Der ERP-Talk Podcast – ERP-Systeme: Auswahl, Einführung, KI + Digitalisierung (Der ERP Checker)

Der ERP-Talk Podcast – ERP-Systeme: Auswahl, Einführung, KI + Digitalisierung (Der ERP Checker)

By Max I ERP CheckerBusiness
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Der ERP-Talk Podcast – ERP-Systeme: Auswahl, Einführung, KI + Digitalisierung (Der ERP Checker) episodes

  • Sage Operations Live Demo: Sage ERP mit Sage Copilot, KI im ERP und Workflow Automatisierung, Cloud ERP für Handel und Fertigung | ERP Auswahl im Mittelstand: warum Features nicht mehr entscheiden

    Sage Operations live: Dominik Schätzel, Produktmanager bei Sage, zeigt das neue Cloud ERP von Sage mit Sage Copilot und Workflow Automatisierung. Und er rät, ein ERP nicht nach Features auszuwählen.

    Sage Operations ist kein Nachfolger von Sage 100 oder Sage X3. Sage hat es von Grund auf neu entwickelt, es läuft nur in der Cloud und ist für Händler und Firmen gedacht, die Waren lagern und bewegen. Wer diskret fertigt, nimmt das Fertigungsmodul dazu. In gut 20 Minuten Live-Demo geht es vom Artikelstamm über Einkauf, Verkauf und Lager bis zum Copilot.

    Was kann Sage Copilot?
    Öffnet man einen Kunden, zeigt Copilot von sich aus verspätete Aufträge und offene Rechnungen an. Auf die Frage nach den fünf größten Kunden kommt die Liste mit einer Einschätzung zu Chancen und Risiken. Aufträge im Chat anlegen und vordefinierte Agenten, etwa zur Bewertung von Lieferanten, testet Sage gerade mit ausgewählten Kunden und Partnern.

    Braucht man noch Workflows, wenn es KI gibt?
    Ja, sagt Dominik. Was sich in eine feste Regel packen lässt, etwa die Freigabe aller Aufträge unter 500 Euro, läuft über einen Workflow günstiger als über KI. Die KI sieht er bei den Ausnahmen.

    Was kostet Sage Copilot?
    Im Moment ist eine begrenzte Nutzung im Preis enthalten. Ein nutzungsbasiertes Preismodell soll kommen, Zahlen gibt es noch nicht.

    Wie offen ist Sage Operations?
    Alles, was in der Oberfläche geht, geht laut Dominik auch über die API. Ein selbst angelegtes Feld ist dort sofort verfügbar. Für Partner kommt voraussichtlich ein Skill Studio für eigene Branchenfunktionen.

    Wie lange dauert die ERP Einführung?
    Meist nur wenige Tage, abhängig von Qualität und Menge der Daten aus dem Altsystem. Gehostet wird in Deutschland.

    Worauf kommt es bei der ERP Auswahl an?
    Dominik würde nicht nach einzelnen Features entscheiden, weil sie sich in einer offenen Lösung schnell nachbauen lassen. Wichtiger ist ihm, welche Plattform in den nächsten Jahren mitwächst und welcher Anbieter einem Sicherheit gibt. Dass er dabei als Hersteller spricht, sagt er selbst.


    Zum Gast

    • Dominik Schätzel auf LinkedIn: linkedin.com/in/dominik-schaetzel
    • Sage Operations: sage.com


    Die Folge mit der kompletten Live-Demo als Video auf YouTube:
    https://youtu.be/olIA3ZyqfIs


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    47 min
  • Odoo Erfahrungen & Odoo Preise 2026: Odoo 20 Neuerungen, Odoo DATEV, KI Agenten und für wen Odoo nicht passt | Odoo Experience 2026 mit 11 Odoo Partnern und Odoo Deutschland

    Odoo Experience 2026 in Brüssel: 11 Interviews mit Odoo Partnern, Anbietern und dem Geschäftsführer von Odoo Deutschland über Odoo 20, KI Agenten, DATEV und Großkunden. Die ehrlichste Antwort auf die Frage, für wen Odoo nicht passt, kam ausgerechnet von einem Odoo Partner.

    Drei Tage Messe, Odoo 20 frisch auf der Bühne. Ich habe mit den Leuten gesprochen, die Odoo jeden Tag einführen, erweitern oder verkaufen. Was sie über Odoo 20 erzählen, ist spannend. Noch spannender ist, wo sie selbst die Grenzen sehen.

    Was ist neu in Odoo 20?
    Laut Simon Stappen von much. Consulting vor allem viele kleine Verbesserungen im Alltag: wichtige Filter direkt auf der Startseite jeder App, zwölf Prognosemodelle für Nachbestellregeln und komplett automatische Eingangsrechnungen, einschließlich Kostenrechnung, Rechnungsabgrenzung und Anlagen. Was er sich von Odoo für nächstes Jahr wünscht, verrät er am Ende seines Gesprächs.

    Kann Odoo große Unternehmen?
    Mit Caching im Browser und mehreren Datenbankservern sind 10.000 Nutzer laut Simon langsam kein Problem mehr. Daniel Göppner von braintec berichtet von Schweizer Kunden mit tausenden Lizenzen.

    Für wen passt Odoo nicht?
    Ferry Kluger von bob warnt, dass man sich wegen der Flexibilität schnell verbasteln kann, gerade ohne ausgereifte Prozesse. Daniel Göppner sieht Nischenanbieter vorn, wenn nur eine einzelne Abteilung eine Lösung braucht. Und Johannes, Geschäftsführer von Odoo Deutschland, nennt eine Voraussetzung, die ein Unternehmen vor Odoo erfüllen sollte.

    Wie arbeitet Odoo mit DATEV zusammen?
    DBB DATA Solutions hat zusätzlich zum Kontenmapping ein Feldmapping gebaut. Damit legt der Steuerberater pro Mandant fest, wie der DATEV Export aussieht. Die Daten gehen per Klick ins DATEV-Rechenzentrum.

    Was kostet Odoo? Odoo Preise und Einführung
    Die neuen Odoo Preise hält Ferry Kluger von bob für fair: Auch nach der Anpassung liegt eine Volllizenz unter 50 Euro. Viel teurer sei die Einführung, die koste ein Vielfaches der Lizenzen. Bei Intero Technologies gibt es Starterpakete ab etwa 2.000 Euro. Bei bob steht der Go-live-Termin schon vor dem Projektstart fest, spätestens drei Monate nach der Analyse.

    Welche Rolle spielt KI in Odoo?
    Für Johannes ist KI das Thema der Messe. Beispiele aus der Folge:

    • oc8: Open Source Plattform für KI Agenten der BOP Alliance
    • FLEXbyte: Live-Transkript und Zusammenfassung jedes Telefonats direkt in Odoo
    • Procuros: KI Agenten prüfen EDI-Dokumente und melden fehlende Daten
    • CAS: Eine Waage bestellt Lötzinn selbst nach


    Gäste dieser Folge

    • Matthias Gude, DBB DATA Solutions
    • Christoph Herget, openfellas
    • Daniel Göppner, braintec
    • Simranjit Kang, PrimeHive und OBS Solutions
    • Jan Diekmann, Intero Technologies
    • Simon Stappen, much. Consulting
    • Luka Laurick, Procuros
    • Darius Schnell, CAS
    • Dominik Heinz, FLEXbyte
    • Johannes, Odoo Deutschland
    • Ferry Kluger, bob


    Der ERP Checker prüft ERP-Systeme für den Mittelstand, neutral und aus der Praxis. Mit Simon Stappen und Ferry Kluger gibt es bereits ausführliche Folgen in diesem Podcast.

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    1 hr 23 min
  • weclapp KI Erfahrungen aus der Praxis: Markus Wals und POTLUCK über KI im ERP, MCP Server, n8n, Claude, Stammdaten, Automatisierung, KI Kosten und ERP Auswahl im Mittelstand

    Ein weclapp-Kunde sagt nach einem Jahr KI im ERP: Ich würde kein System mehr auswählen, das keinen KI-Zugang hat. Und der Partner, der die Plattform gebaut hat, räumt mit dem größten Missverständnis auf: dass die Stammdaten vorher sauber sein müssen.

    Markus Wals ist Gründer von wals.pro (Wals Professional Services GmbH), weclapp-Partner in der DACH-Region. Sein Team hat die wals.pro AI Plattform für weclapp gebaut – einen eigenen MCP Server mit Governance-Layer darüber. Über 100 User arbeiten inzwischen damit, produktiv und inklusive schreibender Vorgänge.

    Kaspar ist Co-Founder von POTLUCK aus Hamburg: Gewürzmischungen in Keramiktöpfen, über 100 Rezepturen, rund 400 Fertigwaren-Artikel, Chargenführung, B2B über EDI an Edeka, Rewe und Amazon plus eigener Shopify-Shop. Ein produzierendes Unternehmen mit 13 Leuten im Büro, ohne IT-Abteilung und ohne einen einzigen Programmierer.

    Was das in der Praxis bedeutet:

    • Zwei Stellen in der Supply Chain, die POTLUCK heute bräuchte und nicht braucht
    • Neues Produkt anlegen: 6 Artikel, Stückliste, Preise, Bezugsquellen – 30 Minuten werden 3
    • Ein Kunde kündigt nach der Installation am selben Tag eine BI-Lösung für 1.000 Euro im Monat
    • Eingangsrechnungen mit mehreren Bestellungen dahinter: zwei Stunden Prüfarbeit pro Vorgang weg
    • Eine Steuerberater-Rückfrage, die früher 5 bis 6 Beraterstunden kostete, in 5 bis 10 Minuten
    • Auftragserfassung aus PDF-Mails von hunderten Kunden, jeweils in eigenem Format

    Und die unbequemen Stellen:

    • Warum die Stammdaten NICHT sauber sein müssen, bevor die KI kommt
    • Warum Steuerregeln und Systemeinstellungen bewusst nie über die KI schreibbar sind
    • Wo weclapp im Alltag schneller ist als der Chat
    • Was KI im ERP wirklich kostet: ein Claude-Abo, 20 Euro Hosting für n8n, keine Credits
    • Warum jeder Nutzer eigene Rechte auf Tool- und Tabellenebene braucht


    Themen der Folge:

    • KI im ERP mit weclapp
    • Die Gäste: Markus Wals und POTLUCK aus Hamburg
    • Was weclapp ausmacht und für wen es gedacht ist
    • Der Weg zur KI: von ChatGPT zur ERP-Anbindung
    • Müssen die Stammdaten vorher sauber sein?
    • Was die KI bei POTLUCK konkret übernimmt
    • MCP, n8n und Claude: was macht eigentlich was?
    • Was KI im ERP wirklich kostet
    • Governance: Rechte, Audits und die Grenzen der KI
    • Live-Demo: Backend und Kundenanlage per Sprache
    • Live-Demo: ABC-Analyse in einer Minute
    • KI außerhalb des ERP: Marketing, Lieferanten, Compliance
    • ERP-Auswahl heute: kein System mehr ohne KI-Zugang
    • So fängt man an: die ersten Schritte


    Zu den Gästen:

    • wals.pro: https://wals.pro
    • wals.pro AI für weclapp: https://wals.pro/de-us/pages/wals-pro-ai-4-weclapp
    • Markus Wals auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/markus-wals-a84016140/
    • POTLUCK Gewürze: https://potluck.de

    Die beiden Live-Demos gibt es als Video auf YouTube:
    https://youtu.be/YmiU81Za8to


    Fragen an Markus oder Kaspar? Schreib sie in die Kommentare unter das Video – ich leite sie weiter.

    Wenn dir die Folge hilft: Folge dem Podcast und lass eine Bewertung da.

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    1 hr 5 min
  • Sage 100 Warenwirtschaft mit KI: MCP Server und ChatGPT live gezeigt, Cloud ERP oder On Premise ERP, ERP Auswahl und Automatisierung im Onlinehandel mit Shopify und Shopware für KMU und Mittelstand

    Sage 100 Warenwirtschaft mit KI: Ralf Armbrüster von der intellicon GmbH zeigt live, wie ein MCP Server Claude und ChatGPT mit einer lokal installierten Sage 100 verbindet. Die Datenbank bleibt dabei auf dem eigenen SQL Server – sie wird nicht in die Cloud repliziert. Ralf ist seit 1991 Sage-Partner, hat über 1.000 Projekte begleitet und die Multi-Shop-Schnittstelle entwickelt.

    Ralf hat 1991 angefangen, als Sage in Deutschland noch KHK hieß – ein Süßwaren-Großhändler wollte ein neues Warenwirtschaftssystem. Daraus wurden drei Jahrzehnte in derselben Familie: KHK Office Line, dann Classic Line, heute Sage 100.

    Technisch hat sich seit den Diskettenlaufwerken alles verändert. Interessanter ist, was blieb: Fast alle ERP denken bis heute in Belegen – Auftrag, Lieferschein, Rechnung. Im Onlinehandel stimmt das nicht mehr. Dort kommt zuerst die Zahlung, dann folgen Stornos, Teilrückerstattungen und ausverkaufte Dropshipping-Artikel. Sein Bild dafür: Früher war ein Unternehmen ein Postamt, heute ein Flughafen. Vieles läuft gleichzeitig, und man muss auf Ereignisse reagieren statt Belege abzuarbeiten.

    Den E-Commerce-Fokus hat er sich selbst erarbeitet: Vor über 15 Jahren verkaufte er Naturseife über einen eigenen Shop. Irgendwann war das Büro voller Seifen – und er wusste, wie umständlich manuelle Auftragsabwicklung ist. Daraus entstand der Auftragsdownload, später die Multi-Shop-Schnittstelle, heute automatische Wareneingänge und die Zahlungsverbuchung für Shopify Payments, PayPal und Klarna.

    SAGE 100 CLOUD ODER ON PREMISE

    Für den Anbieter ist Cloud besser: einfachere Wartung, bessere Skalierbarkeit, höhere Sicherheit. Für den Kunden bedeutet sie Abhängigkeit. Ohne lokale Datenbank ist ein Umzug schwierig, Preiserhöhungen kann man nur akzeptieren – und wer die Rechnung des Cloud-Anbieters nicht bezahlt, verliert den Zugriff auf die eigenen Daten. Bei On Premise kann man den Wartungsvertrag kündigen und weiterarbeiten.

    SAGE 100 MCP SERVER: DIE LIVE-DEMO

    Ralf öffnet Claude und fragt seine Sage 100 nach dem Lagerwert. Zurück kommt mehr als gefragt: Artikelanzahl, Positionen unter Meldebestand, Ladenhüter ohne Verkauf in zwölf Monaten und Artikel, die vermutlich im Shop inaktiv sind. Klassisch wären das mehrere Listen, ein Excel-Export und eine halbe Stunde Arbeit. Die Daten stammen aus einem eigenen Testversand.

    Im Hintergrund arbeitet mehr als eine Sage 100 API-Abfrage: Eine Vektordatenbank enthält das Strukturwissen zur Sage 100 aus vielen Jahren Projektarbeit. Das Sprachmodell kombiniert kaufmännische Daten mit dem Wissen darüber, wie Sage 100 intern funktioniert. Die Datenbank bleibt lokal, die Abfrage läuft über das genutzte Sprachmodell – wer inhouse bleiben will, kann auch ein lokales LLM anbinden.

    DARF DIE KI AUCH SCHREIBEN?

    Adressen und Ansprechpartner sind schreibend freigeschaltet. Belege wären technisch möglich, hält Ralf aber für riskant – nicht rechtlich, sondern wegen der Datenkonsistenz. Ein Sprachmodell prüft nicht von sich aus, ob eine Liefersperre vorliegt. Sein Weg führt über Skills im Connector, die die Prüfung mitbringen. Am Erdbeer-Beispiel erklärt er, warum ein Sprachmodell dir am Ende immer recht gibt.

    Sein Rat für KI im ERP: erst die Abläufe verstehen, dann ein Grundsystem mit synchroner Datenbasis, dann den Prozess suchen, der am meisten Zeit frisst.

    YouTube: https://youtu.be/75Vy1dbbGSQ
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    Ralf Armbrüster auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/ralfarmbruester/
    intellicon GmbH: https://www.intellicon.de/

    52 min
  • ERP Einführung im Mittelstand: 3.000 ERP Projekte, dieselben Fehler – ERP Kosten und Eigenaufwand, Stammdaten, ERP Vertrag, Cloud ERP vs On Premise, Go Live | Prof. Norbert Gronau im ERP Podcast

    ERP Einführung im Mittelstand: 3.000 ERP Projekte, immer dieselben Fehler. Prof. Norbert Gronau hat ausgewertet, woran ERP Projekte in der Praxis scheitern. Es geht um ERP Kosten, Eigenaufwand, Stammdaten, den ERP Vertrag, Cloud ERP gegen On Premise und die Zeit nach dem Go Live.

    Ein Geschäftsführer entscheidet einmal in 10 bis 15 Jahren über ein ERP System. Es gibt keine Lerneffekte. Deshalb wiederholen sich über 3.000 Projekte hinweg die immer gleichen Fehler.

    Woran erkenne ich, dass ich ein neues ERP System brauche?
    An Push-Faktoren wie Support-Ende, fehlender Weiterentwicklung oder Cyber Security. Und an Pull-Faktoren wie Lieferkettengesetz, ESG-Nachweisen oder Internationalisierung. Die meisten warten, bis der Schmerz aus dem alten System unerträglich ist. Und dann noch zwei Jahre.

    Wie hoch ist der Eigenaufwand bei einer ERP Einführung?
    Ein bis zwei interne Personentage pro Beratertag des Anbieters. Der am häufigsten unterschätzte Posten bei den Kosten einer ERP Einführung im Mittelstand.

    Muss die Projektleitung intern besetzt sein?
    Ja. Ein externer ERP Projektleiter kann unangenehme Wahrheiten aussprechen, ohne auf Hierarchie zu achten. Anweisen kann er nichts. Die Durchsetzung muss intern erfolgen, bei einem Geschäftsführer mit Ergebnisverantwortung.

    Warum sind Stammdaten so kritisch?
    Weil darin das Know-how von Jahrzehnten steckt und der organisatorische Schrott gleich mit. Aus der Folge: die Siemens AG 326-mal im Lieferantenstamm, Artikelgruppe 99 als Kennzeichnung für Auslaufartikel. Die wichtigste Regel: Stammdaten werden nie im laufenden Betrieb bereinigt. Entweder vorher oder nie.

    Worauf muss ich im ERP Vertrag achten?
    Standardverträge verlagern das Projektrisiko fast vollständig auf den Anwender. Verhandelbar sind das Recht, schlechte Berater auszutauschen, die verbindliche Nutzung des Projektmanagement-Handbuchs und klare Regelungen für den Fall, dass es nicht gut läuft. Ein Lizenzrabatt von 4 Prozent ist kein Verhandlungserfolg.

    Cloud ERP, Private Cloud oder On Premise?
    Ohne besondere Compliance-Anforderungen spricht nichts gegen Public Cloud. Neu ist die Souveränitätsfrage: die Sorge, dass Funktionen von außen abgeschaltet werden. Deshalb kommen Private Cloud und On Premise zurück. SAP hat die Cloud-Only-Strategie zurückgenommen.

    Was ist der wichtigste Erfolgsfaktor bei der ERP Einführung?
    Die Optimierungsphase nach dem Go Live. Nicht 14 Tage Hypercare, sondern ein halbes bis ein Jahr. Ohne sie hat man eine neue Dose, die dasselbe kann wie die alte.

    KI im ERP: die neue Schatten-IT
    Früher wurde Schatten-IT mit Excel gebaut, heute mit KI. Gronau erwartet die erste Insolvenz, die durch KI im ERP-Umfeld verursacht wird. Nicht wegen der KI-Funktionen der Anbieter, sondern wegen dem, was Anwender nebenbei selbst bauen.

    Weitere Themen: ERP Auswahl, Projektorganisation und Widerstände im Unternehmen, Standard gegen individuelle Anpassungen, die Auswahl des richtigen ERP Partners und Intervention bei ERP Projekten in der Krise.

    Der Gast: Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau forscht und berät seit Jahrzehnten zu ERP Systemen.
    prof-gronau.de | erp-management.de | Checklisten zur ERP Einführung | potsdam-consulting.de

    Der ERP Checker ist der Podcast für Geschäftsführer, IT-Leiter und Projektverantwortliche im Mittelstand, die ein ERP System auswählen, einführen oder ablösen.
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    53 min
  • KI im Mittelstand: Warum KI Projekte an der Datenqualität im ERP scheitern | KI Wildwuchs stoppen, ERP Stammdaten bereinigen, KI Plattform statt Insellösungen und die Zukunft von SAP

    Warum scheitern KI Projekte im Mittelstand? Fast nie an der KI – fast immer an der Datenqualität im ERP. Phillip Pham baut firmeneigene KI Plattformen für den regulierten Mittelstand und sagt es in dieser Folge sehr direkt: Wenn ein Mensch die Daten im ERP nicht mehr versteht, versteht sie eine KI auch nicht.

    Der Gast: Phillip Pham ist Gründer und Geschäftsführer der Pexon Consulting GmbH aus Grünwald bei München, mit Standorten in Berlin, München und Cluj-Napoca sowie einem Team in Wien. Pexon baut KI und Cloud Lösungen für Fertigung, Energie, Banking und Versicherung. Vorher war er in der Enterprise Beratung bei IBM für Cloud und KI zuständig, davor im Innovation Lab von Capgemini.

    Was ist KI Wildwuchs?
    Der Zustand, in dem jede Abteilung ihre eigene KI einsetzt – ohne zentrale Plattform, ohne Berechtigungskonzept, ohne Übersicht, wo die Daten landen. Phillip Pham findet ihn bei den meisten Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden: KI im Einkaufstool, KI im Vertriebssystem, KI in der Logistik, dazu ChatGPT, Microsoft Copilot, Google Gemini, selbstgebaute Chatbots und SaaS Lieferanten, die irgendwas mit KI machen. Er versteht ausdrücklich, warum es passiert – die Fachabteilung will vorankommen, die zentrale IT kommt nicht nach. Zulassen darf man es trotzdem nicht.

    Themen der Folge:

    • KI Beratung bei IBM: künstliche Intelligenz zehn Jahre vor ChatGPT
    • Warum eine zentrale KI Plattform vor jedem Chatbot kommt
    • KI Wildwuchs und Schatten IT: das echte Datenschutzrisiko im Mittelstand
    • In welcher Reihenfolge man KI einführt: Plattform, Chatbot, Systemanbindung, Suche, Workflows, Agenten
    • Datenqualität im ERP: warum KI an Stammdaten scheitert
    • ERP Stammdaten bereinigen: Artikelstamm, Kundenstamm, Stücklisten, Preise, Bestandsdaten
    • Der Trick, mit dem Datenqualität plötzlich sichtbar wird: die KI ans ERP hängen und nach einem Bauteilmaß fragen
    • Compliance, DSGVO und KI Governance im Unternehmen
    • Wissen sichern, wenn der SAP Entwickler in Rente geht
    • Zukunft von SAP: wird das ERP nur noch Datenbank?
    • Erster KI Use Case: Effizienz, Kosten und ROI

    Ein Beispiel aus der Praxis: In einem Fertigungsprojekt waren im ERP alle Felder für die Bauteilmaße leer – Länge, Breite, Höhe, Toleranz, Durchmesser. Vorhanden waren nur die Zeichnungsnummern. Die Folge: Die Logistik plant, bestellt einen LKW, und dann passt das Teil nicht hinein. Keine KI löst das, weil die Information nirgends steht. Genau deshalb gehört die Stammdatenarbeit vor jedes KI Projekt und nicht danach.

    Zum Gast:
    Pexon Consulting
    Phillip Pham auf LinkedIn
    Pexon Consulting auf LinkedIn

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    58 min
  • KI Agenten im ERP System: Thomas Draxler über ERP selbst bauen statt kaufen, Telefon KI, Company GPT, KI Kosten und die Zukunft der ERP Anbieter im Mittelstand

    KI-Agenten übernehmen im ERP mittlerweile ganze Arbeitsschritte, vom Anruf bis zur Rechnung. In dieser Folge von Der ERP Checker zeigt Thomas Draxler (Gründer von ChangeMy.AI und der Elektrotechnik-Plattform spannwerk), wie ein KI-first ERP entsteht, das ein Betrieb praktisch selbst bauen lässt, statt jahrelang auf ein Standard-ERP-System zu warten.

    Warum baut ein Unternehmen sein ERP heute selbst? Weil klassische Nischen-ERP-Anbieter für kleine und mittelständische Betriebe oft zu teuer, zu träge und schlecht integrierbar sind. Thomas erklärt, wie er den kompletten IT-Stack (ERP, CRM, Telefonanlage, Zeiterfassung) neu und KI-gesteuert aufbaut und dabei rund 20 % Fundament wiederverwendet und 80 % individuell auf den Betrieb zuschneidet.

    Konkret geht es um:

    • Wie KI-Agenten an ein gemeinsames „KI-Gehirn" andocken und Ziele statt Knöpfe bekommen
    • Wie eine Telefon-KI Anrufe annimmt, Aufträge anlegt und weiterleitet
    • Warum das ERP für Handwerk und Elektrotechnik profitiert
    • Wie ein KI-ERP für den Mittelstand DSGVO-konform on-premise oder in der EU-Cloud läuft
    • Was ein KI Agent im Betrieb realistisch kostet


    Ein ehrliches Gespräch über KI-Agenten erstellen, ERP-Konsolidierung im KMU und die Frage, warum die alten ERP-Systeme unter Druck geraten.


    Die Folge mit Live-Demo auf YouTube ansehen:
    https://youtu.be/GZR3mR4VXDU


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    Links zum Gast
    ChangeMy.AI: https://changemy.ai/
    spannwerk: https://spannwerk.tech/
    Thomas Draxler auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/thomas-draxler-18908677/

    1 hr 5 min
  • KI im ERP System: mehr Aufträge ohne neue Mitarbeiter | Bestellungen automatisieren, Auftragsabwicklung und Verkaufsinnendienst im Mittelstand mit KI Mitarbeiter, Hoshii CEO Jiir Awdir

    ERP System mit KI automatisieren: Wie überführt ein KI Mitarbeiter Bestellungen, Anfragen und Reklamationen direkt ins ERP-System – und was bedeutet das konkret für den Mittelstand? Genau darum geht es in dieser Folge vom ERP Checker.

    Mein Gast ist Jiir Awdir, Co-Founder und CEO von Hoshii – einem Startup aus Zürich, das dem Mittelstand hilft, Backoffice-Abläufe im Verkaufsinnendienst zu automatisieren. Statt Bestellungen manuell aus E-Mail, Voicemail oder PDF ins ERP zu übertragen, übernimmt ein KI Mitarbeiter diesen Prozess: vom Auslesen über das Vormatchen der Produkte bis zur strukturierten Verarbeitung im ERP-System. Aus einer Aufgabe, die früher 5 bis 10 Minuten pro Bestellung gedauert hat, werden so wenige Sekunden.

    Wir sprechen darüber, wie KI im ERP heute schon praktisch funktioniert, warum saubere Stammdaten die Grundvoraussetzung für jede Automatisierung sind, wie sich ein solches System an über 20 ERP-Systeme anbinden lässt und wo die Grenzen liegen. Ehrlich, praxisnah und ohne Buzzword-Bingo – für alle, die ihr ERP System effizienter machen und den Verkaufsinnendienst entlasten wollen.

    In dieser Folge geht es unter anderem um die Gründerstory von Hoshii – von der ersten Firma mit 16 bis zum KI-Startup aus Zürich –, darum, was Hoshii konkret macht und wie ein KI Mitarbeiter im ERP funktioniert, und warum das Startup auf Knowledge Retainment statt klassisches OCR setzt. Wir klären, wie das System Kundenwissen über Zeit lernt, ohne den Anfang wieder zu vergessen, was bei Sonderfällen und dem Human in the Loop passiert, wenn ein Produkt im ERP fehlt, und warum die Stammdatenqualität über Erfolg oder Scheitern jeder KI-Automatisierung entscheidet.

    Außerdem sprechen wir über die technische Anbindung an unterschiedlichste ERP-Systeme, über Computer Use Agents, bei denen die KI den Bildschirm liest wie ein Mensch, und über konkrete Zahlen aus der Praxis: bis zu 95 Prozent automatisierte Handgriffe im Verkaufsinnendienst bei einer Fehlerquote von 0 Prozent dank menschlicher Freigabe. Es geht um Datenschutz, DSGVO und Zertifizierung, um die Frage, wer verantwortlich ist, wenn eine KI einen Fehler macht, um die Abgrenzung zu anderen Automatisierungsanbietern, um die Roadmap mit Quotation, Billing und Procurement – und darum, warum Europa und der Mittelstand der bessere Markt sind als die USA.


    Die Folge als Video auf YouTube:
    https://youtu.be/Jk-C5rwkrEc

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    Mehr zu Hoshii: https://www.hoshii.ai

    #erp #ki #kiagenten

    52 min
  • CPQ Lösung im Praxistest: Configure Price Quote mit 3D Konfigurator, Produktkonfigurator und ERP System live gezeigt — CPQ für Maschinenbau, Anlagenbau und KMU mit variantenreichen Produkten

    CPQ-Lösung live in der Praxis: Lionel Tamo, Gründer von QPLEXITY Solutions, zeigt seine integrierte CPQ- und ERP-Lösung direkt am System – vom Produktkonfigurator über die automatische Stückliste bis zum fertigen Angebot. Gezeigt am 3D-Konfigurator eines Schweizer Pergola-Herstellers.

    Statt Theorie gibt es hier eine echte Produktdemo: Wie ein KMU mit komplexen, variantenreichen Produkten in Minuten ein validiertes Angebot erstellt – inklusive 2D- und 3D-Visualisierung, Preiskalkulation in Echtzeit und nahtloser Übergabe an die Produktion. Wo ein Angebot vorher zwei bis drei Stunden gekostet hat, ist der Vorgang mit CPQ in etwa einer Viertelstunde durch – und zwar mit Stückliste und Arbeitsplan im Hintergrund.

    Was ist CPQ überhaupt?
    CPQ steht für Configure, Price, Quote – Konfigurieren, Bepreisen, Angebot erstellen. Eine CPQ-Lösung lässt nur technisch machbare Produktvarianten zu, berechnet den Preis in Echtzeit und erzeugt daraus ein fehlerfreies Angebot. Das ERP-System übernimmt dahinter die Ressourcen: Stückliste, Beschaffung, Produktion, Lieferung. Besonders relevant für Maschinen- und Anlagenbau, Metallbau und alle KMU mit mehrstufig konfigurierbaren Produkten.


    Das erfährst du in dieser Folge

    • Was CPQ bedeutet und wo die Grenze zum ERP-System liegt
    • Live-Demo: 2D- und 3D-Produktkonfigurator in Aktion
    • Wie aus einer Konfiguration automatisch Stückliste, Arbeitsplan und Angebot entstehen
    • Warum die CPQ-Lösung voll ins ERP integriert ist – und auch als Standalone läuft
    • Was 3D-Visualisierung in der Praxis wirklich an Aufwand bedeutet
    • Wie kundenspezifische Sonderfälle über die CAD-Anbindung abgedeckt werden
    • Warum manche CPQ-Projekte 18 Monate dauern und trotzdem nicht live gehen
    • Woran man nach dem Go-Live erkennt, ob ein ERP-Projekt erfolgreich war
    • Wer die Produkt-, Preis- und Regelpflege übernimmt – und warum das unter 20 Mitarbeitenden schwierig wird
    • Wie viel der Lösung heute mit KI gebaut ist und woran man unseriöse Anbieter erkennt

    Häufige Fragen

    • Was ist CPQ? Configure Price Quote: Software, die komplexe Produkte konfiguriert, bepreist und daraus automatisch ein Angebot erzeugt.
    • Was ist der Unterschied zwischen CPQ und ERP? CPQ steuert Konfiguration, Preis und Angebot im Vertrieb. Das ERP-System plant und liefert dahinter die Ressourcen.
    • Für wen lohnt sich eine CPQ-Lösung? Für Unternehmen mit variantenreichen, mehrstufig konfigurierbaren Produkten – typisch im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Projektgeschäft.


    Links zum Gast
    Website: qplexity.com
    LinkedIn: Lionel Tamo


    Der ERP Checker
    Podcast und YouTube-Kanal rund um ERP-Auswahl, ERP-Einführung, Digitalisierung und KI im Mittelstand.

    500+ ERP-Experten lesen den wöchentlichen Newsletter – kostenlos: https://www.linkedin.com/build-relation/newsletter-follow?entityUrn=7483443141379862529

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    43 min
  • Monitor ERP im Check: schwedisches ERP System für die Fertigung, ERP Einführung in 3 bis 6 Monaten ohne Anpassung, Cloud ERP, KI im ERP und Produktionsplanung für den Mittelstand

    Monitor ERP im Check: Das schwedische ERP für die Produktion geht bei den meisten Kunden in 3 bis 6 Monaten live – ohne Anpassungen am Standard. Clemens Pieper, Geschäftsführer von Monitor ERP Deutschland, erklärt, wie das geht und für welche Fertigungsunternehmen es passt.

    Nach über 20 Jahren im deutschen ERP-Geschäft – unter anderem als SAP-Berater und danach bei einem mittelständischen ERP-Anbieter – hat er sich Mitte 2024 bewusst für den schwedischen Anbieter entschieden. Warum, erfährst du in diesem Interview.

    WORUM ES IN DIESER FOLGE GEHT

    Monitor ERP ist ein ERP System aus Schweden, das seit 1974 ausschließlich für Fertigungsunternehmen entwickelt wird. Zielgruppe ist die diskrete Fertigung im Mittelstand: Metall, Maschinenbau, Elektronik, Kunststoff, Automotive-Zulieferer. Wir sprechen über ERP Einführung im Standard, Cloud ERP vs. On Premise, Kapazitätsplanung, Vor- und Nachkalkulation, CAD- und PDM-Integration, Lizenzmodell und KI im ERP.

    • Warum Monitor ERP im Standard eingeführt wird – und was das bei Updates spart
    • ERP Einführung in 3 bis 6 Monaten: was dafür beim Kunden passieren muss
    • Standard vs. Individualisierung: die Antwort auf „unsere Prozesse sind individuell"
    • Cloud ERP, Miete oder On Premise – drei Betreibermodelle im Vergleich
    • IT-Sicherheit: warum immer mehr Mittelständler in die Cloud gehen
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    • Fertigungsprobleme lösen: Nachkalkulation, Produktkonfigurator, Stücklisten aus dem CAD
    • KI im ERP: was Monitor heute kann und was der Geschäftsführer für unrealistisch hält
    • Named-User-Lizenzmodell, Kernmodule und optionale Erweiterungen
    • Ab 28:14: komplette Live-Demo vom Angebot über die Fertigung bis zur Rechnung

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    Inklusive Live-Demo von Monitor ERP: https://youtu.be/ksYc_Xa1XwY

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    51 min

About Der ERP-Talk Podcast – ERP-Systeme: Auswahl, Einführung, KI + Digitalisierung (Der ERP Checker)

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Wo sich ERP-Entscheider, Anbieter und Berater treffen. Ich bin Max, der ERP Checker. Im ERP-Talk spreche ich mit Herstellern, Partnern, Beratern und Anwendern über ERP-Auswahl, Einführung und KI im ERP. Für den Mittelstand in DACH.