In einer Zeit, in der das Establishment alles tut, um Maßnahmenkritikern und Demokratieverteidigern das Leben schwer zu machen, ist Selbstfürsorge eine revolutionäre Tat.
Hinweis zum Beitrag: Der vorliegende Text erschien zuerst im „Rubikon – Magazin für die kritische Masse“, in dessen Beirat unter anderem Daniele Ganser und Hans-Joachim Maaz aktiv sind. Da die Veröffentlichung unter freier Lizenz (Creative Commons) erfolgte, übernimmt apolut diesen Text in der Zweitverwertung und weist explizit darauf hin, dass auch der Rubikon auf Spenden angewiesen ist und Unterstützung braucht. Wir brauchen viele alternative Medien!
„Für Ungeimpfte wird es ungemütlich.“ Überschriften dieser Art findet man derzeit zuhauf in den Medien. Sie sollen Druck machen, um aus dem noch widerspenstigen Drittel der Bevölkerung weitere „Freiwillige“ für die Impfzentren zu rekrutieren. Was früher unter dem Begriff Menschenrechte bekannt war, verwandelt sich schleichend in Geimpften-, allenfalls noch Getesteten-Rechte. Das Ergebnis der Bundestagswahl 2021 ist nicht geeignet, die Corona-Opposition zu ermutigen. Kostenpflichtige Zwangstests könnten Menschen, die auf ihr körperliches Selbstbestimmungsrecht pochen, in naher Zukunft entmutigen. In dieser Situation müssen wir weiter alle Möglichkeiten des Widerstands ausschöpfen. Gleichzeitig erscheint aber ein schnelles Erwachen aus dem kollektiven Albtraum, in den man uns gestürzt hat, unwahrscheinlich. Wir werden eine Weile mit der Situation der Ungeimpften-Diskriminierung leben müssen. Eine nähere Betrachtung zeigt aber: Für die meisten von uns wird es halb so wild werden. Sorgen wir gut für uns, denn „schon Blühen ist Widerstand“ (Oliver Ziegler). Ein kleiner Überlebensratgeber für die Opfer der Impf-Apartheid.
Ein Kommentar von Roland Rottenfußer.
Die Bevölkerung hat das Manöver der politischen Kaste geschluckt. Die Bevölkerung schluckt eigentlich jedes Manöver — kaum eines erscheint so plump, dass es zum Scheitern verurteilt wäre. Diesmal aber hat es selbst mich — als einen erfahrenen, schon etwas verhärmten Corona-Oppositionellen — noch einmal überrascht. Große Parteien und Medien sind offenbar übereingekommen, das Thema „Corona“ im Wahlkampf ganz draußen zu lassen. Und so kam es am Wahlabend zu einem geradezu grotesk anmutenden Schauspiel, das an Realitätsleugnung grenzte. Man fühlte sich wie mit einer Zeitmaschine ins Jahr 2019 zurückversetzt. Alles war wie „vorher“: das Personal, die Argumente, die Themen. Nur die Gesichts-Filtertüten, die von vielen Parteisoldaten vor der Kamera übergestülpt wurden, zeigten an, dass wir uns tatsächlich im Jahr 2021 befanden.
Die Partei DieBasis erreicht nicht annähernd die Werte, die ihre Anhänger sich von ihnen erhofften — 1,4 Prozent. Und die weiteren Wahlergebnisse sind mit Blick auf Corona nur sehr schwer deutbar. Haben Union und Linke etwa deshalb Federn gelassen, weil ihnen die Bürger übelgenommen haben, dass sie die Freiheitsrechte verrieten? Wenn dem aber so war — warum legten Grüne und SPD dann zu, konnte die Corona-skeptische AfD nicht reüssieren? Man kann es drehen und wenden, wie man will — die große negative Überraschung dieser Wahl besteht darin, dass die Trägerparteien dieses beispiellosen Putsches gegen die Freiheit in der Summe in keiner Weise für ihre Taten büßen mussten. Die Unterworfenen haben die Taten der Unterwerfer an der Wahlurne abgesegnet. Kälber haben Metzger gewählt. Die Botschaft ist unüberhörbar: Weiter so!
Der Wähler sagt „Weiter so!“
Dabei ist es nicht so, dass ich persönlich die im Wahlkampf zentralen Themen — das Klima zum Beispiel — für unbedeutend hielte. Nur: Es ist schockierend, dass die Freiheit kein Thema war und ist. Sie erscheint im Rückblick wie eine skurrile Marotte innerhalb der „Bubble“, also jenes aufrechten, aber überschaubaren Eingeweihtenkreises,