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Der Narr


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Some lyrics of my own
Gedicht
Der Narr
Ein König im Bettlerkleid, der Narr,
sein Ruf hallt durchs ganze Land.
Mit Worten schmückt er sich, trägt doch die Laus,
Dient keinem Herrn, doch bleibt er im Haus.
Er spricht, was andere nicht wagen,
Erheitert die hohen Herrschaften mit seinen Sagen.
Sie lachen, sein Wort hat kein Gewicht,
Doch er ätzt manchen Herrscher mit scharfem Witz.
Sich an Narren zu halten, ist kein guter Rat,
Wer's glaubt, riskiert sein Gesicht, wird verlacht.
Der Narr, König im eigenen Reich,
Ohne Ehrung, doch keinem gleich.
Er schlichtet Kämpfe, erheitert die Mienen,
Hält Krieger im Zaum, bewahrt die Laune.
Doch seine Späße verqueren alles,
Gehen den Leuten gegen den Strich, bringen Kummer und Qualen.
Man spricht davon, wie er alle plagt,
Wird nicht gefragt, nur verlacht.
Ob das gut gehen kann? Bald wendet sich das Blatt.
Irgendwann hat man auch den lustigsten Narren satt.
Dann verlocken seine Späße keinen mehr,
Keiner kommt hinter dem Ofen hervor.
Hämisch grinsen die Leute, denken sich ihren Teil,
Und bringen ihn um sein Glück, es geschieht ein Unheil.
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Brangassivo's FeedBy Mathias Schneider