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Vermutlich ist euch das Wort „Blackpill“ beim Surfen im Netz schon öfter untergekommen. Doch was bedeutet es, und woher stammt es? Wir klären euch auf.
Der Ursprung des Wortes BlackpillFilmfans können es sich wahrscheinlich schon denken. Der Begriff „Blackpill“ geht auf den dystopischen Sci-Fi-Klassiker „Matrix“ zurück. Im Film der Wachowski-Geschwister muss sich Neo (Keanu Reeves) entscheiden: Will er weiter in einer vorgegaukelten Realität bleiben – oder die Wahrheit über sein Leben erfahren?
Im Film stellt ihn Morpheus (Laurence Fishburne) vor die Wahl: Nimmt er die blaue Pille, verbleibt er in der Illusion, die er als sein Leben bezeichnet. Wählt er hingegen die rote Pille, wird ihm die ganze Wahrheit offenbart. Dann erfährt er auch, wer hinter den illusorischen Bildern steckt, die er bis dato für das echte Leben gehalten hat. Doch was ist mit der Blackpill?
„Matrix Resurrections“ ist der vierte und bis dato letzte Teil der Sci-Fi-Reihe. Was im Film passiert, seht ihr im Video.
» Video ansehen: The Matrix Resurrections: Offizieller Trailer
Woher kommt die Blackpill und was bedeutet sie?Tatsächlich stammt die schwarze Tablette nicht aus „The Matrix“, sondern bedient sich einfach nur der Pillen-Metapher. Wer den Begriff erdacht hat, ist zwar nicht bekannt. Ihren Ursprung hat die Blackpill aber vermutlich in Internet-Foren und Online-Communities, wo sie vor allem in Debatten über soziale Themen wie beispielsweise die Partnersuche verwendet wird. Die Blackpill-Ansicht wird auch immer wieder mit toxischer Männlichkeit in Verbindung gebracht.
Dabei versteht sich die schwarze Pille als ein noch weiterer Schritt hin zu mehr Pessimismus, als es die Redpill-Anhängerschaft propagiert, die noch an Selbstbestimmung und Selbstermächtigung glaubt. Blackpill-Überzeugte sind der Ansicht, dass sowohl die Gesellschaft als auch biologische und psychologische Umstände so dominant und bestimmend sind, dass das eigene Leben als nahezu unveränderlich gilt.
Kritik an der Blackpill-PhilosophieDass viele die Blackpill-Weltanschauung kritisch betrachten, hat seinen guten Grund. Denn wer das Leben derart negativ sieht, läuft nicht nur Gefahr, sich zu isolieren. Blackpill-Anhängern wird auch vorgeworfen, sich vor Verantwortung zu drücken – und ihre pessimistische Ansicht als Vorwand zu nutzen, sich selbst nicht verändern und weiterentwickeln zu müssen.
Wer nun Recht hat, lässt sich nur schwer beurteilen. Ist die Blackpill-Philosophie vielleicht einfach nur eine realistische Bestandsaufnahme? Oder malt sie die Welt mit all ihren Herausforderungen wirklich viel zu schwarz? Fakt ist jedoch, dass die Blackpill immer wieder in einem Atemzug mit den sogenannten „Incels“ genannt wird, wie in einem Artikel auf desired.de oder auch auf universitas zu lesen ist – und dass viele die Blackpill-Bewegung als gefährliche Strömung wahrnehmen.
By Vermutlich ist euch das Wort „Blackpill“ beim Surfen im Netz schon öfter untergekommen. Doch was bedeutet es, und woher stammt es? Wir klären euch auf.
Der Ursprung des Wortes BlackpillFilmfans können es sich wahrscheinlich schon denken. Der Begriff „Blackpill“ geht auf den dystopischen Sci-Fi-Klassiker „Matrix“ zurück. Im Film der Wachowski-Geschwister muss sich Neo (Keanu Reeves) entscheiden: Will er weiter in einer vorgegaukelten Realität bleiben – oder die Wahrheit über sein Leben erfahren?
Im Film stellt ihn Morpheus (Laurence Fishburne) vor die Wahl: Nimmt er die blaue Pille, verbleibt er in der Illusion, die er als sein Leben bezeichnet. Wählt er hingegen die rote Pille, wird ihm die ganze Wahrheit offenbart. Dann erfährt er auch, wer hinter den illusorischen Bildern steckt, die er bis dato für das echte Leben gehalten hat. Doch was ist mit der Blackpill?
„Matrix Resurrections“ ist der vierte und bis dato letzte Teil der Sci-Fi-Reihe. Was im Film passiert, seht ihr im Video.
» Video ansehen: The Matrix Resurrections: Offizieller Trailer
Woher kommt die Blackpill und was bedeutet sie?Tatsächlich stammt die schwarze Tablette nicht aus „The Matrix“, sondern bedient sich einfach nur der Pillen-Metapher. Wer den Begriff erdacht hat, ist zwar nicht bekannt. Ihren Ursprung hat die Blackpill aber vermutlich in Internet-Foren und Online-Communities, wo sie vor allem in Debatten über soziale Themen wie beispielsweise die Partnersuche verwendet wird. Die Blackpill-Ansicht wird auch immer wieder mit toxischer Männlichkeit in Verbindung gebracht.
Dabei versteht sich die schwarze Pille als ein noch weiterer Schritt hin zu mehr Pessimismus, als es die Redpill-Anhängerschaft propagiert, die noch an Selbstbestimmung und Selbstermächtigung glaubt. Blackpill-Überzeugte sind der Ansicht, dass sowohl die Gesellschaft als auch biologische und psychologische Umstände so dominant und bestimmend sind, dass das eigene Leben als nahezu unveränderlich gilt.
Kritik an der Blackpill-PhilosophieDass viele die Blackpill-Weltanschauung kritisch betrachten, hat seinen guten Grund. Denn wer das Leben derart negativ sieht, läuft nicht nur Gefahr, sich zu isolieren. Blackpill-Anhängern wird auch vorgeworfen, sich vor Verantwortung zu drücken – und ihre pessimistische Ansicht als Vorwand zu nutzen, sich selbst nicht verändern und weiterentwickeln zu müssen.
Wer nun Recht hat, lässt sich nur schwer beurteilen. Ist die Blackpill-Philosophie vielleicht einfach nur eine realistische Bestandsaufnahme? Oder malt sie die Welt mit all ihren Herausforderungen wirklich viel zu schwarz? Fakt ist jedoch, dass die Blackpill immer wieder in einem Atemzug mit den sogenannten „Incels“ genannt wird, wie in einem Artikel auf desired.de oder auch auf universitas zu lesen ist – und dass viele die Blackpill-Bewegung als gefährliche Strömung wahrnehmen.