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Wie wirkt sich Korruption auf unser alltägliches Leben aus? Wie behindert sie die Ausübung unser aller Menschenrechte? Und was können wir - die Zivilgesellschaft - tun, um Korruption zu verhindern? Darüber sprechen wir in dieser Folge mit Martin Kreutner, dem Initiator des österreichischen Antikorruptionsvolksbegehrens. Wir betrachten auch den Begriff Korruption, was dieser bedeutet und welche Handlungen diesem Begriff zugeordnet werden. Mehr zur Wirkung des Antikorruptionsvolksbegehrens hört ihr ebenfalls in dieser Folge.
Seit September befindet sich die islamische Republik Iran inoffiziell im Ausnahmezustand. Hunderte Menschen sind bei Protesten ums Leben gekommen, Unzählige mehr verletzt worden und es gab und gibt offizielle Hinrichtungen.
Gemeinsam mit unserem Gast Shahin Nasiri analysieren wir die historischen Hintergründe der Protestbewegung, von der konstitutionellen Revolution 1905 bis hin zu den Massakern der 1980er-Jahre. Außerdem gehen wir auf die Argumente der derzeit Protestierenden ein und der Frage nach, warum nach so vielen Jahren die iranische Bevölkerung immer noch für dieselben grundlegenden Rechte kämpfen muss...
Jedes Jahr rund um den Tag der Menschenrechte schreiben weltweit Hunderttausend Unterstützer*innen Briefe, verschicken Solidaritätskarten und unterzeichnen Petitionen für Menschen, die in Gefahr sind. Der Amnesty Briefmarathon ist das größte Menschenrechtsevent der Welt. Dieses Jahr setzen wir uns gemeinsam für Menschen ein, die verfolgt werden, nur weil sie ihr Recht auf Versammlungsfreiheit und freie Meinungsäußerung wahrgenommen haben. Darüber haben wir mit Ruth Dellinger, Koordinatorin Menschen in Gefahr bei Amnesty International Österreich, gesprochen. In der heutigen Folge erfahrt ihr, worum genau es beim heurigen Briefmarathon-Thema "Protect the Protest" geht, welche Erfolge der Briefmarathon in den letzten zwei Jahrzehnten gebracht hat, und natürlich wie ihr mitmachen könnt.
Russlands außenpolitische Tätigkeiten bzw. der Angriffskrieg auf die Ukraine ist heutzutage in aller Munde. Worüber dabei aber fast niemand spricht, ist die Situation der Zivilbevölkerung innerhalb des Landes. Wir haben uns in dieser Folge bemüht, einen Blick „hinter die Kulisse“ zu werfen und gemeinsam mit unserem Interview-Partner zu verstehen, welche Auswirkungen der Krieg, die politische Isolation des Landes und nicht zuletzt die Teilmobilmachung für die „einfachen“ russischen Bürger*innen hat.
Wohnen ist mehr als nur ein Dach überm Kopf zu haben. Wohnen ist (d)ein Menschenrecht! Wir alle brauchen angemessenen Wohnraum, um am öffentlichen Leben teilzuhaben, unserer Arbeit nachzugehen und möglichst gesund leben zu können.
Auch in Österreich sind Menschen von Wohnungs- und Obdachlosigkeit betroffen oder haben keinen Zugang zu leistbarem und sicherem Wohnraum. Dass es zur Bekämpfung von Wohnungs- und Obdachlosigkeit eine einheitliche, koordinierte nationale Strategie braucht, erklärt uns Teresa Hatzl vom Amnesty Büro in Wien in dieser Sonderfolge.
Wir sprechen auch darüber, dass das Recht auf Wohnen eine Grundvoraussetzung für ein menschenwürdiges Leben für alle und eng mit weiteren Menschenrechten verbunden ist.
Was sind die historischen Schlüsselmomente zwischen der Ukraine und Russland? Wie sind die „geschichtlichen Argumente“ von Putin aus der Sicht eines Historikers zu beurteilen, und was gibt es zu diesem Geschichtsmissbrauch zu wissen? Welche Ursachen lassen sich für den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine in der Geschichte finden? Und welche Rolle spielt der Westen? Unsere neunte Podcastfolge schließt thematisch an die fünfte Folge („Was will Putin eigentlich?“) an und ist vollgepackt mit spannenden Fakten und Details zum Verhältnis zwischen der Ukraine und Russland – ein Verhältnis, das weit in die Geschichte zurückgeht. Mit dem Experten für osteuropäische Geschichte, Prof. Andreas Kappeler, erörtern wir die wichtigsten Geschehnisse in der ukrainisch-russischen Geschichte und ihre Auswirkungen auf das Denken der dort lebenden Menschen, ihre Kultur und die heutige Beziehung der beiden Staaten.
Während die FIFA mit der Fußball Weltmeisterschaft 2022 riesige Profite erzielt, nimmt das Leiden der Arbeitsmigrant*innen, die das Turnier erst möglich machen, kein Ende. Immer noch herrschen katastrophale Arbeits- und Lebensbedingungen für Arbeitsmigrant*innen in Katar. Wie Amnesty International in zahlreichen Recherchen aufzeigte, werden Arbeitsmigrant*innen in Katar gezwungen, bis zur völligen Erschöpfung zu arbeiten. Vielen Arbeiter*innen wurden ihre Gehälter nicht ausgezahlt. Eine erschütternde Anzahl von Arbeiter*innen wird nie in ihre Herkunftsländer zurückkehren, doch die vielen Todesfälle wurden von den katarischen Behörden nicht untersucht. In dieser Podcast-Folge möchten wir genauer hinsehen: Mit der Expertin Lisa Salza von Amnesty International Schweiz besprechen wir die aktuelle Lage in Katar und diskutieren die menschenrechtliche Verantwortung der FIFA als Veranstalterin der WM 2022.
Im zweiten Teil der Doppelfolge zum Thema Pressefreiheit setzen wir den Fokus auf Österreich. Im Jahr 2022 ist Österreich von Platz 17 auf Platz 31 im internationalen Pressefreiheit-Ranking von Reporter ohne Grenzen abgerutscht. Gemeinsam mit unserem Gast Daniela Kraus, Generalsekretärin des Presseclub Concordia, sehen wir uns die Ursachen dafür an und erörtern die aktuelle Lage: Österreich hat als einziges EU-Land noch immer kein Informationsfreiheitsgesetz, bei COVID-19-Demos kam es vermehrt zu Angriffen auf Journalist*innen und Korruptionsskandale wie die ÖVP-Inseratenaffäre warfen einmal mehr ein Schlaglicht auf das manchmal heikle Verhältnis zwischen Politik und Medien. Anlass zur Sorge gaben in den letzten Jahren auch der Ibiza-Skandal, die viel zitierte "Message Control" und das bereits lange vorherrschende intransparente Inseratevergabe-System in Österreich. Doch Daniela Kraus beobachtet auch positive Entwicklungen: Etwa das wachsende Engagement für Pressefreiheit in der Zivilgesellschaft. Und was muss sich ändern, damit Österreich im internationalen Ranking wieder nach oben klettert? Die Expertin gibt einen breiten Überblick, wie die Pressefreiheit in Österreich besser geschützt werden kann und erläutert interessante Details aus dem Alltag von Journalist*innen.
Am 7. November 2019 wurde Bosco Ntaganda vom Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in einem wegweisenden Urteil zu 30 Jahren Haft verurteilt. Unter anderem war es das erste Urteil für den Einsatz von sexualisierter Gewalt als Kriegswaffe.
Der IStGH setzt also neue Maßstäbe und die Urteile erwecken regelmäßig großes internationales Interesse. Doch wie ist es dazu gekommen? Und warum gibt es diesen Strafgerichtshof erst seit wenigen Jahren? Was sind seine Grenzen und was macht Hoffnung für die Zukunft?
In dieser Folge widmen wir uns dem Internationalen Strafgerichtshof. Vor allem im Zuge des Russland-Ukraine Krieges haben alle auf einmal darüber gesprochen. Aber was nun wirklich die Aufgaben und Kompetenzen des IStGH sind, war dennoch nicht ganz klar für uns.
Deswegen haben wir Andreas Zumach – Journalist, Publizist, Buchautor und Experte für internationale Beziehungen und Konflikte – auf die gelbe Couch gebeten. Er zeigt anhand aktueller Beispiele, was der IStGH tut und, warum das gar nicht so kompliziert ist, wie wir gedacht haben.
Wie kam es zum Krieg in der Ukraine? Welches Interesse hat Russland in der Ukraine? Mit welchen Narrativen versucht Russland den Krieg zu legitimieren und glauben die Menschen in Russland wirklich daran?
In der fünften Podcast-Folge versuchen wir, dem Krieg in der Ukraine auf den Grund zu gehen. Dafür haben wir Wolfang Müller, stellvertretender Institutsvorstand für Osteuropäische Geschichte an der Universität Wien, auf die gelbe Couch eingeladen. Er ist einer der gefragtesten Expert*innen für Osteuropa und beschäftigt sich insbesondere mit sowjetischer Geschichte und der Geschichte des Politischen Denkens in Russland. Im Gespräch mit Wolfgang Mueller finden wir heraus, warum der Krieg in Wahrheit nicht erst 2022 begonnen hat und, was er für die zukünftige Weltordnung bedeutet.From the publisher's feed