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Der stille Sturm: Chinas globale Vorherrschaft und Amerikas verspätetes Erwachen


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Titel: Der stille Sturm: Chinas globale Vorherrschaft und Amerikas verspätetes Erwachen

Amerikas Selbsttäuschung und das Erwachen zur geopolitischen Realität

Lange wurde der amerikanischen Öffentlichkeit suggeriert, dass die Vereinigten Staaten unangefochtene Supermacht geblieben seien – ein Narrativ, das sich zunehmend als Illusion entpuppt. Während politische Entscheidungsträger sich auf innenpolitische Themen wie Diversity-Programme konzentrierten, hat China systematisch und strategisch seine globale Position ausgebaut – wirtschaftlich, technologisch und militärisch. Die Warnungen, die Donald Trump derzeit aussendet, sind ein direktes Resultat dieser über Jahre hinweg unterschätzten Entwicklungen.

In den USA türmt sich die Kreditkartenschuld auf Rekordhöhe, und der Traum vom Eigenheim ist für viele unerschwinglich geworden. Währenddessen präsentiert China am selben Wochenende bahnbrechende Innovationen wie vollautomatische Parkroboter und einen neuen Magnetschwebebahn-Superzug, der in nur sieben Sekunden auf 650 km/h beschleunigt. Zum Vergleich: Ein Boeing 737 fliegt mit rund 840 km/h – der Abstand zwischen Technologieanspruch und Realität wird immer kleiner.

Während Kalifornien seit 1996 an einer Hochgeschwindigkeitsbahn plant, hat China innerhalb von fünf Jahren ein funktionierendes System auf die Schiene gebracht. Doch diese technologischen Aushängeschilder sind nur die sichtbare Spitze eines viel tiefer reichenden geopolitischen Umbaus.

Chinas Griff nach der globalen Logistikinfrastruktur

Ein besonders dramatisches Beispiel für Chinas stille Expansion ist die nahezu unbemerkte Übernahme strategischer Tiefseehäfen auf der ganzen Welt. Über 50 solcher Häfen – in Asien, Afrika, Lateinamerika und dem Nahen Osten – stehen heute unter direkter Kontrolle oder starkem Einfluss der Volksrepublik. Diese Häfen sind nicht nur Handelszentren, sondern dienen zunehmend auch militärischen Zwecken. Durch KI-gesteuerte, menschenleere Containerhäfen demonstriert China eindrucksvoll, wie weit es in Sachen Automatisierung voraus ist.

Kongressabgeordneter Rich McCormick bringt es auf den Punkt: China verfügt über fünfzig Tiefseehäfen, die auch für seine größten Kriegsschiffe geeignet sind – die USA über lediglich zwei. Im Falle eines militärischen Konflikts hätte China somit die Möglichkeit, Truppen und Material schneller und effektiver weltweit zu verlagern.

Ein aktueller Bericht des Center for Strategic and International Studies unterstreicht, dass Chinas Infrastrukturstrategie nicht zufällig, sondern gezielt zur Machtausdehnung entworfen wurde. Die duale Nutzung der Häfen – zivil und militärisch – macht sie zu strategischen Vorposten globaler Kontrolle.

Die jahrzehntelange Planung – und Amerikas Stillstand

Während die USA in kostspielige Kriege in Afghanistan und im Irak verwickelt waren, investierte China in Hafeninfrastruktur und kontrolliert nun durch die sogenannte Belt and Road Initiative einen Großteil der weltweiten Handelsrouten. In Lateinamerika – traditionell im Einflussbereich der USA – wächst Chinas Präsenz kontinuierlich. Ein aktueller Bericht der Plattform Modern Diplomacy nennt es treffend eine „stille Belagerung“: ein logistischer Würgegriff, der die amerikanische Einflusssphäre schleichend einschnürt.

Gleichzeitig stehen Enthüllungen um die Biden-Familie im Raum, die verdeutlichen sollen, wie tief Verstrickungen mit chinesischen Energiekonzernen reichten – etwa durch Hunter Bidens Geschäftsreisen nach China im Regierungsflugzeug seines Vaters. Die Regierung Biden, so der Vorwurf, reagierte nicht auf Chinas wachsende Aktivitäten in Lateinamerika, während Milliarden in ferne Stellvertreterkriege flossen.

Chinas Kriegsvorbereitungen und Amerikas Fehleinschätzungen

China bereitet sich auf einen möglichen Krieg vor – und das seit Jahrzehnten. Während in den USA über Genderseminare im Pentagon gestritten wird, modernisiert China seine Streitkräfte mit Hightech: hypersonische Raketen, KI-gesteuerte Drohnen, weltraumgestützte Waffensysteme und Cyberkriegs-Infrastruktur. Im südchinesischen Meer wächst die Flotte unaufhaltsam.

Diese militärische Entwicklung folgt einem gezielten Plan, genannt zivil-militärische Fusion, bei dem private Technologieunternehmen eng in die Rüstungsindustrie eingebunden sind. Der Kontrast zur US-amerikanischen Realität könnte kaum schärfer sein. Während amerikanische Beamte im Pentagon Maskenkontrollen durchsetzen, führt China mehr Marineübungen im Pazifik durch als die US-Navy selbst. Die Vereinigten Staaten stehen militärisch gestreckt da – im Schwarzen Meer, in Gaza, im Roten Meer, in Taiwan – während China seinen strategischen Vorteil nutzt.

Der technologische Rückstand der USA

Besonders alarmierend ist Chinas Dominanz in der Technologie- und Wissenschaftsförderung. Einer neuen Studie des Belfer Centers zufolge hat China im Jahr 2024 dreimal so viele Informatiker*innen graduiert wie die Vereinigten Staaten. Auch in der KI-Forschung, bei Patenten und der Entwicklung energieeffizienter Chips liegt China vorn. Mit photonischen Chips, die 1000-mal schneller sind als Silizium-basierte, revolutioniert China das Computing – während die USA über TikTok-Verbote diskutieren.

Chinas Investitionen in Quantencomputer könnten in Zukunft die globale Verschlüsselungstechnologie durchbrechen und weltweite Finanzsysteme dominieren. Mit dieser technologischen Überlegenheit kommt auch ein logistischer Rückhalt: Über 80 % der globalen Verarbeitung seltener Erden liegt in chinesischer Hand – Rohstoffe, die essenziell für Smartphones, Elektroautos, Raketentechnologie und mehr sind.

Trumps wirtschaftlicher Gegenschlag: Der 50%-Kupferzoll

Inmitten dieser geopolitischen Bedrohungslage hat Donald Trump Anfang August 2025 einen drastischen Schritt angekündigt: Ab dem 1. August tritt ein Einfuhrzoll von 50 % auf Kupfer in Kraft. Kupfer, so Trump, sei ein unverzichtbares Element für moderne Rüstungssysteme, Flugzeuge, Datenzentren, Hyperschallwaffen und mehr – und die USA besäßen zwar große Kupfervorkommen, aber keine ausreichend starke heimische Förderung.

Diese Maßnahme sei keine Politik, sondern eine Frage des Überlebens, so Trump. In einem offiziellen Post auf Truth Social erklärte er, dass Kupfer das zweitwichtigste Material im US-Verteidigungsministerium sei – und dass die Regierung Biden durch Inkompetenz diese Schlüsselindustrie vernachlässigt habe. Ziel sei es, die Kupferproduktion in den USA zu stärken, um kritische Industrien wieder unter nationale Kontrolle zu bringen.

Die Wiedergeburt der amerikanischen Kupferindustrie

Trumps Ankündigung gilt als Startschuss für eine wirtschaftliche Neuausrichtung: ein Schub für die heimische Rohstoffindustrie, insbesondere für Unternehmen, die Kupfer auf US-Boden abbauen. Diese Projekte wären künftig von den 50%-Zöllen ausgenommen und würden von protektionistischen Maßnahmen direkt profitieren.

Analysten und Investoren werten dies als historische Chance. Laut Trump sollen ähnliche Schutzmaßnahmen folgen wie bereits für Stahl und Aluminium – und dies sei nur der Anfang einer groß angelegten Reindustrialisierung in kritischen Sektoren. In den kommenden 90 Tagen, so heißt es, könnten wirtschaftliche Weichen gestellt werden, die die nächsten neun Jahre der amerikanischen Industriepolitik prägen.



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