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An jedem Adventssonntag werden wir ein inspirierendes Buch vorstellen. Heute eröffnet Moritz den Adventskalender darum mit der Vorstellung von „Not the End of the World“ der Autorin Hannah Ritchie. Das Buch ist ein evidenzbasiertes Manifest für einen positiven Blick in die Zukunft. Für die größten ökologischen Problemfelder zeigt Ritchie auf, wie es so weit kommen konnte, wie der Weg aus der Misere aussehen könnte und dass er tatsächlich umsetzbar ist. Außerdem korrigiert sie – basierend auf ihrer Arbeit bei der Plattform OurWorldinData.org – so manche Fehleinschätzung. Wer eine Prise Optimismus vertragen kann, bekommt hier schon fast eine Überdosis davon. Außerdem sei das Buch allen ans Herz gelegt, die tendenziöse Behauptungen mit Daten widerlegen wollen.
In der Vorweihnachtszeit lassen wir uns nicht lumpen und verlosen zwei Exemplare des besprochenen Buchs. Was ihr dafür tun müsst, erfahrt ihr am Ende dieser Folge.
… und morgen öffnet sich das nächste Türchen!
Alle Episoden von Das Gleiche in Grün?! gibt es auf http://www.dgig.show, Feedback und Anfragen nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen.
Nach 40 Folgen wäre es an der Zeit, eine verdiente Weihnachtspause einzulegen und im neuen Jahr ausgeruht und mit frischen Ideen neu durchzustarten. Oder etwa nicht? Das dachten sich Timo und Moritz zumindest. Bis zu dieser fatalen Sprachnachricht, die den Plan für die nächsten Wochen ordentlich durchwirbeln sollte. Wir wollen nicht zu viel vorwegnehmen, aber möglicherweise endet das Jahr für euren Lieblingspodcast mit einem ganz großen Finale.
Die heutige Folge selbst ist recht kurz. Timo und Moritz erklären, auf was ihr euch in den kommenden Wochen freuen könnt. Wir freuen uns in jedem Fall sehr…
… denn Sonntag öffnet sich bereits das erste Türchen!
Alle Episoden von Das Gleiche in Grün?! gibt es auf http://www.dgig.show, Feedback und Anfragen nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen.
Logistik ist Mannschaftssport. Dass die Kultur in der Mannschaft wichtig für den Erfolg ist, das scheint mittlerweile weitgehend akzeptiert zu sein. Aber wie gestaltet man eine „gute“ Unternehmenskultur und was bedeutet überhaupt „gut“? Und was hat das mit Vielfalt zu tun? Diese Themen besprechen Timo und Moritz mit Şükran Gencay. Sie ist seit einigen Monaten „Global Head of Sustainability – Social and Governance“ bei der Spedition Hellmann Worldwide Logistics und nebenbei auch noch eine sehr, sehr erfolgreiche Basketballtrainerin. Timo und vor allem der Individualsportler Moritz hatten viele Fragen an Şükran:
Moritz sagt: Dringende Einschaltempfehlung für alle, die bei Unternehmenskultur und Vielfalt noch Hausaufgaben haben. Und Mannschaftssportler Timo ergänzt: Und für alle, die sich für eine beeindruckende Sportkarriere interessieren.
Şükran hat in Hamburg Wirtschaftsingenieurswesen studiert (übrigens mit Moritz zusammen). Nach einer Zeit bei Lufthansa Technik und Kühne+Nagel verantwortete sie bei dem Familienunternehmen Hellmann Worldwide Logistics das Thema „Leadership and Culture“. Seit 2024 ist sie Hellmann’s Global Head of Sustainability – Social and Governance.
E-LKW funktionieren im Fernverkehr noch nicht. Da scheinen sich alle einig zu sein. Es fehlen Megawatt-Charger, größere Batterien, Fahrzeuge, zahlungswillige Kundschaft… die Liste ist lang.
Und dann kommt ein ostfriesischer Spediteur um die Ecke und macht es einfach. Ohne Megawatt-Charger, mit den am Markt verfügbaren Fahrzeugen, ohne Mehrkosten für die Kunden. Und das Wort „Nachhaltigkeit“ sucht man auf der Unternehmenswebsite vergeblich. Trotzdem hat der Spediteur bei einer Flotte von rund 60 Diesel-LKW nun 41 E-LKW bestellt und schon sieben davon im Betrieb. Auch auf der Langstrecke. Klingt wild, oder?
Timo und Moritz hatten darum in der heutigen Folge von „Das Gleiche in Grün?!“ sehr viele Fragen an ihren Gast Nanno Janssen von der gleichnamigen ostfriesischen Spedition.
Einschalten ist heute wieder sehr empfehlenswert! Es ist erfrischend zu hören, wie manche Dinge doch funktionieren, wenn man will.
Nanno hat in Osnabrück Wirtschaftsingenieurwesen studiert und ist danach für seinen Master an die KLU gewechselt. Heute kümmert er sich im Familienunternehmen Nanno Janssen GmbH um strategische Fragestellungen und ist außerdem Geschäftsführer der Sievers Logistics GmbH. Im Podcast haben wir auch über Tobias Wagner gesprochen, der aktuell für Janssen E-LKW fährt und tolle Videos dazu veröffentlicht: https://www.youtube.com/@elektrotrucker
Zertifizierungen, Logos, Werbeversprechen: Produktverpackungen sind oft gepflastert mit Infos und Claims rund um Nachhaltigkeit. Wir wissen: einiges davon ist im besten Fall Quatsch.
Aber wie können Unternehmen, wenn sie denn wollen, glaubhaft Transparenz über ihre Lieferkette und die Nachhaltigkeitsaspekte darstellen und kommunizieren? Darüber sprechen Timo und Moritz in der heutigen Ausgabe von „Das Gleiche in Grün?!“ mit Ana Selina Haberbosch von seedtrace. Ana erklärt den beiden, wie seedtrace sich darauf konzentriert, kritische Rohstoffe aus dem globalen Süden genauer zu betrachten und Rückverfolgbarkeit mit Nachhaltigkeitskriterien zu verbinden. Das Angebot von seedtrace besteht aus einer digitalen Plattform, auf der Lieferketten erfasst und Daten zur Nachhaltigkeit gesammelt werden können. Wenig überraschend hatten Timo und Moritz viele Fragen an Ana:
Ana hat in Berlin und Paris internationales Management studiert und im Oktober 2019 als Co-Founder seedtrace gegründet. Vor kurzem wurde ein Projekt mit DAVERT gelauncht. Mittels eines QR-Codes auf der Packung verschiedener Nussmus-Produkte wird Transparenz nun direkt am Einzelhandelsregal greifbar.
Die heutige 38. Folge von „Das Gleiche in Grün?!“ beginnt etwas anders als gewohnt. Timo und Moritz bedanken sich darum ganz herzlich bei ihren drei Nachwuchs-Hörspielsprechern. Super gemacht!
Was bedeutet eigentlich ESG im Kontext eines Binnenhafens? Und wie stellt man ganz grundsätzlich sicher, dass dem Reporting auch das Handeln folgt? Wie geht die Binnenschifffahrt mit Niedrigwasser um?
Als Hamburger kennt Moritz Häfen hauptsächlich als küstennahe Industriekulisse für Musical-Theater. Dass es diese Kulisse aber auch im Binnenland gibt (wenn auch ohne Theater), musste Timo ihm erst nahebringen. Dafür lud er ihn nicht in irgendeinen Binnenhafen ein, sondern natürlich in den größten der Welt! Denn der steht in Duisburg. Christina Rubach ist bei duisport seit 2024 Head of ESG und heute Gast bei „Das Gleiche in Grün?!“. Sie erklärt ihre Aufgaben und Ziele in Bezug auf Nachhaltigkeit und Berichterstattung, betont die Bedeutung der Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen und die Notwendigkeit, die ESG-Komponente in die Unternehmenskultur zu integrieren. Timo und Moritz hatten viele Fragen an Christina:
Christina ist bereits seit mehr als zehn Jahren bei duisport – Duisburger Hafen AG: Zunächst als Auszubildende, dann als duale Studentin und heute als Head of ESG. Nebenbei leitet sie Kurse zu Selbstwirksamkeit im Klimaschutz und zeigt an Volkshochschulen auf, was Menschen selbst tun können, um ihre Stadt oder Kommune klimafreundlicher zu gestalten.
Schrott. Da denken wir an Schrottis wie die Ludolfs oder die Klüngelskerle, die fahrenden Schrotthändler mit ihrer Dudelmusik. Da denken wir aber auch an Müll, Abfall, Wegwerfen. Grundsätzlich verliert Schrott durch diese stereotypische Stigmatisierung an Wert. Vor allem, wenn die zu entsorgenden Materialien unsortiert in einen Mischcontainer geworfen werden, wird Wert vernichtet und es entsteht ein sogenannter Value Dip. Nicht nur im Sinne einer Circular Economy ist Schrott aber eigentlich sehr wertvoll.
Wir brauchen also ein neues Narrativ und eine operative Lösung. Hierzu haben sich Moritz und Timo in der heutigen Folge einen Experten zum Thema eingeladen: Florian Kriependorf von den ScrapBees. Die „Schrottbienen“ beschreiben sich als Unternehmen, welches Digital Urban Mining praktiziert: sie bauen Rohstoffe im urbanen Gebiet ab. In diesem Zusammenhang spricht Florian lieber von Sekundärrohstoffen anstatt von Schrott.
Timo und Moritz hatten viele Fragen:
Florian ist studierter Jurist und war nach dem Studium eine lange Zeit bei der ELG GmbH, einem großen Schrotthändler aus Duisburg, in unterschiedlichen Positionen tätig. 2020 hat er sich dann entschlossen ELG zu verlassen und hat mit seinen beiden Mitgründern ScrapBees aus der Taufe gehoben. Warum, das wird er uns mit Sicherheit verraten.
Circular Economy: Ein Herzensthema. Mehr und mehr wird über die Circular Economy gesprochen. Auch in der Logistikbranche. Denn der Motor der Circular Economy ist die Logistik. Und trotzdem scheint immer noch nicht viel zu gehen. Warum ist das so? Moritz und Timo haben sich in der heutigen Folge eine Expertin zu diesem Thema eingeladen: Marie-Theres Hosp, ihres Zeichens Beraterin Circular Economy. Expertin auch aufgrund ihrer eigenen Biografie, denn sie hat sich - wie man so schön sagt - die ersten Sporen im nachhaltigen Modesegment verdient mit dem Start-Up favorite fair, welches sie vor ~ 10 Jahren gegründet hat. Im August 2019 ist sie dann ausgestiegen und zu einer Beratungsfirma gegangen: Ernst & Young. Mit der Erfahrung der beiden Seiten „Praxis und Beratung“ unterhalten sich Moritz und Timo mit Marie-Theres über den Status Quo der Circular Economy anno 2024.
Marie-Theres war von 2013 bis 2019 Teilhaberin bei favorite fair, einem zu dem Zeitpunkt Schweizer e-Com Start-Up für nachhaltige Mode. Parallel dazu hat sie im April 2016 bei Ernst & Young in der Schweiz angefangen. Im Jahr 2018 ist sie dann wieder nach Deutschland zurückgekehrt und ist heute als Senior Manager, Consulting / Circular Economy and ESG tätig.
Alles, was neu ist und sich ändert, stößt (meistens) auf Gegenwehr. So sind wir Menschen eben. Angst dominiert und sabotiert weitestgehend Veränderungsprozesse. Angst aufgrund von Kontrollverlust. Was auf persönlicher, individueller Ebene gilt, gilt eben auch für Unternehmen. Doch man kann Zukunft gestalten. Das Zauberwort hierbei ist Transformation. Die „alte“ Welt runterfahren, die „neue“ Welt hochfahren. Transformieren eben. Wie ein DJ, der einen guten Übergang von einem Musikstück zu einem anderen hinbekommt.
Im Kontext eines Unternehmens regeln diesen Übergang die Transformationsmanager. Moritz und Timo haben sich mit einer solchen unterhalten: Ann-Kathrin Müller von Rheinkraft. Ihr Vater ist Hauptgesellschafter von Rheinkraft, insofern ist sie in das Familienunternehmen eingestiegen. Aber nicht in einer „Geschäftsführungs-Nachwuchs“-Rolle, sondern als Project Managerin Sustainable Transformation. Sie muss also die Vergangenheit und die Gegenwart mit den möglichen Zukünften im Hinblick auf Nachhaltigkeit auf einer Zeitschiene verbinden und in Einklang bringen. Transformation bedeutet eigentlich immer, dass man im Handeln angekommen ist. Timo und Moritz hatten viele Fragen an Ann-Kathrin:
Ann-Kathrin hat an den Unis Bochum (den Bachelor) und Münster (den Master) in Management und Economics gemacht. Parallel dazu bei einigen Firmen im Marketing-Bereich gearbeitet, bevor sie dann 2021 in das Familienunternehmen Rheinkraft als Project Managerin Sustainable Transformation eingestiegen ist.
(veröffentlicht am 24. Mai 2024)
Greenwashing im Lieferkettenkontext. Say whaaat? Darüber sprechen Timo und Moritz in dieser Folge von „Das Gleiche in Grün!?“ mit Felix Rohrbeck vom Medien-Startup Flip. Felix ist mehrfach ausgezeichneter Journalist und ein echter Experte im Aufdecken von richtig üblen Dingen – zum Beispiel war er an der Enthüllung des Cum-Ex Steuerskandals beteiligt. Und heute deckt er mit Flip weiter üble Dinge auf, nämlich Greenwashing in allen Formen und Farben. Einfach gesagt untersucht Flip konkrete Initiativen, Produkte und Unternehmen, die vorgeben, nachhaltig zu sein. Manchmal halten die Claims der Überprüfung stand. Oft auch nicht. Vielleicht habt ihr schon von der Sneakerjagd gehört oder dem Grünen Knopf am Lidl-Kleid aus der Militärdiktatur Myanmar? Timo und Moritz hatten viele Fragen an Felix:
Felix Rohrbeck ist Mitgründer und Chefredakteur von Flip. Zuvor war er Wirtschaftsredakteur der ZEIT und Teil der Aufdeckung des Cum-Ex-Skandals. Seine investigativen Recherchen wurden vielfach ausgezeichnet.
Flip ist ein 2020 gegründetes Medien-Startup mit einer klaren Mission: Greenwashing bekämpfen. Dahinter steckt die Überzeugung, dass Verbraucher:innen zu einer besseren, nachhaltigeren Wirtschaft beitragen können: https://letsflip.de/
(veröffentlicht am 10. Mai 2024)
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