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Die Wurzeln des Judo liegen in den Kriegskünsten der Samurai. Aber der Judosport selbst wurde erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Von Kano Jigoro, einem schmächtigen Intellektuellen, der bis heute in Japan verehrt wird. Ein Podcast von Jenny von Sperber (BR 2026)
Credits:
Autorin: Jenny von Sperber
Redaktion: Yvonne Maier
Regie: Rainer Schaller
Technik: Viktor Fölsner-Veress
Sprecher: Burchard Dabinnus, Katja Amberger
Im Interview:
- Wolfgang Dax-Romswinkel: Studium der Sportgeschichte, Judo-Kata-Weltmeister, Judotrainer
- Maja Sori-Dovál: Sportwissenschaftlerin, Tsuda Universität Tokyo, Schwerpunkt Judo in und außerhalb Japans
- Prof. Hans Joachim Teichler: Sporthistoriker und Sportwissenschaftler, Universität Potsdam (ehm.)
Literatur:
Andreas Niehaus: (Dissertation) Leben und Werk Kano Jigoros, Ergon Verlag, 2019.
Wolfgang Dax-Romswinkel: Reihe im Verbandsmagazin des Nordrhein-Westfälischen Judo Verbands: https://www.nwjv.de/fileadmin/qualifizierung/dokumente/kodokan_judo.pdf
Hans Joachim Teichler: Internationale Sportpolitik im Dritten Reich. Academia, 2022
Weiterführende Links:
Kodokan, die erste Judoschule der Welt in Tokyo:
https://kdkjudo.org/
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Familienleben ist nicht immer einfach. Richtig schwierig wird es, wenn zwei Familien zusammengewürfelt werden. Dann entsteht keineswegs automatisch eine bunte und lebendige Großfamilie. Unterschiedlichen Erwartungen sorgen für Zündstoff. Ein Podcast von Karin Lamsfuß (BR 2025)
Credits:
Autorin: Karin Lamsfuß
Redaktion: Bernhard Kastner
Regie: Martin Trauner
Technik: Moritz Herrmann
Sprecher: Susanne Schroeder, Johannes Hitzelberger
Im Interview:
- Jens und Steffi, Patchwork-Paar
- Katharina Grünewald, Dipl. Psychologin und Autorin
- Lisa Jahns, Patchwork-Coach und Autorin
- Prof. Nina Weimann-Sandig, Soziologin
Doku-Tipp: Die Frauensauna – Immer noch Wechseljahre
In der neuen 3. Staffel "Immer noch Wechseljahre" der rbb-Dokuserie "Die Frauensauna" geht es um die Frage: Wie geht es den Frauen aus den Folgen der Staffeln 1 + 2 heute? Sie treffen aufeinander – zum Wiedersehen, zum ersten Kennenlernen und zu einem schonungslos ehrlichen Austausch. Wie lebt es sich mit und nach den Wechseljahren?
Podcast-Tipp:
Wie wir ticken – Euer Psychologie Podcast
Jeder Mensch 'tickt' anders - doch warum? Psychologie hilft, unsere Wahrnehmung zu schärfen und sich und andere besser zu verstehen. Ihr wollt erfahren, weshalb Dankbarkeit befreiend wirken kann, Neid uns einengt, was unsere Partnerwahl über uns aussagt, und wieso wir dazu neigen, unangenehme Dinge aufzuschieben? Das und viel mehr beantwortet unser Psychologie Podcast "Wie wir ticken" vom BR und SWR jede Woche mit einer neuen Folge. Immer mittwochs in ARD Sounds und am Freitag auf allen anderen Plattformen. Ihr habt Fragen, Anmerkungen oder Themenwünsche? Schreibt uns gerne eine Nachricht über [email protected]!
Literatur:
- Lisa Jahns und Torsten Geiling: Du hast doch gewusst, dass ich Kinder habe! Verlag Goldegg, 2025
- Katharina Grünewald: Glückliche Stiefmutter. Gut zusammenleben in Patchwork-Familien, Herder, 2018
- Nina Weimann-Sandig: Meine Kinder, deine Kinder. Die besten Strategien für den Familienalltag von Patchwork-Eltern
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Erst in jüngster Zeit konnte ein Zufallsfund aus dem Jahr 1934 mit modernen archäologischen Methoden enträtselt werden: Die Frau, die vor 9000 Jahren in Sachsen-Anhalt bestattet worden war, muss eine Schamanin gewesen sein, die in der Mittelsteinzeit in die Welt der Geister reiste. Ein Podcast von Thomas Grasberger (BR 2026)
Credits:
Autor: Thomas Grasberger
Redaktion: Thomas Morawetz
Regie: Sabine Kienhöfer
Technik: Stefan Oberle
Sprecher: Christian Baumann, Katja Amberger
Im Interview:
Josefine Biedinger, Archäologin, Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin der Sonderausstellung „Die Schamanin“ im Landesmuseum für Vorgeschichte Halle an der Saale (vom 27. März 2026 bis zum 7. Februar 2027 verlängert)
Unser Podcast-Tipp:
Spot Off - Der Backstage-Talk
Musik machen ist für viele die Erfüllung eines Traums: Berufung statt Beruf. Aber was, wenn der Traumberuf zum Alptraum wird? Krisen Zweifel aufkommen lassen oder eine Pandemie alles in Frage stellt? Dann werden Biographien neu geschrieben. Host Gabi Szarvas ist selbst Musikjournalistin und Cellistin und spricht in "Spot Off - der Backstage-Talk" mit Musiker:innen, die auch jenseits des Rampenlichts Erfüllung finden.
Weiterführende Links:
Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt
Landesmuseum für Vorgeschichte
Sonderausstellung: Die Schamanin
27. März 2026 bis 7. Februar 2027
Podcast-Tipp:
Jamnaja - Rätselhafte Ahnen der Mitteleuropäer
Männerhorden aus dem Osten, die das prähistorische Europa überrollen, blutrünstigstes Volk aller Zeiten - und zugleich die Ahnen heutiger Europäer: Die Geschichten zur sogenannten Jamnaja-Kultur gehen in die Extreme. Was ist wirklich dran? Ein Podcast von Sebastian Kirschner (BR 2026)
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Obdachlos und auf der Suche nach Arbeit - in den 1920er Jahren war das für viele Menschen harte Realität. Gregor Gog sah im Vagabundenleben hingegen einen Gegenentwurf zur bürgerlichen Gesellschaft. Seine radikale Parole: Generalstreik, das Leben lang! Ein Podcast von Georg Gruber (BR 2026)
Credits:
Autor: Georg Gruber
Redaktion: Nicole Ruchlak
Regie: Kirsten Böttcher
Technik: Robin Auld
Sprecher: Christopher Mann, Gudrun Skupin, Hemma Michel
Im Interview:
- Dr. Beate Althammer, Historikerin, Habilitationsschrift „Vagabunden. Eine Geschichte von Armut, Bettelei und Mobilität im Zeitalter der Industrialisierung, 1815-1933
- Prof. Britta-Marie Schenk, Historikerin, Universität Luzern, Habilitationsschrift „Ohne Obdach. Eine Geschichte der Obdachlosigkeit und der Obdachlosen im 19. und 20. Jahrhundert.“
Literatur:
- Klaus Trappmann (Hg), „Landstraße, Kunden, Vagabunden“, Gerhardt Verlag 1980, Texte aus der Vagabundenbewegung der 1920er Jahre, wichtige Zeitdokumente, mit einer kenntnisreichen Biografie Gregor Gogs von Klaus Trappmann.
- „Wohnsitz: Nirgendwo. Vom Leben und Überleben auf der Strasse“, herausgegeben vom Künstlerhaus Bethanien in Berlin. Verlag Frölich&Kaufmann 1982. Großformatiges Begleitbuch zu einer Ausstellung über die Vagabundenbewegung, sehr informativ, mit Fotos und Originaltexten aus jener Zeit. Dazu Erinnerungen von Zeitzeugen an Gregor Gog und den Vagabundenkongress in Stuttgart.
- Walter Fähnders, Henning Zimpel (Hg), ”Die Epoche der Vagabunden. Texte und Bilder 1900-1945“, Klartext-Verlag 2009. Ein weiterer interessanter Sammelband zu jener Zeit.
- Hanneliese Palm, Christoph Steker, „Künstler, Kunden, Vagabunden. Texte, Bilder und Dokumente einer Alternativkultur der zwanziger Jahre“. C.W. Leske Verlag, 2. Auflage 2021. Hier auch Texte von Gregor Gog, zum Beispiel sein „Vorspiel zu einer Philosophie der Landstraße“.
- Beate Althammer, „Vagabunden: Eine Geschichte von Armut, Bettelei und Mobilität im Zeitalter der Industrialisierung (1815-1933)“. Klartext Verlag 2017. Umfassende Darstellung der Geschichte der Vagabunden.
- Bea Davies, Patrick Spät, „Der König der Vagabunden. Gregor Gog und seine Bruderschaft“, Avant-Verlag 2019. Seine Biografie als schwarz-weiß Graphic Novel, sehr anschaulich.
- Vagabundenkongreß Stuttgart 1929, Edition Photothek XVII, herausgegeben von Diethart Kerbs. Dirk Nishen Verlag in Kreuzberg 1986, Fotodokumentation des Kongresses. Sehr unterschiedliche Menschen sind zu sehen, man bekommt einen Eindruck von der Stimmung damals.
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Sie galten als Ketzer im Mittelalter, weil sie sich von der katholischen Kirche abgewandt hatten: Die Katharer. In der legendären Burg Montségur in Südfrankreich sollen sie ihr Ende gefunden haben - unter Flammen. Doch was ist wirklich passiert? Ein Podcast von Anna Küch (BR 2026)
Credits:
Autorin: Anna Küch
Redaktion: Katharina Hübel
Regie: Martin Trauner
Technik: Julius Zimmer
Sprecher: Julia Fischer, Peter Weiß, Carsten Fabian, Thomas Birnstiel
Im Interview:
- Fabrice Chambon Archäologe und Kulturbeauftragter Montségur: https://www.montsegur.fr/de/reiseveranstalter/
- James McDonald: Britischer Autor und Katharerforscher
- Michael Hock: spiritueller Buchautor
- Arnaud Fossier: Professor für Geschichte des Mittelalters an der Uni-versität Burgund: https://u-bourgogne.academia.edu/ArnaudFossier
- Uwe Brunn: Professor für mittelalterliche Geschichte an der Universität Paul-Valéry Montpellier III
- Jörg Feuchter: Honorarprofessor für mittelalterliche Geschichte an der Humboldt-Universität Berlin: https://www.geschichte.hu-berlin.de/de/bereiche-und-lehrstuehle/gmspaet/personen
Podcast-Tipps:
Hexenverfolgung – Die Angst vor bösen Mächten in Zeiten des Umbruchs
Der Steckbrief ist bekannt: Hexen fliegen auf einem Besen zum Hexensab-bat, sie richten Schadzauber an und bringen Krankheiten oder gar den Tod über ihre Nachbarn. Sie schließen einen Pakt mit dem Teufel. Im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit galten solche Vorstellungen als plausibel. Doch wie weit verbreitet war dieser Hexenglaube? Wer hat diese Konstrukte geglaubt – und warum?
Hexenverfolgung – Die Scheiterhaufen von Bamberg
Selbst Kinder waren vor Verfolgung nicht sicher. Um 1600 ließen die Herr-scher des Fürstentums Bamberg um die tausend Menschen als Hexen hin-richten – innerhalb weniger Jahrzehnte. In die schier unaufhaltsame Pro-zessmaschinerie der Hexenjustiz geriet die einfache Bauernmagd genauso wie der Bürgermeister der Stadt.
Burgen in neuem Licht – Mehr Protz als Trutz
Burgruinen regen die Phantasie an. Doch war der Bergfried wirklich die letz-te Zuflucht? Wurden die Zinnen zum Schutz der Verteidiger erfunden? Die Burgenforschung hat manche alte Vorstellung korrigiert.
Mittelalter erleben – eine dunkle Zeit?
Das Leben der mittelalterlichen Menschen war oft hart: zugige Hütten, fins-tere Burgen, wenig Licht, Wärme und Nahrung. Das Risiko, im Kampf zu sterben, war hoch. Umso wichtiger war die Heilsgemeinschaft der Kirche. Vieles vom scheinbar so Fremden der damaligen Welt, prägt unsere Wirk-lichkeit heute noch.
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Flucht, Vertreibung, Migration sind nicht nur Themen von heute. Nach 1945 kamen mehr als zwölf Millionen Menschen aus den Sudetengebieten, aus Schlesien, Ostpreußen und anderen Gebieten Mittelosteuropas in Deutschland an. Knapp zwei Millionen von ihnen landeten in Bayern. Es begann ein langer, keineswegs einfacher Integrationsprozess. Ein Podcast von Marita Krauss (BR 2026)
Autorin: Marita Krauss
Redaktion: Thomas Morawetz
Regie: Kirsten Böttcher
Technik: Josef Angloher, Atrium Studios
Sprecher: Peter Veit, Rahel Comtesse
Podcast-Tipp:
Die Beneš-Dekrete - Zwangsaussiedlung der Sudetendeutschen
Mit den Beneš-Dekreten beschloss die tschechoslowakische Exilregierung die Aussiedlung der Sudetendeutschen. In ihrer neuen Heimat wurden die Vertriebenen nicht mit offenen Armen empfangen, trugen aber ganz wesentlich zum westdeutschen Wirtschaftswunder bei. Von Julia Devlin.
https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:c6ac4137495b2f4b/
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Das Manuskript zur Folge gibt es hier: https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html
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Singen begleitet uns seit Urzeiten - als Ausdruck von Emotion, Gemeinschaft und Lebensfreude. Und doch fällt es vielen schwer, ihre Stimme zu erheben. Warum kann es uns so tief berühren und glücklich machen? Eine Reise zu einem ganz ursprünglichen Glück. Ein Podcast von Andreas Agler (BR 2025)
Credits:
Autor: Andreas Agler
Redaktion: Susanne Poelchau
Regie: Martin Trauner
Technik: Regina Staerke
Sprecher: Thomas Loibl
Im Interview:
- Monika Lachenmeir, Sängerin und Musiktherapeutin, München
- Prof. Dr. Eckart Altenmüller, Musikphysiologe, ehem. Leiter des Instituts für Musikphysiologie und Musikermedizin, Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover
- Gustavo Castillo-Estrado, Leiter des Sonntagssingens, VHS München
Literatur:
Kreutz, Gunter: „Warum Singen glücklich macht“ (2014). Der Autor ist Professor für Systematische Musikwissenschaften an der Carl von Ossietzky University of Oldenburg und erklärt auf wissenschaftlicher Grundlage, wie und warum Singen positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele hat. Dabei verbindet er Forschung aus Psychologie, Medizin und Musikpädagogik mit praktischen Beispielen aus dem Alltag.
Altenmüller, Eckart: „Vom Neandertal in die Philharmonie: Warum der Mensch ohne Musik nicht leben kann“ (2018). Eckart Altenmüller, Neurologe und Musiker, beschreibt die evolutionären, neurologischen und emotionalen Grundlagen von Musik. Er zeigt, dass Musik tief in unserer Menschheitsgeschichte verankert ist – von archaischen Ritualen bis zu modernen Konzerten. Musik sei kein Luxus, sondern ein Grundbedürfnis, das Gemeinschaft stiftet, Gefühle reguliert und das Gehirn stimuliert.
Weiterführende Links:
Sonntagssingen VHS München
Stichwort „Sonntagssingen“
Institut für Musikphysiologie und Musikermedizin Hannover
Deutsche Gesellschaft für Musiktherapie
Bundesverband Deutscher Gesangspädagogen
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Waldameisen spielen im Ökosystem Wald eine zentrale Rolle. Sie dienen vielen Tieren als Nahrung, fressen Schädlinge wie den Borkenkäfer und verbreiten die Samen von Pflanzen. Doch Klimawandel und Insektizide lassen ihre Zahl dramatisch schrumpfen. Ein Podcast von Christina Küfner (BR 2026)
Credits:
Autorin: Christina Küfner
Redaktion: Bernhard Kastner
Regie: Christiane Klenz
Technik: Frank Brunier
Sprecherin: Xenia Tiling
Im Interview:
- Dominic Hopp, Leiter der Ameisenschutzwarte Bayern
- Melvin Opolka, Ameisenforscher und Doktorand in der Arbeitsgruppe Populationsökologie an der Universität Bayreuth
- Ingo Arndt, Naturfotograf
Podcast-Tipps:
Ameisen - Staatenbildende Insekten der Superlative
Die Verhaltensvielfalt im Reich der Ameisen ist einzigartig, kaum eine andere Insektenfamilie besiedelt so viele Lebensräume. Gärtnerei, Kriegsführung und Staatsgründung gehören zum Leben der faszinierenden Krabbeltiere. Von Christiane Seiler (BR 2020)
Warum Tiere kooperieren - Altruismus im Tierreich
Tiere helfen einander - das gilt für Schweine ebenso wie für Ameisen. Offenbar ist Egoismus kein Konzept, das zum Überleben taugt. Wie vielfältig die Formen von Altruismus und Kooperation sind, findet die Wissenschaft nach und nach heraus. Und stellt sich die Frage nach dem tieferen Sinn dieser Strategien. Von Christiane Seiler (BR 2024)
Schwarmintelligenz - Was kann das Kollektiv?
Wenn sich Fische zu einem Schwarm zusammenfinden, um den Attacken eines Fressfeindes zu entgehen, spricht man von kollektiver Intelligenz. Auch der Mensch kann kognitive Probleme unter bestimmten Bedingungen im Schwarm besser lösen als der beste Experte allein. Was kann er von Vögeln, Bienen und Ameisen lernen? Autorin: Roana Brogsitter (BR 2023)
Literatur:
- Arndt, Ingo / Tautz, Jürgen: „Waldameisen. Superheldinnen auf sechs Beinen“: Bildband mit Texten und erstaunlichen Fotografien, die die Insekten in ihrem Lebensraum zeigen, u.a. im Inneren eines Nests.
- Bretz, Dieter, „Waldameisenschutz“: Das aktuelle Standardwerk zur Bewahrung von Waldameisen mit detaillierter Beschreibung ihrer Lebensweise, Biologie und Bedeutung für unsere Wälder.
Weiterführende Links:
Ameisenschutzwarte Bayern
Europaweites Waldameisenforschungsprojekt MonitAnt unter der Leitung von Prof. Heike Feldhaar, Lehrstuhl für Populationsökologie an der Universität Bayreuth
Naturfotograf Ingo Arndt
Waldameisen im BR:
Nabburg in der Oberpfalz: Sorgen um die Waldameise
Anna und die wilden Tiere: Umzug der wuseligen Waldameisen
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Eine Zuflucht für die "arische Rasse": Das sollte Nueva Germania sein, als deutsche Auswanderer den Ort 1886 in Paraguay gründen. Das Projekt scheitert nach wenigen Jahren. Doch der Ort existiert bis heute. Ein Podcast von Sebastian Kirschner (BR 2023)
Credits:
Autor: Sebastian Kirschner
Redaktion: Thomas Morawetz
Regie: Anja Scheifinger
Technik: Ursula Kirstein
Sprecher: Elisabeth Förster-Nietzsche, Julius Klingbeil, Ruth Alison Benitez
Im Interview:
- Prof. Dr. Natascha Mehler, Archäologin (Universität Tübingen)
- Attila Dészi, Archäologe (Universität Tübingen)
- Klaus Neumann, geboren und aufgewachsen in Nueva Germania
- Dr. Daniela Kraus, Historikerin und Journalistin (Wien)
- Ruth Alison Benitez, Cheftechnikerin der Abteilung für Archäologie des Nationalen Kultursekretariats in Paraguay
Literaturnachweis:
Ben Macintyre: „Vergessenes Vaterland. Auf den Spuren der Elisabeth Nietzsche“. Reclam Leipzig 1994
(Das Buch hat bei einigen Einwohnern Nueva Germanias Unmut ausgelöst. Sie sehen sich als Nazis verunglimpft, weil die antisemitischen Ursprünge der Siedlung in der englischsprachigen Ausgabe zum Teil mit Hakenkreuz auf dem Cover illustriert wurden. Daneben nutzt Macintyre einen längst nicht mehr verwendeten Rassenbegriff. Trotzdem gibt das Buch einen guten Überblick über das Leben von Elisabeth Nietzsche, die Rolle von Nueva Germania und die geschichtlichen Zusammenhänge der Zeit)
Daniela Kraus: „Bernhard und Elisabeth Försters Nueva Germania in Paraguay. Eine antisemitische Utopie“. Doktorarbeit. Universität Wien, 1999
(Daniela Kraus hat für ihre Doktorarbeit zahlreiche historische Dokumente zu den Försters, v.a. aus dem Goethe-Schiller-Archiv in Weimar, ausgewertet. Sie hat damit DIE grundlegende historische Abhandlung zu Nueva Germania verfasst. Für eine wissenschaftliche Arbeit überaus gut zu lesen)
Julius Klingbeil: „Enthüllungen über die Dr. Bernhard Förster'sche Ansiedelung Neu-Germanien in Paraguay“. Leipzig 1889 (antiquarisch)
(Julius Klingbeil war einer der Siedler in Nueva Germania und schildert hier seine Erlebnisse und Erfahrungen vor Ort. Sein Buch sollte andere davor bewahren, auf die Propaganda der Försters hereinzufallen.)
Elisabeth Förster-Nietzsche: „Dr. Bernhard Försters Kolonie Neu-Germania in Paraguay“. Berlin 1891 (antiquarisch)
(Elisabeth Nietzsche versucht mit diesem Buch, Kritik wie die von Julius Klingbeil zurückzuweisen. Die Ideen und das Handeln ihres zu diesem Zeitpunkt schon toten Ehemanns glorifiziert sie.)
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Die Parfümindustrie hat das Rosenholz in Amazonien fast ausgerottet. In ihren Waldgärten zeigen die indigenen Sateré-Mawé, wie nachhaltiger Anbau gelingen kann. Mehr noch: Sie sichern ihre Ernährung und ihr kulturelles Leben. Ein Podcast von Ulrike Prinz (BR 2025)
Credits:
Autorin: Ulrike Prinz
Redaktion: Iska Schreglmann
Regie: Kirsten Böttcher
Technik: Andreas Caramelle / Atrium studios
Sprecher: Sophie Rogall, Stefan Wilkening, Peter Weiß, Thomas Birnstiel
Im Interview:
- Obadías Batista García, indigener Unternehmer
- Prof. Dr. Lauro Barata, Chemiker und Pflanzenspezialist
- Valdir Ferreira da Souza, Chef des Dorfes Nova Satere
- Tyson Ferreira Sateré, indigener Biologe und Lehrer
- Leonson Ferreira Batista, Präsident der Vereinigung der Produzenten
- Dr. Wolfgang Kapfhammer, Ethnologe LMU München
Podcast-Tipps:
Indigene in Südamerika: "Wir sind seit 500 Jahren im Widerstand"
Das Volk der Yanomami - Ihr Kampf ums Überleben
Feldforschung in Amazonien - Auf den Spuren von Theodor Koch-Grünberg
Der tropische Regenwald - Bedrohter Klimapuffer
Pflanzenjäger auf Abenteuerreise - Wie man früher seltene Arten aufspürte
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