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Circle of Competence heißt wörtlich übersetzt so viel wie “Kompetenzkreis”. Die Grundidee des Circle of Competence ist, dass wir durch Erfahrungen, Ausbildung oder unsere Arbeit nützliches Wissen in bestimmten Themengebieten erworben haben. Und um wirklich erfolgreich zu sein, sollten wir uns auf eben die Bereiche konzentrieren, in denen wir uns wirklich gut auskennen. Wir sollten den Umfang unseres Circle of Competence klar definieren und dann innerhalb dieser Grenzen agieren. Das betrifft ebenso unsere Entscheidungen an der Börse mit Aktien oder ETFs.
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Investieren kann eine äußerst lohnende Aktivität sein, aber auch mit hohem Risiko verbunden sein. Es gibt eine Vielzahl von Aktien und Investmentmöglichkeiten auf dem Markt, und es ist leicht, sich zu verirren und Fehler zu machen. Ein Weg, um dieses Risiko zu minimieren, ist, sich auf Unternehmen zu konzentrieren, die man wirklich versteht, und innerhalb seines "Circle of Competence" zu investieren. Dies ist ein Konzept, das von Warren Buffett geprägt wurde, einem der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten.
Buffett investiert nur in Unternehmen, die er gut versteht und die er als potenziellen "Home Run" betrachtet. Diejenigen Unternehmen, die zu viele Fragezeichen aufwerfen, kommen auf seinen "Too Hard Pile" und werden vermieden. Indem er innerhalb seines Circle of Competence bleibt, minimiert Buffett das Risiko, kostspielige Fehler zu machen.
Aber wie kann man seinen eigenen Circle of Competence erweitern? Laut Shane Parrish, dem Gründer von Farnam Street Blog, ist es wichtig, sich bewusst zu sein, dass der eigene Circle of Competence anfangs statisch ist. Die Welt entwickelt sich jedoch dynamisch, und das Wissen wird erweitert oder aktualisiert. Deshalb ist lebenslanges Lernen unerlässlich, um den eigenen Circle of Competence zu erhalten oder sogar zu erweitern.
Kritisches Feedback von anderen kann dabei helfen, den Blick von außen zu erhalten und die eigenen Scheuklappen auszutricksen. Trotz aller Bemühungen wird der Circle of Competence immer begrenzt sein und lässt sich nicht endlos erweitern. Es ist wichtig, sich dessen bewusst zu sein und seine Investitionen entsprechend auszurichten.
Insgesamt zeigt das Konzept des Circle of Competence, dass es besser ist, in Dinge zu investieren, die man wirklich versteht und innerhalb seines Kompetenzbereichs bleiben. Indem man sein Wissen erweitert und seine Fähigkeiten kritisch überprüft, kann man sein Risiko minimieren und langfristig erfolgreich mit Aktien und ETFs investieren.
In dieser Podcast-Episode geht es darum, wie das Prinzip des Circle of Competence beim Investieren angewendet werden kann. Dabei geht es vor allem darum, Unternehmen tief zu verstehen und zu entscheiden, ob und zu welchem Preis investiert wird.
Während bei breit gestreuten Wertpapieren wie ETFs nicht jedes einzelne Unternehmen verstanden werden muss, müssen bei Investitionen in Einzelaktien die Unternehmen im Detail verstanden werden. Das Prinzip des Circle of Competence besagt, dass Investoren nur in Unternehmen investieren sollten, deren Geschäftsfeld sie verstehen und deren Grenzen sie kennen.
Es ist wichtig zu erkennen, dass nicht alles verstanden werden muss, um erfolgreich zu investieren, sondern man ehrlich zu sich selbst sein und den eigenen Circle of Competence kennen sollte.
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Wir leben in einer Zeit, die aus wirtschaftlicher und finanzieller Sicht herausfordernd ist, die Stichworte sind Inflation und Rezession, Probleme bei der Energiewende oder die Verwerfungen an den Börsen im Jahr 2022. Und da kann der weitere Ausblick düster erscheinen. Doch ich bin zuversichtlich, dass wir beim langfristigen Vermögensaufbau optimistisch in die Zukunft blicken können.
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In einer Zeit, in der es gefühlt nur Krisen gibt, kann es leicht passieren, dass wir auch bei unseren Finanzen pessimistisch werden.
Doch trotz Inflation und drohender Rezession gibt es viele harte Fakten, die für eine zuversichtliche Einstellung in Bezug auf die Börse und langfristige Geldanlage sprechen.
In den letzten 200 Jahren hat sich die Weltwirtschaft mehr als verhundertfacht und das Pro-Kopf-Einkommen ist enorm gestiegen. Demokratische Institutionen und ein verlässlicher Rechtsstaat haben den Wohlstand vieler Länder explodieren lassen und das Wachstum war für Millionen von Menschen der Weg aus der Armut. Auch wenn es viele Probleme gibt, sollten wir den Blick fürs Positive nicht verlieren und uns für unsere Finanzen und die langfristige Geldanlage an der Börsen und beim Investieren mit Aktien und ETFs zuversichtlich zeigen.
Die Begriffe Finanzkrise, Staatsschuldenkrise, Energiekrise, Corona-Pandemie, Klimakollaps, Krieg, Inflation und drohende Rezession verdeutlichen, dass die Menschheit mit zahlreichen Problemen zu kämpfen hat. Viele Menschen empfinden daher finanzielle Unsicherheit und zweifeln an einem Engagement an der Börse und einem langfristigen Vermögensaufbau.
Allerdings war ein diversifiziertes Portfolio über einen langen Zeitraum historisch betrachtet immer sehr profitabel. Obwohl es zahlreiche Wirtschaftskrisen und spektakuläre Einbrüche der Börsenkurse gab, sind US-Aktien beispielsweise seit 1945 in 3 von 4 Jahren gestiegen. Es ist also normal, dass Aktienkurse auch mal runtergehen.
Pessimismus ist in der Finanzwelt jedoch ein Geschäftsmodell, da Crash-Propheten Angst verbreiten und so Dienstleistungen und Produkte verkaufen können. Sie sagen den totalen Kollaps der Wirtschaft oder sogar das Ende der Marktwirtschaft voraus und warnen fortwährend vor dem drohenden Börsencrash.
Es gilt, nicht zu resignieren, wenn die Kurse drehen und die Stimmung am Markt schlecht ist, sondern vielmehr positiv zu bleiben und auch in schwierigen Zeiten langfristig zu investieren. Man sollte kritisch Denken und Gelassenheit an den Tag zu legen, da pessimistisches Denken angeboren ist und uns dazu bringt, schlechte Informationen stärker zu beachten als positive.
Beim Investieren sollten wir nicht naiv sein und waghalsige Wetten eingehen, aber auch nicht resignieren, wenn die Kurse drehen und die Stimmung am Markt schlecht ist. Wir sollten nicht den Crash-Propheten vertrauen, sondern kritisch hinterfragen.
Insgesamt sollten wir uns an der Börse zuversichtlich sein, da ein langfristiger Investitionsansatz historisch betrachtet sehr profitabel war. Es ist wichtig, kritisch zu hinterfragen und nicht blind auf pessimistische Vorhersagen zu vertrauen.
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Der Herdentrieb oder auch Herdenverhalten bezeichnet ein psychologisches Phänomen, wobei Menschen vor allem deswegen etwas tun oder denken, weil andere es tun - unabhängig von ihren eigenen Überzeugungen, die sie vielleicht einfach ignorieren oder sonstwie wegblenden.
Also das Verhalten oder die Denkweise einer Gruppe von Menschen oder von der Mehrheit wird blind oder zumindest wenig reflektiert übernommen.
Dieses Verhalten können wir auch in unserem Konsumverhalten oder beim Investieren sehen. Und in der heutigen Folge geht es darum, wie uns der Herdentrieb als Investoren aber auch als Konsumenten beeinflusst, wo er vielleicht hilfreich ist, aber wie er uns auch schaden kann und mit welchen Taktiken Du den negativen Folgen des Herdentriebs entgegenwirken kannst.
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Warum fallen wir oft dem Herdentrieb zum Opfer? Warum bevorzugen wir kollektives Handeln und vermeiden kritisches Denken und Verhalten?
In dieser Podcast-Folge erfährst du, warum der Herdentrieb eine effektive Heuristik ist, mit der unser Gehirn schnell und einfach Entscheidungen treffen kann. Wir diskutieren, warum wir uns oft auf das Verhalten anderer Menschen verlassen und wie wir uns dadurch oft in der Masse verlieren.
Wir alle haben das Bedürfnis, Gewinner zu sein und uns mit der Masse zu identifizieren. Wir wollen nicht gegen den Strom schwimmen oder etwas verpassen. Die Furcht, allein dazustehen oder in der Entscheidung falsch zu liegen, kann uns dazu bringen, uns der Mehrheit anzuschließen.
Wir suchen auch nach Führung und Vorbildern. Wir denken, dass die Mehrheit mit ihrer Entscheidung richtig liegt und suchen nach einer Orientierung. Der Herdentrieb kann uns diese Führung geben und uns das Gefühl geben, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Wir sprechen auch darüber, wie der Herdentrieb an der Börse zu Marktturbulenzen wie Preisblasen und Crashes führen kann. Wenn Investoren Angst haben, etwas zu verpassen und investieren, weil scheinbar alle es auch machen, kann dies zu gefährlichen Situationen führen.
Wir diskutieren auch die Auswirkungen des Herdentriebs auf die Dotcom-Blase und wie Meme-Aktien durch Social Media populär werden können.
Diese Folge gibt Einblicke in das menschliche Verhalten und wie der Herdentrieb unser Verhalten beeinflussen kann. Sie bietet auch wertvolle Einsichten in den Bereich der Finanzen und wie Anleger an der Börse agieren sollten, um unabhängig und erfolgreich zu sein.
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Die erste Regel des Investierens hat Warren Buffett definiert, als er sagte: die erste Regel des Investierens ist verliere niemals Geld. Die Wichtigkeit dieser Regel unterstreicht er mit seiner Regel Nummer 2, die da lautet: Vergiss’ nicht Regel Nummer 1.
In dieser Folge geht es darum, warum das Vermeiden von Verlusten das oberste Gebot für uns als Investorinnen und Investoren ist, wie Warren Buffett und sein Kompagnon Charlie Munger auf das Thema blicken und wie Du ihr Denken und Handeln als Anlegerin oder Anleger an der Börse für Dich nutzen kannst.
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Für Warren Buffett ist für eine erfolgreiche Geldanlage und um langfristig erfolgreich mit Aktien zu investieren und ein Vermögen aufbauen wichtig: Verluste vermeiden. Und er definiert Risiko als die Möglichkeit von Verlust oder Schaden und besagt, dass Risiko entsteht, wenn man nicht weiß, was man tut.
Auch der Investor Chuck Akre betont, dass das größte Risiko im permanenten Verlust von Kapital besteht. Um langfristig ein Vermögen aufzubauen, sollte man die Kraft des Zinseszins nutzen und den Prozess des Aufzinsens und des Compounding nicht unterbrechen.
Dies erreicht man an der Börse durch eine breitgestreute Investition in den Aktienmarkt mit einem langen Zeithorizont. Und wenn die Aktienmärkte fallen, sollten Anleger Kursschwankungen aushalten und diese sogar zu ihrem Vorteil nutzen.
Es gibt jedoch einen Unterschied zwischen der zwischenzeitlichen Minderung des Wertes eines Portfolios und dem tatsächlichen Verlust von Geld. Wenn die Kurse sinken, ist es wichtig, ein breitgestreutes Portfolio zu halten, das den Markt in seiner Breite reflektiert, um niedrige Kurse aussitzen oder sogar hinzukaufen zu können.
Bei einzelnen Aktien ist diese Aussage so nicht gültig, da die Kurse langfristig im Keller bleiben oder sich unterdurchschnittlich entwickeln können. Zudem kann es passieren, dass sich Aktien von einem heftigen Kursrückgang überhaupt nicht erholen oder dass das Unternehmen, dessen Aktien man hält, im Extremfall gar pleite geht.
Die Gründe dafür können vielfältig sein, und es kann schwierig sein, die Lage richtig einzuschätzen. Es ist daher wichtig, die das Unternehmen in das man investiert hat richtig zu verstehen und gegebenenfalls die Wertpapiere rechtzeitig zu verkaufen, um einen permanenten Kapitalverlust zu vermeiden. Insgesamt bietet die Folge wertvolle Tipps für eine erfolgreiche Geldanlage und Vermögensaufbau durch Vermeidung von Verlusten an der Börse.
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Probabilistic Thinking oder zu deutsch Wahrscheinlichkeitsdenken ist ein sogenanntes Mental Model. Mental Models sind Denkkonzepte, Grundprinzipien, die wir auf verschiedene Situationen und Sachverhalte anwenden können, um eine Situation oder einen Sachverhalt besser zu verstehen.
Und das Denken in Wahrscheinlichkeiten ermöglicht es uns, gerade bei komplexen Fragestellungen wahrscheinliche Ergebnisse zu antizipieren und somit unsere Entscheidungen zu verbessern. Indem wir in Wahrscheinlichkeiten denken, können wir aber auch die Welt um uns herum und die Informationen, die uns erreichen, besser einordnen. Das hilft uns auch als Investoren an der Börse oder bei Fragen der Geldanlage und des Vermögensaufbau.
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Warum solltest Du als Investorin bzw. als Investor Dich mit dem Mental Model des Probabilistic Thinking beschäftigen?
Die Zukunft ist ungewiss und wir können nur schwer damit umgehen, im Ungewissen zu handeln. Als Anlegerinnen und Anleger wollen wir klare Antworten. Doch wenn wir finanzielle Entscheidungen treffen müssen, sind wir andauernd mit Möglichkeiten konfrontiert, deren Ergebnis wir nicht kennen und wo die Antwort eben nicht eindeutig ist.
Ein Beispiel: Bei einer Versicherung muss die Summe der gezahlten Beiträge höher sein als die Ausschüttungen bei Schadensfällen. Für Versicherungen ist die Frage, mit welcher Wahrscheinlichkeit ein Schadensfall eintritt. Also bei einer Lebensversicherung, dass der Versicherte in einem bestimmten Alter verstirbt, bei einer Autoversicherung ein Autounfall usw. Versicherungen können die wichtigen Faktoren für Schadensfälle identifizieren und deren Eintrittswahrscheinlichkeit ableiten und dann den notwendigen Preis für die Versicherungsprämie berechnen. Und bei finanziellen Entscheidungen kann man ähnlich vorgehen, indem über die Eintrittswahrscheinlichkeiten der Erwartungswert oder auf Englisch Expected Value errechnet wird.
Wir Menschen neigen dazu, Eintrittswahrscheinlichkeiten massiv überzubewerten. Ansonsten würde wohl kaum jemand Lotto spielen. Es ist auch kein Geheimnis, dass die Wahrscheinlichkeit, über Nacht Reichtum aufzubauen, maximal gering ist. Trotzdem zocken Leute an der Börse, lassen sich unseriöse Versprechungen aufschwatzen oder glauben Börsengurus, die Traumrenditen versprechen.
Ein weiteres Konzept ist die Sicherheitsmarge oder Margin of Safety. Damit erkennst Du an, dass Deine Einschätzungen falsch sein können. Du schaffst eine Fehlertoleranz. Wenn Du davon ausgehst, dass eine Aktie 100 € wert ist, dann kalkulierst Du, dass die Aktie vielleicht nur 70 € wert ist, Du hast eine Sicherheitsmarge von 30%. Damit kompensierst Du, dass manche Deiner Annahmen vielleicht zu positiv sind oder sich nicht bewahrheiten.
Wenn Du eine Einschätzung gemacht hast, dann solltest Du offen sein für neue Entwicklungen oder weitere Informationen, um dann Deine Wahrscheinlichkeiten anzupassen. Angenommen Du hast für eine Aktie eine bestimmte Investment-Hypothese. Also Du hast das Unternehmen, sein Wettbewerbsumfeld und die zukünftigen Aussichten analysiert. Und nun bist Du der Meinung, dass die Aktie hervorragende Aussichten hat. Dann erfährst Du neue Fakten und Deine ursprüngliche Hypothese wackelt. Dann solltest Du diese Fakten anerkennen und in Deine Überlegungen einfließen lassen.
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Wie sich Lifestyle Creep in Deinen Finanzen einschleicht, wie und warum Lifestyle Creep Deinen finanziellen Zielen schaden kann und was Du dagegen tun kannst, also wie Du der Lifestyle-Falle vorbeugen kannst oder einer überbordenden Lifestyle-Inflation Einhalt bietest.
Im Englischen gibt es den Begriff des “Lifestyle Creep”. Das meint eine Steigerung oder eine Inflation des eigenen Lebensstils. Es ist eine Steigerung der Ausgaben, die oft mit einer Erhöhung des Einkommens einhergeht oder wenn man seine Ausgaben erhöht, um mit dem Status oder Lifestyle des eigenen Umfelds Schritt zu halten.
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Ein Thema, das vielen von uns bekannt vorkommen dürfte: die Lifestyle-Falle. Wir tendieren dazu, unseren Lebensstil nach oben hin anzupassen und unsere monatlichen Kosten zu erhöhen, wenn unsere finanziellen Möglichkeiten steigen. Besonders jüngere Menschen neigen dazu, Geld für Statussymbole und unüberlegte Ausgaben auszugeben, wenn sie einen neuen Job oder eine Beförderung bekommen haben.
Doch diese Erhöhung der alltäglichen Ausgaben kann sich langfristig sehr unangenehm auf unsere Finanzen auswirken. Anstatt unser Geld zu sparen oder zu investieren, blähen wir unsere Lebenshaltungskosten weiter auf und verzichten auf das Sparen. Die Erhöhung unserer Lebenshaltungskosten kann uns in eine Abhängigkeit bringen, aus der es schwer ist, wieder herauszukommen. Deshalb sollten wir uns immer bewusst sein, was wir uns wirklich leisten können und was wir uns langfristig leisten möchten.
Um der Lifestyle-Falle zu entkommen, sollten wir uns zunächst Gedanken über unsere finanziellen Ziele machen und überlegen, wie sie als Leitplanken für unser Ausgabenverhalten dienen können. Dabei kann ein Haushaltsbuch oder ein Haushaltsplan helfen, in dem wir ein Budget erstellen und unsere monatliche Sparquote bestimmen. Diese Sparquote können wir dann zum Beispiel für finanzielle Rücklagen nutzen oder als Beitrag für unser Wertpapierdepot und unseren langfristigen Vermögensaufbau investieren.
Wenn sich unsere finanzielle Situation verbessert, zum Beispiel durch eine Gehaltserhöhung, sollten wir einen Teil dieser Mehreinnahmen sparen und unsere Sparrate erhöhen. Dabei sollten wir jedoch darauf achten, dass wir unser monatliches Budget nicht zu stark erhöhen, um nicht wieder in die Lifestyle-Falle zu geraten.
Oft sind es die kleinen und unbemerkten Mehrausgaben im Alltag, die sich im Laufe der Zeit summieren und uns in die Lifestyle-Falle locken. Ein Anzeichen dafür ist, dass unsere Sparrate stagniert, obwohl sich unser Einkommen verbessert hat. Um dem Lifestyle Creep entgegenzuwirken, sollten wir unsere Finanzen im Griff haben und uns fragen, welche Ausgaben unreflektiert sind und welche wir uns wirklich leisten möchten.
Wenn wir keine Transparenz über unsere Ausgaben haben, besteht die Gefahr, dass wir in die Lifestyle-Falle tappen. Wir könnten unser Geld für kurzfristigen Genuss verschwenden und es in Dinge investieren, die im Laufe der Zeit an Wert verlieren, anstatt langfristig ein Vermögen aufzubauen. Deshalb ist es wichtig, unsere Ausgaben im Blick zu behalten und uns bewusst zu machen, was wir uns leisten möchten. Mit einer langfristigen Geldanlage, erfolgreichem Aktieninvestieren, ETFs und Vermögensaufbau können wir uns langfristig finanzielle Freiheit und Unabhängigkeit schaffen, ohne in die Lifestyle-Falle zu tappen.
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Der Zinseszins entwickelt über einen langen Zeitraum eine derartige Kraft, dass er ein wichtiger Hebel für die Geldanlage und den Vermögensaufbau ist. Der Legende nach ließ sich sogar Albert Einstein zu der Aussage hinreißen, der Zinseszins sei das achte Weltwunder.
In dieser Folge wird das Phänomen des Zinseszins erklärt und es wird dargelegt, warum es mit Blick auf den Zinseszins sinnvoll ist, früh und dann auch regelmäßig Geld und Erspartes zu investieren, statt es nur auf dem Konto herumliegen zu lassen.
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In der neuesten Podcast-Episode geht es um eines der wichtigsten Prinzipien der langfristigen Geldanlage und des Vermögensaufbaus: den Zinseszins. Doch was ist das überhaupt? Wie funktioniert er? Und wie kann man ihn für sich nutzen?
Zu Beginn klären wir, was der Zinseszins genau ist. Anders als häufig angenommen, geht es dabei nicht nur um Zinsen im klassischen Sinne, sondern vor allem um die Rendite, die man z.B. mit Aktien oder ETFs erzielt. Wird diese Rendite in Zukunft mitverzinst, also eine Rendite auf die Rendite erwirtschaftet, dann sprechen wir vom Zinseszins. Langfristig entwickelt das eine derart hohe Durchschlagskraft, dass wir einen exponentiellen Anstieg des Gesamtkapitals sehen. Doch wie kann man sich das vorstellen?
Exponentielles Wachstum ist für uns Menschen schwer zu begreifen. Wir gewöhnen uns an lineares Wachstum - 1, 2, 3, 4, 5 usw. Doch beim Zinseszins sehen wir exponentielles Wachstum - 1, 2, 4, 8, 16 usw. Bei einer jährlichen Verzinsung von 7% bewirkt der Zinseszins eine Verdopplung des Anfangsbetrags nach ca. 10,3 Jahren. Nach weiteren 10,3 Jahren findet wieder eine Verdopplung statt und der Anfangsbetrag hat sich vervierfacht.
Wir sprechen darüber, wie der Zinseszins zu einem entscheidenden Faktor für eine langfristig erfolgreiche Geldanlage und den Vermögensaufbau für eine Altersvorsorge oder finanzielle Freiheit werden kann. Wenn wir früh genug anfangen zu investieren, über einen langen Zeitraum am Ball bleiben und kontinuierlich investiert sind, dann müssen wir gar keine Superinvestoren sein, um eine beachtliche Summe aufzubauen. Dank des Zinseszins und der durchschnittlichen Marktentwicklung, die wir z.B. mit einem gut gestreuten Aktienportfolio erzielen, können auch wir mit einem überschaubarem Eigenkapital finanzielle Freiheit, Wohlstand und Reichtum erlangen.
In dieser Episode geben wir Tipps, wie man den Zinseszins optimal für sich nutzen kann, wie man langfristig erfolgreich mit Aktien investieren kann und welche Möglichkeiten es gibt, ETFs als langfristige Geldanlagestrategie zu nutzen. Wir erklären auch, warum es wichtig ist, am Ball zu bleiben und wie man sich motiviert, um kontinuierlich in die eigene finanzielle Zukunft zu investieren.
Wenn Du also wissen willst, wie der Zinseszins funktioniert und wie Du ihn für Deinen Vermögensaufbau nutzen kannst, dann solltest Du Dir diese Folge nicht entgehen lassen. Mit unseren Tipps und Tricks wirst Du langfristig erfolgreich in Aktien investieren und den Zinseszins für Dich arbeiten lassen können.
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Der Begriff Verlustaversion wurde von Daniel Kahneman und Amos Tversky Ende der 1970er geprägt und der beschreibt unsere Tendenz, Verluste höher zu gewichten als Gewinne. Und wenig überraschend haben wir das Bedürfnis, den Schmerz eines Verlustes vermeiden zu wollen.
Das Thema Verlustaversion ist einerseits für uns als Verbraucher wichtig, weil Unternehmen es im Marketing gezielt einsetzen, um uns zu beeinflussen. Vor allem aber lässt sich Verlustaversion in Situationen beobachten, die von Risiko und Unsicherheit gekennzeichnet sind. Und somit hat sie einen großen Einfluss auf unsere Entscheidungen als Anleger. Und der Einfluss ist derart gravierend, dass Verlustaversion einer der Hauptgründe ist, warum Anleger schlechter performen als der Markt.
In der heutigen Folge geht es darum, warum wir Verlustaversion verspüren, wo uns dieses Phänomen als Verbraucher begegnet und um Verlustaversion im Kontext Geldanlage.
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In dieser Podcast-Folge geht es um die Verlustaversion und wie sie unsere Entscheidungen bei der Geldanlage beeinflusst. Denn Verlustaversion ist einer der Hauptgründe, warum Investoren bei der Geldanlage oft schlechter abschneiden als der Markt. Doch woher kommt die Verlustaversion eigentlich? Der Sozialpsychologe Robert Cialdini erklärt sie mit unserer evolutionären Geschichte als Jäger und Sammler. Damals war es wichtig, Verluste zu vermeiden, um das Überleben zu sichern. Heute zeigt sich die Verlustaversion noch immer in unserem Verhalten - insbesondere bei Finanzentscheidungen.
Verlustaversion wurde in den letzten Jahren als FOMO oder auch Fear of missing out bzw. die Angst etwas zu verpassen bekannt.
Doch wie äußert sich die Verlustaversion genau? Eine häufige Folge davon ist, dass Anleger in sichere, aber kaum rentable Finanzprodukte investieren. Sparbücher, Lebensversicherungen oder Bundesschatzbriefe sind klassische Beispiele. Auch lassen viele ihr Geld auf der Bank liegen, anstatt in renditeträchtige Anlagen zu investieren. Hier zeigt sich, dass wir oft mehr Angst haben, Geld zu verlieren, als Chancen zu ergreifen. So schaden wir der langfristigen Geldanlage und dem Vermögensaufbau.
Ein weiterer Faktor, der mit der Verlustaversion zusammenhängt, ist der Besitztumseffekt. Dieser beschreibt, dass wir Dinge höher bewerten, wenn sie uns gehören. Das hat auch Auswirkungen auf unsere Aktieninvestments: Wir neigen dazu, an Verlustpositionen festzuhalten und sie nicht zu verkaufen, um den Verlust zu realisieren. Diese Verlustpositionen werden dann oft zu einer "mentalen Buchhaltung", anstatt die Aktien als reines Investment zu betrachten.
Doch wie kann man die Verlustaversion überwinden und erfolgreich mit Aktien investieren? Eine Möglichkeit ist, breit gestreute Wertpapiere wie ETFs zu wählen, anstatt in Einzelaktien zu investieren. Denn während Einzelaktien einem höheren Risiko ausgesetzt sind, bieten ETFs eine breite Diversifikation. Eine weitere Möglichkeit ist, langfristig zu denken und sich nicht von kurzfristigen Kursschwankungen verunsichern zu lassen. Denn wer langfristig in Aktien investiert, hat gute Chancen auf eine attraktive Rendite.
In dieser Podcast-Folge geht es also um die Verlustaversion, die Auswirkungen auf unsere Geldanlage und wie wir sie überwinden können. Dabei werden auch Börsenpsychologie und Psychologie im Allgemeinen beleuchtet. Wer sich also für langfristigen Vermögensaufbau und erfolgreiche Geldanlage interessiert, sollte diese Folge auf keinen Fall verpassen.
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Über die Geschichten von Ronald Read und Edward Avedisian, die trotz einfacher Herkunft und Lebensverhältnisse beachtliche Vermögen aufgebaut haben.
Das Leben schreibt ja bekanntlich die besten Geschichten. Und die Geschichten von Read und Avedisian sind sicherlich etwas extrem, aber auch sehr inspirierend. Und sie zeigen besonders eindrucksvoll, dass Vermögensaufbau langfristig möglich ist, auch wenn man nicht viel geerbt oder einen hochbezahlten Job hat.
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In dieser Podcast-Folge geht es um die faszinierenden Lebensgeschichten von Ronald Read und Edward Avedisian. Sie haben beide aus einfachen Verhältnissen kommend, sehr hohe Vermögen aufgebaut und damit bewiesen, dass erfolgreicher Vermögensaufbau und langfristiger Reichtum auch ohne Erbe oder hohes Gehalt möglich sind.
Erfolgsfaktor Nummer eins war bei beiden eine hohe Sparquote und ein sparsamer Lebensstil. Sie lebten unter ihren finanziellen Möglichkeiten und konzentrierten sich auf den langfristigen Vermögensaufbau. Dabei ist es wichtig, eine monatliche Sparquote anzusetzen, die zur eigenen finanziellen Situation passt.
Beide haben auch auf Aktien gesetzt, was historisch betrachtet und über einen langfristigen Zeithorizont eine der am besten performenden Anlageklassen ist. Avedisian hatte ein konzentriertes Aktien-Portfolio, während Read ein breitgestreutes Portfolio mit ETFs aufbaute. Beide waren Autodidakten und machten ihre Hausaufgaben. Sie recherchierten gründlich über die Unternehmen, in die sie investierten, was insbesondere beim Investieren in Einzelaktien wichtig ist.
Zeit ist ein weiterer wichtiger Erfolgsfaktor. Je früher man anfängt zu sparen und zu investieren und je länger man dabei bleibt, desto besser. Beide hatten Geduld und einen sehr langfristigen Investmentfokus, mit dem sie von der Kraft des Zinseszins profitieren konnten. Insbesondere in späten Jahren greift der Zinseszins mit seiner vollen Durchschlagskraft.
In dieser Podcast-Folge wird gezeigt, wie man mit einer klugen Geldanlage, Geduld und Disziplin langfristigen Wohlstand und Reichtum aufbauen kann. Dabei werden auch ETFs als Alternative zu Einzelaktien vorgestellt und die Auswirkungen des Zinseszins-Effekts erläutert. Diese Episode ist für alle geeignet, die ihr Vermögen aufbauen und langfristig erfolgreich investieren möchten, ohne dabei auf ein hohes Einkommen oder Erbe angewiesen zu sein.
Die Podcast-Folge zeigt, dass Vermögensaufbau und langfristiger Reichtum auch ohne Erbe oder hohes Gehalt möglich sind, wenn man die richtigen Strategien verfolgt. Wer erfolgreich mit Aktien investieren möchte, sollte sich daher an den Erfahrungen von Read und Avedisian orientieren und auf eine hohe Sparquote, breite Diversifikation und gründliche Recherche setzen. Denn Zeit und Geduld sind der Schlüssel zum langfristigen Vermögensaufbau.
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Rezession ist, wenn die Wirtschaft in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen nicht wächst oder gar ein Rückgang zu verzeichnen ist. Und Rezession kann die Folge von hoher Inflation sein.
Im Oktober 2022 lag die Inflation in Deutschland bei 10,4%, was nochmal eine Erhöhung zum September und die höchste Inflation in Deutschland seit dem Jahr 1951 war. Da stellt sich die Frage, ob Deutschland eine Rezession droht.
Das wird in dieser Folge vertieft. Es wird die Frage beleuchtet, warum es Rezessionen überhaupt gibt und wie die Lage in Deutschland im Winter 2022 ist. Und es geht darum, was eine Rezession für Dich als Verbraucher und Anleger bedeutet und was Du tun kannst.
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Im Aufschwung wächst die Wirtschaft, Unternehmen erhalten mehr Aufträge, machen mehr Gewinn. Davon profitieren Arbeitnehmer durch steigende Löhne und Anleger durch steigende Aktienkurse.
Es ist auch normal, dass die Wirtschaft mal zurückgeht. Wenn es einen Rückgang der Konjunktur oder einen internationalen Konjunkturabsturz gibt, dann spürt das die stark exportlastige deutsche Wirtschaft besonders. Wirtschaftsrückgänge geschehen immer wieder, sie stellen uns aber vor wirtschaftliche Herausforderungen.
Eine Rezession kündigt sich oft an, indem die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen zurückgeht. Das betrifft einerseits Unternehmen, deren Auftragsbücher nicht mehr gefüllt sind, aber auch Verbraucher konsumieren weniger. In der Folge verschlechtert sich die Wirtschaftsleistung. Die Gründe für eine Rezession können vielfältig sein, z.B. strukturelle Veränderungen in der Wirtschaft. Ein Beispiel wären Auswirkungen der Energiewende, wie höhere Energiepreisen oder ein Umbau der Automobilwirtschaft hin zur E-Mobilität. Es kann aber auch externe Schocks geben, Pandemien, Naturkatastrophen oder politische Konflikte und Kriege. Unternehmen haben dann möglicherweise nicht die Mittel, um Investitionen anzuschieben, vielleicht weil die Nachfrage zurückgeht oder weil ihre Produktionskosten steigen und sie schicken Mitarbeiter in Kurzarbeit oder es kommt zu Entlassungen und Kündigungen.
Vielleicht gibt es zusätzlich noch eine hohe Inflation, was die Situation für die Menschen bei stagnierenden Löhnen zusätzlich erschwert. Selbstständige oder Kleinunternehmer können es in dieser Situation besonders schwer haben, weil sie weniger gut abgesichert sind. Und das kann dann ein Teufelskreis sein. Der Arbeitsmarkt gerät unter Druck, private Haushalte verlieren an Einkommen, entsprechend halten sie sich beim Konsum zurück, was sich wiederum negativ auf die Konjunktur auswirkt.
Wenn es dann zusätzlich eine hohe Inflation gibt, dann könnte man vielleicht denken, dass Verbraucher ihr Geld ausgeben, bevor es weniger wert ist. Doch wahrscheinlich werden sie ihre Ausgaben drosseln, z.B. aus Angst gestiegene Energiekosten und Strompreise nicht mehr stemmen zu können.
In einer Rezession sollte man seine Ausgaben im Griff haben, zum Beispiel mit einem Haushaltsbuch oder Haushaltsplan. Neben alltäglichen fixen wie variablen Ausgaben kann es sinnvoll sein, über den möglichen eigenen kurzfristigen Finanzbedarf nachzudenken. Bei einer Rezession können die Einnahmen sinken. Und wenn es zusätzlich eine hohe Inflation gibt, können gleichzeitig Deine Ausgaben steigen.
In Folge 3 über das Gespenst der Inflation habe ich bereits ein Verbrauchertipps gegeben. Das Thema könntest Du vor dem Hintergrund steigender Heizkosten vertiefen, z.B. mit den Energiespartipps der Verbraucherzentralen.
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