihr eigenes Filmen begann als Spiel mit der Handykamera; daraus entstand der sehr private Dokumentarfilm "Szenen meiner Ehe". Britta Bürger hat mit ihr gesprochen.
Die Ausstellung "Metaxy – Zwischen Zerstörung und Neuaufbau", die in diesem Herbst in der Akademie der Künste in Berlin zu sehen ist, hat Anh-Linh Ngo mitkuratiert. Der Kurator ist als Herausgeber und Chefredakteur der Architekturzeitschrift Arch+ einer der wichtigsten Architekturtheoretiker der Gegenwart und Vizepräsident der Akademie der Künste.
Als Kind war Ngo mit seiner Schwester als Bootsflüchtlinge aus Vietnam nach Deutschland gekommen, getrennt von der Familie. Darüber hat Matthias Bertsch mit Anh-Linh Ngo gesprochen, über seine Arbeit als Kurator und auch über die Bedeutung von Gemeingütern.
Stereotype im Film können das Leben von Menschen negativ beeinflussen: Wenn Kriminelle in Filmen zum Beispiel immer gebrochenes Deutsch sprechen, verstärkt das beim Publikum Vorurteile gegenüber Migranten. Canan Turan will das durchbrechen. Sie ist Filmemacherin, Dramaturgin und hat einen wachen Blick für Machtstrukturen. "Film ist eine politische Praxis", sagt sie. Kirsten Dietrich hat mit ihr darüber gesprochen, wie sie diese Praxis sensibler für Diskriminierung gestalten will.
Wer hart genug ist, viele Absagen einzustecken, bekommt irgendwann vielleicht das Geld für eine Filmproduktion zusammen. Diese Erfahrung steckt im ersten Roman von Angelina Maccarone "Wer nicht kotzen muss, wird Astronaut*in". Darin gibt sie Einblicke in die Arbeit mit Filmstars und schaut hinter die Kulissen des Filmbetriebs.
Als Regisseurin und Drehbuchautorin hat Angelina Maccarone große Erfolge erlebt: Für "Verfolgt" hat sie beim Filmfestival Locarno einen Goldenen Leoparden bekommen, sie hat mit Charlotte Rampling gearbeitet und ihr Drehbuch zu "Klandestin" ist mit einem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet worden. Über Erfolge und Schattenseiten im Filmgeschäft hat Frank Meyer mit ihr gesprochen.
Beruf und Berufung gehören für die gelernte Psychotherapeutin Christa Mayer zusammen: Ihre ersten künstlerischen Fotografien entstanden, als sie in den 1980er Jahren Patientinnen und Patienten in der Langzeitpsychiatrie einer Klinik in Berlin-Wannsee portraitierte. Viele von ihnen begleitete Christa Mayer über Jahre hinweg.
Ihre intensiven Aufnahmen geben einen tiefen Einblick in die "Seelenlandschaften". Als eine von wenigen Frauen entwickelte sie ihren Stil in der "Berliner Werkstatt für Photographie". Nach ihrem 80. Geburtstag plant Christa Mayer nun ihr nächstes Projekt. Britta Bürger hat mit ihr gesprochen.
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