Der Pragmaticus Podcast

Der Pragmaticus Podcast

By Der PragmaticusSociety & CultureNewsScience
Download on the App Store

Der Pragmaticus Podcast episodes

  • Nahost-Krieg - Pulverfass für die ganze Welt
    Im Nahen Osten sprechen die Waffen. Es ist ein Krieg auf sehr vielen Fronten, sagen Matthias Wasinger vom Österreichischen Bundesheer und die Nahost-Expertin Gudrun Harrer. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Es sollte eine schnelle militärische Aktion sein. Die USA und Israel schalten das Mullah-Regime im Iran aus. Die seit Jahren immer wieder aufständische Protestbewegung nutzt die Gunst der Stunde übernimmt und etabliert ein neues Regime. Eines das auf Kooperation und nicht auf Konfrontation setzt und das Israel als Player in der Region akzeptiert. Das war der Plan, die Wirklichkeit stellt sich komplexer dar. Oberst Matthias Wasinger vom Österreichischen Bundesheer beleuchtet die militärischen Dimensionen des Konflikts. Wie lang kann sich der Iran wehren? Warum greift er die Golfstaaten an? Und welche Rolle könnten die Kurden als Infanteristen der USA spielen?

    Die Nahost-Expertin Gudrun Harrer hingegen analysiert die internen Strukturen des iranischen Machtapparats. Warum ist das Regime nicht zusammengebrochen? Und warum ist die Protestbewegung alles andere als einheitlich. Harrer entwirft eine Reihe von Zukunftsszenarien, in denen auch der Zerfall des Iran eine Option sein könnte. Einstweilen sprechen die Waffen, erzeugen Chaos und Unsicherheit. Die Expertise von Matthias Wasinger und Gudrun Harrer machen aber auch klar, dass der Krieg im Nahen Osten auch ein geopolitische Komponente hat, es ist das Kräftemessen zwischen den USA und China und ihren Verbündeten.

    Unsere Gäste in dieser Folge: 
    Matthias Wasinger und Gudrun Harrer.
    Matthias Wasinger ist Offizier beim Österreichischen Bundesheer und Kommandant der Gebirgsjägerbataillons 24 in Lienz. Gudrun Harrer ist eine österreichische Journalistin und Nahost-Expertin.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    40 min
  • Liberal, digital, fatal?
    Globalisierung, Landflucht und Social Media geben dem Rechtspopulismus Aufwind. Das bringt vor allem den Liberalismus in Gefahr, sagt Buchautor Fritz Jergitsch. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wer im digitalen Zeitalter Politik macht, kann das nicht mehr ohne Social Media tun. Doch wer dort wirklich reüssieren will, setzt vor allem auf Empörung. Es ist das Gefühl, das am besten mobilisiert. Und genau das machen rechtspopulistische Parteien sehr erfolgreich. Differenzierte Darstellung, rationales Denken und liberale Positionen geraten ins Hintertreffen, stellt der Buchautor Fritz Jergitsch in Heulen hilft uns auch nicht weiter (Residenz Verlag) fest.

    Aber nicht nur das. Jergitschs Diagnose geht viel weiter. Eine immer größer werdende Gruppe von Menschen fühlt sich von den aktuellen weltpolitischen Entwicklungen überrollt. Die Globalisierung hat den Arbeitsmarkt in vielen Ländern gesprengt, die Produktion von Waren ist in weiten Teilen nach Asien transferiert worden. Ein weiteres Phänomen ist die Landflucht; die Lebenswirklichkeiten zwischen der Stadtbevölkerung und denen, die am Land leben, ist komplett unterschiedlich und die Basis für die gesellschaftliche Spaltung.

    All diese Faktoren zusammen betrachtet, sind die Ursache dafür, warum sich immer mehr Menschen autoritären Führern zuwenden, weil die sagen, wo es lang gehen soll und das Gefühl von Ermächtigung vermitteln.

    Donald Trump verkörpert viele dieser Entwicklungen. Jergitsch verteidigt in diesem Buch Vernunft und rationales Denken und sucht nach Lösungen. Denn das digitale Zeitalter erfordert ein radikales Umdenken, neue Strategien und Optimismus, damit liberale Werte wieder erstrebenswert werden. Insofern versteht er sein Buch als Plädoyer für die Freiheit, die er auch in diesem Podcast verteidigt .
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Fritz Jergitsch hat in Utrecht Volkswirtschaft studiert und 2013 die Satire-Plattform „Die Tagespresse“ gegründet. Dort wird „Jeden Tag eine Nachricht, die nicht stimmt“ publiziert, die 500.000 Menschen monatlich abrufen. Als online-only Medium ist Fritz Jergitsch auch ein Experte für Social Media geworden. Und er ist Buchautor. 2001 hat er Die Geister, die ich teilte veröffentlicht. Letztes Monat ist „Heulen hilft uns auch nicht weiter“ erschienen.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    36 min
  • Die Lehren aus dem Krieg in der Ukraine
    Vor vier Jahren hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine begonnen. Ein Ende ist nicht in Sicht, weil Europa im geopolitischen Macht-Poker nicht mitspielen will.
    Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    In vielen Ländern Europas glauben die Menschen, der Krieg in der Ukraine würde eines Tages einfach zu Ende sein. Die Front ist weit weg und das Wissen über die geopolitischen Zusammenhänge unzureichend, weil jeden Tag neue Nachrichten kommen. Deshalb ist Wegschauen und Ignorieren einfacher als sich mit den harten Tatsachen zu konfrontieren. Vier Jahre Krieg in der Ukraine – die Soldaten auf beiden Seiten sind in einer Art Pattstellung. Die Fäden ziehen andere.

    Wie sieht die Zukunft dieses Konflikts, in dem die gesamte Welt involviert ist, aus? Darüber spricht der Politologe Gerhard Mangott in diesem Pragmaticus-Podcast. Es geht um verpasste Chancen, die Unentschlossenheit Europas und einen Abnützungskrieg, in dem vor allem die USA die Fäden ziehen.

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Gerhard Mangott ist Politologe an der Universität Innsbruck, wo er Professor für Internationale Beziehungen ist. Sein Spezialgebiet ist die geopolitische Entwicklung in der postsowjetischen Ära. Von 2009 bis 2016 war er Scientific Adviser on Post-Soviet Affairs am Österreichischen Institut für Internationale Politik (OIIP) in Wien.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus.
    Sie finden uns auch auf 
    Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    30 min
  • Vom "finanziellen Wohlbefinden" im Alter
    Wer das Pensionsalter erreicht hat, setzt sich zur Ruhe. Ist dann ein gutes Leben möglich? Das beantwortet die Ökonomin und Pensionsexpertin Heike Lehner.
    Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wie sicher sind Österreichs Pensionen – und was bedeutet das für folgende Generationen? Im Gespräch mit der Ökonomin Heike Lehner, Generalsekretärin der „Aktion Generationengerechtigkeit“, diskutieren wir die Schwächen des derzeitigen Umlagesystems, die steigenden Budgetzuschüsse und die Risiken, die sich daraus ergeben. Lehner erklärt, warum sie eine Stärkung der zweiten und dritten Säule fordert, welche Reformen sie für unvermeidlich hält und wieso finanzielle Bildung für jede und jeden zur Pflicht werden sollte. Ein Podcast über ehrliche Bestandsaufnahmen, mögliche Auswege – und die Frage, was wir jetzt tun sollten, damit wir im Alter wirklich gut leben können.


    Unser Gast in dieser Folge: 
    Heike Lehner ist freiberufliche Ökonomin und Generalsekretärin der „Aktion Generationengerechtigkeit“, einem Verein, der sich für ein nachhaltiges Pensionssystem einsetzt. Sie hat Volks- und Betriebswirtschaft an der Universität Wien und Wirtschaftsuniversität Wien studiert, sowie ihr Masterstudium in St. Gallen absolviert. 

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    22 min
  • From Nose to tail: Das ganze Tier essen
    Ein Podcast über Fleisch und Wurst: Gastrosoph Peter Peter über den Trend, alle Teile eines Tiers zu essen. Ein Podcast von Der Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wenn schon Fleisch, dann aber auch alles vom Tier. Dass die Menschen nur mehr die guten Stücke von Schwein, Rind und Kühen essen, hat damit zu tun, dass die Realität der Tiere und der Akt des Schlachtens aus dem Bewusstsein verschwunden sind. In England startete eine Gegenbewegung. Der legendäre Koch Fergus Henderson hat in seinem Londoner Restaurant eine andere Devise für die Spitzengastronomie ausgerufen: „From nose to tail“ heißt sein berühmtes Kochbuch. Es bedeutet: Alles vom Tier essen. In dieser neuen Folge von machtHunger geht es um Fleisch im Allgemeinen und die Kunst des Wurstmachens im Speziellen. Gastrosoph Peter Peter erklärt Karin Pollack, warum man in Wien Frankfurter Würstel und in Frankfurt Wienerle isst. Warum Innereien auf der Speisekarte ein Indikator für beste Küche sind, und warum der Hanswurst ursprünglich ein fahrender Sauschneider war, der den Bauern beim Sautanz, also am Schlachttag half. Ein Podcast über Fleisch und alles drum herum.

    Über machtHunger
    In unserer Podcastreihe machtHunger geht es um die Kulturgeschichte des Essens und alle wirtschaftlichen Verstrickungen und politischen Machtspiele, die mit dem Essen und mit kulinarischen Traditionen verbunden sind. macht Hunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).

    Staffel I
    machtHunger I: Nationalgerichte
    machtHunger II: Frankreich
    machtHunger III: Italien
    machtHunger IV: Das Schnitzel
    machtHunger V: Globale Küche
    machtHunger VI: Zucker!
    machtHunger VII: Slawische Küche
    machtHunger VIII: Jenseits des Fleisches

    Staffel II
    machtHunger I: Die Geschichte der Muskatnuss
    machtHunger II: Der lange Weg zum Besteck
    machtHunger III: Weltenlenkerin Kartoffel
    machtHunger IV: Alkohol – Geschichte einer rosaroten Brille
    machtHunger V: Salz, Ursprung von fast Allem
    machtHunger VI: Ekel: Das Grauen bei Tisch
    machthunger VII: Wie der Tee drei Mal nach Europa kam
    machthunger VIII: Es trieft! Eine Geschichte vom Fett

    Staffel III 
    machthunger I: Bittersüß: Die Geschichte der Zitrusfrüchte
    machthunger II: Warum dieses Weihnachtsessen?
    machthunger III: Klasse Wein 
    machthunger IV: Gurken für die Ewigkeit
    machthunger V: Gemästete Mäuse: Das Essen der Antike
    machthunger VI: Die Freiheit der Donauküchen   

    Staffel IV: 
    machtHunger I: Reis, das harte Brot
    machtHunger II: Alles Käse, was Alpenküche kann
    machtHunger III: O'zapft is: Der Kult ums Bier
    machtHunger IV: Wer lesen kann, kann kochen
    machtHunger V: Gerichte mit Geschichten


    Über Peter Peter
    Der Kulturwissenschaftler Peter Peter ist in der bayerischen Hauptstadt München aufgewachsen, hat in Klassischer Philologie promoviert und ist Autor zahlreicher Bücher über das Reisen und die Kochkulturen dieser Welt (unter anderem verfasste er auch eine Kulturgeschichte des Schnitzels bzw. der österreichischem Küche). Er lehrte an der von Slow Food gegründeten Università delle scienze gastronomiche in Pollenzo und Colorno. Seit 2009 lehrt er für den Masterstudiengang des Zentrums für Gastrosophie der Universität Salzburg das Modul „Weltküchen und Kochsysteme“ und ist Mitglied der Deutschen Akademie für Kulinaristik. Sein jüngstes Buch ist den Zitrusfrüchten und Italien gewidmet. Es heißt Blutorangen und ist im Verlag Klaus Wagenbach erschienen. Für den Pragmaticus hat er einen lesenswerten Einstieg in die Gastrodiplomacy verfasst.

    machtHunger ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    42 min
  • Roms Aufstieg und Fall
    Was machte Rom so mächtig? Und woran ist das Imperium schließlich gescheitert? Wenn die Natur Geschichte schreibt – ein Podcast vom Pragmaticus.

    Das Thema:
    In der siebten Folge der Miniserie „Wenn die Natur Geschichte schreibt“ führt der Globalhistoriker Johannes Preiser-Kapeller in die Antike und schildert uns das Schicksal der einstigen Großmacht aus neuer Perspektive. Welchen Einfluss hatte das Klima auf das Staatswesen? Brachte ein Vulkanausbruch vor Alaska die Republik zum Straucheln? Und welche Auswirkungen hatte die Bleibelastung von Luft und Wasser, der die Römer ausgesetzt waren? Unterstützt wird seine Erzählung durch den Meteorologen Andreas Strohl von der Universität Wien und den Psychologen Andreas Barth von der Sigmund-Freud-Universität in Linz.

    Credits:
    „Flushing the toilet“ by tosha73, gekürzt. https://freesound.org/s/545577/ -- License: Attribution 4.0

    Unser Guide durch die Jahrhunderte: 
    Johannes Preiser-Kapeller ist Byzantinist und Umwelthistoriker. Er leitet in der Abteilung Byzanzforschung am Institut für Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) den Forschungsbereich „Byzanz im Kontext“. Er ist Mitherausgeber des Jahrbuchs der Österreichischen Byzantinistik, der Reihe Studies in Global Migration History und Mitglied des Advisory Boards des Journal of Historical Network Research sowie der „Climate Change and History Research Initiative“ der Princeton University. Preiser-Kapeller hat mehrere Bücher über die enge Verbundenheit von Natur- und Menschheitsgeschichte geschrieben, unter anderem Die erste Ernte und der große Hunger. Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt bis 500 n. Chr. und Der Lange Sommer und die Kleine Eiszeit. Klima, Pandemien und der Wandel der Alten Welt von 500 bis 1500 n. Chr. Zuletzt erschien von ihm Byzanz. Das Neue Rom und die Welt des Mittelalters.

    Wenn die Natur Geschichte schreibt
    In den vorherigen sechs Folgen führte uns der Byzantinist und Umwelthistoriker Johannes Preiser-Kapeller u.a. durch die Hochs und Tiefs der Jahrhunderte, angefangen bei Kaiser Justinian und dem Schreckensjahr 536, über Erik den Roten, Grönland und afrikanische Elefanten; den Bankier Francesco Balducci Pegolotti, der im 14. Jahrhundert der einen Katastrophe entkam und eine andere beschleunigte, bis zu den mutigen Beamten Hong Hao und Zheng Xia, die sich vor 1.000 Jahren wegen des Jangtsekiang bzw. des Gelben Flusses über ihre Kompetenzbereiche hinauswagten und Menschenleben retteten. 

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    40 min
  • Wie geht digitaler Krieg?
    Kriege werden nicht nur am Schlachtfeld, sondern in jedem einzelnen Haushalt ausgetragen, sagt Sicherheitsexperte Sönke Marahrens und gibt Einblick in hybride Kriegsführung.
    Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Jede Gesellschaft kämpft mit den Waffen, mit denen sie auch Geschäfte macht. Mit diesem Zitat bringt Sönke Marahrens, Experte für Cyberwar, das Thema dieses Podcast auf den Punkt. Es geht um den Krieg am Schlachtfeld, um Cyberwar, hybride Kriegsführung und Destabilisierungsaktionen aller Art, die die meisten gar nicht als kriegerisch wahrnehmen. Die modernen Schlachtfelder sind nicht nur in den Schützengräben, sondern überall dort, wo es Internet gibt. Sabotage von Mail-Servern, das Kappen von Unterseekabeln, Angriffe auf kritische Infrastruktur oder das Verbreiten von Falschmeldungen über Social Media: Noch nie war es für die Feinde einer freien Gesellschaft so leicht, in die Köpfe der Menschen vorzudringen. Krieg wird im 21. Jahrhundert stets auch auf einer psychologischen Ebene geführt. Wie sich also für die zunehmend kriegerische Welt rüsten? „Die Gefahren erkennen und ernst nehmen“, sagt Marahrens, der mit großer Bestimmtheit feststellt, dass die Zeit des Friedens nach 80 Jahren zu Ende ist – und so schnell auch nicht wiederkommt. Wenn die Menschen das begreifen und sich und ihre technischen Geräte für feindliche Angriffe rüsten, wäre viel gewonnen, sagt er. Denn in einer digitalisierten Welt kämpft nicht mehr nur das Militär, sondern die gesamte Gesellschaft. Die Finnen und Schweden machen vor, wie wehrhafte Demokratien aussehen könnte. 

    Unser Gast in dieser Folge: Sönke Marahrens ist Experte für Cyberwar, Wargaming und hybride Kriegsführung in der Deutschen Bundeswehr und forscht am Institut für Sicherheitspolitik an der Christian Albrechts-Universität in Kiel.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter). 
    34 min
  • China und das geopolitische Roulette
    Als führende Technologie-Nation läuft China den USA gerade den Rang ab. Die USA steuern dagegen. Konflikte rund um den Erdball sind ein Spiegel des Machtpokers. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Am 17. Februar beginnt in China das neue Jahr und ein neuer Fünfjahresplan. Chinas Staatskapitalismus setzt weiter auf Wachstum vor allem im Hightech-Bereich. Die Strategie der letzten Jahrzehnten trägt Früchte. Das Reich der Mitte ist zu einem globalen Player aufgestiegen. Die USA verstehen diese Machtposition und wehren sich. Der Einmarsch in Venezuela war eine reine Machtdemonstration der USA, sagt die Sinologin Susanne Weigelin-Schwiedrzik. Die USA zeigen, dass Südamerika zur US-Einflusssphäre zählt. Donald Trump verteidigt die unipolaren Weltordnung. Wie blickt China auf die derzeitigen Konflikte auf der Welt? Auf den neuen Aggressor USA, den Ukraine-Konflikt und die Rolle Europas bei der Neuordnung der Welt? Weigelin-Schwierzik analysiert die Machtkonstellationen und setzt die chinesische Sicht auf die Welt in Perspektive. Woher Chinas Power kommt? Aus der Bedeutungslosigkeit zurück zur bestimmenden Kraft werden ist nicht nur der Motor für die Kommunistische Partei, sondern treibt viele an. Noch, denn die Probleme, die es innenpolitisch im Land gibt, können einstweilen noch im Zaum gehalten werden.  

    Unser Gast in dieser Folge: 
    Susanne Weigelin-Schwiedrzik ist die ehemalige Leiterin des Instituts für Ostasienwissenschaften an der Universität Wein eine aufmerksame Beobachterin des Weltgeschehens. Sie unterrichtet an der Diplomatischen Akademie in Wien und hat ein Buch mit dem Titel „China und die Neuordnung der Welt“ (Brandstätter-Verlag) geschrieben.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    48 min
  • Schubumkehr für globalisierte Wirtschaft
    Die seligen Zeiten einer unipolaren Weltordnung sind vorbei. Statt Globalisierung steht geopolitisches Risikomanagement am Programm, sagt Buchautor Thomas Ramge. Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Wirtschaft ist ein Spiegel der geopolitischen Entwicklungen. 30 Jahre war Globalisierung die Marschrichtung, US-Präsident Donald Trump hat diese Ära beendet. Statt Wandel durch Handel steht nun Protektionismus auf der politischen Agenda.

    „Die Stunde der Nashörner“ ist der Titel eines Buches von Ansger Baum und Thomas Ramge, das Wirtschaftstreibende zum Neudenken anregen will. Geopolitik ist einer der größten Risikofaktoren, die für das Überleben von Unternehmen entscheidend sein wird, sagen sie. Sie ist derzeit zwar wenig vorhersehbar, doch sollte immer Teil jedes Kalküls sein. ,„Denn, und auch das ist eine These des Buches, der Wirtschaftskrieg auf der Welt hat längst begonnen.“  Im digitalen Zeitalter geht es um technologische Vorherrschaft, und weil China den USA in dieser Beziehung gerade den Rang abläuft, brechen überall auf der Welt Konflikte aus.

    Das gegenseitige Demonstrieren von Stärke gehört zu diesem Powerplay dazu, der Einmarsch der USA in Venezuela ist das jüngste Beispiel dafür, sagt Thomas Ramge und gibt einen interessanten Einblick in Geo-Craft, jener Disziplin, um die es in den kommenden Jahren gehen wird.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Thomas Ramge ist Buchautor, Keynote-Speaker und Associated Researcher am Einstein Center Digital Future. Er beschäftigt sich mit technologischen Veränderungen unserer Zeit und hat mehr als 20 mitunter preisgekrönte Sachbücher geschrieben. Anlass für diesen Podcast ist Die Stunde der Nashörner, erschienen im Murmann Verlag.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).  Xyz. Ein Podcast von Pragmaticus.

    28 min
  • Neujahrsvorsatz: Weniger Social Media
    Die Dosis macht das Gift. Das gilt auch, wenn es um die Nutzung des Smartphones geht. Sind wir alle viel zu viel am Handy? Ein Podcast von Pragmaticus.

    Das Thema:
    Smartphones haben die Menschheit erobert. Wer in der U-Bahn unterwegs ist, sieht kaum mehr Leute, ohne Mobiltelefone. Ist das das Symptom eines neuen Zeitalters oder eine besorgniserregende Entwicklung? Und gibt es medizinisch betrachtet so etwas wie Handy-Sucht? 

    Die Psychiaterin und Suchtexpertin Gabriele Fischer von der Medizinischen Universität will sich keineswegs auf simplizistische Pauschalaussagen einlassen. In diesem Podcast erklärt sie, wie das menschliche Gehirn Informationen verarbeitet, dass das Alter von Usern und Userinnen entscheidend ist und warum ständig schnelle Informationen vor allem dann wenig begrüßenswert sind, wenn sie Gewalt zeigen. Dabei hält sie es mit Paracelsus, dessen Ausspruch „Die Dosis macht das Gift“, auch im 21. Jahrhundert bei digitalen Medien immer noch gälte.
     
    Unser Gast in dieser Folge: 
    Gabriele Fischer ist Fachärztin für Psychiatrie und Neurologie und leitet die Suchtforschung und -therapie an der Medizinischen Universität Wien. Ihre Forschungsschwerpunkte sind substanzgebundene Suchterkrankungen, Verhaltenssüchte und psychiatrische Doppeldiagnosen. Sie ist Mitglied des Obersten Sanitätsrats.

    Dies ist ein Podcast von Der Pragmaticus. Sie finden uns auch auf Instagram, Facebook, LinkedIn und X (Twitter).
    28 min

About Der Pragmaticus Podcast

From the publisher's feed

Unabhängige Experten besprechen die großen Fragen unserer Zeit. Unverfälscht. Im Originalton.