Nachdem wir letzte Woche über das Thema Mutter sein und Frau bleiben aus meinem Buch "Mama ist unPerfekt" gesprochen haben, wenden wir uns heute dem Thema Kindeswohl zu. Es ist ein heikles aber sehr wertvolles Thema. Hier findest du den Text aus meinem Buch, den ich in der Episode vorlese und die Grundlage liefert:
Kapitel 7 – Reloaded: das Kindeswohl Ich habe ja bereits erwähnt, an welchen Punkten und Themen wir gerade als Familie dran sind (hauptsächlich mit dem Schulsystem). Diesbezüglich mussten wir uns auch mit dem Begriff „Kindeswohl“ auseinandersetzen. Warum? Weil es in Deutschland als Kindeswohlgefährdung angesehen wird, wenn man sein Kind nicht zur Schule schickt. Dann hat der Staat ja keine Handhabe mehr und sieht nicht, was du mit deinem Kind machst. Bei ehrlicher Betrachtung müsste eigentlich jeder merken, dass dieser Gedanke an sich Blödsinn ist. Wenn die Schule zu Ende ist, sieht der Staat ja auch nicht was mit den Kindern geschieht oder gemacht wird. Wie schon erwähnt, möchte ich die Schule nicht verteufeln, denn es gibt sicher Familien, in denen es ein Segen für die Kinder ist, wenn sie zur Schule gehen dürfen. Ich möchte hier deswegen nur den Eisberg oben ankratzen, denn das Thema Kindeswohl ist so komplex, dass es sich nicht in einem Kapitel zusammenfassen oder erörtern lässt.Da gibt es kein Paraderezept, denn jedes Kind ist einzigartig und ich finde wir sollten bei den Kindern ansetzen und uns an ihnen orientieren: · Was braucht mein Kind?· Was sagt mein Kind?· Wenn es noch nicht sprechen kann, was sagt mein Gefühl?· Genau hinhören – was braucht mein Kind und nicht WAS DENKE ICH, was mein Kind braucht? Seine eigenen Erwartungen und Vorstellungen, die man ans Kind hat „einfach“ mal hintenanstellen und zurückschrauben. Wir setzen nämlich unsere Kinder (hoffentlich) nicht in die Welt, damit sie unsere nicht gelebten Träume verwirklichen oder sie zu kleinen Kopien von uns werden. Sondern, dass wir (das ist meine Auffassung / meine Wahrheit) ihnen einen sicheren Rahmen schaffen bzw. gewährleisten in dem die Kinder erblühen, in dem sie aufwachsen können, so wie sie es brauchen. Da gibt es keine Norm oder eine Vorgabe, die es einzuhalten gilt. Denn genau dieses Denken ist wieder mit Druck und Angst verbunden und das hat hier nichts zu suchen. Beim Kindeswohl ist es für mich essentiell, dass wir lernen dem Kind zu vertrauen. Wir dürfen/ müssen unseren Kindern vertrauen und dürfen uns nicht von „außen“ einreden lassen, dass unsere Kinder geimpft werden MÜSSEN; dass sie etwas SEIN müssen. Gerade wir Mütter und natürlich in vielen Fällen auch die Väter, haben eine sehr enge Verbindung zu unseren Kindern und wir können am besten abschätzen, was wir möchten und wenn ich der Meinung bin, dass mein Kind nicht geimpft werden soll, dann sollte mir das nicht so ausgelegt werden, dass ich das Wohl meines Kindes gefährde.Das Wohl des Kindes – das sieht sowieso jeder anders: die Oma sieht es anders als die Mutter und die Mutter anders als die Lehrerin. Das ist natürlich auch eine Generationengeschichte. Du merkst es ist sehr schwer dieses Thema tiefgründig anzugehen, weil es sehr viele Schichten hat und es gibt nicht dieses EINE Kindeswohl. Was für mein Kind passt, muss noch lange nicht für dein Kind passen. Es ändert sich ja auch von Lebensspanne zu Lebensspanne. Die Bedürfnisse von 0-3 sind andere als von 5-7 und mit 12 Jahren sind es dann wieder andere. Ich lade dich ein, folgenden Satz zu lesen und zu verinnerlichen: „Vertrauen in unsere Kinder, dass sie uns mitteilen, was sie brauchen – dass wir genau hinhören und offen sind dafür und ihnen dann dabei helfen indem wir den Rahmen zur Verfügung stellen, damit sie sich entsprechend entfalten können.“Das...