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I
Eine Kerze. Ein Licht. Ein einziges nur, aber das wäre schon was: Ein Licht im Dunklen. Das wäre fein. Ein Licht im Dunkeln dieser Zeit, dieser beklemmenden, sorgenvollen, hoffnungsarmen Zeit. Corona. Klimawandel. Armut, Kriege, Flucht und Heimatlosigkeit. Die offene Schere zwischen Arm und Reich. Einsame Menschen. Kranke Menschen. Sterbende Menschen. Verzweiflung und Dunkelheit scheinen überhand zu nehmen. Das war damals in Israel so, zu den Zeiten Jeremias und das ist heute so, hier bei uns, 2021 in Deutschland, in Tailfingen.
Wenn da doch nur Licht wäre -- ein kleines Licht, im Dunkeln. Am Ende des Tunnels. Hoffnung. Friede. Schalom. Gerechtigkeit.
Gut, dass wir Gott haben. "So gewiss der Herr lebt, der das Volk Israel herausgeführt hat aus Ägypten" Erinnerung an Gottes große Taten. Und Hoffnung, dass er es wieder tut. Er ist ja noch derselbe wie damals. Der "Ich bin für euch da", der er immer war. Hoffnung, dass er das Licht bringt. Hoffnung, dass er für uns heute wieder Friede schafft und Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit...
II
Statements der Konfis:
Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch gleich behandelt wird. (Philemon)Für mich steht Gerechtigkeit dafür, dass alle gleich akzeptiert werden und gleich behandelt werden sollten und jeder das bekommen sollte, wo er will. (Romana)Für mich ist Gerechtigkeit, dass niemand in Armut lebt oder nicht zur Schule gehen kann. (Emily)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass alle Menschen das gleiche Recht haben und das Gleiche machen können. (Marco)Gerechtigkeit bedeutet in meinen Augen, jeden mit Respekt zu behandeln und jeden [zu] akzeptieren, wie die sind. (Gina)Gerechtigkeit ist für mich, wenn jeder jeden akzeptiert und keiner diskriminiert wird wegen seiner Hautfarbe oder sonstigem. (Melissa)Mit Gerechtigkeit verbinde ich Gleichberechtigung, aber auch gleiche Verteilung. (Louisa)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder fair und gleich behandelt wird und dass jeder genug Essen und ein Zuhause hat. (Sabrina)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass zum Beispiel jeder gleich viel Essen bekommt oder halt jeder gleich behandelt wird. (Tyler)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder akzeptiert wird und dass jeder die gleichen Rechte hat. (Sophie)Gerechtigkeit bedeutet in meinen Augen, dass man Menschen hilft, die sich selbst nicht schützen können. (Niklas)Gerechtigkeit bedeutet für mich, sich akzeptieren zu können und dass jeder gleichberechtigt wird und ich hab Gerechtigkeit in der Schule erlebt wegen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.“ (Nicol)Es war mal ein Junge auf dem Pausenhof, der wurde gemobbt und etwas später kamen dann seine Freunde und haben ihm geholfen. (Christian)Gerechtigkeit hab ich am meisten in meiner Familie erlebt zwischen mir und meinen Geschwistern, wenn unsere Eltern uns gleich behandeln. (Anastasia)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch jeden so behandeln soll, wie er selber behandelt werden möchte, also gerecht und so wie du es halt selber möchtest, dass du von anderen Leuten behandelt wirst, ja. Gerechtigkeit habe ich erlebt bei Freunden, die mich schlecht oder ungerecht behandelt haben, die dann am Ende ihre Fehler eingesehen haben und sich bei mir entschuldigt haben. (Leonie B.)Gerechtigkeit ist für mich, gleich berechtigt zu werden und nicht vernachlässigt zu werden. Ich werde von meinen Eltern, Lehrern und meinen Freunden und Mitschülern gleich berechtigt. Dafür bin ich sehr dankbar. (Alena)III
"Der Tag kommt", sagt der Herr.
Der Tag kommt.
Das ist eine gute Nachricht. Frieden und Gerechtigkeit sind keine leeren Träume.
Der Tag kommt.
Ist es nicht das, worum es geht im Advent? Ankunft?
"Der Tag kommt", sagt der Herr, »an dem ich aus der Nachkommenschaft Davids einen Mann berufe, der dem Namen Davids wieder Ehre macht.
Damals war das Zukunftsmusik. Erlebt haben sie erst einmal das Gegenteil: Das Ende der Könige in Israel. Gefangenschaft. Exil. Fremdherrschaft.
Aber das Versprechen haben sie nicht vergessen: Der Tag kommt.
Advent. Ankunft.
Heute ist das schon Rückblick. Advent ist für uns das Vorwort zu Weihnachten, zum Kommen Gottes in diese Welt. Und wir wissen: Er ist gekommen -- der Tag. Und Gott. Gott ist in Christus Mensch geworden.
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer" weist für uns nicht auf das große Unbekannte, sondern auf Christus selbst.
IV
"Der Tag kommt", sagt der Herr.
Der, der Israel aus Ägypten geführt hat. Der, der in Christus gekommen ist. Der ein neues Reich aufgerichtet hat, das seither am Wachsen ist. Der Gerechtigkeit brachte und bringt. Und Frieden. Der den Tod überwunden hat und selbst das Licht der Welt ist, das im Dunkel scheint. Dieser König trägt den Namen "Der Herr ist unsere Rettung."
Wir sind inzwischen wieder in der Krise. Wieder in einer spannenden Zeit, wie Israel damals.
Wir schauen zurück auf alles, was er bereits getan hat. Auf den Tag, der bereits gekommen ist. Und auf den Tag, der noch vor uns liegt, der noch kommt.
Dazwischen finden wir in diesem wahren König Christus unsere Hoffnung und unser Heil.
Ja, der Tag kommt«, sagt der Herr, »an dem sie beim Schwören nicht mehr sagen werden: ›So gewiss der Herr lebt, der das Volk Israel herausgeführt hat aus Ägypten‹, sondern: ›So gewiss der Herr lebt, der die Leute von Israel herausgeführt hat aus dem Land im Norden und aus all den anderen Ländern, in die er sie fortgetrieben hatte, und der sie zurückgebracht hat in ihr Land, damit sie dort wieder wohnen!‹«
Oder:
So gewiss der Herr lebt, der bei uns war und ist. Der uns durch die Pandemie getragen hat und durch die Klimakrise. Der uns versöhnt hat in einer zerbrochenen Welt.
Gott hat uns nicht vergessen. "Der Herr ist unserer Rettung." Er ist unser Friede und unsere Gerechtigkeit. Auch in dieser spannenden Zeit.
Amen.
By Christoph FischerI
Eine Kerze. Ein Licht. Ein einziges nur, aber das wäre schon was: Ein Licht im Dunklen. Das wäre fein. Ein Licht im Dunkeln dieser Zeit, dieser beklemmenden, sorgenvollen, hoffnungsarmen Zeit. Corona. Klimawandel. Armut, Kriege, Flucht und Heimatlosigkeit. Die offene Schere zwischen Arm und Reich. Einsame Menschen. Kranke Menschen. Sterbende Menschen. Verzweiflung und Dunkelheit scheinen überhand zu nehmen. Das war damals in Israel so, zu den Zeiten Jeremias und das ist heute so, hier bei uns, 2021 in Deutschland, in Tailfingen.
Wenn da doch nur Licht wäre -- ein kleines Licht, im Dunkeln. Am Ende des Tunnels. Hoffnung. Friede. Schalom. Gerechtigkeit.
Gut, dass wir Gott haben. "So gewiss der Herr lebt, der das Volk Israel herausgeführt hat aus Ägypten" Erinnerung an Gottes große Taten. Und Hoffnung, dass er es wieder tut. Er ist ja noch derselbe wie damals. Der "Ich bin für euch da", der er immer war. Hoffnung, dass er das Licht bringt. Hoffnung, dass er für uns heute wieder Friede schafft und Gerechtigkeit.
Gerechtigkeit...
II
Statements der Konfis:
Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch gleich behandelt wird. (Philemon)Für mich steht Gerechtigkeit dafür, dass alle gleich akzeptiert werden und gleich behandelt werden sollten und jeder das bekommen sollte, wo er will. (Romana)Für mich ist Gerechtigkeit, dass niemand in Armut lebt oder nicht zur Schule gehen kann. (Emily)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass alle Menschen das gleiche Recht haben und das Gleiche machen können. (Marco)Gerechtigkeit bedeutet in meinen Augen, jeden mit Respekt zu behandeln und jeden [zu] akzeptieren, wie die sind. (Gina)Gerechtigkeit ist für mich, wenn jeder jeden akzeptiert und keiner diskriminiert wird wegen seiner Hautfarbe oder sonstigem. (Melissa)Mit Gerechtigkeit verbinde ich Gleichberechtigung, aber auch gleiche Verteilung. (Louisa)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder fair und gleich behandelt wird und dass jeder genug Essen und ein Zuhause hat. (Sabrina)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass zum Beispiel jeder gleich viel Essen bekommt oder halt jeder gleich behandelt wird. (Tyler)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder akzeptiert wird und dass jeder die gleichen Rechte hat. (Sophie)Gerechtigkeit bedeutet in meinen Augen, dass man Menschen hilft, die sich selbst nicht schützen können. (Niklas)Gerechtigkeit bedeutet für mich, sich akzeptieren zu können und dass jeder gleichberechtigt wird und ich hab Gerechtigkeit in der Schule erlebt wegen „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage.“ (Nicol)Es war mal ein Junge auf dem Pausenhof, der wurde gemobbt und etwas später kamen dann seine Freunde und haben ihm geholfen. (Christian)Gerechtigkeit hab ich am meisten in meiner Familie erlebt zwischen mir und meinen Geschwistern, wenn unsere Eltern uns gleich behandeln. (Anastasia)Gerechtigkeit bedeutet für mich, dass jeder Mensch jeden so behandeln soll, wie er selber behandelt werden möchte, also gerecht und so wie du es halt selber möchtest, dass du von anderen Leuten behandelt wirst, ja. Gerechtigkeit habe ich erlebt bei Freunden, die mich schlecht oder ungerecht behandelt haben, die dann am Ende ihre Fehler eingesehen haben und sich bei mir entschuldigt haben. (Leonie B.)Gerechtigkeit ist für mich, gleich berechtigt zu werden und nicht vernachlässigt zu werden. Ich werde von meinen Eltern, Lehrern und meinen Freunden und Mitschülern gleich berechtigt. Dafür bin ich sehr dankbar. (Alena)III
"Der Tag kommt", sagt der Herr.
Der Tag kommt.
Das ist eine gute Nachricht. Frieden und Gerechtigkeit sind keine leeren Träume.
Der Tag kommt.
Ist es nicht das, worum es geht im Advent? Ankunft?
"Der Tag kommt", sagt der Herr, »an dem ich aus der Nachkommenschaft Davids einen Mann berufe, der dem Namen Davids wieder Ehre macht.
Damals war das Zukunftsmusik. Erlebt haben sie erst einmal das Gegenteil: Das Ende der Könige in Israel. Gefangenschaft. Exil. Fremdherrschaft.
Aber das Versprechen haben sie nicht vergessen: Der Tag kommt.
Advent. Ankunft.
Heute ist das schon Rückblick. Advent ist für uns das Vorwort zu Weihnachten, zum Kommen Gottes in diese Welt. Und wir wissen: Er ist gekommen -- der Tag. Und Gott. Gott ist in Christus Mensch geworden.
"Siehe, dein König kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer" weist für uns nicht auf das große Unbekannte, sondern auf Christus selbst.
IV
"Der Tag kommt", sagt der Herr.
Der, der Israel aus Ägypten geführt hat. Der, der in Christus gekommen ist. Der ein neues Reich aufgerichtet hat, das seither am Wachsen ist. Der Gerechtigkeit brachte und bringt. Und Frieden. Der den Tod überwunden hat und selbst das Licht der Welt ist, das im Dunkel scheint. Dieser König trägt den Namen "Der Herr ist unsere Rettung."
Wir sind inzwischen wieder in der Krise. Wieder in einer spannenden Zeit, wie Israel damals.
Wir schauen zurück auf alles, was er bereits getan hat. Auf den Tag, der bereits gekommen ist. Und auf den Tag, der noch vor uns liegt, der noch kommt.
Dazwischen finden wir in diesem wahren König Christus unsere Hoffnung und unser Heil.
Ja, der Tag kommt«, sagt der Herr, »an dem sie beim Schwören nicht mehr sagen werden: ›So gewiss der Herr lebt, der das Volk Israel herausgeführt hat aus Ägypten‹, sondern: ›So gewiss der Herr lebt, der die Leute von Israel herausgeführt hat aus dem Land im Norden und aus all den anderen Ländern, in die er sie fortgetrieben hatte, und der sie zurückgebracht hat in ihr Land, damit sie dort wieder wohnen!‹«
Oder:
So gewiss der Herr lebt, der bei uns war und ist. Der uns durch die Pandemie getragen hat und durch die Klimakrise. Der uns versöhnt hat in einer zerbrochenen Welt.
Gott hat uns nicht vergessen. "Der Herr ist unserer Rettung." Er ist unser Friede und unsere Gerechtigkeit. Auch in dieser spannenden Zeit.
Amen.

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