In dieser Folge von #deinfr entwirft Anja Schulte-Roller eine Vision von Freiburg, in der Heimat in jedem Stadtteil spürbar wird – geprägt von ihrer Kindheit auf dem Dorf, wo Gemeinschaft selbstverständlich war.
In jedem Stadtteil würde es Ankerhäuser mit einem Dorfplatz geben – offen für Bürger*innen, Stadtverwaltung und Zivilgesellschaft. Orte, die Zugehörigkeit ausstrahlen, Begegnung ermöglichen und den Alltag entlasten: mit Tauschbörsen, Reparatur-Cafés und Raum zum Durchatmen. Beteiligung wäre niedrigschwellig und projektbezogen statt bürokratisch verbindlich. Dezentralisierte Dashboards – analog und digital – würden zeigen, welche städtischen Prozesse laufen und wie weit sie sind: klar, grafisch, auf das Wesentliche reduziert. Wo der Markt versagt, würde die Stadt handeln und Geschäftsräume an Apotheken, Drogerien oder Läden des täglichen Bedarfs vergeben – gegen Leerstand, für lebendige Stadtteile.
Die Menschenrechte wären der Kompass, die Demokratie der Rahmen – und die Debattenkultur offen, empathisch und sachorientiert. Jeder Stadtteil ist Freiburg – und sollte so ernst genommen werden.
Die gesammelten Stimmen und Gedanken können Inspiration sein – für alle, die Verantwortung in und für Freiburg übernehmen möchten, vielleicht sogar für künftige Oberbürgermeister*innen, in Freiburg oder anderswo.
#deinfr möchte dazu anregen, eigene Visionen zu entwerfen, Mut zu fassen und sich nicht von pessimistischen Zukunftsbildern lähmen zu lassen. Der Podcast versteht sich als Beitrag zur Stärkung einer lebendigen Zivilgesellschaft – und damit auch der Demokratie.
Mehr Infos finden sich unter www.deinfr.de