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Gefängnis: das ist für die meisten eine Horrorvorstellung. Ein Leben hinter Gittern ohne Selbstbestimmung, ohne jede Freiheit, getaktet nach einem immer gleichen Ablauf. Meist haben wir dunkle, heruntergekommen Zellen vor Augen, denken an Gewalt, Brutalität. Fiese Wärter, schlechtes Essen aus großen Suppentöpfen. Ein Bild, das vor allem von Filmen wie „Die Verurteilten“ oder Serien wie „Prison Break“ geprägt ist. Aber was ist dran an diesem Bild und wie hat sich der moderne Strafvollzug entwickelt? Wann fing man in der Geschichte an, Menschen in Kerker oder Verliese für lange Zeit einzusperren? Und worin unterscheidet sich ein Gefängnis von einem Zucht- und Arbeitshaus? In dieser Folge blicken wir hinter die Mauern. Ein Podcast über die Verwahrkerker der Antike. Darüber, was moderne Gefängnisse mit Klöstern zu tun haben und die Frage: Kann es so etwas wie ein „humanes“ Gefängnis überhaupt geben?
Interviewpartner*innen:
Quellen:
Internetquellen:
Team:
Kann das weg? Oder muss das ins Museum? Eine Frage, die wir uns heute oft stellen. Und auch ein Blick in die Geschichte zeigt: die Menschen wollten zu allen Zeiten nachfolgende Generationen etwas hinterlassen: Ihre Geschichten, ihre Taten, ihr Wissen, ihre Traditionen. In der Frühzeit bemalten Jäger und Sammler Höhlenwände. Die Römer in der Antike prägten Münzen oder ließen Inschriften in Bauwerke meißeln. Später hielt man die Erinnerungen in Büchern oder Pergamenten fest. Erklärte bestimmte Tage zu Gedenk- oder Feiertagen, baute Archive, Bibliotheken und Datenbanken auf. Doch Erinnern ist untrennbar mit Vergessen verbunden. Und manchmal werden Erinnerungen auch bewusst getilgt, wie in der römischen Antike das Vermächtnis unliebsamer Kaiser oder heutzutage durch das Entfernen von Statuen und Denkmälern, zum Beispiel der Kolonial- oder Diktaturgeschichte. Ein Podcast über unser kollektives Gedächtnis, warum Erinnern und Vergessen zu allen Zeiten wichtig war und die Frage: Was bleibt in unserer digitalen Welt von unseren Erinnerungen einmal übrig?
Interviewpartner*innen:
Literatur:
Internetquellen:
Podcast-Tipp:
„NS-Cliquen – Von Menschen und
Mördern“ – ein Podcast des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR/ARD) mit dem
Historiker Dr. Stefan Hördler über die Täter und Täterinnen der NS-Zeit.
Verfügbar in der ARD Audiothek: www.ardaudiothek.de.
Team:
Der Berg ruft". Spätestens seit dem Bergfilmklassiker mit Luis Trenker aus dem Jahr 1938 ist das ein geflügeltes Wort. Aber seit wann „ruft der Berg“ eigentlich? Die Geschichte des Alpinismus, so wie wir ihn kennen, beginnt Ende des 18. Jahrhunderts. Angeblich hätten die Menschen davor jahrtausendelang die Berge gemieden und sogar gefürchtet. Doch das ist ein Mythos und gilt auch nur für die Gipfel. Natürlich stieg kein Bergbauer oder keine Bergbäuerin freiwillig so hoch hinauf. Warum auch? Die Berge waren Teil ihres Alltags: Sie boten Weideland und Handelswege, waren Orte der Begegnung und des Austauschs, manchmal waren sie sogar Sitz der Götter. Die Gipfel hingegen thronten über allem und erfüllten für die Menschen in den Bergen weder einen sozialen noch einen wirtschaftlichen Zweck. Das änderte sich erst im 18. Jahrhunderts mit der Zeit der Aufklärung. Die Berge wurden zu einer Art Forschungslabor, man kraxelte in nie geahnte Höhen, um Temperaturen zu messen, Gipfel zu kartieren oder am eigenen Leib zu erfahren, was es bedeutete, höhenkrank zu werden. Als der Mont Blanc Ende des 18. Jahrhunderts zum ersten Mal bestiegen und darüber in ganz Europa berichtet wurde, setzte ein wahrer Run auf die Alpen ein. Irgendwann kletterten die ersten Menschen einfach nur zum Spaß auf die höchsten Gipfel. „Weil er da ist“ soll der berühmte britische Bergsteiger George Mallory 1923 auf die Frage einmal geantwortet haben, warum er plane, den Mount Everest zu besteigen. Ein Podcast über die ersten Alpinisten, Bergsteigen in der NS-Propaganda und die Frage: Stimmt es, dass Frauen am Berg lange Zeit in einer Seilschaft nur im Nebel vorsteigen durften?
Interviewpartner*innen:
Literatur:
Internetquellen:
Weitere Links:
Die Geschichte des Urlaubs (Terra X History – der Podcast) - https://open.spotify.com/episode/5X5jsY9nIPtHWVSH2BwYFg?si=0028c2115f564d4f
Podcast-Tipp:
Erdsee: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/erdsee/index.html
Team:
„All men are created equal“ – alle Menschen sind gleich erschaffen. Dies ist vielleicht der berühmteste Satz aus der Präambel der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung von 1776. Sie gilt als Geburtsstunde der Vereinigten Staaten. Am 4. Juli 2026 feiern die USA das 250. Jubiläum dieser Unabhängigkeitserklärung und damit auch das Ende der Herrschaft Großbritanniens über ihre damals dreizehn nordamerikanischen Kolonien. Aber woran wird da eigentlich erinnert? Für wen galten diese unveräußerlichen Rechte auf Leben, Freiheit und dem Streben nach Glückseligkeit? Und wie kam es zu diesem Unabhängigkeitskrieg, den eigentlich keiner wollte? Ein Podcast darüber, was bei der Boston Tea Party wirklich geschah, warum es einem preußischen Offizier zu verdanken ist, dass die Amerikaner am Ende gegen die britische Armee siegte und die Frage: Was ist eigentlich mit den Loyalisten passiert, die lieber britische Kolonie geblieben wären?
InterviewparterInnen:
Literatur
Internetquellen
https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf
https://www.lexingtonma.gov/DocumentCenter/View/3887/Revolutionary-War-Monument-PDF
https://themayflowersociety.org/history/the-mayflower-compact/
https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf
https://allthingsliberty.com/2014/01/sam-adams-signal/
http://bostonteapartyship.com/wp-content/uploads/2018/01/Boston-Tea-Party-by-George-Hewes-2018.pdf
https://www.verfassungsgeschichte.ch/US_1776_Declaration%20of%20Independence.pdf
https://www.yorku.ca/comninel/courses/3025pdf/Locke.pdf
https://www.heritage.org/progressivism/report/review-the-1619-project-curriculum
https://www.nytimes.com/interactive/2019/12/20/magazine/1619-intro.html
Mehr zum Thema im ZDF-Streaming
https://www.zdf.de/250-jahre-usa-100
https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-der-usa-teil-i-100
https://schule.zdf.de/video/mw2gg-geschichte-usa-teil-ii-100
https://schule.zdf.de/video/kolumbus-unabhaengigkeit-der-usa-102
https://schule.zdf.de/video/simon-bolivar-unabhaengigkeit-fuer-suedamerika-100
Weitere Links
Terra X History-Folge zur Geschichte der Wikinger: https://open.spotify.com/episode/0ExMxg49CXnltdcspGtYih?si=14b936028afb4205
Zeitkapsel:
https://story.ndr.de/zeitkapsel/index.html
Team:
„Iran blockiert Straße von Hormus“ – das war Anfang des Jahres 2026 eine der Schlagzeilen, die weltweit für Aufsehen sorgte. Durch den Krieg in Iran konnte vom Persischen Golf kein Öltanker mehr durch diese Meerenge in den Indischen Ozean fahren. Die Benzinpreise stiegen – nicht nur in Europa. Ein Beispiel, warum der Indische Ozean mehr mit uns tun hat, als wir oft glauben. Seit Jahrtausenden ist dieser Ozean ein bedeutender Handelsraum und ein Ort des kulturellen Austauschs. Aber er ist auch ein Meer, auf dem der Sklavenhandel schon im Mittelalter blühte, in dem westliche Kolonialmächte wie England, Portugal und die Niederlande jahrhundertelang herrschten und das uralte Handelssystem veränderten. Und dann gibt es da noch den Indischen Ozean als Sehnsuchtsort für Millionen Touristen, die jedes Jahr auf Bali, den Seychellen oder den Malediven Urlaub machen. Ein Podcast über die Kraft des Monsuns, kosmopolitische Inseln und die Frage: Warum gibt es im Indischen Ozean eigentlich so viele Erdbeben?
InterviewparterInnen:
Internetquellen
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Weitere Links
Podcast-Tipp:
Team:
Er ist das Oberhaupt von mehr als einer Milliarde Katholikinnen und Katholiken weltweit. Er residiert im kleinsten Staat der Welt und er trägt einen Titel, der fast 2000 Jahre alt ist: der Papst. Er ist der Stellvertreter Christi auf Erden. Aber wie ist dieses Amt eigentlich entstanden? War Petrus wirklich der erste Papst? Wie wurde aus einem einfachen Bischof von Rom einer der mächtigsten religiösen Führer der Welt? Und wie konnte diese Institution so viele Erschütterungen, Kriege, Kirchenspaltungen und den Zweifel vieler Menschen an der Rechtmäßigkeit der katholischen Kirche überleben?
Ein Podcast über Leichensynoden, Prunksucht, unbeugsame Kardinäle und die Frage: Brauchen wir in der modernen Gesellschaft nicht vielleicht sogar den Papst als moralische Instanz?
Interviewparter*innen:
Literatur
Internetquellen
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Team
„Der Weltraum – unendliche Weiten“. Nicht nur begeisterte Trekkies können diesen Satz vermutlich problemlos mit „Wir schreiben das Jahr 2200“ ergänzen. Die Reisen des Raumschiffs Enterprise in „Star Trek“ sind Kult, Filme wie „Star Wars“ haben Filmgeschichte geschrieben. Doch egal, ob in Film, Fernsehserie oder Roman – der Weltraum übt offenbar auf sehr viele Menschen eine besondere Faszination aus. Und das ist nicht erst seit der ersten Mondlandung im Juli 1969 so. Schon vor 17.000 Jahren malten Menschen in den Höhlen von Lascaux auch Sterne an die Wände. Und der griechische Astronom Hipparchos beschrieb schon im Jahr 160 nach Christus eine fiktive Reise zum Mond. Doch erst nach dem zweiten Weltkrieg waren die technischen Entwicklungen soweit, dass ein Flug ins All immer realistischer wurde. Die Eroberung des Weltraumes begann mit dem russischen Satelliten Sputnik 1957. Und sie erlangte 2026 ihren vorläufigen Höhepunkt mit der Artemis II – Mondmission der NASA.
Ein Podcast über fiktive und echte Mondfahrten, über den ersten Deutschen im All und warum auch Weltraumschrott faszinierend sein kann.
InterviewparterInnen:
Bergita Ganse
Alexander Geppert
Alice Gorman
Gerhard Thiele
Matthias Koschnitzke
Literatur
Internetquellen
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Team:
Auf ewig Dein? Das gilt heute längst nicht mehr. Von 1000 Ehen werden inzwischen gut ein Drittel wieder geschieden. Ein eher modernes Phänomen, das in der jahrtausendealten Geschichte der Ehe bis Anfang des 20. Jahrhunderts eine nur geringe Rolle gespielt hat. Denn die Ehe ist eine der ältesten Institutionen der Menschheit. „The one and only“ fürs Leben zu finden war die meiste Zeit normalerweise aber keine Frage des Herzens. Liebe und Romantik à la Hollywood? Fehlanzeige. Geheiratet wurde aus allen möglichen Gründen: weil es wirtschaftlich vorteilhafter war oder um seine Macht zu sichern oder einfach, um Erben zu zeugen, damit der Besitz in der Familie blieb. Ehen konnten jahrhundertelang auch wieder geschieden werden – bis die katholische Kirche sie zum Sakrament erhob. Die Ehe wurde ein heiliger Bund, unauflöslich, bis dass der Tod die Eheleute schied. Zumindest, wenn man der katholischen Kirche angehörte. Ein Podcast über Heiratsbräuche in der Antike, warum auch Tote verheiratet wurden und die Frage: Wann kam eigentlich die Romantik ins Spiel?
InterviewparterInnen:
Literatur
Internetquellen
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Team:
Vom ewigen Rauschen und dem Suchen nach den Frequenzen zur digitalen Playlist, vom klobigen Kurbelradio zum Smartphone in der Hosentasche: Die Geschichte des Radios ist auch eine Geschichte der Demokratisierung des Hörens. Seit mehr als 100 Jahren prägt das Medium unseren Alltag, überwindet Grenzen und verbindet Menschen durch elektromagnetische Wellen. Die Vision, Musik und Sprache drahtlos zu übertragen, entstand dabei lange vor Spotify und RSS-Feeds – sie beruhte anfangs auf Morsezeichen, der militärischen Kommunikation und dem Drang, Nachrichten erstmals in Echtzeit zu verbreiten.
Dabei war das Radiohören für Privatleute in den 1920er Jahren zunächst offiziell verboten, bevor das Medium ab 1933 als „Volksempfänger“ zur manipulativen Massenware instrumentalisiert wurde. Heute, im Zeitalter von ‚On-Demand-Inhalten‘, stellt sich die Frage neu: Ist das Radio angesichts des weltweiten Podcast-Booms wirklich tot? Seit 2020 „podcasten“ wir bei Terra X History – doch hätten wir ohne die Pioniere der Funktechnik überhaupt eine Stimme? In dieser Live-Folge - aufgezeichnet auf dem DLF Podcastfestival „History Talks“ am 16. Januar 2026 - begeben wir uns auf eine Reise zu den Wurzeln unseres Hörens und klären die Frage: Warum wäre der Podcast ohne das Radio heute undenkbar?
Auf der Bühne:
Hinter der Bühne:
Literatur
Internetquellen
https://www.swr.de/swrkultur/wissen/archivradio/propagandaminister-goebbels-1933-beim-norddeutschen-rundfunk-100.html
https://archive.org/details/tony-blackburn-1965-radio-caroline-uk/Tony+Blackburn+Radio+Caroline+1965+Part+1.mp3
Mehr zum Thema in der ZDF-Mediathek
https://www.zdf.de/dokus/radio--deutschland-on-air-movie-100
https://www.zdf.de/dokus/collection-index-page-ard-collection-ard-dxjuomfyzdpzag93ojaxyta3yzqymtjimdvknmq-124
https://www.zdf.de/play/interviews/zur-person-196/sir-hugh-carlton-greene-zeitgeschichte-archiv-zur-person-gaus-100?q=rundfunk
Weitere Links
https://www.deutschlandfunk.de/history-talks-die-geschichte-des-radios-ohne-radio-kein-podcast-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/history-talks-das-podcastfestival-100.html
Team:
Ein geheimnisvolles Tier verschwindet – und mit ihm ein Stück Natur. Doch während der Europäische Aal ums Überleben kämpft, boomt ein globales Geschäft, das aus seiner Seltenheit Profit schlägt. Aus jahrelanger Recherche ist "BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier" entstanden, ein Podcast für ZDFkultur.
Er basiert auf einem Dokumentarfilm für Arte / ZDFkultur und BBC Eye. Beide erzählen die Geschichte der Glasaale, die von Europas Flüssen über Schwarzmärkte und Schmuggelrouten bis nach Asien gelangen. Es ist eine Geschichte von Gier, Gewalt und einer ökologischen Katastrophe, die längst begonnen hat. Im Podcast begleitet Katja Riemann als Stimme des Aals diese Reise durch eine verborgene Welt, erzählt von Mythos und Bedrohung, von der Faszination dieser uralten Spezies und von ihrem drohenden Verschwinden. Eine packende Investigation über Profit, organisierte Kriminalität und die Frage, wie weit Menschen gehen, wenn ein Lebewesen zur Ware wird.
🎧 BILLION DOLLAR BABIES – Der Aal und die Gier gibt‘s überall, wo es Podcasts gibt! Jetzt folgen und keine Folge mehr verpassen:
▶ZDF Streaming Portal: https://kurz.zdf.de/bdb
▶Spotify: https://open.spotify.com/show/6cnEIMLL2XmZbaRzQCxwPC?si=52848f6bf16a4609
▶Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/de/podcast/billion-dollar-babies-der-aal-und-die-gier/id1887538920
▶Deezer: https://www.deezer.com/de/show/1002798611
BILLION DOLLAR BABIES ist ein Podcast von Lisa Ludwig, Sebastian Weis und Marcel Ozan-Riedel im Auftrag von ZDFkultur.
In Zusammenarbeit von Richtig Cool und DOCDAYS Productions.
Mit der Stimme von Katja Riemann
Regie & Schnitt: Nele Dehnenkamp
Co-Autorin Skript: Birgit Tanner
Komposition: Andre Moghimi
Creativ Producing: Maike Brülls
Executive Producer: Robin Blase, Antje Boehmert
Produktionsmanagement ZDF: Christiane Alsfasser, Anna Sophie Schmid
Redaktion ZDF: Lisa Reisch und Vanessa Olivier, Susanne Mertens (ARTE)
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