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Daniela und Marc engagieren sich ehrenamtlich als Vorstände im Bund Deutscher Cannabis-Patienten e.V. (BDCan). Seit dem 30.07.2026 steht das Telefon nicht mehr still und das Mail-Postfach ist überlaufen. Denn viele schwerkranke Cannabis-Patientinnen und -Patienten sind verzweifelt, weil ihnen von einem Tag auf den anderen ihre Medikation in Form von Cannabisblüten entzogen wurde. Auf der Website des BDCan befinden sich viele wichtige Informationen und Tipps für betroffene Patientinnen und Patienten. Zur Klärung des Sachverhaltes hat Daniela einige IGF-Anfragen gestellt, deren Beantwortung für alle Betroffenen wichtige Informationen liefern kann. Im Moment herrscht Chaos bei allen Beteiligten wie Apotheken, der Ärzteschaft und allen voran bei den schwerkranken Menschen, die direkt betroffen sind. Die Auslegung des Gesetzes wird dringend erwartet, damit es nicht zu unterschiedlichen Interpretationen durch den GKV-Spitzenverband und die KBV kommt. Der ACM und BDCan unterstützen eine Petition, für die 50.000 Unterschriften gesammelt werden müssen. Alle Links finden Sie hier:
https://bdcan.de/cannabisblueten-gkv/
https://monitoring.bdcan.de/
https://media.arbeitsgemeinschaft-cannabis-medizin.de/Unterschriftenliste_Petition2026.pdf
https://fragdenstaat.de/anfrage/wissenschaftliche-und-fachliche-grundlagen-fuer-den-ausschluss-von-cannabisblueten-aus-ss-31-abs-6-sgb-v/
Meike hat seit ihrem 12. Lebensjahr starke Regelschmerzen bis hin zur Ohnmacht. Erst viele Jahre später kam die Diagnose...Endometriose. "Man wird einfach nicht ernst genommen!" so beschreibt es Meike. Aufgrund zahlreicher OPs hat Meike starke neuropathische Schmerzen. Die Leitlinien- konforme Behandlung hat sie erfolglos hinter sich gebracht. Danach wurde sie auf ölige Cannabis-Extrakte eingestellt, die nicht so intensiv wirkten, wie die Blütentherapie, auf die sie umgestellt wurde. Jetzt hat man ihr diese Medikation genommen, denn sie kann sich die Blütentherapie nicht selbst leisten. "Wir sind keine Kiffer auf Rezept" - Meike fühlt sich stigmatisiert und fühlt sich nicht ernstgenommen. Denn Cannabis ist für sie eine Therapie und kein Freizeitvergnügen.
Volker hat seit dem Jugendalter Morbus Bechterew, eine chronische Entzündung der Wirbelsäule und der Kreuz-Darmbein-Gelenke, was starke Schmerzen und Morgensteifigkeit zur Folge hat. Als Jugendlicher hat er schon gemerkt, dass ihm Cannabis bei seinen Schmerzen hilft. Die Diagnose erhielt er allerdings erst 16 Jahre später. In Folge der Medikation mit einem Schmerzmittel kam es zu einem Rückenmarksinfarkt, was zu einer Lähmung führte und ihn in den Rollstuhl zwang. Langsam und mit viel Geduld und Kraftanstrengungen hat sich Volker ins Leben und die Mobilität zurückgekämpft. Geholfen haben ihm Cannabisblüten, die er sich damals noch illegal besorgen musste. Von 2017 bis 2020 dauerte es, bis sich Volker endlich in die legale Versorgung geklagt hatte. Seine Krankenkasse hielt ihn für nicht austherapiert und verlangte weitere Therapieversuche mit Standardtherapien. Die Opioide und das Spasmolytikum bewirkten aber eher Rückschritte bei seinen Bemühungen sich wieder in die Mobilität zurück zu kämpfen. Erst nach diesen zahlreichen vergeblichen Therapieversuchen bekam er Cannabisblüten für seine Therapie. Jetzt leidet er wieder unter starken Ängsten und befindet sich im Krisenmodus, da seine Krankenkasse die Kosten für seine Blütentherapie nicht mehr übernimmt.
Auch Volker kann sich seine Therapie mit Cannabisblüten nicht selbst leisten. Auch er wird wieder klagen müssen.
Zu hören und zu sehen ist die Folge auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA.
Marguerite Arnold hat eine Dystonie, eine seltene neurologische Bewegungsstörung, die zu Muskelkrämpfen führt. Sie schränkt ihre Bewegungsfähigkeit ein und ihre Fähigkeit zu sprechen. Sie ist fortschreitend und Marguerite beschreibt, dass die Erkrankung in der Symptomatik zwischen Parkinson und Multipler Sklerose liegt. Seit 2008 bekommt sie Cannabisblüten, die als einzige Option ihre Symptome lindert, denn sie braucht für ihre Spastiken einen schnellen Wirkeintritt über die inhalative Form der Einnahme. Durch eine Darm-OP kann sie nicht umgestellt werden auf ölige Extrakte.
Auch Marguerite kann sich ihre Medikation nicht selbst leisten, denn erhält Bürgergeld. Sie hat schon einen Eilantrag beim Sozialgericht eingereicht.
Auch diese Folge ist zu hören und zu sehen auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA.
Michael Nitschke bekommt seit 2019 Cannabisblüten. Er hat nach einem schweren Verkehrsunfall ein Polytrauma mit Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Es entwickelte sich daraus ein generalisierte myofasziales Schmerzsyndrom, was zu Muskelkrämpfen vom Kopf bis zu den Füßen führt. Durch Cannabisblüten wurde der Teufelskreis von Muskelkämpfen - Schmerzen - erneute Muskelkrämpfe und stärkere Schmerzen durchbrochen. Michael ist auch noch ein Clusterkopfschmer-Patient. Dank der Cannabisblüten-Therapie ist dieser Schmerz von einem Monster zu einem "kleinen Mädchen" geworden, wie es Michael beschreibt. Zusätzlich kommt noch eine Grand-mal Epilepsie hinzu, deren Anfallshäufigkeit massiv zurückgegangen ist.
Diese Folge ist zu hören und zu sehen auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Seite des VCA.
"Meine Diagnosen sind u.a. sekundär progrediente MS ohne Spastiken, Fibromyalgie, Restless legs und Posttraumatische Belastungsstörung. Ich habe einen GdB von 70 Prozent und den Pflegegrad 2. Ich bin 65 Jahre alt und seit letztem Jahr in Schwerbehinderten-Altersrente." Das schrieb mir Frau Scheffler bevor ich sie zu dem Patientengespräch eingeladen habe. Seit der Therapie mit Cannabis-Blüten hatten sich ihr Leben zum Positiven verändert. Die Aufnahme fand ein Tag vor der Veröffentlichung des Beitragsstabilisierungsgesetzes statt. Jetzt will man ihr diese Therapieform nicht mehr erstatten. Zu hören ist der Podcast auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA.
Kiki ist chronische Schmerzpatientin aufgrund eines Bandscheibenvorfalls, der nicht sofort diagnostiziert wurde. Es kam dann zu Notfall-Operationen. Danach wurde sie nach Schmerzleitlinie behandelt und bekam unter anderem Tilidin und Oxycodon, beides Opioide. Das Absetzen der Opioide war schwer und kräftezehrend. Erst ein Schmerztherapeut konnte Kiki helfen. Dank der Therapie mit Cannabis-Blüten ist sie wieder arbeitsfähig. Sie zahlt Sozialbeiträge und Krankenkassenbeiträge genau an die Kasse, die ihr jetzt die Kostenübernahme ihrer Therapie versagt.
Auch diese Geschichte zeigt, wie sehr chronisch schwererkrankte Patientinnen betroffen sind von der Herausnahme der Cannabis-Blüten aus der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen.
Zu hören und zu sehen ist das Gespräch auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA.
Karl-Heinz Menges ist Clusterkopfschmerz-Patient und hat zusätzlich eine Polyneuropathie. Die Aufnahme fand 2 Tag vor In-Kraft-Treten des Gesetzes statt. Für ihn sind die Kosten für seine Medikation nicht selbst finanzierbar. Ohne die Möglichkeit weiterhin seine inhalative Medikation der Cannabis-Blüten zu erhalten, denkt Herr Menges eher an einen Freitod, als noch einmal solche Schmerzen zu ertragen. Ein erschütterndes Gespräch mit einem chronisch schwerkranken Patienten. Zu hören und zu sehen ist Folge auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA.
Diese Folge beschreibt die Sichtweise der Apotheke auf die Situation der neuen Gesetzgebung (GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz). Es bleiben viele Fragen offen für Patient*innen und Apotheken sowie für Ärzt*innen. Welchen Sinn macht dieses Gesetz, wenn die inhalative Anwendungsform durch ein orales Arzneimittel ersetzt werden soll? Muss ein Off-Label Antrag gestellt werden. Viele Fragen, die sich stellen, denn ab Morgen d. 30.07. 2026 tritt das Gesetz in Kraft.
Zu hören und zu sehen ist die Folge auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube und der Website des VCA
Mirco erzählt in dieser Folge, was die Herausnahme von Cannabisblüten aus der Kostenerstattung der GKV für ihn bedeutet. Denn Mirco ist Clusterkopfschmerz-Patient und schildert eindrücklich, was für ihn ein Clusterkopfschmerz-Anfall bedeutet. Er ist auf die schnelle Anflutung der Wirkstoffe angewiesen und benötigt deshalb die inhalative Form von Cannabis. Diese eindrucksvolle Geschichte verdeutlich wieder einmal, dass es hier um chronisch schwerkranke Menschen geht, denen man die Versorgung mit ihrer Medikation versagt.
Der Podcast ist zu hören und zu sehen außer auf Spotify auf Apple Podcasts, NRWision, und der Website des VCA.
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