Die Worte meiner Mutter „Das verstehst du erst, wenn du selbst Mutter bist“ waren keine leere Drohung, sie waren ein Versprechen.
Wenn ich heute sage „Weil ich es sage!“, höre ich das Echo ihrer Stimme und muss lächeln.
Mutter sein und gleichzeitig ein Unternehmen führen, bedeutet, ständig zwischen zwei Welten zu springen. Morgens knallharte Verhandlungen mit Geschäftspartnern, abends … nun ja, die Verhandlungen gehen weiter, nur die Themen ändern sich.
Die Verhandlungen am Abend sind das, was mich erdet. Die alltäglichen Momente, die zwischen all dem Trubel beständig bleiben.
Die Probleme im Unternehmen?
Ich frage mich oft: Werden sie für mein Kind in fünf Jahren noch von Bedeutung sein? Genau das verschiebt die Perspektive und lässt mich vieles gelassener sehen.
Als Mutter agiere ich automatisch nachhaltiger – im Unternehmen und zu Hause. Ich treffe Entscheidungen mit Weitblick, weil ich weiß: Für mein Kind zählt nicht nur der Erfolg von heute, sondern vor allem, was morgen bleibt.
Diese Haltung hat meine Arbeit verändert. Ich denke nicht mehr nur an den nächsten Monatsabschluss, sondern daran, Spuren zu hinterlassen, die über meine eigene Zeit hinausgehen.
Und während ich Wachstumsstrategien plane, wächst mein Kind still neben mir. Jeder Moment erinnert mich: Das hier, nicht der nächste große Deal, ist mein wichtigstes Lebenswerk.
Heute, am Muttertag, hebe ich mein Glas und sage Prost: auf meine wunderbare Mutter, die ich jetzt mehr denn je verstehe, und auf all die wunderbaren Mütter da draußen, die täglich Unmögliches möglich machen.